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6 Mythen über den Buchsbaumzünsler (mit Video)

Rund um die kleine grüne Raupe kursieren verschiedenste Gerüchte. Wir gehen ihnen nach und klären die bekanntesten Mythen über den Buchsbaumzünsler auf.

Sie sind klein, gefräßig und der Schrecken der meisten Gärtner – Buchsbaumzünsler (Glyphodes perspectalis) sorgen bei vielen Gärtnern für schlaflose Nächte. Ursprünglich stammen die schädlichen Falter aus dem ostasiatischen Raum, wurden aber 2006 vermutlich durch Pflanzentransporte nach Mitteleuropa eingeschleppt. Seitdem haben sich die kleinen Tiere als wahre Schädlinge entpuppt: Besonders die grünen Raupen des Zünslers, die an ihrer prägnanten schwarzweißen Zeichnung zu erkennen sind, zeichnen sich durch einen großen Appetit aus, welchen sie gerne an Buchsbäumen (Buxus) auslassen. Leider hat der unstillbare Hunger der Raupen fatale Auswirkungen auf die befallenen Bäume, denn die kleinen Tiere können die Pflanzen durch ihren Fraß bis zum Absterben schädigen. Wer den ungeliebten Gästen im Garten den Kampf ansagen will, muss aber bald feststellen, dass sich im Internet zahlreiche Gerüchte rund um den Buchsbaumzünsler ranken. Wir haben für Sie herausgefunden, was hinter den Mythen rund um den lästigen Schädling steckt.

Mythos 1: Meldepflicht des Buchsbaumzünslers

Fast epidemisch hat sich der Buchsbaumzünsler über Mitteleuropa ausgebreitet und ist dank seiner aggressiven Art immer noch auf dem Vormarsch. Kein Wunder also, dass immer wieder die Frage aufkommt: Ist der Buchsbaumzünsler meldepflichtig? Tatsächlich gibt es aber keine Meldepflicht für den Buchsbaumzünsler. Diese wird nämlich nur ausgesprochen, wenn eine akute Gefahr für Mensch und Tier besteht. Zwar kann der Buchsbaumzünsler bei Berührung Hautirritationen hervorrufen und einige Nerven kosten – eine wirkliche Gefahr stellt er aber nicht dar.

Buchsbaumzünsler-Raupe in Hand
Auch wenn sich der Buchsbaumzünsler schnell verbreitet – eine Meldepflicht besteht nicht [Foto: Riepina Vladyslava/ Shutterstock.com]

Mythos 2: Anzahl der Buchsbaumzünsler-Zyklen

Wie viele Buchsbaumzünsler-Zyklen gibt es eigentlich? Um den richtigen Zeitpunkt für die Bekämpfung des Buchsbaumzünslers zu finden, ist es von großer Wichtigkeit, den Verlauf des Buchsbaumzünsler-Zyklus zu kennen. Dieser reicht von der Eiablage, über das Raupenstadium und die Verpuppung bis zum Flug der adulten Tiere und der erneuten Eiablage und wiederholt sich in der Regel alle zwei bis drei Monate. Da die Zünsler jedoch nur während der warmen Monate aktiv sind, besteht die weitläufige Meinung, dass nur zwei Zyklen pro Jahr stattfinden. Hierbei handelt es sich allerdings um einen weitverbreiteten Irrglauben: Tatsächlich können bis zu vier Zyklen im Jahr stattfinden, wenn die Witterungsbedingungen stimmen. So konnten in diesem Jahr die ersten Zünsler bereits im April festgestellt werden, die letzten wurden dagegen noch im September gesichtet. Wenn das Wetter also mitspielt, können die Buchsbaumzünsler deutlich mehr als nur zwei Zyklen schaffen. Wann die Bekämpfung des Buchsbaumzünslers am meisten Sinn macht, verraten wir hier.

Buchsbaumzünsler-Kokon an Blatt
Um den Buchsbaumzünsler wirksam zu bekämpfen, muss man seinen Zyklus kennen [Foto: Cosmin Manci/ Shutterstock.com]

Mythos 3: Algenkalk gegen den Buchsbaumzünsler

Auf der Suche nach einer wirkungsvollen Bekämpfungsstrategie gegen die Buchsbaumzünsler stoßen viele Hobbygärtner auf verschiedene Hilfsmittel. Aber hilft zum Beispiel Algenkalk gegen den Buchsbaumzünsler? Tatsächlich wird dieser in vielen Internetforen als wahres Wundermittel angepriesen: Rein biologisch und mit natürlichen Inhaltsstoffen soll das Mittel nicht nur gegen Zünsler helfen, sondern auch dem Buchsbaum-Krankheiten, wie dem Buchsbaumblattfall, einer Pilzerkrankung ausgelöst durch Cylindrocladium buxicola, vorbeugen und den Buchs allgemein stärken. Leider kann diese Annahme nicht bestätigt werden: Die Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau (LVG) Bad Zwischenahn konnte keine Wirkung des Algenkalkes auf den Buchsbaumzünsler oder den Buchsbaumblattfall feststellen. Auch in einem zweiten Versuch, bei dem die Raupen mit Algenkalk gefüttert wurden, nahmen die Schädlinge keinen erkennbaren Schaden. Einzig das Insektizid XenTari konnte zufriedenstellende Ergebnisse liefern und einen Großteil der Raupen abtöten.

Buchs mit Dose voll Algenkalk
Algenkalk hat keine Wirkung auf den Buchsbaumzünsler

Mythos 4: Fallen zur Bekämpfung des Buchsbaumzünslers

Buchsbaumzünsler-Fallen konnten sich in den letzten Jahren zu einem wahren Verkaufsschlager mausern, denn sie versprechen einen zünslerfreien Garten ohne viel Aufwand oder schädliche Insektizide. Aber kann der Buchsbaumzünsler wirklich mit Fallen bekämpft werden? Die Funktionsweise ist theoretisch relativ simpel: Durch Sexualhormone werden die erwachsenen Buchsbaumzünsler angelockt und landen schließlich an einer klebrigen Leimtafel oder in einer Wasserfalle. Trotzdem schaffen die Fallen kaum Abhilfe im Garten. Grund dafür ist die Tatsache, dass nur männliche Buchsbaumzünsler vom Duft der Pheromone angezogen werden – die weiblichen Falter bleiben allerdings verschont und legen weiterhin ihre Eier im Garten ab.

Trotzdem kann sich das Aufstellen einer solchen Falle – sie können beispielsweise die Plantura Zünslerfalle verwenden – als überaus nützlich erweisen, wenn es um den Nachweis der Schädlinge im eigenen Garten geht. Da die ausgewachsenen Buchsbaumzünsler nachtaktiv und die Raupen nur schwer zu erkennen sind, wird der Befall mit Buchsbaumzünsler häufig sehr spät entdeckt. Durch die gefangenen Männchen in der Falle kann man den Zeitpunkt des Falterflugs bestimmen. So kann dann gezielt nach möglichen Raupen gesucht und diese zeitnah mit XenTari behandelt werden.

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Buchsbaumzünsler-Falle geöffnet
Nur männliche Tiere werden von den Buchsbaumzünsler-Fallen angezogen

Mythos 5: Hausmittel zur Bekämpfung des Buchsbaumzünslers

Viele Gärtner wollen bei ihren Pflanzen auf synthetische Pflanzenschutzmittel und Insektizide verzichten. Besonders wenn es um die Vertreibung von Schädlingen wie dem Buchsbaumzünsler geht, greifen deshalb viele auf Hausmittel oder biologische Maßnahmen zur Bekämpfung der lästigen Insekten zurück. Leider sind viele dieser Methoden aber nicht von Erfolg gekrönt: Das Absammeln der einzelnen Raupen von der Pflanze ist nicht nur mühsam, sondern auch nur bei sehr geringem Befall sinnvoll. Sobald sich der Befall ausbreitet, ist es nahezu unmöglich, alle Raupen zu erwischen, besonders da sich viele im Inneren des Buchsbaumes aufhalten. Auch das Abspritzen mit einem Hochdruckreiniger kann höchstens die Anzahl der Buchsbaumzünsler reduzieren, jedoch nicht vollständig bekämpfen. Zusätzlich läuft man bei dieser Methode Gefahr, die empfindlichen Triebe des Buchses zu verletzen und damit Pilzerkrankungen zu riskieren. Die einzige wirklich effektive Maßnahme bleibt weiterhin leider nur der Griff zu Wirkstoffen wie beispielsweise unserem Plantura Zünslerfrei XenTari®.

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Mythos 6: Spritzen, um Zünslerbefall vorzubeugen

Auch die Frage nach einer präventiven Behandlung des Buchsbaums mit Insektizid im Frühjahr kommt immer wieder auf. Bedauerlicherweise ist dieser Mythos genauso falsch wie gefährlich: Spritzmittel, die gegen den Buchsbaumzünsler wirken, haben keinerlei Depotwirkung und werden spätestens beim nächsten Regen ausgewaschen. Stattdessen ist das vorbeugende Spritzen sogar negativ zu bewerten: Besonders chemische Insektizide wie Thiacloprid haben eine schädliche Wirkung auf die Umwelt und können auch toxisch für Nützlinge wie Bienen sein. Besser ist es, seinen Buchsbaum in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren und nur bei einem konkreten Fund zu Spritzmitteln zu greifen, um den Befall möglichst schnell einzudämmen.

Mann vor Buchs mit Spritzmittel
Vorbeugendes Behandeln mit Insektiziden hat leider keine Wirkung

Alles, was Sie sonst noch zur Bekämpfung des Buchsbaumzünslers wissen müssen, erfahren Sie in unserem Artikel.

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