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10 Hausmittel gegen Schädlinge im Garten

Blattlaus, Schnecke, Ameisen? Kein Problem – mit diesen zehn Hausmitteln haben die lästigen Plagegeister keine Chance mehr.

Ameisen und Blattläuse Schädlinge Symbiose

Ameisen und Blattläuse können zu einer echten Plage im Garten werden [Foto: epioxi7 Shutterstock.com]

Abgefressene Blätter, welke Pflanzen, kaputte Früchte: Für den Alptraum jedes Gärtners sind oft kleine Schädlinge, wie die Blattlaus, verantwortlich. Wer die kleinen Biester vertreiben will, greift zu Pflanzenschutzmitteln, obwohl diese teuer und nicht gerade umweltfreundlich sind. Doch mit diesen zehn Hausmitteln vertreiben Sie die Schädlinge aus Ihrem Garten – und das garantiert ohne Chemie.

Tipp 1: Mauern errichten

Vorsicht ist besser als Nachsicht. Wer von Anfang an verhindern will, dass Schnecken sich an seinen Pflanzen ergötzen, sollte vorab Barrieren schaffen. Tannennadeln als Ring um die Pflanzen gestreut, schrecken die Plagegeister ab. Jedoch müssen diese immer wieder, spätestens nach dem ersten Regen, erneuert werden. Wer eine langfristige Lösung sucht, greift zum Scheckenzaun. Die nach unten gebogenen Kanten sind für die kleinen Tierchen ein unüberwindliches Hindernis und schützen die Pflanzen sicher vor Fraßschäden. Nicht nur modern und rückenfreundlich, sondern auch ein Schneckenschreck, sind weiterhin Hochbeete. Kriechende Tierchen können die hohen Pflanzen kaum erreichen und das Beet ist so vor ihnen sicher.

Hochbeet aus Holz im Garten

Bei Hochbeeten haben lästige Schnecken keine Chance [Foto: lavizzara/ Shutterstock.com]

Tipp 2: Ins Netz gegangen

Auch fliegende Schädlinge können mit einfachen Methoden von Pflanzen abgehalten werden. Anstatt zu handeln, wenn der Schaden schon passiert ist, können Sie Barrieren aufstellen, welche die Schädlinge von Anfang an aufhalten. Engmaschige Netze über den Pflanzen schützen nicht nur vor Kohlweißling und Gemüsefliege. Auch Vögel oder Nager, die sich gerne mal an frischen Beeren bedienen, werden zuverlässig ausgesperrt. Das Netz sollte jedoch regelmäßig überprüft werden: Wind, Wetter und Nagetiere können große Löcher in die feinen Netze schlagen, sodass sie keinen Schutz mehr bieten. Außerdem können sich unerfahrene Jungvögel in den Netzen verheddern, die dann von Menschenhand befreit werden müssen.

Salat unter Netz Schutz vor Schädlingen

Netze schützen Ihr Gemüse vor Insekten, Vögeln und Nagern [Foto: audaxl/ Shutterstock.com]

Tipp 3: Die richtige Nachbarschaft

Nicht jeder Schädling mag jede Pflanze. Im Gegenteil: Mancher Gartenbewohner vertreibt die lästigen Tiere regelrecht. Pflanzen mit starken ätherischen Ölen wie Lavendel oder Zwiebeln vertreiben Blattläuse aus ihrer Umgebung. Nacktschnecken dagegen können mit einem „Schutzkreis“ von Nelken oder Maiglöckchen (auch andere Pflanzen mit pelzigen Blättern eignen sich) überlistet werden. Kartoffelkäfer mögen keinen Meerrettich, Wühlmäuse können Knoblauch nicht leiden und Ameisen verabscheuen mediterrane Pflanzen. Wer also ein bisschen Zeit in die Planung der richtigen Beetnachbarn investiert, braucht sich später weniger Sorgen um die Plagegeister zu machen.

Lavendel Busch aromatisch ätherische Öle

Der Duft von Lavendel vertreibt so manchen Schädling [Foto: Dimitar Bosakov/ shutterstock.com]

Tipp 4: Nützlinge

Der Feind meines Feindes ist mein Freund. So oder so ähnlich lautet wohl der Grundsatz der biologischen Schädlingsbekämpfung. Denn wer seinen Garten frei von lästigen Schädlingen haben will, sollte die Nützlinge nicht vertreiben. Der Marienkäfer sieht zum Beispiel nicht nur schön aus, er vernichtet ganze Blattlauskolonien. Auch Schlupfwespen sind wahre Schädlingskiller und fressen Raupen, Fliegenlarven, Wespen und Käfer. Mittlerweile werden die Nützlinge sogar kommerziell gezüchtet und können in manchen Gartencentern oder im Internet gekauft werden. Die kleinen Helfer kommen als Eier auf kleinen Karten, welche nun an die Pflanzen gehängt werden. In dem nächsten Tagen schlüpfen die Tiere und machen sich dann an die Arbeit, während Sie die Beine hochlegen können.

Marienkäfer auf Blatt

Marienkäfer sind nützliche Helfer gegen Blattläuse [Foto: Anneka/ Shutterstock.com]

Tipp 5: Ein Herz für Igel und Enten

Igel, Frösche und Vögel scheinen zunächst sehr unterschiedlich, haben aber eine gemeinsame Leibspeise: Insekten. Damit sich die Tiere auch im Garten wohlfühlen, hilft es, ihnen Rückzugsmöglichkeiten zu schaffen. Hecken, Steinhaufen und Teiche geben den Tieren ein Versteck und eine Überwinterungsmöglichkeit. Auch dicht bepflanzte Stellen im Garten finden die Tiere gut und bedanken sich, indem sie allerlei Schädlinge verputzen. Laufenten eignen sich ebenfalls ideal als Schneckenabwehr. Mit einem Gartenteich und ein bisschen Pflege fühlen sich die Tiere nicht nur pudelwohl, sondern vernichten auch Ihren Nacktschneckenbestand.

Laufenten im Garten

Vor der Anschaffung von Laufenten ist viel Recherche notwendig [Foto: Steano LubianaCC BY 2.0]

Tipp 6: Brennnessel- und Rhabarberjauche

Brennnesseljauche vertreibt Nacktschnecken und Blattläuse und kommt dabei ganz ohne Chemie aus. Für die Herstellung dieses natürlichen Pflanzenschutzes braucht es einfach nur Brennnesseln und Wasser. Die Brennnesselblätter werden in Wasser eingeweicht und an einen sonnigen Ort gestellt. Nun heißt es, jeden Tag rühren, bis die Flüssigkeit anfängt zu gären. Bilden sich nach zwei bis drei Wochen keine Bläschen mehr, kann die Brennnesseljauche, in einem Verhältnis von 1:10 mit Wasser verdünnt, auf die betroffenen Pflanzen gesprüht werden. Da die Herstellung sehr geruchsintensiv ist, empfiehlt es sich, die Jauche an einem abgelegenen Platz im Garten anzusetzen. Um den Geruch etwas zu mildern, kann man eine Handvoll Gesteinsmehl in die Flüssigkeit streuen. Auch Rhabarberjauche eignet sich zum Schutz vor Plagegeistern. Die enthaltenen Sennoside und die Oxalsäuren vertreiben Läuse und Wanzen aus jedem Beet.

Brennnesseln Busch Hausmittel Schädlinge

Eine selbstgemachte Jauche aus Brennnesseln vertreibt Nacktschnecken und Blattläuse [Foto: PosiNote/ Shutterstock.com]

Tipp 7: Milch gegen Mehltau

Echter Mehltau kann eine richtige Plage sein. Der Pilz breitet sich als Belag auf der Oberseite von Zierpflanzenblättern aus und sieht nicht nur unschön aus, sondern hemmt auch das Wachstum der Pflanzen. Ein einfaches Hausmittel zur Bekämpfung und Vorbeugung gegen die Erkrankung ist Kuhmilch. Unbehandelte Kuhmilch (am besten frische Rohmilch vom Bauern) in einem Verhältnis von 1:8 mit Wasser gemischt, sollte dazu zwei Mal die Woche auf die betroffenen Pflanzen gesprüht werden. Die enthaltenen Mikroorganismen bekämpfen den Pilz und sorgen für ein rasches Verschwinden der Krankheit. Das in der Milch enthaltene Natriumphosphat stärkt die Pflanze zusätzlich und schütz sie vor einer erneuten Infektion.

Echter Mehltau auf Kürbis

Mehltau ist eine echte Plage [Foto: AJCespedes/ Shutterstock.com]

Tipp 8: Brühe kochen

Um Pflanzenschädlingen vorzubeugen, haben sich verschiedene Sude aus Pflanzen bewährt. Zum Ansetzten nutzt man 10 g frische oder getrocknete Kräuter, die mit einem Liter Wasser gemischt und dann einen Tag stehen gelassen werden. Ackerschachtelhalm sollte zusätzlich 30 Minuten geköchelt werden. In einem Verhältnis von 1:10 verdünnt, wird die Brühe dann auf befallene Pflanzen aufgetragen. Ackerschachtelhalm hilft dabei gegen Pilze und Spinnenmilben, Farnkraut gegen Schnecken. Ein Sud aus Holunderblüten ist nicht nur vorbeugend gegen den Kohlweißling, sondern vertreibt auch Wühlmaus und Maulwurf, wenn man es in ihre Gänge gibt.

Brennesseljauche

Aus Brennnessel lässt sich eine sehr gute Pflanzenjauche herstellen. [Foto: Justus Bl¸merCC BY 2.0]

Tipp 9: Spritztour

Manchmal kann es auch ganz einfach sein: Sind Blattlaus- oder Thrispenbefall noch nicht so stark ausgeprägt, reicht manchmal schon der Griff zum Wasserschlauch. Mit einem starken Strahl können die Tierchen einfach von den Blättern gespült werden. Verträgt die Pflanze kein Wasser, kann auch etwas Klebeband helfen. Einfach um die Hand gewickelt (Klebrige Seite nach außen) und die Pflanzen damit abtupfen. Die Krabbeltiere bleiben am Klebeband hängen und können so mühelos abgesammelt und dann entsorgt werden.

Blumen gießen mit Gartenschlauch

Mit einem starken Strahl können einige Schädlinge einfach von den Blättern gespült werden [Foto: topseller/ Shutterstock.com]

Tipp 10: Auf dem Leim gegangen

Auch Obstbäume wollen geschützt werden. Raupen und Spanner können ansonsten nicht nur die Ernte vermiesen, sondern auch den Bäumen empfindliche Schäden zufügen. Leimringe verhindern, dass die Schädlinge überhaupt erst an den Baum kommen. Im Frühjahr können die grünen Manschetten an den Stämmen der Bäume befestigt werden. Hat der Baum tiefe Einkerbungen in der Rinde, sollten diese mit Papier ausgestopft werden. So wird verhindert, dass die Krabbeltiere unter dem Leimring nach oben gelangen. Versucht nun ein Insekt am Baum nach oben zu krabbeln, bleibt es an der klebrigen Substanz hängen. In jedem Frühjahr sollten die Leimringe ausgetauscht werden, da sie über den Winter an Klebekraft verlieren.

Falle für Motten Schädlinge an Baum Leimring

Leimringe verhindern, dass die Schädlinge überhaupt erst an den Baum kommen [Foto: AlexBuess/ shutterstock.com]

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