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Bauerngarten: Die besten Pflanzen & Tipps zum Anlegen

Ein Bauerngarten kann ein echter Traum sein, wenn man ihn richtig anlegt und die passenden Pflanzen wählt. Wie Sie am besten vorgehen, erfahren Sie hier.

Bauerngarten mit Haus

Ein Bauerngarten ist für viele ein Traum [Foto: Vicky Jirayu/ Shutterstock.com]

Er lädt zum Träumen ein, ist romantisch, wild und einfach wunderschön – der Bauerngarten lässt das Herz der meisten Gartenfreunde höherschlagen. Vor allem die Mischung aus Zier- und Nutzpflanzen, die dicht an dicht nebeneinander wachsen, sowie das Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Pflanzen zeichnen den Bauerngarten aus. Aber auch die naturnahe Anlage ohne starre Formschnitte und englischen Rasen sorgt dafür, dass der Bauerngarten so beliebt ist. Welche Pflanzen für den Bauerngarten am besten geeignet sind und wie man beim Anlegen vorgehen sollte, zeigen wir Ihnen hier.

Bauerngarten: Die besten Pflanzen

Wer einen Bauerngarten anlegt, sieht sich einer schier unendlichen Auswahl von Pflanzen gegenüber. Neben den typischen Gemüsesorten wie Tomate, Paprika, Kohl oder Salaten, Obstbäumen und dem klassischen Kräuterbeet machen auch zahlreiche Zierpflanzen die Vielfalt des Bauerngartens aus. Welche zehn Pflanzen auf gar keinen Fall fehlen dürfen, erfahren Sie hier.

10. Glockenblumen

Jedes Jahr aufs Neue sorgt die Glockenblume (Campanula) für ein wahres Meer aus Blüten. Eine Vielzahl von kleinen Glockenblüten, die in Farben von Weiß bis zu intensivem Blau leuchten, macht die Pflanze zu einem zauberhaften Hingucker. Doch nicht nur Menschen sind von der Glockenblume begeistert – sie zählt auch zu den bienenfreundlichen Pflanzen und zieht allerlei Nützlinge an.

lila Glockenblumen

Die Glockenblume verzaubert Mensch und Tier [Foto: Krasula/ Shutterstock.com]

9. Frauenmantel

Leere Beete und nackter Boden sind in keinem Garten besonders erwünscht. Zum Glück gibt es Bodendecker, die nicht nur für wunderschöne, grüne Beete sorgen, sondern auch Unkraut unterdrücken und dem Gärtner so eine Menge Arbeit ersparen. Auch der Frauenmantel (Alchemilla mollis) lässt sich hervorragend als Bodendecker einsetzen. Mit ihrer unkomplizierten und robusten Art ist die Pflanze perfekt für den Bauerngarten geeignet. Gleichzeitig überzeugt die Pflanze auch optisch mit einem dichten, grünen Blattwerk und hellgelben Blüten.

Frauenmantel mit Regentropfen

Der Frauenmantel ist ein toller Bodendecker [Foto: speakingtomato/ Shutterstock.com]

8. Pfingstrosen

Langlebig, robust und einfach wunderschön – die Pfingstrose (Paeonia lactiflora) hat alles, was eine Pflanze für den Bauerngarten braucht. Besonders ihre großen, strahlenden Blüten und der herrlich intensive Duft machen die Pflanze so beliebt. Doch nicht nur während der Blüte im Mai und Juni ist die Pflanze ein toller Hingucker, denn auch im Herbst beeindruckt die Pflanze mit einem tollen Farbenspiel: Von einer orange-roten bis zur beinahe violetten Blattfärbung bleibt die Pfingstrose auch hier ein toller Blickfang.

Rosa Pfingstrosen im Garten

Die Pfingstrose beeindruckt mit tollen Blüten [Foto: aphotostory/ Shutterstock.com]

7. Schmuckkörbchen

Das Schmuckkörbchen (Cosmos bipinnatus), auch Kosmee genannt, macht seinem Namen alle Ehre: Mit seinem filigranen Laub und den dahlienförmigen Blüten ist die Pflanze ein wahres Schmuckstück, das in keinem Bauerngarten fehlen darf. Mit ihrer unermüdlichen Blüte in Weiß und verschiedenen Rosa-Schattierungen sorgt das Schmuckkörbchen von Mai bis September für strahlend schöne Beete und gehört zu den Sommerblühern schlechthin.

Bunte Schmuckkörbchen im Garten

Das Schmuckkörbchen ist ein wahres Schmuckstück [Foto: Matthewshutter/ Shutterstock.com]

6. Duftwicke

Die einjährige Duftwicke (Lathyrus odoratus) gehört wohl mit zu den schönsten Blumen, die im Bauerngarten ihren Platz finden. Mit ihren zarten Blüten und ihrem köstlichen Duft verzaubert die Pflanze Groß und Klein. Als Kletterpflanze eignet sich die Duftwicke optimal, um die Umzäunung des Bauerngartens zu begrünen, doch auch als Schnittblume in der Vase macht sie eine tolle Figur.

Rosa Duftwicke im Garten

Die Duftwicke verzaubert mit ihrem Äußeren und dem himmlischen Aroma [Foto: Emily Marie Wilson/ Shutterstock.com]

5. Stockrose

Sie sind ein Muss für jeden Bauerngarten: Stockrosen (Alcea rosea) sorgen in jedem Beet für einen extravaganten Hingucker. Bis zu 2,5 Meter strecken sich die hübschen Pflanzen in die Höhe und sind dabei dicht an dicht mit wunderschönen Blüten besetzt. Dabei entpuppt sich die Stockrose als unermüdlicher Dauerblüher, der sich bis in den September in seiner ganzen Blütenpracht zeigt.

Bunte Stockrosen im Garten

Bis zu 2,5 Meter wird die Stockrose hoch [Foto: Ole Schoener/ Shutterstock.com]

4. Lupinen

Mit ihren großen Blütenkerzen bildet die Lupine (Lupinus polyphyllus) immer einen Blickfang im Beet. Besonders in Bauerngärten ist die mehrjährige Staude beliebt, denn sie versprüht einen ländlichen Charme. Ebenfalls als Schnittpflanze für hohe Vasen ist die Pflanze äußerst beliebt. Doch die Lupine ist nicht nur schön, als Gründungspflanze ist sie zudem noch äußerst nützlich.

Lupinen im Garten

Lupinen sind im Garten ein richtiger Blickfang [Foto: SusaZoom/ Shutterstock.com]

3. Studentenblume

Für Farbe im Bauergarten sorgt seit jeher die Studentenblume (Tagetes). Mit einem leuchtenden Orange oder Goldgelb und ihren runden Blüten ist die schöne Blume schon von weitem zu sehen und verschönert jeden Garten. Doch nicht nur ihre Schönheit hat die Studentenblume so beliebt gemacht: Die Studentenblume ist außerdem sehr pflegeleicht und versprüht einen tollen Duft, der lästige Schädlinge abwehrt. 

gelbe Studentenblume im Garten

Die Studentenblume vertreibt mit ihrem Geruch Plagegeister [Foto: Wanwisa Gree/ Shutterstock.com]

2. Bauernhortensien

Der Name ist Programm – die Bauernhortensie (Hydrangea macrophylla) ist ein absolutes Muss für jeden Bauerngarten. Zwar stammt die schöne Staude ursprünglich aus Asien, sie kam aber bereits im 19. Jahrhundert nach Europa und erfreut sich hier noch immer großer Beliebtheit. Besonders ihre üppigen, großen Blütenstände und ihre einmalige Blühfreudigkeit sorgen dafür, dass die Bauernhortensie jeden Garten mit ihrer Anwesenheit bereichert.

Blaue Hortensien

Die Bauernhortensie beeindruckt mit ihren großen Blütenständen [Foto: TAGSTOCK1/ Shutterstock.com]

1. Rosen

Was wäre ein Bauerngarten ohne Rosen (Rosa)? Die Königin der Blumen hat auch im Bauerngarten ihren Platz und ist und bleibt der absolute Liebling vieler Gärtner. Kein Wunder, schließlich kann kaum eine Pflanze mit der Schönheit und dem romantischen Charme der Rose mithalten. Dabei werden im Bauerngarten gerne verschiedene Rosenarten eingesetzt: Kletterrosen eignen sich perfekt, um Bögen oder Zäune zu verschönern, mit Heckenrosen lassen sich naturnahe Begrenzungen anlegen. Auch Hochstammrosen werden gerne angepflanzt – klassischerweise stehen sie im Wegekreuz des Bauerngartens und damit im Mittelpunkt.

Rosa Rosen an einem Holzzaun

Was wäre ein Bauerngarten ohne Rosen? [Foto: Bildagentur Zoonar GmbH/ Shutterstock.com]

Bauerngarten anlegen: Tipps zur Planung

Wenn Sie einen Bauerngarten anlegen wollen, ist – wie bei jedem Garten – eine gründliche Planung das A und O. Zuerst sollte der Grundriss entworfen werden. Die verbreitetste Art des Bauerngartens ist dabei die Anlage nach der sogenannten Hamburger Art: Hier wird der rechteckige Grundriss durch zwei Wege in Viertel geteilt, wobei das Wegekreuz als Rondell angelegt und gerne akzentuiert wird. Besonders beliebt sind hierfür Brunnen oder Wasserspiele, bei kleineren Gärten eignen sich auch Rosen oder ein kleiner Baum als Mittelpunkt perfekt. Traditionellerweise ist der ganze Bauerngarten umzäunt, um wilde Tiere und Eindringlinge abzuhalten. Ein Lattenzaun unterstreicht hierbei noch einmal die rustikale Note des Gartens, aber auch Hecken können eine stilvolle Umzäunung für den Garten abgeben.

Bauernhaus mit Garten

Traditionellerweise sind Bauerngärten umzäunt [Foto: littlenySTOCK/ Shutterstock.com]

Die Beete werden beim Bauerngarten ebenfalls eingefasst. Dabei war bis vor wenigen Jahren die Buchsbaumhecke ein absoluter Favorit, doch aufgrund des Buchsbaumzünslers verliert dieser immer mehr an Bedeutung. Naturstein und Holzbohlen sind dagegen auf dem Vormarsch, auch kleine Mäuerchen aus Ziegeln oder geflochtene Weidezäune sind Dauerbrenner im Bauerngarten. Im Gegensatz dazu bleiben die Wege im Bauerngarten unversiegelt, um das natürliche Flair zu erhalten: Rasen- und Kieswege bieten hier eine kostengünstige Lösung, Rindenmulch ist praktisch und unterdrückt zuverlässig Unkraut. Wer ein besonders schönes und rustikales Ambiente wünscht, kann auch auf Natursteine zurückgreifen – diese versprühen auch als Weg ihren ganz eigenen Charme.

Zusammenfassung zur Planung Ihres Bauerngartens:

  1. Rechteckiger Grundriss mit zwei sich kreuzenden Wegen
  2. Rondell als Mittelpunkt, akzentuiert durch einen Brunnen, einen Baum oder ein Rosenbeet
  3. Eine Umzäunung aus Latten oder Hecken hält unliebsame Gäste fern
  4. Einfassen der Beete mit niedrigen Hecken, Naturstein, Holzbohlen oder Weidezäunen
  5. Wege nicht versiegeln, sondern auf Kies, Rindenmulch oder Naturstein zurückgreifen

Falls Sie Ihren Garten zudem in ein echtes Bienenparadies verwandeln wollen, haben wir hier die besten Pflanzen dafür zusammengetragen.

Frederike

Ich bin Studentin der Agrarwissenschaften und ein richtiges Dorfkind. Zuhause habe ich einen kleinen Gemüsegarten, den ich hege und pflege, und verbringe die Zeit am liebsten draußen. Wenn ich nicht gerade im Freien bin, schreibe ich leidenschaftlich gerne. Meine Liebe gilt aber nicht nur Pflanzen und dem Schreiben, sondern auch ganz besonders der Tierwelt.

Lieblingsobst: Johannis- und Himbeeren.
Lieblingsgemüse: Schwarzwurzeln, Wirsing und Kartoffeln.

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