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Bunte Pflanzen im Winter: Die 10 schönsten Arten für Ihren Garten

Weiße Winterlandschaft? Wie langweilig – wir zeigen Ihnen zehn bunte Pflanzen, die auch im Winter Farbe bekennen.

roter Ahorn mit Schnee im Garten

Ein Garten muss im Winter nicht langweilig aussehen [Foto: Guitar photographer/ Shutterstock.com]

Kahle Bäume, vertrocknete Stauden und leere Beete: Im Winter kann man bei vielen Gärten nicht einmal erahnen, dass sie im Sommer eigentlich wunderschön sind. Dabei muss ein Garten im Winter gar nicht langweilig sein: Es gibt eine ganze Reihe von Pflanzen, die auch im Winter Beeren tragen, zu blühen beginnen oder farbige Blätter und Stämme besitzen. Mit der Hilfe dieser Pflanzen wird Ihr Garten auch im Winter zum wahren Hingucker. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche zehn Pflanzen im Winter besonders bunt sind.

Bunte Pflanze im Winter: Die 10 Schönsten für Ihren Garten

Damit Ihr Garten auch im Winter zu einer echten Augenweide wird, sollten einige der folgenden Pflanzen definitiv in Ihren Garten einziehen.

10. Hartriegel

Wer Farbe in seinem Garten sucht, findet mit Hartriegel (Cornus) die perfekte Pflanze für den Winter. Viele Sorten warten mit einer ungewöhnlichen Farbe ihrer Äste auf und fallen besonders im weißen Winter sofort ins Auge. Intensiv rot leuchten im Winter die Äste des Roten Hartriegels (Cornus sanguinea) und des Rotholz Hartriegels (Cornus alba ‘Sibirica‘). Die Rinde des Gelbholz-Hartriegels (Cornus stolonifera ’Flaviramea’) – man ahnt es schon – hat auch im Winter eine intensiv gelbe Farbe. Im Sommer sowie im Winter ist dagegen der weißbunte Hartriegel (Cornus alba ‘Elegantissima’) besonders schön. Während er im Sommer grün-weißes Laub trägt, leuchten seine Äste im Winter strahlend rot: Beides ist auf jeden Fall ein echter Hingucker. Damit der Hartriegel aber seine schöne bunte Rinde behält, sollte er regelmäßig zurückgeschnitten werden – nur ein- bis zweijährige Triebe zeigen im Winter die intensiven Farben.

Hartriegel rot in Winterlandschaft

Die roten Äste fallen in einer weißen Winterlandschaft sofort auf [Foto: Vilena Krushinskaya/ Shutterstock.com]

9. Stechpalme

Als Buchsbaumersatz hat sich die Stechpalme (Ilex) in den letzten Jahren einen Namen gemacht. Besonders als pflegeleichte Hecke oder Formgehölz eignen sich Stechpalmen ausgezeichnet, schließlich sind sie nicht nur immergrün sondern auch sehr robust. Im Winter brilliert der Ilex mit seinen wunderschönen Blättern, die sich mit ihrer dunkelgrünen Farbe elegant vom weißen Schnee absetzen. Aber auch ihre roten, gelben, braunen oder schwarzen Beeren bleiben den ganzen Winter an der Pflanze und sorgen so für eine farbenfrohe Abwechslung. Doch die schmucken Beeren tauchen leider nicht von alleine auf: Da die Stechpalme zweihäusig ist, muss sowohl eine männliche, als auch eine weibliche Pflanze im Garten stehen. Nur so können sich die Pflanzen gegenseitig befruchten und der wunderschöne Fruchtschmuck entsteht.

Stechpalme mit roten Beeren und Schnee

Die Beeren der Stechpalme bleiben den ganzen Winter an der Pflanze [Foto: damann/ Shutterstock.com]

8. Christrose

Egal, ob eisige Temperaturen herrschen oder schon Schnee auf dem Boden liegt – die Christrose (Helleborus niger) blüht beinahe jedes Jahr zuverlässig rund um die Weihnachtszeit. Doch an Farbe war lange Zeit nicht zu denken, denn die Christrose ist klassischerweise weiß und wird im Schnee oft übersehen. Erst moderne Züchtungen machten die Christrose bunt und sorgten dafür, dass die wunderschönen Rosen im Kontrast zu ihrer Umwelt ihr volles Potential entfalten. Sorten wie ‚Rubra‘ oder ‚Black Swan‘ blühen heute in kräftigem Rot und dunklem Violett um die Wette und verzaubern jeden mit ihrem schönen Anblick. Doch um die Christrose auch im eigenen Garten zum Hingucker zu machen, braucht es nicht viel Arbeit: Tatsächlich ist die Blume sehr pflegeleicht und lässt sich beinahe in jedem Garten anbauen.

pinke Christrose blüht im Schnee

Die Christrose blüht beinahe jedes Jahr zuverlässig um die Weihnachtszeit [Foto: a9photo/ Shutterstock.com]

7. Apfeldorn

Im Winter verzaubert uns diese Pflanze vor allem mit ihren auffallenden Früchten, aber auch ihr buntes Herbstlaub ist eine echte Zier – der Apfeldorn (Crataegus x lavallei ‚Carrierei‘), auch Lederblättriger Weißdorn genannt, ist vieles, aber nicht langweilig. Bereits im Herbst beginnen die Blätter des Apfeldorns eine schöne gelbbraune bis orangerote Farbe anzunehmen und die ersten Früchte werden sichtbar. Doch erst im Winter sieht man das ganze Potential des Apfeldorns: Die kleinen orangeroten Früchte hängen noch bis tief in den Winter an den Zweigen und trotzen beharrlich der Kälte. Die Apfelfrüchte sind aber nicht nur ein dekorativer Farbtupfer im tiefen Winter, sondern auch sehr lecker. Besonders als Gelee, Kompott oder Marmelade erfreuen sie sich großer Beliebtheit und sind mit reichlich Vitamin C auch noch richtig gesund und perfekt für kalte Wintertage.

Apfeldorn mit Früchten in orange rot

Die kleinen orangeroten Früchte hängen noch bis tief in den Winter an den Zweigen [Foto: Bildagentur Zoonar GmbH/ Shutterstock.com]

6. Schönfrucht

Der Name ist Programm: Die Schönfrucht (Callicarpa bodinieri var. giraldii), auch Liebesperlenstrauch genannt, zeichnet sich mit ihren lila Früchten durch ein wirklich zauberhaftes Aussehen aus. Doch bis in den September herein scheint der bis zu 3 m große Strauch eher unscheinbar, beinahe schon langweilig. Doch sobald ihre beerenförmigen Früchte reifen, stiehlt die Schönfrucht jeder anderen Pflanze den Auftritt. Bis tief in den Dezember hängen die Früchte noch am Strauch, auch wenn dieser schon alle Blätter verloren hat, und ziehen alle Blicke auf sich. Kein Wunder, schließlich sind sie mit ihrer glänzenden violetten Farbe schon von Weitem zu sehen und bilden einen wunderschönen Kontrast zur weißen Winterlandschaft. Essen sollte man die Früchte jedoch nicht – für Menschen sind sie nämlich giftig.

Schönfrucht im Schnee lila Beeren

Die glänzend violetten Früchte der Schönfrucht sind schon von Weitem zu sehen [Foto: Werner Lehmann/ Shutterstock.com]

5. Zaubernuss

Was im Winter mit der Zaubernuss (Hamamelis) geschieht, ist wirklich magisch. Im tiefsten Winter erscheinen plötzlich schmale, fadenförmige Blütenblätter am sonst kahlen Baum. Die kleinen Blüten, welche die Zaubernuss ausbildet, sind mit ihren kräftigen Farben von Gelb über Orange bis Rot nicht nur wunderschön, sondern auch sehr ausdauernd: Temperaturen bis zu -10 °C stecken die zarten Blüten ohne Probleme weg. Doch die leuchtenden Blüten sind nicht nur etwas für die Augen: Sorten wie ‚Palida‘ verströmen zusätzlich einen angenehmen Geruch nach Primeln, der ein Stückchen Frühling in den Winter holt. Auch Hummeln und Bienen finden die Zaubernuss einfach fabelhaft – für sie gehört die außergewöhnliche Pflanze zu den ersten Nahrungsquellen im neuen Jahr.

Zaubernuss mit gelben Blüten im Schnee

Die Blüten der Zaubernuss überstehen Temperaturen bis zu -10 °C problemlos [Foto: goa novi/ Shutterstock.com]

4. Feuerdorn

Wunderschöne, bunte Beeren bis in den Winter hinein? Mit dem Feuerdorn (Pyracantha coccinea) gar kein Problem – ab Ende August trägt die immergrüne Pflanze je nach Sorte leuchtend gelbe bis kräftig rote Beeren. Diese bleiben bis weit in den Winter an der Pflanze hängen und bilden einen echten Blickfang im Garten. Entgegen der weitläufigen Meinung sind die bunten Beeren des Feuerdorns übrigens nicht giftig, sondern nur so sauer, dass sie selbst von Vögeln verschmäht werden. Im Garten eignet sich der Feuerdorn perfekt als Hecke, denn er ist sehr pflegeleicht und äußerst robust. Am schönsten wird der Feuerdorn jedoch, wenn man ihn frei wachsen lässt: So trägt er im Frühling die meisten Blüten und im Winter die meisten Beeren.

Feuerdorn mit orangenen Beeren

Je nach Sorte trägt der Feuerdorn leuchtend gelbe bis kräftig rote Beeren [Foto: Zoran Milosavljevic/ Shutterstock.com]

3. Bergenie

Sie ist die Staude das Jahres 2017 – die Bergenie (Bergenia) ist nicht nur wunderschön, sondern auch vielseitig, unkompliziert und robust. Aber noch eine Eigenschaft hebt die Bergenie von vielen ihrer Konkurrentinnen ab: Viele ihrer Sorten sind wintergrün und versprühen ab dem ersten Frost noch einmal einen ganz besonderen Charme. Denn sobald die Nächte kälter sind und der Winter auf dem Vormarsch scheint, werden die Blätter der Begonie intensiv rot. Über den ganzen Winter verzaubert die Bergenie mit ihren intensiven Farben und ist ein richtiger Blickfang im ansonsten eher farblosen Garten. Erst wenn die Bergenie im nächsten Jahr anfängt zu blühen, verwelken die bunten Blätter, um ihren jungen, grünen Nachfolgern Platz zu machen. Aber das ist kein Grund traurig zu sein: Auch im Frühling ist die Bergenie eine echte Schönheit. Schließlich trägt sie nun wunderschöne, große Glockenblüten in allen Schattierungen von Weiß bis Purpurrot zur Schau.

grün rote Bergenie mit Schnee

Im Winter färben sich die Blätter der Bergenie intensiv rot [Foto: Shaykin Oleg/ Shutterstock.com]

2. Pfaffenhütchen

Nicht nur mit einer, sondern mit gleich zwei Farben verschönert uns das Pfaffenhütchen (Euonymus) den Winter: Die Beeren der Pflanze leuchten in schönem Orange, während die Samenhüllen, welche an den Früchten verbleiben, eher rot sind. Durch diese ist das Pfaffenhütchen auch zu seinem ungewöhnlichen Namen gekommen: Die Samenhülsen haben zusammen mit der Frucht die Form eines Biretts, einer Kopfbedeckung, die christliche Geistliche früher trugen. Aber nicht nur für die Augen ist das Pfaffenhütchen eine echte Wohltat im eintönigen Winter – auch Vögel fliegen den Baum gerne an und naschen die knallbunten Früchte. Man sollte sich jedoch nicht vom Schein täuschen lassen: Auch wenn Vögel das Pfaffenhütchen lieben, ist die Frucht für Menschen leider giftig.

Pfaffenhütchen rosa orange im Schnee

Das Pfaffenhütchen verschönert gleich mit zwei Farben den Winter [Foto: Olya Detry/ Shutterstock.com]

1. Winterjasmin

Wenn es im Dezember plötzlich anfängt zu blühen, kann nur der Winterjasmin (Jasminum nudiflora) seine Finger im Spiel haben. Während andere Blumen im Winter nichts von sich hören lassen, präsentiert sich der Jasmin in all seiner Pracht. Doch der Winterjasmin ist mit seinen kleinen, gelben Blüten nicht nur wunderschön, sondern auch sehr ausdauernd. Bis in den April hinein blüht die asiatische Pflanze und öffnet dabei nach und nach ihre Blüten – ein Schutzmechanismus der den Winterjasmin vor Frostschäden bewahren soll, uns aber mit einer langen Blütenpracht beschenkt. Zusätzlich ist der Winterjasmin auch noch extrem vielseitig: Ob als Kletterpflanze, Bodendecker oder sogar im Kübel, der Winterjasmin verbreitet überall einen Hauch von Frühling im tiefsten Winter.

gelber Winterjasmin

Der Winterjasmin blüht ab Dezember bis in den April hinein [Foto: freya-photographer/ Shutterstock.com]

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