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10 Tipps für eine erfolgreiche Erdbeerernte

Süße Versuchung – für Naschkatzen sind Erdbeeren eine gesunde Alternative und  lassen sich mit diesen 10 Tipps auch leicht im eigenen Garten anbauen.

erdbeeren ernten in SChale im Feld

Je nach Sorte ist ab Ende Mai bis Ende August Zeit zum Ernten [Foto: Rob BertholfCC BY 2.0]

Erdbeeren gehören wohl zu den beliebtesten Naschereien aus dem eigenen Garten. Kein Wunder, schließlich überzeugen die roten Beeren nicht nur mit ihrem Geschmack, sondern sind auch noch gesund. Auch im eigenen Garten lässt sich die Erdbeere gut anbauen. Mit diesen 10 Tipps tragen auch Ihre Erdbeeren dieses Jahr eine reiche Ernte.

Tipp 1: Gesunde Abwechslung

Wer einen neuen Standort für seine Erdbeeren sucht, sollte genau aufpassen. Erdbeeren sind sehr nachbauempfindlich. Das heißt: Werden wiederholt Erdbeeren auf derselben Fläche angebaut, kommt es zu Bodenmüdigkeit und auch Bodenparasiten können sich ungestört ausbreiten. Daher sollten zwischen zwei Erdbeerkulturen immer mindestens 4 Jahre (gerne auch länger) liegen, um eine optimale Bodenbeschaffenheit zu gewährleisten. Ideale Vorfrüchte dagegen sind kurzlebige Gemüsearten wie Kohlrabi oder verschiedene Salatarten, aber auch Gründüngung über Lupinen und Kleearten.

Erdbeeren im Garten Hochbeet Kasten

Geben Sie dem Beet alle drei Jahre eine Erdbeerpause [Foto: PatrickCC BY 2.0]

Tipp 2: Junges Gemüse

Den Höhepunkt ihres Ertrages erreicht die Erdbeere im Alter von zwei bis drei Jahren. Danach sinken nicht nur die Erträge, sondern auch die Qualität der Früchte leidet. Deshalb lohnt es sich, alle drei Jahre seine Pflanzen durch neue Jungpflanzen zu ersetzen. Wer noch einen Schritt weiter gehen möchte, kann seine Pflanzen jährlich austauschen. Dazu nimmt man Ableger der ertragsstärksten Pflanzen und legt mit ihnen ein neues Beet an. So kommt es zur ständigen Selektion und der Ertrag steigt von Generation zu Generation.

Erdbeeren im Töpfen

Im Fachhandel findet man eine große Auswahl an Erdbeersorten [Foto: Forest and Kim StarrCC BY 2.0]

Tipp 3: Der frühe Vogel fängt den Wurm

Wer sich im Sommer an frischen Erdbeeren erfreuen will, sollte bereits im Vorjahr mit den Vorbereitungen beginnen. So sollten neue Pflanzen bereits Mitte Juli, spätestens aber im September gesetzt werden. Es gilt: Je eher die Pflanzen in die Erde kommen, desto größer ist die Ernte im Folgejahr. Pflanzen, die dagegen erst im Frühling gepflanzt werden, tragen im ersten Jahr oft nur spärliche Früchte.

Erdbeeren pflanzen in Beet mit Schaufel

Die optimale Pflanzzeit von Erdbeeren ist Ende Juli bis Mitte August [Foto: iStock.com/ AlexRaths]

Tipp 4: Vorbereitung ist alles

Schon das Einpflanzen ist eine der wichtigsten Grundlagen für eine gute Ernte. Erdbeeren mögen lockere, humusreiche Böden, die im leicht sauren bis sauren pH-Bereich liegen. Der Boden sollte vor dem Einpflanzen einmal gründlich gelockert und umgegraben werden. Dabei kann man ruhig vier bis fünf Liter Kompost pro m² untermischen. Nach etwa zwei Wochen hat sich die Erde dann soweit gesetzt, dass man das Bett glatt harken und dann die Erdbeeren pflanzen kann.

Erdbeeren pflanzen in Erde mit Händen Pflanzen in Kiste

Erdbeeren mögen gut strukturierten, durchlüfteten, humosen Boden mit leicht saurem pH-Wert [Foto: iStock.com/FotoDuets]

Tipp 5: Sonnenschein und Wasser

Wer an Erdbeeren denkt, denkt gleichzeitig an den Sommer. Wen wundert es also, dass die Erdbeere vor allem eines braucht: Sonne. An vollsonnigen Standorten gedeihen die Pflanzen nicht nur besser, sondern werden auch deutlich süßer. Dabei stehen sie gerne geschützt, ein bisschen Wind darf dennoch nicht fehlen. Denn auch wenn die Pflanzen im trockenen Sommer durchaus viel Wasser brauchen, reagieren sie auf Staunässe und nasse Blätter sehr empfindlich. Aus diesem Grund ist beim Wässern Fingerspitzengefühl gefragt: Zu viel Wasser lässt die Pflanzen eingehen, bei zu wenig Wasser trägt die Erdbeere nur kleine Früchte.

Erdbeeren gießen

Die Erdbeere hat hohe Ansprüche an ihre Wasserversorgung [Foto: iStock.com/Wojtek Skora]

Tipp 6: Richtig Düngen

Neben Wärme und Feuchtigkeit ist auch die richtige Düngung ausschlaggebend für eine reiche Ernte. Normaler Gartenkompost ist hierfür ungeeignet, da er zu salzhaltig für die empfindliche Erdbeere ist. Besser eignen sich spezielle Erdbeerdünger. Bewährt haben sich aber auch Kuh- oder (noch besser) Pferdemist. Dieser versorgt die Pflanze nicht nur mit wichtigen Nährstoffen, sondern hinterlässt unter den Pflanzen eine Strohmulchschicht. Diese schützt die Erdbeere zusätzlich vor Nässe und Grauschimmelbefall und sorgt dafür, dass die Früchte nicht versanden.

weiße Blüten Erdbeere

Bei richtiger Pflege werden Sie schnell mit den ersten Blüten belohnt [Foto: Maja DumatCC BY 2.0]

Tipp 7: Einmal zudecken

Wer keinen Mist zur Düngung verwendet, sollte den Boden trotzdem ab Mitte Mai mit Stroh bedecken, um seine Pflanzen optimal zu unterstützen. Aber auch im Frühjahr und bei der Ernte kann die richtige Decke den entscheidenden Unterschied machen. Kommt es im Frühjahr zu ungewöhnlich späten Frosten, bietet sich das Abdecken der Pflanzen mit Vlies zum Schutz der empfindlichen Blüten an. Die Ernte ruinieren dagegen oft Vögel oder Nager, die sich an den reifen Früchten bedienen. Durch ein feinmaschiges Netz, dass über die Erdbeeren gelegt wird, kann immer noch genug Sonne an die süßen Früchte, unerwünschte Diebe werden jedoch abgehalten.

Tipp 8: Unkraut raus

Unkraut ist einer der größten Feinde der Erdbeere. Schließlich nimmt er den Pflanzen Nährstoffe und Wasser, sodass Früchte und Ertrag kleiner werden. Wer eine gute Ernte haben will, sollte daher regelmäßig zur Hacke greifen und in seinem Beet für Ordnung sorgen. Auch hier kann eine Schicht Stroh helfen. Sie nimmt dem Unkraut das Licht zum Wachsen und unterdrückt es ganz ohne chemischen Unkrautvernichter und anstrengendes Hacken.

Erdbeeren unkraut hacken

Unkraut ist einer der größten Feinde der Erdbeere und sollte regelmäßig entfernt werden [Foto: ArtCookStudio/ Shutterstock.com]

Tipp 9: Auch die Erdbeeren raus?

Die meisten Erdbeeren sind Selbstbefruchter und vermehren sich ohne Zutun des Menschen. Dabei bilden sie sogenannte Ausläufer aus, die sich wiederum über neue Blattrosetten und Ausläufer vermehren. Damit aus Ihrem Beet kein Erdbeerdschungel wird, in dem sich die Pflanzen gegenseitig das Licht klauen, sollten Sie darauf achten, auch überzählige Ausläufer aus dem Beet zu entfernen. Wem die Ausläufer zu Schade zum Wegschmeißen sind, kann sie einfach in kleinen Blumentöpfchen zu neuen Jungpflanzen heranziehen.

Erdbeere im Balkonkasten Ausläufer

Erdbeeren lassen sich leicht über Ausläufer vermehren [Foto: tlwmdbtCC BY 2.0]

Tipp 10: Sortenkombinationen

Am liebsten möchte man den ganzen Sommer lang frische Erdbeeren genießen. Doch leider tragen die Pflanzen oft nur wenige Wochen und die Früchte werden schnell matschig und schlecht. Abhilfe kann man durch die Kombination verschiedener Sorten schaffen. Pflanzt man sowohl frühe als auch späte Sorten an, erhält man einen längeren Erntezeitraum. Auch mehrmals tragende Erdbeeren können den Garten bereichern. Oft tragen sie nicht so viele und große Erdbeeren, wie ihre einmalig tragenden Kollegen, bilden dafür aber zwei (manchmal sogar drei) Mal im Jahr Früchte. Wer also nicht nur auf eine Erdbeersorte setzt, kann sich den ganzen Sommer über frische Erdbeeren freuen.

reife erdbeeren im Feld

Informieren Sie sich vorher über standortangepasste und geschmacklich passende Sorten [Foto: Richard LewisCC BY 2.0]

Frederike

Ich bin Studentin der Agrarwissenschaften und ein richtiges Dorfkind. Zuhause habe ich einen kleinen Gemüsegarten, den ich hege und pflege, und verbringe die Zeit am liebsten draußen. Wenn ich nicht gerade im Freien bin, schreibe ich leidenschaftlich gerne. Meine Liebe gilt aber nicht nur Pflanzen und dem Schreiben, sondern auch ganz besonders der Tierwelt.

Lieblingsobst: Johannis- und Himbeeren.
Lieblingsgemüse: Schwarzwurzeln, Wirsing und Kartoffeln.

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