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Upcycling: Sisal-Blumentöpfe für fleischfressende Pflanzen (DIY)

Fleischfressende Pflanzen sind ein wahrer Hingucker – noch besonderer werden sie aber in einem selbstgemachten Blumentopf aus Sisal. Wie man den dekorativen Topf selber basteln kann, erfahren Sie hier.

Blumentopf mit Sisal-Deko
Blumentöpfe kann man mit einem Sisal-Seil einfach upcyceln [Foto: Ngukiaw/ Shutterstock.com]

Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula), Sonnentau (Drosera) oder Kannenpflanze (Nepenthes) – Karnivoren sind als Zimmerpflanzen überaus beliebt und entpuppen sich mit ihrem bizarren Aussehen rasch als Blickfang in der Wohnung. Um die fleischfressenden Pflanzen perfekt in Szene zu setzen, sollte man zusätzlich besonders auf den richtigen Blumentopf achten. Leider werden die Karnivoren oftmals in einem wenig dekorativen Plastiktopf gekauft, der nur schlecht als elegantes Pflanzgefäß in die Wohnung passt. Wer weder auf einen schmückenden Blumentopf für seine fleischfressenden Pflanzen verzichten noch den gekauften Plastiktopf entsorgen möchte, sollte mit dem Blumentopf Upcycling betreiben: Mit etwas Sisal und ein wenig Bastelarbeit wird somit aus einem langweiligen Plastikblumentopf ein individueller Hingucker für die fleischfressenden Pflanzen.

Anleitung: Sisal-Blumentöpfe für Karnivoren upcyceln

Aus einem alten Blumentopf einen hübschen Hingucker zu machen, ist gar nicht schwer. Beim Upcycling von Blumentöpfen erstrahlen alte Plastikblumentöpfe kinderleicht in neuem Glanz. Zudem findet man beinahe alle Materialien dafür im Haushalt.

Sie benötigen:

1. Plastikblumentopf

2. Sisal-Seil (alternativ auch andere Seile)

3. Alleskleber

4. Acrylfarbe

Nun kann auch schon die Bastelarbeit beginnen. Da die Plastikblumentöpfe oben am Rand oftmals leicht verdickt sind bzw. überstehen, wird die erste Reihe separat beklebt. Dafür wird ein Ende des Seils auf die richtige Länge zugeschnitten, sodass es genau einmal um den Blumentopf passt. Dann wird es mit Alleskleber einmal um den Topf geklebt. Der Rest des Topfes kann mit einem zusammenhängenden Seil umrundet werden. Damit dies gelingt, wird das Ende des Seils direkt unter der vorher befestigten Reihe mit Kleber angebracht. Nun wird immer wieder punktuell etwas Kleber aufgetragen und das Seil Stück für Stück um den Blumentopf gewickelt und somit befestigt. Am besten geht man hierbei langsam Reihe für Reihe vor.

Schere liegt neben Sisal-Seil
Nachdem ein passendes Stück Seil abgeschnitten wurde, geht die Bastelarbeit los [Foto: Serge Ka/ Shutterstock.com]

Hat man das Ende des Blumentopfes erreicht, wird das Seil wieder passend zugeschnitten und das entstehende Ende sorgfältig mit Alleskleber befestigt. Nun heißt es abwarten – damit auch alles gut hält, sollte der Kleber genügend Zeit haben, um ausreichend zu trocknen. Wer seine Sisal-Blumentöpfe gerne im rustikal und natürlich mag, ist nach diesem Schritt bereits mit dem Blumentopf-Upcycling fertig. Alternativ können Sie Ihren Blumentopf beim Upcycling auch individuell mit Acrylfarbe verzieren. Besonders stilvoll und elegant sehen dabei große Farbblöcke in Weiß oder anderen gedeckten Farben aus. Auch hier sollte die Farbe erst gut durchtrocknen, bevor der Blumentopf nach seinem Upcycling an seinen neuen Platz zieht. Wichtig bei der Platzierung des neuen Sisal-Blumentopf ist es, dass man bedenkt, dass ein Untersetzer für den Topf nötig ist. Da die Plastikpflanztöpfe Abzugslöcher für überschüssiges Wasser haben und Karnivoren oft mit kalkarmem Wasser gegossen werden müssen, kann es nämlich ansonsten zu einer kleinen Überschwemmung auf der heimischen Fensterbank kommen.

Welche Karnivoren eignen sich für Sisal-Blumentöpfe?

Fleischfressende Pflanzen werden gerne als Zimmerpflanzen gehalten, denn ihre beeindruckende Fangstrategie und ihr ungewöhnliches Aussehen ziehen alle Blicke auf sich. Leider eignen sich jedoch nicht alle insektenfressenden Pflanzen für den Anbau in Sisal-Töpfen: Besonders Kannenpflanzen (Nepenthes) sind für die Topfkultur eher ungeeignet, da sie meist eine Luftfeuchtigkeit von 80 bis 100 % benötigen, welche nur im Terrarium konstant gehalten werden kann.

Sonnentau im Blumentopf
Sonnentau ist eine sehr robuste Pflanze [Foto: Jan Leichsenring/ Shutterstock.com]

Robuster sind hingegen der Sonnentau (Drosera), das Fettkraut (Pinguicula vulgaris) und einige Schlauchpflanzen-Arten (Sarracenia), denn sie können auch bei geringer Luftfeuchtigkeit prächtig gedeihen. Natürlich kann auch die beliebte Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula) wunderbar im Sisal-Blumentopf kultiviert werden.

Die passende Erde für fleischfressende Pflanzen

Fleischfressende Pflanzen sind eine echte Augenweide – besonders, wenn sie stilvoll in dem neuen Blumentopf erstrahlen, der aus dem Upcycling des Pflanzgefäßes entstanden ist. Damit Sie auch lange Freude an Ihren Karnivoren haben, ist es jedoch besonders wichtig, nicht nur auf einen hübschen Blumentopf, sondern auch auf das passende Substrat zu setzen. Normale Blumenerde ist für die insektenfressenden Pflanzen nämlich ein Graus: Sie bevorzugen einen leicht sauren Boden mit hoher Wasserspeicherkapazität und einer geringen Nährstoffkonzentration. Am besten erfüllen spezielle Karnivorenerden – wie die Floragard Spezialerde für fleischfressende Pflanzen– diese Anforderungen und sorgen so dafür, dass die neuen Zimmergenossen sich prächtig entwickeln können.

Floragard Karnivorenerde
Ideal geeignet für Sonnentau, Venusfliegenfalle und andere fleischfressende Pflanzen, optimaler pH-Wert, ausgeglichener Wasserhaushalt, gegen Wurzelfäule.
*in Kooperation mit Floragard
Floragard Karnivorenerde

Besonders beim Kauf neuer Pflanzen sollten Sie einmal die Karnivoren umtopfen, da in der Regel nicht bekannt ist, wie alt die Erde bereits ist. Haben die Karnivoren neben einem hübschen Blumentopf auch ein gutes Substrat, müssen sie nur noch richtig gepflegt werden. Was dabei zu beachten ist, verraten wir Ihnen in unserem Artikel „Fleischfressende Zimmerpflanzen: 6 Fliegenfresser für drinnen“.

Karnivoren werden in Floragard Speziealerde gepflanzt
Die Wahl der Erde ist für ein gesundes Wachstum entscheidend

Herzlichen Dank an Floragard für die Unterstützung!

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