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5 Tipps, damit Chilis richtig scharf werden

Vorsicht heiß! Wer es feurig mag, kommt an dem Anbau von Chilis nicht vorbei. Wie Sie Ihre Chilis richtig scharf bekommen, erfahren Sie hier.

Chilipflanze Chili rot scharf

Wer es feurig mag, kommt an dem Anbau von Chilis nicht vorbei

Scharfe Gerichte gibt es nicht nur in Südamerika oder Südostasien, sondern finden auch in Deutschland immer mehr Anklang. Kein Wunder also, dass auch der Chili längst in deutschen Gärten zu Hause ist. Der Grund für die Schärfe: Capsaicin, ein Alkaloid, dass an die Hitzerezeptoren andockt und so den ein oder anderen Mund zum Brennen bringt. Deshalb gilt: Je mehr Capsaicin, desto schärfer der Chili. Mit den folgenden 5 Tipps werden auch Ihre Chilis bald feurig-scharf.

5 Tipps für scharfe Chilis aus dem eigenen Garten

Mancher Chili ist schärfer als die andere. Während das noch jedem einleuchten mag, sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Sorten verblüffend. Während eine Jalapeño für die meisten mit einem Scoville-Wert von maximal 30.000 schon feurig erscheint, können Chilis der Sorte Carolina Reaper (übrigens er schärfste Chili der Welt) einen Wert von 2,2 Millionen Scoville erreichen.  Wer also schon im Laden zu einer schärferen Sorte greift, muss sich später keine Gedanken um zu milde Schoten machen. Eine Liste der besten Chilisorten finden Sie hier.

Tipp 4: Timing ist alles

Während der Chili wächst und gedeiht, lagert sich Capsaicin in den Schoten ab. Je länger die Schote an der Pflanze bleibt, je reifer sie also ist, desto schärfer wird sie. Grüne Schoten sind also deutlich milder als die ausgereiften gelben oder roten Schoten der gleichen Sorte. Aber Obacht: Im letzten Reifestadium lagert die Pflanze kaum noch Capsaicin ein, sondern viel eher Wasser und Kohlenhydrate. Diese können die Schärfe etwas abschwächen,der perfekte Zeitpunkt liegt also irgendwo in der Mitte und muss für jede Sorte selbst gefunden werden.

Chilipflanze

Je länger die Schote an der Pflanze bleibt, desto schärfer wird sie

Tipp 3: Stress

Capsaicin ist das natürliche Abwehrmittel der Chili. Möchte man also, dass der Chili mehr Capsaicin einlagert, muss man dafür sorgen, dass sie ihre Abwehrmechanismen aktiviert. Und dafür gibt es ein ganz einfaches Mittel: Stress. Aber wie stresst man eine Pflanze? Am einfachsten ist wohl der Wasserentzug. Neben dem zusätzlich ausgeschütteten Capsaicin hat der Wassermangel noch einen Vorteil. Auch die Schoten werden mit weniger Wasser versorgt, sodass die Schärfe konzentrierter ist. Aber auch hier ist Vorsicht geboten. Bekommt der Chili deutlich zu wenig Wasser, kann sie weniger oder keine Schoten bekommen oder gar eingehen. Am besten sollte diese Methode also direkt vor der Ernte, wenn die Schoten bereits ihre volle Größe erreicht haben und dann nur für wenige Tage eingesetzt werden.

Chilipflanze Wassertropfen

Bekommt der Chili deutlich zu wenig Wasser, kann sie weniger oder keine Schoten bekommen oder gar eingehen

Tipp 2: Wurmdünger

Amerikanische Chilizüchter schwören auf den Dünger, der hauptsächlich aus den Ausscheidungen von Würmern besteht. Denn er treibt nicht nur die Schärfe in die Höhe, sondern enthält hochkonzentrierte Nähr- und Mineralstoffe, die auch Wachstum und Ertrag vergrößern. Warum der Wurmdünger die Schärfe deutlich verbessert, ist wissenschaftlich noch nicht bewiesen, doch der Erfolg gibt ihm Recht.

Chilipflanze mit roten Früchten und reichtragend

Für eine reiche Ernte benötigen Chilis ausreichend Nährstoffe und Wärme. [Foto: Secretaria de AgriculturaCC BY 2.0]

Tipp 1: Konkurrenz belebt das Geschäft

Wer seinen Chili möglichst scharf haben will, sollte sich nicht nur auf eine Sorte beschränken. Forscher haben bewiesen: Stehen Chilis in Nachbarschaft zu konkurrenzstarken Sorten, werden sie schärfer. Da sie durch den Konkurrenzkampf um Nährstoffe und Wasser in Stress geraten, produzieren sie mehr Capsaicin und werden dadurch deutlich schärfer. Das Ganze funktioniert übrigens nicht nur mit anderen Chilisorten. Auch Gras eignet sich als Gegenspieler, um die Schärfe der Schoten zu erhöhen.

Mit diesen Produkten wachsenbei Ihnen feurig-scharfe Chilis:
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  • Carolina Reaper Samen: Die schärftse Chili der Welt!

Frederike

Ich bin Studentin der Agrarwissenschaften und ein richtiges Dorfkind. Zuhause habe ich einen kleinen Gemüsegarten, den ich hege und pflege, und verbringe die Zeit am liebsten draußen. Wenn ich nicht gerade im Freien bin, schreibe ich leidenschaftlich gerne. Meine Liebe gilt aber nicht nur Pflanzen und dem Schreiben, sondern auch ganz besonders der Tierwelt.

Lieblingsobst: Johannis- und Himbeeren.
Lieblingsgemüse: Schwarzwurzeln, Wirsing und Kartoffeln.

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