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Die besten Pflanzen fürs Gärtnern mit Kindern

Kinder haben großen Spaß am Gärtnern. Doch welche Pflanzen sind am besten geeignet, um mit den Kleinen erste Versuche im Garten zu unternehmen?

Mutter gärtnert mit zwei Kindern

Gärtnern mit Kindern kann viel Spaß machen, wenn man die richtigen Pflanzen auswählt [Foto: bokan/ Shutterstock.com]

Das Gärtnern mit Kindern kann allen Beteiligten großen Spaß machen, wenn ein paar Grundregeln beachtet werden. Damit die Großen entspannt bleiben, während der Nachwuchs nach Herzenslust experimentiert, empfiehlt es sich, schon bei der Pflanzenauswahl geschickt vorzugehen. Es sollten robuste Arten sein, die nicht schon beim ersten allzu schwungvollen Wasserguss ihr Leben aushauchen. Daneben gibt es je nach Verwendung andere wichtige Kriterien. Bei essbaren Pflanzen spielen ein guter Geschmack und ein langer Erntezeitraum natürlich eine zentrale Rolle. Die Attraktivität der Kinderpflanzen erhöht sich enorm, wenn die Frucht direkt in rohem Zustand von der Pflanze genascht werden kann und – wichtig für die ungeduldigen Kleinen – wenn sie schnellwüchsig ist. Viele Pflanzen haben zudem Vorzüge, auch wenn sie nicht zum Verzehr geeignet sind: Sie eignen sich hervorragend zum Spielen. Wir haben die besten Kräuter, essbaren Blüten, Gemüse- und Obstarten sowie „Spielpflanzen“ für Sie zusammengestellt.

Die besten Gemüse zum Anbau mit Kindern

Jedes Kind kennt Gemüse vom Familientisch und isst es mit mehr oder weniger Begeisterung. Doch wo kommt die knackige Kost eigentlich her? Dieser Frage können die Kinder beim Anbau des eigenen Gemüses naschend und spielerisch nachgehen. Nachfolgend haben wir die besten Gemüsearten aufgeführt, mit denen Ihre Kinder oder Enkelkinder ideal an das Gärtnern herangeführt werden:

  • Melothria: Die mexikanische Minigurke oder „Naschgurke“ klettert unkompliziert an sonnigen Zäunen oder Rankgerüsten empor und erfreut Groß und Klein im Vorbeigehen mit ihren kleinen, säuerlichen Früchten. Diese lassen sich auch sehr gut sauer einlegen. Die zarten Pflänzchen sollten schon im Frühjahr auf der Fensterbank vorgezogen und unbedingt erst nach dem letzten Frost ausgepflanzt werden, da sie sehr kälteempfindlich sind.
  • Radieschen: Die hübschen kleinen Rettiche sind das perfekte Anfängergemüse. Von März bis Ende August kann mit der Kultur begonnen werden. Das Radieschen stellt nur geringe Ansprüche an den Standort, verzeiht auch mal Gießfehler. Die Samen sind so groß, dass sie schon von jüngeren Kindern gut gesät werden können. Bereits nach etwa vier Wochen können die vitaminreichen Speicherknollen geerntet werden. Kinder gewöhnen sich rasch an die Schärfe, wenn die Radieschen fein geschnitten aufs Butterbrot kommen.
Mädchen mit Radiesschen Ernte

Für das Gärtnern mit Kindern sind Radieschen sehr gut geeignet [Foto: Martin Novak/ Shutterstock.com]

  • Zuckererbsen: Etwas mehr Geduld brauchen die jungen Gärtner für dieses süße Gemüse, das ebenfalls roh genascht werden kann. Die Aussaat erfolgt ab Mitte April, ab August kann geerntet werden. Viele Sorten freuen sich über eine Rankhilfe, aber es gibt auch kleinere bis 40 Zentimeter Höhe, die ohne Gerüst auskommen und auch von den Kleinsten selbständig beerntet werden können.
  • Cocktailtomaten: Die kleinfrüchtigen Tomatensorten  werden von den meisten Kindern geliebt. Sie sind süß, passen ohne Patzerei in jeden Kindermund und verzeihen Gießfehler eher als ihre großfrüchtigen Verwandten, die oft anfällig für Braunfäule sind , wenn sie zu viel Wasser abbekommen und das Laub benetzt wird. Wenn kein wirklich sonniges Plätzchen auf der Fensterbank zur Verfügung steht, neigen die Pflänzchen zum Vergeilen, das heißt, die Triebe wachsen aus, werden dünn und knicken leicht. Eine gute Alternative sind gekaufte Jungpflanzen, die mittlerweile bereits in den verschiedensten Sorten erhältlich sind.

Die besten Obstarten für den Anbau mit Kindern

Auch bestimmte Obstarten eignen sich prima, um mit den Kleinen im Garten zu werkeln:

  • Erdbeeren:  Wenn die roten Früchte reifen, ist der Sommer da. Erdbeeren sind ein großartiges Kinderobst, denn sie lassen sich schnell vegetativ vermehren, tragen immerhin drei Jahre am gleichen Standort und die Qualität und Frische aus dem eigenen Garten ist unübertroffen. Hier können sie Sorten anbauen, die nicht speziell dafür gezüchtet wurden, den Transport von Spanien nach Mitteleuropa heil zu überstehen, sondern um gut zu schmecken. Eine der berühmtesten und köstlichsten Sorten ist die ‚Mieze Schindler‘. Erdbeeren gedeihen übrigens auch balkontauglich in Topf- oder sogar Ampelkulturen. In diesem Fall ist besonders auf eine ausreichende Bewässerung zu achten.
  • Himbeeren:  Der Boden will gut vorbereitet sein für diese Kultur: Er sollte tiefgründig, locker und nährstoffreich sein. Die Mühe lohnt sich, denn die Himbeerruten werden dann viele Jahre lang wenig Arbeit machen und der absolute Hit im Naschgarten sein. Wenn Sie frühe und späte Sorten kombinieren , können Sie von Mai bis Oktober mit zwei Haupternteperioden ernten.
Himbeeren in Kinderhänden

In einen Naschgarten für Kinder passen Himbeeren gut, da sie verhältnismäßig wenig Arbeit machen [Foto: Anton Zh/ Shutterstock.com]

Kräuter für das Gärtnern mit Kindern

Kräuter gedeihen unkompliziert und relativ rasch auf jeder Fensterbank. Jede Mahlzeit wird zum kleinen Fest, wenn die Kinder stolz die selbstgezogenen und selbstgeernteten duftenden Blättchen darüberstreuen, und sie werden nie wieder darauf verzichten wollen. Zur absoluten Grundausstattung gehören Schnittlauch, Basilikum und Petersilie. Eine weitere schöne Möglichkeit ist, mit den Kleinen ein Kräuterhochbeet zu gestalten. Dieses kann in der Höhe natürlich an die Größe der Kinder angepasst werden.

Essbare Blüten für Kinder

Es ist immer wieder erstaunlich, wie gern Kinder zum Grünzeug greifen, wenn es optisch ansprechend serviert wird. Einen großen Beitrag dazu können essbare Blüten leisten. Die meisten sehen nicht nur hübsch aus, sondern schmecken auch richtig gut. Kapuzinerkresse, Veilchen, Gänseblümchen, Rose, Vogelmiere, Tagetes, Primel, Malve, Borretsch und Leinblüte sind nur einige Beispiele für die bunte Vielfalt auf dem Teller.

Kapuzinerkresse vor Holzwand

Unter den essbaren Blüten ist die Kapuzinerkresse besonders beliebt [Foto: SANLYN/ Shutterstock.com]

„Spielpflanzen“ für das Gärtnern mit Kindern

Manche Pflanzen sind zwar nicht essbar, liefern aber prima Spiel- und Bastelmaterial. Aus frisch geschnittenen Weidenruten der Korbweide etwa lässt sich ein lebendiges Weidentipi bauen. Die biegsamen Ruten werden als lange Steckhölzer in eine kreisförmige Pflanzgrube gesteckt und fest eingegossen. Die Triebspitzen können dann in der gewünschten Form und Höhe zusammengebunden oder geflochten werden. Schon bald beginnen die Ruten, neue Blätter zu treiben, und bilden bald ein schattiges und blickdichtes Versteck für unsere kleinen Abenteurer. Eine haptisch interessante und dekorative Pflanze ist der Wollziest: Die Blätter sind dicht silbrig behaart und flauschig wie „Hasenohren“. Die Waldrebe geht gerne wild auf und liefert fedrig, wuschelige Fruchtgebilde, die sich zum Polstern von Wichtelverstecken eignen. Die Pimpernuss ist eine interessante heimische Heckenpflanze: Ihre blasenförmigen Früchte enthalten freiliegende Samen, die ein rasselndes Geräusch machen.

Kinder spielen im Tipi Garten

Aus Weidenruten oder Ähnlichem lässt sich im Garten ein Tipi zum Spielen bauen [Foto: Elena Yakusheva/ Shutterstock.com]

Wenn Sie mehr zum Thema „Gärtnern mit Kindern“ wissen möchten, finden Sie bei Plantura weitere nützliche Tipps und Artikel. Etwa darüber, welche Pflanzen sie wegen ihrer Giftigkeit im Kindergarten vermeiden sollten oder welche Zierpflanzen sich gut für den Garten mit Kindern (und Haustieren) eignen. Wenn Sie keinen eigenen Garten oder Balkon haben, um mit Ihren Kindern oder Enkeln zu gärtnern, dann finden Sie hier Inspirationen für Indoor-Gartenprojekte. Mehr dazu, wie Schulen und Kindergärten den Garten als Lernort (wieder-)entdecken, erfahren sie hier.

Melissa

Ich bin Journalistin und Autorin mit großer Begeisterung für grüne Themen. Das schließt für mich eine regionale und tierfreie Ernährung genauso ein, wie Bemühungen um eine schonende und nachhaltige Landwirtschaft. Ökologische Verantwortung sehe ich vor allem auch im globalen Kontext.
Lieblingsobst: Himbeeren und Blaubeeren
Lieblingsgemüse: Feldsalat, Tomate und Aubergine

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