Aji Charapita: Die teuerste Chili der Welt

Wie viel würden Sie für ein Kilo Chili ausgeben? Wenn Ihre Antwort um die 25.000 US Dollar lautet, dann sind Sie bei der Aji Charapita genau richtig!

geerntete Charapita in Schale

Klein, gelb und eher unscheinbar – Aber die Aji Charapita ist die teuerste Chili der Welt! [Foto: Isabelle GOUJON]

Vanille, Safran und die Aji Charapita: Sie spielen in der Klasse der teuersten Gewürze dieser Welt ganz oben mit. Es ist wohl nicht ihre Größe, die die Aji Charapita zu den wohl teuersten Gewürzen der Welt zählen lässt. Die kleine Chili ist ungefähr so groß wie eine Erbse. Farblich ist sie auch nicht rot, wie man es instinktiv bei Chilis vielleicht vermuten würde. Diese teure Rarität ist intensiv gelb.

Ursprünglich kommt die Aji Charapita aus dem Norden Perus. Die von Dschungel und tropischen Temperaturen geprägte Region an der Grenze zu Brasilien beherbergt diesen teuren Schatz seit langer Zeit. Kommerziell angebaut wird die Aji Charapita erst seit kürzerem. Die bis jetzt sehr geringen Anbaumengen sind wohl der Hauptgrund für den saftigen Preis.

Geschmacklich ist die Aji Charapita – wen mag es verwundern – natürlich scharf. Kenner behaupten jedoch, dass sie frisch verwendet Speisen und vor allem natürlich Soßen wie der klassischen lateinamerikanischen Salsa einen fruchtigen Geschmack verleiht. In den meisten Fällen, wird sie aber in Pulverform verwendet, wodurch die fruchtige Note verloren zu gehen scheint.

In Peru und einigen Nachbarländern, ist diese besondere Aji bekannt. Im Rest der Welt kennen sie meist nur echte Kenner und Chili-Fans. Daher ist es auch gar nicht so leicht, überhaupt an die Aji Charapita zu kommen. Grundvoraussetzung ist natürlich, man hat auch das nötige Kleingeld zur Verfügung. Möglich scheint es allerdings auch, die kleine, gelbe Chili selbst anzubauen. Ob man für die Ware aus eigener Hand dann auch solch horrende Summen bekommt, ist allerdings fraglich.

teuerste Chili Aji Charapita mit anderen Chilisorten auf Markt

Die teure Chili ist nur selten zum Kauf zu finden [Foto: Suedehead]

Aji Charapita anbauen: Saatgut oder Pflanzen

Sowohl Saatgut als auch Jungpflanzen der Aji Charapita sind sehr selten. Bei einigen spezialisierten Anbietern im Internet kann man mit Glück fündig werden. Am besten bestellt man Samen der Aji Charapita Ende Januar, damit man rechtzeitig mit der Aussaat beginnen kann. Die Pflanzen sind sehr wärmeliebend und brauchen viele Tage zum Ausreifen der Früchte. Die Keimtemperatur liegt im Optimalfall zwischen 22 und 28°C. Halten Sie die Samen während der gesamten Zeit feucht (jedoch nicht nass). Sobald die Samen gekeimt sind, sollten Sie die Sämlinge an einem sehr hellen Standort aufstellen. Spezielle Pflanzenlampen helfen an etwas dunkleren Tagen, für genügend Licht und somit für das optimale Pflanzenwachstum zu sorgen. Kauft man fertige Jungpflanzen der Aji Charapita sollte man beim Auspflanzen ins Freie besonders vorsichtig sein. Die Pflanzen reagieren auf einen Temperaturabfall äußerst sensibel. Der Fachmann spricht hier von einer Wachstumsdepression. Gegen Ende August bis Anfang September können die Früchte dann geerntet und genossen werden.

Ein besonderer Dank an die Photographen:Isabelle GOUJON und Suedehead.

Melissa

Während ihres fast abgeschlossenen Studiums im Bereich Kommunikation und Journalismus hat Melissa bereits in verschiedenen Medienunternehmen hospitiert. In den letzten Jahren interessiert sie sich vor allem für Themen im Bereich gesunder Ernährung und ökologischer Verantwortung, besonders im globalen Kontext.