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Bienenfreundliche Sträucher: Die 15 schönsten Sträucher für Bienen

Die Wahl der richtigen Pflanzen für einen bienenfreundlichen Garten ist nicht immer leicht. Hier finden Sie 15 tolle Bienensträucher für den Garten.

Biene auf weißer Blüte sammelt Nektar
Bienen mögen nicht nur Blumen, sondern auch Sträucher [Foto: M Rutherford/ Shutterstock.com]

Wenn man an bienenfreundliche Pflanzen denkt, kommen den meisten direkt bunt blühende Blumen in den Sinn. Allerdings locken nicht nur bienenfreundliche Blumen die kleinen Brummer in den Garten – auch zahlreiche Sträucher und Gehölze bieten den Tieren häufig eine einträgliche Nahrungsquelle, auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht nicht so scheinen mag. Oftmals sind nämlich die unscheinbarsten Blüten, welche bei uns im Garten kaum gewürdigt werden, für die Bienen besonders wichtig. Welche Sträucher sich ideal als Bienenweide eignen und welche den kleinen Tieren dagegen nicht helfen, erfahren Sie hier.

Bienenfreundliche Sträucher

Sträucher sind in der Gartengestaltung ein absolutes Muss, denn sie bringen Höhe und Struktur ins Beet. Wenn man bei der Auswahl der passenden Gehölze Acht gibt, kann man gleichzeitig auch noch den Bienen unter die Arme greifen. Doch nicht alle Sträucher sind für Bienen geeignet: Nadelgehölze bieten Wildbienen beispielsweise gar keine Nahrung. Auch exotische Pflanzen, wie beispielsweise die Forsythie (Forsythia), sind für die Nützlinge nicht zu gebrauchen, weil ihre Blüten weder Pollen noch Nektar produzieren. Welche Pflanzen sich besser für die Gestaltung eines bienenfreundlichen Gartens eignen, erfahren Sie in unserer Top 15.

15. Hibiskus

Der exotische Hibiskus (Hibiscus), der auch unter dem Namen Roseneibisch bekannt ist, ist aufgrund seiner großen, farbenfrohen Blüten äußerst beliebt. Früher wurde das Malvengewächs (Malvaceae) besonders gerne als Zimmerpflanze verwendet, doch immer häufiger findet man den Hibiskus auch als Gartenpflanze. Hier wird die Pflanze mit den spektakulären Blüten auch gerne von Bienen besucht. Tatsächlich bietet sie den kleinen Insekten nur wenig Nektar, dafür gilt Hibiskus als guter Pollenlieferant. Auch seine Blütezeit von Juli bis September ist für die Bienen besonders vorteilhaft, da zu dieser Zeit bereits viele andere Stauden verblüht sind und das Nahrungsangebot langsam knapp wird.

Biene auf pinkem Hibskus
Der exotische Hibiskus ist ein toller Pollenlieferant [Foto: Anne Brown/ Shutterstock.com]

14. Liguster

Wer auf der Suche nach einer unempfindlichen und gleichzeitig pflegeleichten Hecke ist, wird mit dem Liguster (Ligustrum vulgare) schnell fündig: Er besticht mit seinem dicht verzweigten Wuchs, einem raschen Wachstum und seinem immergrünen Blätterkleid. Doch nicht nur Menschen profitieren von dem robusten Strauch – tatsächlich gehört der Liguster zu den wenigen bienenfreundlichen Heckenpflanzen. Ab Juni schmückt sich die Pflanze mit zierlichen, zart weißen Blütenrispen, die einen herrlichen Duft verströmen und zahlreiche Nützlinge anlocken.

Ligusterstrauch mit weißen Blüten
Bienen mögen die zarten Blüten des Ligusters [Foto: simona pavan/ Shutterstock.com]

13. Kupfer-Felsenbirne

Die Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii) gehörte lange Zeit zu den eher unbekannten Obstsorten, hat aber in letzter Zeit deutlich an Popularität gewonnen. Kein Wunder, schließlich kann die Pflanze einige Vorteile aufweisen. Optisch besticht die Kupfer-Felsenbirne besonders mit ihrem beeindruckenden Farbspiel: So sind die Blätter beim Austrieb kupferfarben, werden im Sommer grün und nehmen schließlich eine intensive Herbstfärbung an. Doch auch ihre schmackhaften Früchte und ihre pflegeleichte Art machen die Felsenbirne sehr beliebt. Im April bildet sie zahlreiche sternförmige Blüten aus, welche sich als wahrer Bienenmagnet erweisen und dutzende Nützlinge anziehen.

Felsenbirne blüht
Die zahlreichen Blüten der Felsenbirne sind wahre Bienenmagnete [Foto: Sven Hastedt/ Shutterstock.com]

12. Weißdorn

Der Weißdorn (Crataegus) ist ein beliebter Strauch in der Gartengestaltung, da er als besonders anspruchslos und pflegeleicht gilt. Besonders schwierige Bodenverhältnisse sowie Trockenheit und Hitze machen der Pflanze kaum etwas aus. Mit ihren dicht verzweigten Ästen und den oft ausladenden Kronen ist sie auch optisch nicht zu verachten – manche Arten bilden sogar eine außergewöhnlich schöne Herbstfärbung aus. Im Mai und Juni zeigt die Pflanze eine schier endlose Zahl von kleinen weißen oder rosafarbenen Blüten und ist damit auch bei Bienen sehr beliebt.

Biene auf Weißdornblüten
Die schier endlosen Blüten des Weißdorns sind die perfekte Bienenweide [Foto: Jeremy Alan Baxter/ Shutterstock.com]

11. Schneebeere

Mit ihren langen, in Bögen überhängenden Zweigen ist die Schneebeere (Symphoricarpos albus var. laevigatus) bereits im Sommer eine besonders elegante Strauchpflanze. Zeigt sie ab Juni ihre zahlreichen weißen Beeren, die den ganzen Winter an der Pflanze bleiben, wird sie aber zum echten Hingucker. Auch Bienen mögen den modern anmutenden Strauch: Die kleinen Glockenblüten, welche die Pflanze zwischen Juni und September ausbildet, sehen auf den ersten Blick zwar sehr unscheinbar aus, bilden aber eine besonders ergiebige Nektarquelle für Bienen und Hummeln.

Biene auf Schneebeere sammelt Nektar
Nützlinge lieben die unscheinbaren Blüten der Schneebeere [Foto: Gapeeva Anastasiia/ Shutterstock.com]

10. Berberitze

Mit der Berberitze (Berberis) lassen sich perfekte Hecken anlegen, die nicht nur zuverlässig neugierige Blicke und unerwünschte Eindringlinge abhalten, sondern auch noch besonders pflegeleicht sind. Die immergrünen Sträucher bestechen mit ihren länglichen Blättern, die oft eine tolle Herbstfärbung zeigen, und ihren kleinen Früchten, die bei Mensch und Tier als Snack beliebt sind. Doch während das dichte Blätterkleid und die spitzen Dornen der Berberitze dafür sorgen, dass unerwünschte Gäste draußen bleiben, ziehen die kleinen gelben Blüten zahllose Insekten an. Besonders Sandbienen, aber auch Hummeln und andere Nützlinge finden in der Berberitze eine kostbare Nahrungsquelle.

Biene bei gelber Berberitze
Zahllose Insekten werden von der Berberitze angezogen [Foto: sOksanaGoskova/ Shutterstock.com]

9. Fingerstrauch

Ob man bei einer Größe von nur 15 Zentimetern noch von einem Strauch oder nicht doch eher von einem Bodendecker sprechen sollte, bleibt wohl jedem selbst überlassen. Der Fingerstrauch (Potentilla tridentata) zeigt aber eindrucksvoll, dass es nicht nur auf die Größe ankommt: Winterhart, robust und pflegeleicht fühlt sich die Pflanze beinahe überall zu Hause. Besonders schön wirkt der Fingerstrauch im Mai, wenn die dunkelgrünen Blätter im Kontrast zu den weißen Sternenblüten stehen. Diese blühen oft bis in den August hinein und sorgen so bei Bienen lange für ein sicheres Nahrungsangebot.

Fingerstrauch mit Blüten
Der Fingerstrauch ist ein bienenfreundlicher Bodendecker [Foto: Chocolate Factory/ Shutterstock.com]

8. Weide

Die Weide (Salix) gehört wohl zu den bekanntesten Gehölzen in unserer Region. Neben den oft anzutreffenden Sträuchern finden sich auch kriechende Arten und große Bäume. Ihre Zweihäusigkeit macht die Weide zu etwas Besonderem – es gibt also sowohl rein männliche als auch weibliche Weiden. Während die männlichen Pflanzen besonders auffällige Blüten ausbilden, welche vor allem Pollen enthalten, versorgen weibliche Blüten Bienen mit dem begehrten Nektar. Tatsächlich haben sich manche Sandbienen-Arten sogar auf Weiden spezialisiert, da diese eine besonders gute Nahrungsquelle darstellen. Vor allem die Sal-Weide (Salix caprea) gilt bei gestreiften Nützlingen als sehr beliebt – durch ihre frühe Blüte und ihren hohen Pollen- und Nektaranteil stellt sie eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen dar.

Biene auf Weidenkätzchen sammelt Pollen
Weiden sind bei Wildbienen sehr beliebt [Foto: Pshenina_m/ Shutterstock.com]

7. Falscher Jasmin

Der Falsche Jasmin (Philadelphus coronarius), auch als Duft- oder Bauernjasmin beziehungsweise Pfeifenstrauch bekannt, gehört wohl zu den beliebtesten Duftpflanzen und ist daher in vielen Gärten anzutreffen. Mit ihrem eleganten, überhängenden Wuchs und den mattgrünen Blättern bildet die Pflanze einen modernen Hingucker im Garten. Besonders schön wirkt der Strauch aber erst Ende Mai – dann verwandelt sich die Pflanze in ein Meer aus verführerischen Blüten, die den Garten in ein strahlendes Weiß tauchen und einen intensiven Geruch verströmen. Doch nicht nur Menschen lieben den Falschen Jasmin, auch Bienen sind echte Liebhaber der Pflanze, die ihnen reichlich Nahrung bietet.

Biene auf Jasmin in der Sonne
Nicht nur Menschen werden von dem süßen Duft des Falschen Jasmins angezogen [Foto: Volodymyr Nikitenko/ Shutterstock.com]

6. Kornelkirsche

Auch wenn die Kornelkirsche (Cornus mas) einen ähnlichen Namen wie unser Kirschbaum (Prunus avium) trägt, sind die beiden Gehölze doch nicht miteinander verwandt. Stattdessen gehört die Kornelkirsche zu den Hartriegelgewächsen. Die einzige Gemeinsamkeit: Auch die Kornelkirsche trägt im Sommer glänzend rote Früchte, die Kirschen sehr ähneln. Allerdings sind ihre Früchte deutlich herber und säuerlicher im Geschmack. Bienen mögen die Kornelkirsche besonders wegen ihrer zitronengelben Blütendolden, welche die Pflanze bereits im Februar zeigt. Damit gehört die Kornelkirsche zu den ersten Frühlingsblühern und bietet den Bienen eine besonders gute Möglichkeit, ihre Reserven nach dem langen Winter aufzufüllen.

Biene auf Kornelkirsche sammelt Pollen
Die Kornelkirsche ist einer der ersten Frühlingsblüher [Foto: Kozak Sergii/ Shutterstock.com]

5. Wildrosen

Rosen (Rosa) sind im Zusammenhang mit bienenfreundlichen Pflanzen eher ungewöhnlich: Oftmals stehen die Pflanzen in der Kritik, weil ihre stark gefüllten Blüten den Insekten den Weg zu Nektar und Pollen und damit zu ihrer Nahrungsgrundlage versperren. Dies trifft allerdings nur auf die modernen Zuchtrosen zu – Wildrosen wie die Essigrose (Rosa gallica) oder die Kartoffelrose (Rosa rugosa) bilden dazu einen starken Kontrast und werden von Bienen und Erdhummeln beinahe belagert, da sie ein reichliches Nahrungsangebot bieten. Doch auch andere Tierarten profitieren von Wildrosen: Vögel nutzen die Hagebutten gerne als Nahrung, außerdem bieten die dichten Sträucher vielen heimischen Tierarten wie dem Igel Schutz und Deckung. Bei Gärtnern sind die Wildrosen dagegen vor allem wegen ihrer pflegeleichten Art und ihrem natürlichen Charme, der ganz ohne gefüllte Blüten auskommt, beliebt.

Biene auf pinker Wildrose
Wildrosen, wie die Essigrose, bieten Insekten gute Nahrung [Foto: LIOX/ Shutterstock.com]

4. Bartblume

Mit ihren beeindruckenden blauen Blütenständen sorgt die Bartblume (Caryopteris clandonensis) für neidische Blicke: Ab Juli verwandelt sich die Pflanze in ein wahres Meer aus Blüten, welche der Pflanze bis zum ersten Frost eine einzigartige Optik verleihen. Doch auch ihr aromatischer Duft und ihre länglichen grün-grauen Blätter machen die Pflanzen zu einer echten Bereicherung für den Garten. Selbst Bienen lieben den pflegeleichten Halbstrauch. So bietet ihnen die Bartblume nicht nur eine schier endlose Auswahl von Blüten über einen sehr langen Zeitraum, sondern produziert während dieser Zeit auch noch sehr viel Nektar und Pollen.

Biene auf blauer Bartblume
Die beeindruckenden Blütenstände der Bartblume ziehen zahlreiche Nützlinge an [Foto: Moskwa/ Shutterstock.com]

3. Schlehe

Im April und Mai trägt die Schlehe (Prunus spinosa) unzählige kleine, weiße Blüten, die den Strauch wie eine Wolke einhüllen. Ein Paradies für Bienen, die zu dieser Jahreszeit erstmals wieder auf Nahrungssuche gehen. Glücklicherweise sehen die Blüten der Schlehe nicht nur gut aus und duften herrlich, sondern bieten den hungrigen Nützlingen auch ausreichend Nektar und Pollen, um ihre Vorräte aufzufüllen. Doch auch nach der Blüte ist die Schlehe optisch nicht zu verachten: Die dornigen, schwarzen Triebe, die der Pflanze auch den Namen Schwarzdorn eingebracht haben, sorgen im Zusammenspiel mit den dunklen, mattgrünen Blättern für ein ansprechendes Äußeres. Im Herbst bildet die Schlehe außerdem herb-aromatische Früchte, die nicht nur Vögeln, sondern auch Menschen schmecken.

Biene auf blühender Schlehe
Die Schlehe bietet Bienen reichlich Nahrung [Foto: Moritz Graf/ Shutterstock.com]

2. Efeu

Efeu (Hedera helix) als Bienenweide? Obwohl die Dolden des Efeus so unscheinbar sind, dass sie oft nicht einmal bemerkt werden, ist die Kletterpflanze eine der wichtigsten Nahrungsquellen für Nützlinge wie Bienen und Schmetterlinge. Tatsächlich handelt es sich bei der Pflanze nämlich um einen der wenigen echten Herbstblüher: Von September bis Oktober bietet Efeu Insekten leicht zugängliche Pollen und Nektar an, wodurch er die Nahrungsperiode der Tiere noch einmal verlängern kann. Doch auch für Menschen ist die Pflanze eine echte Bereicherung: Pflegeleicht und robust ist sie nicht nur ideal als Sichtschutz oder Wandbegrünung, sondern gehört auch noch zu den luftreinigenden Pflanzen.

Biene auf Efeublüte
Die unscheinbaren Blüten des Efeus sind für Bienen wahre Lebensretter [Foto: Annibell Meierkord/ Shutterstock.com]

1. Beerensträucher

Johannisbeeren (Ribes), Himbeeren (Rubus idaeus) oder Stachelbeeren (Ribes uva-crispa) – für viele Gärtner sind Beerensträucher mit ihren süßen Früchten das Schönste im ganzen Sommer. Aber nicht nur Menschen erfreuen sich an den leckeren Köstlichkeiten, auch Bienen können nicht genug von ihnen kriegen. Tatsächlich weisen beinahe alle Beerensträucher eine sehr gute Nektar- und Pollenproduktion auf, was sie zu einem wichtigen Nahrungslieferanten für die kleinen Insekten macht. Besonders die Himbeere gilt als extrem bienenfreundlich: Nicht nur hat sie den höchsten Pollen- und Nektarwert von allen Beerensträuchern, durch ihre lange Blütezeit, die vom Mai bis in den August reichen kann, bietet sie auch eine zuverlässige Nahrungsquelle.

Biene auf Johannisbeerstrauch
Die Johannisbeere zieht allerlei Nützlinge an [Foto: ClaudiaMMImages/ Shutterstock.com]

Sie haben noch nicht die passende Pflanze für Ihren Bienengarten gefunden? Dann schauen Sie doch einmal bei unseren Artikel über bienenfreundliche Stauden vorbei.

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