10 Tipps zur perfekten Tomate aus dem eigenen Garten

Wer keine Tomaten auf den Augen, sondern im Garten stehen hat, kann mit diesen Kniffen sein Tomatenbeet zur Höchstform auflaufen lassen.

Tomate Tomatenpflanze Garten

Knackig, saftig und puderrot – So wünscht man sich die perfekte Tomate [Foto: eugenegurkov/ Shutterstock.com]

Tomaten sind wohl in jeder guten Küche und auch in jedem guten Gemüsegarten zu finden. Doch trotz ihrer Beliebtheit, gelingt der Anbau nicht immer reibungslos. Mit diesen 10 Tricks zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihren Tomaten zur Topform verhelfen.

10 Tipps zur perfekten Tomate

Tomaten-Tipp 10: Die richtige Sorte

Bereits bei der Sortenwahl sollte man genau aufpassen. Einer der Hauptgründe für Totalausfälle in der Tomatenernte, die Kraut- und Braunfäule, kann durch die Wahl von resistenten und robusten Sorten, zwar nicht komplett verhindert, aber wahrscheinlich vermieden werden. Auch sind Züchtungen für den Bio-Anbau für den Garten geeigneter als Hochleistungssorten, die für konventionelle Gewächshäuser entwickelt wurden, in denen stets kontrollierte Bedingungen herrschen. Durch die Wahl von robusteren Sorten lässt sich so eine zuverlässige Ernte und eine bessere Fruchtqualität gewährleisten. Unsere 50 besten Tomatensorten finden Sie hier.

verschiedene Tomaten in Korb auf Tisch

Die Vielfalt an Tomatensorten ist riesig! [Foto: iStock.com/Funwithfood]

Tomaten-Tipp 9: Einmal aussortieren

Wer seine Tomaten nicht selber zieht, sondern vorgezogene Pflanzen kauft, sollte auch hier auf Qualität achten. Lose Wurzelballen, fleckige Blätter oder kümmerlicher Wuchs sind nicht nur Zeichen einer schlechten Qualität, sondern machen sich auch im Ertrag bemerkbar. Auch wer seine Setzlinge selber vorzieht, sollte auf diese Kriterien achten und schwache Setzlinge aussortieren. Diese gehen beim Umzug in den Garten oft ein und tragen keine oder wenige Früchte.

Tomatenpflanze in Topf

Achten Sie beim Kauf auf Qualität der Pflanze [Foto: Imfoto/ Shutterstock.com]

Tomaten-Tipp 8: Nachwuchs ziehen

Manch einer hat bereits eine tolle Tomatenpflanze im Garten stehen. Da liegt der Gedanke nahe, eigene Setzlinge zu ziehen, statt welche zu kaufen. Hierbei sollte man jedoch aufpassen, den Tomaten nicht zu wenig Platz zu geben. Wachsen die Tomaten nämlich zu eng zusammen, schießen sie im Kampf um das spärliche Sonnenlicht nach oben und setzen weniger Früchte an. Das gleiche gilt für zu früh ausgesäte Setzlinge, die sich auch noch in höheren Stadien den Platz auf der Fensterbank teilen müssen. Deshalb sollten die neuen Setzlinge frühestens Mitte März ausgesät werden.

Tomatensetzling Steckling Anzuchttöpfe

Junge Tomatensetzlinge brauchen viel Platz [Foto: ziashusha/ Shutterstock.com]

Tomaten-Tipp 7: Die ersten Tage im Garten

Junge Tomaten sollten sich erst an die Bedingungen im Garten gewöhnen, um später optimal anzuwachsen. So können Sie die Pflanzen am besten im Topf einige Tage draußen stehen lassen. Die Stelle sollte nach Möglichkeit sowohl gegen Regen, als auch gegenüber übermäßiger Sonneneinstrahlung geschützt sein, um Verbrennungen zu vermeiden. Ist kein Gewächshaus vorhanden, sollten die Setzlinge erst ab Mitte Mai in den Garten kommen. Hier kann man die Tomate ruhig fünf bis zehn Zentimeter tiefer eingraben als sie im Topf gestanden hat. So bilden sich zusätzliche Wurzeln, die der Pflanze mehr Stabilität und eine bessere Nährstoffversorgung verleihen. Zwischen den Pflanzen sollte ein Abstand von 60 cm herrschen, damit sie genug Platz und Sonnenlicht haben. Bei Topfpflanzen sollte der Topf 20 Liter Erde fassen.

Tomate Tomatenpflanze im Garten

Um ordentlich wachsen zu können, ist der ideale Standort entscheidend [Foto: Jiri Vaclavek/ Shutterstock.com]

Tomaten-Tipp 6: Dünger muss sein

Ab der Blütenbildung brauchen Tomaten vor allem eines: Nährstoffe. Mindestens alle 14 Tage sollten die Tomaten gedüngt werden. Eine bewährte Variante ist der kaliumhaltige Tomatendünger aus dem Fachhandel. Als biologische Alternative kann auch drei bis fünf Liter Kompost pro Quadratmeter als Dünger genutzt werden. Aber auch selbstgemachte Brennnesseljauche ist ein wahrer Geheimtipp für Tomaten. Hierfür schneidet man Brennnesseln (man kann alle Teile bis auf die Blüten verwenden), legt sie in einen Plastikeimer und füllt ihn mit Regenwasser auf. Nun sollte man das ganze täglich umrühren bis die Gärung abgeschlossen ist. Dieses dauert etwa zwei bis drei Wochen und fertig ist der biologische Pflanzendünger.

Tomaten düngen blaue Schaufel im Garten

Mindestens alle 14 Tage sollten die Tomaten gedüngt werden [Foto: encierro/ Shutterstock.com]

Tomaten-Tipp 5: Mehr Aroma, weniger Tempo

Früher wurde das Entgipfeln und Entblättern von Tomatenpflanzen in allen Fachbüchern angepriesen, damit die Tomaten in der Sonne möglichst schnell reif und rot werden. Heute jedoch weiß man, dass eine Tomate, die so schnell wächst, viel weniger Aroma und Geschmack aufweist. Die besten Tomaten dagegen wachsen im lichten Laubschatten und sind durch ihr langsames Wachstum deutlich aromatischer. Deshalb sollte auf das Entblättern und Entgipfeln der Tomaten verzichtet und stattdessen lediglich die ersten Blätter bis zum Fruchttrieb entfernt werden. Im Spätsommer können zusätzlich die Blütenstände an der Triebspitze entfernt werden.

Tomate ausgeizen Schere Hände mit Hanschuhen

Es sollten lediglich die ersten Blätter bis zum Fruchttrieb entfernt werden [Foto: Jurga Jot/ Shutterstock.com]

Tomaten-Tipp 4: Ein Haus für Tomaten

In einem Gewächshaus oder Folientunnel sind Ihre Tomaten deutlich geschützter gegenüber schädlichen Umwelteinflüssen wie Regen, Hagel oder starkem Sonnenschein. Dadurch können auch die Setzlinge rund einen Monat vor den draußen wachsenden Tomaten eingepflanzt werden. Auch sind die Umweltbedingungen deutlich gleichmäßiger, welches gerade bei sensibleren Sorten zu einem höheren Ertrag führen kann. Durch die geschlossenen Seiten ist weiterhin eine Übertragung der Blatt-und Braunfäule, die unter anderem durch Wind übertragen wird, geringer. Jedoch sollte regelmäßig gelüftet und auf die Luftfeuchtigkeit geachtet werden. Ist diese zu hoch, steigt die Gefahr einer Pilzinfektion.

Gewächshaus Tomatenpflanzen

In einem Gewächshaus sind Ihre Tomaten deutlich geschützter gegenüber schädlichen Umwelteinflüssen [Foto: Kingarion/ Shutterstock.com]

Tomaten-Tipp 3: Kletterhilfen

Da die Tomaten, mit Ausnahme der Buschtomate, eintriebig gezogen werden, brauchen sie eine Rankhilfe, um unter der Last ihrer Früchte nicht umzuknicken. Bewährt haben sich hierbei Spiralstäbe aus Edelstahl oder Aluminium. Bei ihnen ist besonders praktisch, dass sie sich leicht reinigen und desinfizieren lassen. So können hartnäckige Pilzsporen aus dem Vorjahr vernichtet werden.   Weiterhin sollten die Pflanzen regelmäßig ausgegeizt werden. Dabei bricht man die Seitentriebe, die in den Seitenachseln entstehen, ab. Ansonsten würde die Tomate schnell zu einem undurchdringlichen Dickicht, das Pilzinfektionen begünstigt, werden und kleinere, schlechter ausreifende, Früchte tragen.

Tomate Rankhilfe

Tomaten brauchen eine Rankhilfe, um unter der Last ihrer Früchte nicht umzuknicken [Foto: Zoia Kostina/ Shutterstock.com]

Tomaten-Tipp 2: Gießen, aber richtig!

Um Krankheiten zu vermeiden, ist richtiges Gießen für eine Tomate essentiell. Falsch gegossen wird, wenn Wasser auf die Blätter spritzt oder gar von oben herab über die ganze Pflanze gegossen wird. Hierdurch steigt die Gefahr von Pilzinfektionen deutlich, vor allem wenn die Feuchtigkeit über einen längeren Zeitraum besteht. Stattdessen wird stets von unten, also direkt am Boden, gegossen. Tomaten sollten regelmäßig, an heißen Tagen sogar mehrmals täglich, mit Wasser versorgt werden. Dabei sollte man nie warten bis der Boden ausgetrocknet ist, ansonsten können die frischen Tomaten noch an der Pflanze aufplatzen. Sind die Temperaturen und der Boden noch kühler, tut es der Tomate gut statt mit kaltem, mit lauwarmen Wasser gegossen zu werden.

Gießen Tomatenpflanzen

Um Krankheiten zu vermeiden, ist richtiges Gießen für eine Tomate essentiell [Foto: Fotokostic/ Shutterstock.com]

Tomaten-Tipp 1: Emsige Helfer

Wer schöne Tomaten möchte, muss die Insekten pflegen. Nur bestäubte Blüten reifen weiter zur Tomate heran. Da Tomaten jedoch recht fest verpackte Pollen haben, ist eine Windbestäubung nicht immer ausreichend, um alle Pollen freizusetzen. Besser dagegen eignen sich bestäubende Insekten, wie Hummeln und Bienen. Diese rütteln die Pollenpakete auf und verteilen sie auf den verschiedenen Blüten. Dabei gilt: Je mehr desto besser. Werden Blüten mehrmals bestäubt, entwickeln sich nachweislich größere Früchte. Wer sich also viele große Tomaten wünscht, kann den fleißigen Helfern mit geöffneten Gewächshausfenstern und Insektenhotels unter die Arme greifen. Auch Imker freuen sich, wenn ihnen ein Stellplatz für ihr Volk an einem großen Gemüsegarten angeboten wird und stellen die kleinen Bestäuber oft freiwillig zur Verfügung.

Hummel bestäubt Blüte Tomate

Hummeln und Bienen sind wichtig um die Blüten zu bestäuben [Foto: vallefrias/ Shutterstock.com]

Für aromatische Tomaten aus unserem Garten empfehlen wir folgende Produkte:
  • Floragard Bio Tomaten- & Gemüseerde: Torffreie Spezialerde mit Kompost zur optimalen Nährstoffversorgung für Tomaten im Gemüsebeet, Gewächshaus sowie Balkon und Terrasse.
  • Cuxin Bio Tomatendünger: Kaliumreicher Bio-Spezialdünger für schmackhafte und gesunde Tomaten im Freibeet und Gewächshaus.
  • Anzuchttöpfe: Aus natürlichem Torf mit Spurennährstoffen für ein kontrolliertes Wachstum der Sämlinge.

Melissa

Ich bin Journalistin und Autorin mit großer Begeisterung für grüne Themen. Das schließt für mich eine regionale und tierfreie Ernährung genauso ein, wie Bemühungen um eine schonende und nachhaltige Landwirtschaft. Ökologische Verantwortung sehe ich vor allem auch im globalen Kontext.
Lieblingsobst: Himbeeren und Blaubeeren
Lieblingsgemüse: Feldsalat, Tomate und Aubergine

[i]
[i]
[i]
[i]