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Die 10 besten Pflanzenkombinationen für Mischkulturen

Mischkulturen werden wegen ihrer positiven Effekte immer beliebter. Welche Pflanzenkombinationen sich am besten dafür eignen, erfahren Sie hier.

Gemüse in Hochbeete
Die Kombination verschiedener Pflanzen hat positive Auswirkungen [Foto: Anne Greenwood/Shutterstock.com]

Lange Zeit dominierten geordnete Reihen und strikt getrennte Beete das Gemüsebeet. Doch immer mehr Gärtner stellen ihren Garten auf eine sogenannte Mischkultur um: Statt streng separiert in eigenen Beeten wachsen verschiedene Pflanzen in einem Beet neben- und durcheinander. Was wie ein großes Chaos anmutet, hat jedoch System – durch die Kombination verschiedener Pflanzen kann man sich die unterschiedlichen positiven Einflüsse zunutze machen. So beschützen sich manche Pflanzen gegenseitig vor Schädlingen, unterstützen sich beim Wachstum oder erhöhen die Bodenaktivität im Beet. Welche Pflanzen sich besonders gut für eine Mischkultur eignen, erfahren Sie hier.

Die 10 besten Pflanzenkombinationen für Mischkulturen

Wer seine Pflanzen nicht nur streng in Reih und Glied, sondern auch einmal durcheinander pflanzt, kann von zahlreichen positiven Effekten profitieren. Um diese optimal ausnutzen zu können, sollte man jedoch wissen, welche Pflanzenkombinationen sich in einer Mischkultur am besten ergänzen.

10. Gurken, Dill und Borretsch

Gurken (Cucumis sativus) sind ein absoluter Klassiker im Gemüsebeet und aus vielen Gärten nicht wegzudenken. Wenn man auf eine gute Gurkenernte hofft, sollte man die Pflanze allerdings unbedingt mit Dill (Anethum graveolens) und Borretsch (Borago officinalis) zusammen anbauen. Dill passt nicht nur hervorragend in der Küche zu Gurken, sondern fördert auch die Keimfähigkeit von diesen. Im Gegenzug dafür spenden die ausgewachsenen Gurkenpflanzen dem Dill Schatten, was sein Wachstum begünstigt. Borretsch dagegen ist eine besonders bienenfreundliche Pflanze, die zahlreiche Bestäuber anlockt – davon profitiert auch die Gurke.

Gurken und Dill
Gurken und Dill passen nicht nur in der Küche gut zusammen [Foto: StrangeLook/Shutterstock.com]

9. Bohnen und Bohnenkraut

Die Namen verraten es schon – Bohnen (Phaseolus vulgaris) und Bohnenkraut (Satureja hortensis) gehören zusammen wie Topf und Deckel. Denn nicht nur auf dem Teller sind die beiden Pflanzen eine hervorragende Kombination, sondern auch im Beet können sie voneinander profitieren. Bohnenkraut ist ein Graus für die Schwarze Bohnenlaus, weshalb es Bohnen sehr gut vor einem Befall mit dieser beschützt. Zusätzlich fördern die Duftstoffe des Bohnenkrauts das Wachstum der Bohnen und sollen dem Pflanznachbarn zu einem intensiveren Aroma verhelfen.

Grüne Bohnen im Kasten
Bohnenkraut und Bohnen gehören zusammen wie Pech und Schwefel [Foto: Martina Unbehauen/Shutterstock.com]

8. Salat und Erbsen

Wer einen eher kleinen Garten hat und jeden Zentimeter von diesem nutzen möchte, sollte Kopfsalat (Lactuca sativa) zusammen mit Zuckererbsen (Pisum sativum var. saccharatum) beziehungsweise Markerbsen (Pisum sativum) pflanzen. Die Idee dahinter ist so einfach wie genial: Bereits bei der Saat setzt man die Salatpflanzen zwischen die Erbsenreihen. Da der Salat deutlich schneller erntereif ist als die Erbsen, kommt es nicht zu einer Konkurrenz um wichtige Ressourcen – der Kopfsalat ist zu diesem Zeitpunkt nämlich längst geerntet. Durch diese einfache Pflanzenkombination lassen sich die Beete spielend leicht doppelt nutzen.

Jung Salat im Beet
Setzt man Salat zwischen Erbsen kann man die Fläche gleich doppelt nutzen [Foto: Alexander Raths/Shutterstock.com]

7. Knoblauch und Erdbeeren

In der Küche sind Knoblauch (Allium sativum) und Erdbeeren (Fragaria) wohl keine Traumkombination, im Beet sind sie jedoch ein eingespieltes Team. Knoblauch besticht hierbei vor allem durch seine bakterizide sowie fungizide Wirkung – er schützt die Erdbeeren also zuverlässig vor Pflanzenkrankheiten sowie vor dem Befall mit Pilzen. Außerdem hält der strenge Knoblauchgeruch gefräßige Schnecken fern.

Erdbeeren mit Knoblauch im Garten
Knoblauch sorgt bei der Erdbeere für gute Gesundheit [Foto: donikz/Shutterstock.com ]

6. Karotten und Zwiebelgewächse

Karotten (Daucus carota subsp. sativus) und Zwiebelgewächse ergänzen sich im Beet hervorragend und gehören deshalb zu den bekanntesten Pflanzenkombinationen im Gemüsebeet. Dabei verscheucht das würzige Aroma der Zwiebelgewächse die lästige Möhrenfliege, welche beim Anbau von Karotten Probleme bereitet. Die Möhren vertreibt im Gegenzug die Zwiebelfliege, die gerne Lauch (Allium ampeloprasum subsp. ampeloprasum) und Zwiebeln (Allium cepa) befällt. Besonders gut gilt die Kombination von Lauch mit Karotten – diese haben in etwa dieselben Standort- und Pflegeansprüche und passen deshalb wunderbar in ein Beet.

Junge Karroten und Zwiebelgewächse im Beet
Karotten und Zwiebelgewächse sind im Garten eine bewährte Kombination [Foto: Aleksandra H. Kossowska/Shutterstock.com]

5. Tagetes und Kartoffeln

Wer selber Kartoffeln (Solanum tuberosum) anbaut, hat besonders einen Feind: Nematoden, auch Fadenwürmer oder Älchen genannt, beeinträchtigen das Wachstum der Pflanze und können gar die ganze Ernte verderben. Abhilfe schafft die Studentenblume (Tagetes): Diese sondert über ihre Wurzeln Stoffe aus, welche die Nematoden anlocken. Tappen die lästigen Fadenwürmer jedoch in die Falle und saugen an der hübschen Sommerblume, nehmen sie einen hochwirksamen Giftstoff auf, der die Schädlinge abtötet. Mit ihren hübschen Blüten zieht die Tagetes dagegen Nützlinge an, sodass auch die Bestäubung ihrer Nachbarpflanzen gesichert ist. So profitieren nicht nur Kartoffeln, sondern auch Kohl, Tomaten und Erdbeeren von der Wirkung der Studentenblume.

Gelborange Studentenblume
Die Studentenblume hilft gegen Nematoden [Foto: Angurt/Shutterstock.com]

4. Kapuzinerkresse und Kürbisgewächse

Zucchini (Cucurbita pepo var. giromontiina), Gurken (Cucumis sativus) und Kürbisse (Cucurbita pepo) gehören nicht nur alle einer Pflanzengattung an, sondern haben auch ein gemeinsames Problem: Sie haben nur sehr flache Wurzeln und sind daher besonders empfindlich, wenn es um das Hacken oder Jäten geht. Leider breitet sich ohne die Bodenbearbeitung schnell Unkraut aus – es sei denn, man legt eine Untersaat mit Kapuzinerkresse (Tropaeolum) an. Diese unterdrückt zuverlässig Unkraut und lockert mit ihren Wurzeln die Erde. Außerdem sorgt die Kapuzinerkresse dafür, dass ihre Pflanzpartner nicht von Schädlingen gefressen werden, denn viele Insekten lassen sich mit Vorliebe auf der bunten Blume nieder. Ein Geheimtipp: Die essbaren Blüten der Kapuzinerkresse schmecken herzhaft würzig und besonders gut als Kräuterbutter in Kombination mit gegrillten Zucchiniblüten.

Gelbe und orange Kapuzinerkresse
Kapuzinerkresse ist ein perfekter Beetpartner für Kürbisgewächse [Foto: Svetlanko/Shutterstock.com]

3. Mangold und Ringelblumen

Ein ideales Duo im Beet sind Mangold (Beta vulgaris subsp. vulgaris) und Ringelblumen (Calendula officinalis). Nicht nur bilden die bunten Blüten der Ringelblume gepaart mit den farbigen Stängeln des Mangolds einen interessanten Hingucker, die beiden Pflanzen beeinflussen sich auch gegenseitig positiv. Die Ringelblume lockert den Boden mit ihren langen Pfahlwurzeln ordentlich auf, verbessert so die Bodenstruktur und vertreibt außerdem lästige Schnecken. Der Mangold bedankt sich, indem er den Boden beschattet und so für genügend Feuchtigkeit in der Erde sorgt, was die Keimung der Ringelblume beschleunigt.

Mangold mit Blumen im Garten
Für attraktive Akzente im Beet sorgen Ringelblumen im Mangold [Foto: Arjuna Kodisinghe/Shutterstock.com]

2. Sellerie und Kohl

Sellerie (Apium graveolens) ist ein wahres Multitalent in der Mischkultur und kann mit beinahe allen Kohlarten zusammen gepflanzt werden. Die Vorteile liegen dabei klar auf der Hand: Der aromatische Duft des Selleries ist ein Graus für lästige Kohlfliegen sowie Kohlblattläuse und sorgt so für schädlingsfreie Beete. Doch auch der Kohl schützt den Sellerie, denn er wirkt vorbeugend bei Sellerierost. Besonders bewährt hat sich die Kombination aus Sellerie und Kohlrabi (Brassica oleracea var. gongylodes), da sich beide Pflanzen am besten entwickeln, wenn die Erde ständig feucht gehalten wird. Doch auch Blumenkohl (Brassica oleracea var. botrytis), Rosenkohl (Brassica oleracea var. gemmifera) oder Weißkohl (Brassica oleracea var. capitata) profitieren von dem Selleriearoma.

Sellerie und Kohl
Sellerie und Kohl ergänzen sich gegenseitig [Foto: mimpki/Shutterstock.com]

1. Tomate und Basilikum

Nicht nur auf dem Teller ist die Kombination aus Tomate (Solanum lycopersicum) und Basilikum (Ocimum basilicum) unschlagbar – auch im Beet können beide Pflanzen voneinander profitieren. Die Wurzelexsudate des würzigen Basilikums sorgen dafür, dass Tomaten die Nährstoffe im Boden besser aufnehmen können und somit auch besser wachsen. Außerdem hilft Basilikum gegen den gefürchteten Mehltau sowie die Weiße Fliege. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass Tomaten, die neben Basilikum wachsen, ein intensiveres Aroma entwickeln. Doch auch der Basilikum hat Vorteile durch seinen Platz im Tomatenbeet: Er bildet oftmals mehr Blattmasse aus und es tritt seltener Wurzelfäulnis auf.

Tomaten und Basilikum
Tomate und Basilikum sind auch im Garten ein tolles Team [Foto: Africa Studio/Shutterstock.com]

Wenn Sie sich nun für das Thema Pflanznachbarn interessieren, finden Sie in diesem Artikel weitere Tipps.

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