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10 Unkräuter, die man essen kann (Übersicht)

Für viele sind Löwenzahn und Co. nur lästiges Unkraut. Welche Unkräuter man aber tatsächlich essen kann und wie man sie zubereitet, erfahren Sie hier.

Bunter Salatmit frischem Löwenzahn und Gurken auf Holzbrett

Unkräuter können nicht nur lästig, sondern auch lecker sein [Foto: Kostiantyn Ablazov/ Shutterstock.com]

Mit den ersten Sonnenstrahlen im Frühling wird die Natur wieder zu neuem Leben erweckt. Wälder und Wiesen erholen sich von der frostigen Winterzeit und lassen uns bereits einen kleinen Blick auf die bevorstehende warme Jahreszeit erhaschen. Zusammen mit allen anderen Pflanzen gedeiht auch das in unseren Augen lästige Unkraut wie Löwenzahn, Giersch oder die Brennnessel. Warum diese sogenannten Unkräuter aber auf keinen Fall einfach nur im Biomüll landen sollten, sondern lieber auf dem Teller, zeigen wir Ihnen  hier. Wir stellen zehn sogenannte Unkräuter vor, die man kulinarisch genießen sollte.

Essbare Unkräuter: Unsere Top 10

Frisch im Salat, gekocht als Gemüse oder als essbare Blütendeko – Unkräuter sind nicht immer nur lästig. Hier erfahren Sie, welche zehn essbaren Unkräuter nicht auf dem Kompost, sondern in der Küche landen sollten.

10. Sauerampfer

Das Kraut mit den pfeilförmigen Blättern kommt häufig auf feuchten Wiesen und Feldern vor. Der säuerliche Geschmack der jungen Blätter des Sauerampfers (Rumex acetosa) macht sich vorzüglich in Suppen, Eintöpfen oder auch roh in Salaten und Smoothies. Sauerampfer wird eine wundheilende Wirkung nachgesagt, weshalb er oft bei Hautkrankheiten zum Einsatz kommt. Der hohe Vitamin -C- und Eisengehalt machen ihn zu einer gesunden Alternative in der Küche, von übermäßigem Verzehr ist jedoch abzuraten.

Sauerampfer in der Erde

Sauerampfer fügt sich gut in verschiedene Gerichte ein [Foto: Max_555/ Shutterstock.com]

9. Schafgarbe

Mit ihren weißen Blüten und ihrem hohen, aufrechten Wuchs ist die Schafgarbe (Achillea millefolium) auf jeden Fall eines der schönsten Unkräuter in unserem Garten. Auch als Heilpflanze ist die Schafsgarbe beliebt, denn sie hilft bei Unterleibsschmerzen, Verdauungsstörrungen und wirkt antientzündlich. Neben ihrer tollen Optik punktet die Schafgarbe aber auch mit dem Geschmack: Mit einer leicht bitteren, aromatischen Note, die oft als der Kamille ähnlich beschrieben wird, kann die Schafgarbe auch in der Küche überzeugen. Besonders die jungen Blätter gelten als besonders schmackhaft, denn sie sind noch nicht so bitter. Meist wird die Schafsgarbe getrocknet, da sie im rohen Zustand oftmals zäh ist und als Würze für Tomaten oder als Kräutersalz dient. Auch die Blüten sind essbar und eignen sich hervorragend zur Dekoration von Speisen.

Schafsgarbe Blüte nah in der Wiese

Scharfgarbe wird vor ihrer Verwendung meist getrocknet [Foto: faustasyan/ Shutterstock.com]

8. Vogelmiere

Die Vogelmiere (Stellaria media) bringt Gärtner regelmäßig zur Verzweiflung, denn sie kann sich beinahe explosionsartig im Garten ausbreiten und ist kaum auszurotten. Glücklicherweise ist sie Fluch und Segen zugleich: Die Blätter der Vogelmiere sind essbar und passen mit ihrem milden, aber dennoch aromatischen Geschmack gut zu Suppen oder Salaten. Gleichzeitig punktet die krautige Pflanze mit einem hohen Mineralstoff- und Eiweißgehalt – so mutiert die Vogelmiere schnell vom ungeliebten Gartengast zum heimlichen Star auf dem Teller.

Vogelmiere auf Schneidebrett

Vogelmiere schmeckt gut in Suppen oder als Salat [Foto: picturepartners/ Shutterstock.com]

7. Giersch

Der hartnäckigste Zeitgenosse in der Kategorie Unkraut dürfte wohl der Giersch (Aegopodium podagraria) sein. Viele Hobbygärtner haben schon reichlich Nerven lassen müssen, um diesen krautigen Gesellen wieder loszuwerden. Das leicht scharf schmeckende Kraut eignet sich aber ausgezeichnet als Gewürz in Gerichten mit Kartoffeln oder in frischen Salaten und ist gleichzeitig reich an Vitamin C. Also beim nächsten Unkrautjäten den Giersch lieber gleich in die Küche verfrachten als in die Biotonne.

Giersch Blätter im Beet

Giersch sorgt in Gerichten für eine leichte Schärfe [Foto: Svetlana Sokolova07/ Shutterstock.com]

6. Knopfkraut

Mit seinen kleinen, knopfrunden Blüten sieht das Knopfkraut (Galinsoga parviflora) beinahe unschuldig aus, doch dank seiner vermehrungfreudigen Art ist es bei Gärtnern nicht sehr beliebt. Dabei kann die Pflanze gerade in der Küche richtig punkten: Vom Stiel bis zur Blüte kann man eigentlich alles an der Pflanze verwerten. So lässt sich das Knopfkraut dünsten, kochen, roh im Salat oder als Pesto auf Nudeln genießen. Doch nicht nur seine Vielseitigkeit überzeugt – insgeheim ist die Pflanze auch noch eine richtige Vitaminbombe.

Knopfkraut als Deko auf Suppe

Die Blätter des Knopfkrautes eignen sich hervorragend für Eintöpfe [Foto: AS Food studio/ Shutterstock.com]

5. Gartenschaumkraut

Das mit der Kresse verwandte Gartenschaumkraut (Cardamine hirsuta) wird trotz seiner schönen Blüten oftmals als Unkraut abgestempelt. Dabei ist es alles andere als das! Der kräftige, leicht scharfe Geschmack erinnert an Rucola und eignet sich deswegen hervorragend als Brotbelag oder in Salaten. Hierzu einfach die kleinen Blätter vom Stiel zupfen, abwaschen und schon sind sie verzehrbereit. Zusätzlich haben seine Bitter- und Mineralstoffe eine heilende Wirkung und helfen unserer Verdauung.

Gartenschaumkraut Bündel auf Schiefertafel

Gartenschaumkraut besticht mit schönen Blüten und einem starken Geschmack [Foto: TYSB/ Shutterstock.com]

4. Spitzwegerich

Als Heilkraut gegen Erkältungen ist der Spitzwegerich (Plantago lanceolata) vielen bekannt. Aber wussten Sie auch, dass man den Spitzwegerich problemlos essen kann? Tatsächlich ist die ganze Pflanze von der Wurzel bis zur Blüte essbar und kann roh oder gekocht verspeist werden. Besonders beliebt sind aber die Spitzwegerich-Knospen, die roh einen leicht nussigen, angeröstet einen eher pilzähnlichen Geschmack aufweisen.

Spitzwegerich Blätter und Kräuterbutter auf Holzbrett

Spitzwegerichblätter lassen sich gut zu Kräuterbutter verarbeiten [Foto: HETIZIA/ Shutterstock.com]

3. Brennnessel

Jeder kennt die nervige Eigenschaft der Brennnessel (Urtica dioica), dass der Kontakt mit ihren Blättern ein unangenehmes Brennen auslöst. Das ist einer der Gründe, weshalb viele die Brennnessel als einfaches Unkraut verschmähen. Doch mit ihrem leicht würzigen Geschmack ist die Brennnessel viel zu schade zum Wegwerfen. Sie ist reich an Vitamin C, Eisen und Calcium, zudem wird ihr eine heilende Wirkung bei Rheuma und Harnwegsinfektionen nachgesagt. In der Küche finden die Blätter diverse Verwendungsmöglichkeiten, zum Beispiel als Tee, in Suppen, Pestos oder Soßen.

2. Pimpinelle

Wiesenknopf, Blutkraut oder einfach Pimpinelle (Sanguisorba minor) – von Mai bis August ist diese kleine Pflanze beinahe auf jeder Wiese anzutreffen. Ein Glück, denn die Pimpinelle hat einen hervorragenden Geschmack: Frisch und leicht nussig mit einem leichten Gurken-Aroma betört die Pimpinelle unseren Gaumen. Besonders als Gewürz für Quark, Kräuterbutter und Gemüse, aber auch einfach auf Brot ist die Pflanze deshalb perfekt geeignet. Leider wird sie nach dem Pflücken schnell welk, weshalb sie direkt verarbeitet werden sollte.

Pimpinelle Blätter auf Holzbrett

Die Pimpinelle passt gut zu Quark oder aufs Brot [Foto: Simone Andress/ Shutterstock.com]

1. Löwenzahn

Der in ganz Europa verbreitete Löwenzahn (Taraxacum) ist alles andere als nur Kaninchenfutter. Alle Bestandteile des Löwenzahns sind essbar und können bedenkenlos verspeist werden. Durch den bitteren beziehungsweise leicht nussigen Geschmack eignet sich Löwenzahn hervorragend als Beilage in einem leckeren Frühlingsalat oder zur Verfeinerung von Suppen und Soßen. Sein hoher Vitamin-A- und C-Gehalt machen den Löwenzahn zudem zu einem wertvollen Bestandteil in der heimischen Küche. Auch die essbaren Blüten des Löwenzahns eignen sich toll für die Verfeinerung von Salaten, denn sie bilden mit ihrer leuchtenden Farbe einen unverwechselbaren Hingucker.

Löwenzahnsalat bunt mit Blättern und Blüten

Die Blätter des Löwenzahns eignen sich perfekt für Salat, mit den essbaren Blüten als Dekoration [Foto: Africa Studio/ Shutterstock.com]

Falls Sie beim nächsten Mal eines dieser Kräuter in Ihrem Garten erblicken, überlegen Sie es sich also lieber zweimal, ob Sie sich für die Biotonne entscheiden oder die wilden Gartenkräuter nicht auch auf dem Teller genießen wollen. Experimentierfreudigkeit zahlt sich dabei durchaus aus.

Hier finden Sie außerdem einen Artikel zu 20 essbaren Blüten und hier zu schmackhaften Bodendeckern, die unbedingt auf Ihrem Teller landen sollten.

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