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10 Tipps für das perfekte Hochbeet

Rückenschmerzen adé! Wir zeigen Ihnen zehn Tipps für ein perfektes Hochbeet, das nicht nur Ihrem Rücken Freude bereitet.

Hochbeete im Garten bepflanzen
Im Hochbeet lässt sich vieles anbauen – von Gemüse bis zu Kräutern [Foto: EQRoy/Shutterstock.com]

Hochbeete sind wohl einer der derzeit größten Gartentrends. Kein Wunder, schließlich schonen die Mini-Gärten Rücken und Knie. Vorbei sind die Zeiten, in denen man sich mühsam bücken oder durchs Beet kriechen musste – in einem Hochbeet gehen auch unbeliebte Arbeiten wie Unkraut ziehen gleich viel schneller von der Hand. Und nicht nur das: Hochbeete sehen auch noch gut aus und machen den Gemüsegarten zum echten Hingucker. Mit diesen zehn Tipps zeigen wir Ihnen, wie Sie ein perfektes eigenes Hochbeet bauen und bepflanzen können.

Tipp: Nicht nur Ihnen wird mit dem Hochbeet das Leben erleichtert: Durch die schnellere Erwärmung des Bodens im Hochparterre wachsen Pflanzen bereits früher viel stärker. Deshalb kann im Hochbeet oft ein höherer Ertrag erzielt werden.

Tipp 1: Die Qual der Wahl beim Material

Am beliebtesten bleibt das Hochbeet aus Holz, denn dieses sieht nicht nur schön aus, sondern ist auch deutlich schneller im Auf-, Ab- oder Umbau als viele andere Varianten. Jedoch rottet Holz bei Feuchtigkeit sehr schnell und wird morsch. Deshalb sollten Sie beim Kauf auf die Wahl des richtigen Holzes achten. Dauerhafte Hölzer wie Esche, Buche, Eiche und Lärche sind deutlich witterungsbeständiger. Zusätzlich ist das Auskleiden mit einer Noppenfolie, wie sie auch zum unterirdischen Gebäudeschutz verwendet wird, eine wichtige Maßnahme, welche die Haltbarkeit des Holz-Hochbeets verlängert. Von außen bietet sich die Lasur oder das Ölen des Holzes an. Das gilt besonders dann, wenn günstigeres, weniger witterungsbeständiges Bauholz wie Fichte verwendet wurde.

Hochbeet aus Naturstein
Hochbeete aus Naturstein speichern viel Wärme und fördern so das Pflanzenwachstum [Foto: jason johnstone/ Shutterstock.com]

Aber auch andere Baumaterialen haben durchaus ihren Charme: Beton lässt sich sehr genau und in verschiedene Formen gießen, außerdem ist er besonders witterungsbeständig. Natursteine sorgen für eine rustikale Erscheinung. Auch Hochbeete aus Metall werden immer gefragter: Sie entwickeln im Laufe der Zeit durch die Witterung einzigartige Färbungen und können äußerst beständig sein.

Tipp: Beton und Stein brauchen allerdings im Frühjahr länger um sich zu erwärmen, wodurch das Hochbeet länger kalt bleibt. Im Herbst und in kühlen Sommertagen allerdings sorgen sie dafür, dass das Beet gleichmäßig warmgehalten wird. Das wiederum fördert das Gemüse-Wachstum.
Metall-Hochbeete hingegen erwärmen sich im Frühjahr zwar schnell, können die Wärme aber weder in kühlen Nächten noch im Herbst lange speichern – keine guten Voraussetzungen für Gemüse-Wachstum. Hochbeete aus Holz bieten eine sehr gute Balance aus Isolation einerseits und schneller Erwärmung andererseits.

Tipp 2: Größer gleich besser?

Die Größe ist ein entscheidender Faktor für die Planung eines Hochbeetes. Ausschlaggebend sind vor allem das Platzangebot und die eigene Körpergröße. Große Menschen mögen ihr Beet lieber etwas höher, wer mit Kindern gärtnert, wird eher niedriger bauen. Als grobe Richtlinien können aber folgende Werte angesehen werden: Die Höhe des Hochbeetes sollte etwa bis zu Ihrer Hüfte gehen (70 bis 100 cm bei Erwachsenen), damit Sie wirklich rückenschonend arbeiten können. Die Breite des Beetes sollte in etwa Ihrer Armlänge entsprechen, damit Sie ohne Probleme bis zur hintersten Pflanze arbeiten können (140 – 160 cm). Bei der Länge sind Ihnen dagegen keine Grenzen gesetzt. Hier entscheidet alleine Ihr Geschmack.

Richtige Hochbeet-Größe
Ein Hochbeet sollte nur so breit sein, dass Sie mit dem Arm noch bequem darüber greifen können [Foto: epixproductions/ Shutterstock.com]

Doch es gibt auch Pflanzenbauliche Gesichtspunkte, welche bei der Hochbeetabmessung eine Rolle spielen können: Ein schmales, mit der Längsseite nach Süden ausgerichtetes Hochbeet erwärmt sich im Frühjahr schnell und macht so besonders frühe Ernten möglich.

Tipp 3: Schicht für Schicht

Die Grundmauern stehen, jetzt geht es zur richtigen Befüllung. Aber halt: In ein Hochbeet sollte nicht willkürlich irgendetwas hineingeschüttet werden. Um lange Freude an dem Beet zu haben, sollten Sie verschiedene Schichten anlegen:

  1. Ganz unten ins Hochbeet kommt ein feiner Kaninchendraht, der hungrigen Wühlmäusen den Zutritt vereitelt.
  2. Darauf kann eine Lage mineralisches Drainagematerial wie Feldsteine oder Bauschutt abgelegt werden – diese Schicht ist aber kein Muss.
  3. Es folgt eine Lage grobes Astwerk, Zweige, Wurzelstöcke und andere holzige Gartenabfälle. Sie sorgen ebenfalls für guten Wasserabzug und zersetzen sich mit den Jahren zu hochwertigem Humus.
  4. Auf dieser Schicht wird feines Pflanzenmaterial wie Rasenschnitt, Laub, Staudenabschnitte, Rasensoden oder auch Samenunkräuter gelegt. Die Schicht ist so tief im Beet, dass den Samen die Keimung nicht mehr gelingen wird.
  5. Auf dieses unverrottete Material wird nun reifer Kompost oder Pflanzerde aus Qualitätskompost wie unsere Plantura Bio-Komposterde gegeben und verteilt. Sie enthält alle für Pflanzen essentiellen Nährelemente in organisch gebundener Form und stellt diese über einen langen Zeitraum für die Hochbeetpflanzen zur Verfügung. Als torffreie Erde stößt unsere Komposterde außerdem im gesamten Lebenszyklus 30 % weniger CO2 aus, als Torfsubstrate es tun.
  6. Die oberste Schicht als Tragschicht der Pflanzen sollte eine nährstoffreiche, vorgedüngte Erde sein. Hier eignet sich für viele Gemüsesorten eine leichte Erde, die nicht so bald zusammensackt und sich im Frühjahr mit der Sonne gut erwärmt. Unsere torffreie Plantura Bio-Tomaten- & Gemüseerde mit Kokosmark, Holzfasern und Kompost ist locker und besonders reich an Kalium, um Ihre Pflanzen vor Pilzerkrankungen zu schützen.
Plantura Bio-Komposterde
Plantura Bio-Komposterde
Bio, torffrei & klimafreundlich:
Ideal auch für Hochbeete geeignet,
sorgt für eine reiche, aromatische Ernte

Alle Hochbeet-Schichten auf einen Blick:

LageInhalt
Am BodenKaninchendraht
Am BodenMineralische Drainageschicht (optional)
Etwa 1/3 der BeethöheGrobes Pflanzenmaterial wie Äste und Wurzeln
Etwa 1/3 der BeethöhePlantura Bio-Komposterde oder reifer Kompost
Mindestens 30 cmNährstoffreiche Gemüseerde, etwa unsere Plantura Bio-Tomaten- & Gemüseerde

Tipp: Kräuter-Hochbeete für mediterrane Kräuter können alternativ mit einer Deckschicht aus nährstoffreduzierter Kräutererde, wie unserer Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde, abgeschlossen werden. So wird die Bildung der aromatischen ätherischen Öle unterstützt. Viele Kräuter lieben allerdings auch nährstoffreiche Erde, etwa Basilikum, Schnittlauch und Petersilie.

Tipp 4: Schneckenschreck und Mäuseminimierung

Nicht nur Pflanzen fühlen sich im Hochbeet wohl. Auch unerwünschte Schädlinge finden hier Unterschlupf. Doch keine Angst: Wer vorsorglich einige Maßnahmen trifft, braucht sich später keine Sorgen mehr um die ungebetenen Gäste zu machen. Ein engmaschiger Draht zwischen Erdboden und Hochbeet schützt vor Erdtieren wie Wühlmäusen oder Maulwürfen. Auch Schnecken, die sich besonders in Salatbeeten heimisch fühlen, können von vorneherein vermieden werden. Eine umlaufende Schneckenschutzkante verhindert, dass die kleinen Vielfraße überhaupt den Weg zur Pflanze finden und sorgt so für ein schneckenfreies Beet.

Hochbeet aus Holz im Garten
Die richtigen Maßnahmen schützen Hochbeete vor Schnecken und Mäusen [Foto: lavizzara/ Shutterstock.com]

Tipp 5: Eingebaute Heizung

Was viele Gärtner gar nicht wissen: Hochbeete sind nicht nur besonders rückenschonend, sie haben auch eine eigene Wärmeentwicklung. Durch die Verrottungsprozesse der verschiedenen Schichten im Inneren wird Energie freigesetzt und diese wärmt das Beet wie eine eigene Heizung. Deshalb können viele Pflanzen im Hochbeet bereits früher kultiviert werden als in einem normalen Beet. Trotzdem sollten Sie Jungpflanzen im Frühjahr über Nacht mit einem Gärtnervlies schützen. So wird die Wärme des Hochbeetes gestaut und späte Kälteeinbrüche haben keine Chance mehr.

Rottegut im Hochbeet
Das Rottegut im Inneren des Hochbeetes dient der Erwärmung des Beetes [Foto: GolF2532/ Shutterstock.com]

Tipp 6: Wasser marsch!

Ebenfalls erstaunlich ist, dass Pflanzen im Hochbeet mehr Wasser brauchen, als im normalen Beet. Dabei ist die Erklärung ziemlich logisch: Im Hochbeet ist die Wärme durch die Verrottungsprozesse und die fehlende Einbindung in den kühlen Boden deutlich höher. Deshalb verdampft auch viel mehr Wasser als im normalen Beet. Daher brauchen die Pflanzen auch deutlich öfter Nachschub. Doch auch zu viel des Guten ist nicht optimal für die Pflanzen, denn selbst bei optimaler Schichtung kann zu viel Wasser zur Staunässe führen. Besser ist eine regelmäßige Kontrolle, ob das Beet noch genug Feuchtigkeit besitzt.

Tröpfchenbewässerung im Hochbeet
Eine unterirdische Tröpfchenbewässerung ist der Gold-Standard des Wassersparens im Garten [Foto: attraction art/ Shutterstock.com]

Tipp: Besonders findig ist es, bereits während der Schichtung des Hochbeetes eine Tröpfchenbewässerung unter der obersten Lage einzubringen. Diese hilft Wasser zu sparen, denn das Wasser gelangt direkt an die Wurzeln der Pflanzen und verdunstet nicht von der Oberfläche.

Tipp 7: Hoch- oder Frühbeet?

Ein simpler, aber genialer Trick: Wer ein bisschen handwerkliches Geschick besitzt, kann aus seinem Hochbeet ganz einfach ein Frühbeet machen. Ein Aufsatz aus Plexiglas oder Folie schützt die Pflanzen nicht nur vor Wind und Wetter, sondern sammelt auch die Wärme, sodass es die Jungpflanzen schön muckelig haben. Wer nicht so gut mit Hammer und Nagel umgehen kann, nutzt einfach einen Folientunnel oder spezielle Aufsätze, die von verschiedenen Hochbeetherstellern angeboten werden. Achten Sie aber darauf, dass sich nicht zu viel Luftfeuchtigkeit unter den Dächern sammelt. Ansonsten werden Pilzerkrankungen begünstigt. Wenn die Temperaturen dann endlich warm genug sind, können Sie diese Aufsätze einfach abnehmen und verstauen. So haben Sie Hoch- und Frühbeet in einem.

Kälteschutz am Hochbeet
Aus einem Hochbeet lässt sich mit einem Kälteschutz noch mehr herausholen [Foto: Trevor Clark/ Shutterstock.com]

Tipp 8: Die richtigen Pflanzen

Welche Pflanzen passen in ein Hochbeet? In einem klassischen Hochbeet sind besonders viele Nährstoffe enthalten, weshalb sich vor allem Starkzehrer wie Kohlarten, Salat oder Lauch eignen, aber auch Tomaten, Zucchini aber auch Erdbeeren fühlen sich wohl. Schwachzehrer, wie zum Beispiel mediterrane Kräuter, sollten dagegen erst ein paar Jahre nach Anlage des Hochbeets darin einziehen oder direkt in eine nährstoffärmere Kräuterspirale gepflanzt werden. Einen Pflanzplan fürs Hochbeet mit Tipps zur Mischkultur sowie passende Fruchtfolgen im Hochbeet, die Schädlingsbefall vorbeugen, haben wir in detaillierten Spezialartikeln zusammengefasst.

Hochbeet-Bepflanzung als Mischkultur
Hochbeete sind oft üppig und dicht bepflanzt [Foto: Gardens by Design/ Shutterstock.com]

Tipp 9: Neuschichtung im Alter

Im Hochbeet kommt es mit fortlaufendem Alter zu weiteren Verrottungsprozessen. Bereits im ersten Jahr kann die Erde bis zu 20 cm absacken. Dies kann aber einfach mit normaler Pflanzerde, etwa unserer Plantura Bio Tomaten- & Gemüseerde, wieder aufgefüllt werden. Jedoch ist dieser Schichteffekt nach fünf bis sieben Jahren komplett verbraucht und es wird Zeit für etwas Neues. Der Inhalt des Beetes sollte dann komplett entnommen werden. Bei dieser Gelegenheit kann man gleichzeitig den Zustand der angebrachten Folien und Schutzgitter überprüfen. Danach wird einfach ein neues Schichtsystem aufgebaut – und man kann sein Hochbeet die nächsten fünf bis sieben Jahre wieder in Ruhe genießen.

Plantura Bio-Tomaten- & Gemüseerde
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Tipp 10: Winterschutz

Während der Wintermonate, also etwa von Dezember bis Januar, sollten im Hochbeet keine Pflanzen mehr angebaut werden. Aufgrund seiner exponierten Lage und fehlenden Einbindung in den isolierend wirkenden Boden kühlt das Beet nämlich deutlich schneller ab als normale Gartenbeete. Höchstens mehrjährige winterharte Pflanzen wie Kräuter und Stauden oder Wintergemüse wie Grünkohl sind dafür geeignet. Weiterhin sollte das Beet mit einer Folie oder Plane bedeckt werden: So verhindert man, dass Regen und Schnee die wichtigen Nährstoffe aus der Erde waschen.

Hochbeet-Bepflanzung im Winter
Winterharte Pflanzen und Gründüngung schützen vor Nährstoffverlusten [Foto: Trong Nguyen/ Shutterstock.com]

Tipp: Es lohnt sich, die Zeit über die Wintermonate zu nutzen und neue Nährstoffe mit Hornspänen oder Ähnlichem in die obere Pflanzschicht einzubringen. Auch im Hochbeet schützt übrigens eine Gründüngung die Nährstoffe vor Auswaschung und kann zur Bodenverbesserung im Frühjahr eingearbeitet werden kann.

Wenn Sie nun Lust bekommen haben, selbst tätig zu werden, könnte unser Artikel “Hochbeet bauen” mit Video-Anleitung für Sie interessant sein.

Weitere Inspiration zum Thema “Hochbeet” finden Sie hier auf unserer Pinterest-Seite:

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