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Clean Eating – Neuer Food Trend oder Altbewährtes in moderner Gestalt

“Du bist, was du isst” – Immer öfter stolpert man über den Trend und den Begriff des sogenannten Clean Eating. Doch was steckt eigentlich dahinter?

Gesunde Ernährung

Clean Eating ist ein Ernährungskonzept, bei dem frische Zutaten auf dem Speiseplan stehen. [Foto: Kayla SeahCC BY 2.0]

Der Begriff klingt vor allem modern, rein und besonders gesund. Mittlerweile kreisen sich diverse Blogs, Kochbücher und Co. um den Trend. Wir von Plantura erklären, was sich genauer dahinter verbirgt.

Was ist Clean Eating?

Viele Menschen verbinden mit „Clean Eating“ lediglich einen neuen Diättrend, der vor allem aus den USA den Weg zu uns gefunden hat. Dabei handelt es sich vielmehr um eine bewusste und gesunde Einstellung zur eigenen Ernährung. Es geht vor allem darum, sich intensiv mit seinen Lebensmitteln zu beschäftigen und so nicht nur die Produkte an sich, sondern auch den eigenen Körper besser kennenzulernen. Dem „Clean Eating“ unterliegt dabei ein grundlegendes Konzept. Auf industriell hergestellte Lebensmittel wird gänzlich verzichtet. Im Fokus steht hierbei eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit frischen Zutaten, möglichst unverarbeitet und am besten in Bioqualität. Künstliche Zusatz- und Konservierungsstoffe, sowie Fertigprodukte gilt es zu vermeiden. Denn je mehr Modifikationen und Veränderungen bei einem Produkt stattgefunden haben desto ungesünder ist es wahrscheinlich für den menschlichen Körper. Besonders aber dann, wenn wertvolle Nährstoffe zerstört und ungesunde Zusatzstoffe hinzufügt werden, um zum Beispiel das Essen länger haltbar zu machen oder den Geschmack zu verstärken. Im Gegensatz dazu stellt „Clean Eating“ also eine Ernährungsbewegung dar, die wieder auf eine natürliche und bewusste Ernährung aufmerksam machen will. Sich und seinen Körper quasi “rein” halten. Aber ist dieser Trend wirklich so modern?

Zurück zu den Wurzeln

Der Begriff ist neu, das Konzept allerdings schon lange bekannt. „Clean Eating“ ist genauso alt wie beispielsweise die Bio-Bewegung, nur hatte es damals nicht so einen hippen Namen, sondern wurde einfach “gesunde und vollwertige Ernährung” genannt. Schon früher ging und geht es in erster Linie darum, seine Ernährung zu hinterfragen und sich über deren Qualität Gedanken zu machen. Schließlich wollte man nicht länger Produkte mit künstlichen Zusätzen essen. Man begann vor allem zunehmend Brot wieder selbst zu backen und den eigenen Garten für eigens angebautes Gemüse und Obst zu nutzen. Denn das “sauberste” Lebensmittel ist und bleibt dabei immer noch das eigens Angebaute – Selber machen, das ist auch heute wieder Trend!

Die Umsetzung

Beim „Clean Eating“ gibt es keine strengen und festgeschriebenen Regeln, jeder kann seine Ernährung nach Belieben gestalten. Dennoch sollten einige Dinge beachtet werden. Neben der Zeit für ein ausgewogenes Frühstück, sollte man beispielsweise mindestens zwei Liter Wasser am Tag zu sich nehmen, gesüßte Getränke vermeiden und auf ausreichend frisches Obst und Gemüse zurückgreifen. Ungesättigte Fettsäuren und vollwertiges Getreide gehören auch auf den Speiseplan. Um herauszufinden, ob ein Lebensmittel mit Zusatzstoffen belastet ist, sollte einfach ein Blick auf die Zutaten geworfen werden. Eine Faustregel besagt dabei, dass es bei mehr als fünf Zutaten sehr wahrscheinlich ist, dass das Produkt unerwünschte Zusatzstoffe enthält. Aber das muss nicht immer zutreffen. Man kann sich auch die Liste der Zutaten vor Augen halten und sobald man auf eine stößt, die man weder aussprechen noch mit einfachen Chemie Schulkenntnissen identifizieren kann, sollte man hiervon die Finger lassen.

Das Thema Gewichtsverlust scheint beim „Clean Eating“ eine erfolgsversprechende Motivation zu bleiben. Doch wer auf seinen Körper wirklich hört, dem wird schnell bewusst, dass dieses Thema über Schönheitsideale völlig überholt ist. Es sollte beim „Clean Eating“ nicht um eine Diät gehen, wie dies der Trend aus den USA vermarktet. Vielmehr sollte damit Anfang geschaffen werden, seine eigene Ernährung und den Einfluss, den sie auf unser körperliches Wohlbefinden hat, bewusster wahrzunehmen. Denn wer über sich und seine Nahrung erst einmal angefangen hat nachzudenken, der hat am Ende schon viel gewonnen. Wenn dann noch weitergedacht und sich mit regionaler Ernährung befasst wird, dann ist auch der Weg zum eigenen Gemüsegarten nicht mehr weit.

Gesundes Gemüse Tomaten Bohnen Rettich Blumenkohl Kartoffeln

Gesundes Gemüse: Tomaten, Bohnen, Rettich, Blumenkohl und Kartoffeln. [Foto: luckyjimmy]

Wie immer im Leben befindet sich vermutlich die Wahrheit in der Mitte. Manche Lebensmittel als „sauber“ zu deklarieren impliziert, dass andere „schmutzig“ sind. Ernährung sollte aber vermutlich kein schwarz-weiß Bild sein. Auch hier gilt eine ausgewogene Balance für sich selbst zu finden. Denn auch wenn Großmutter Obst und Gemüse im eigenen Garten anbaute, gab es trotzdem zum Nachtisch einen Dickmann. Und trotzdem ist Großmutter stolze 89 Jahre alt geworden.

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