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Frühblühende Sträucher: Die schönsten als Übersicht

Nicht nur Blumen gehören zu den Frühblühern, es gibt auch zahlreiche frühblühende Sträucher. Hier finden Sie die besten frühblühenden Sträucher für Ihren Garten.

Frühblüher-Strauch
Frühblühende Sträucher sorgen für erste Farbkleckse im Garten [Foto: lightrain/ Shutterstock.com]

Wenn man an Frühblüher denkt, fallen einem meist Frühlingsblumen wie Krokus (Crocus) oder Tulpen (Tulipa) ein. Tatsächlich gibt es aber auch Sträucher, die zu den Frühblühern zählen: Durch kälteresistente Blüten nutzen viele Pflanzen bereits das Frühjahr aus, um sich bestäuben zu lassen. Welche frühblühenden Gehölze es gibt und welche frühblühenden Sträucher besonders bienenfreundlich sind, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

1. Frühlingsspiere (Spiraea thunbergii)

Mit nur etwas über einem Meter Höhe ist die Frühlingsspiere einer der kleinsten Sträucher bei den Frühlingsblühern. Trotzdem kann der Zwergstrauch durchaus zum Mittelpunkt des Gartens werden: Öffnet die Frühlingsspiere Anfang März ihre zahlreichen weißen Blüten, verwandelt er sich in ein wahres Blütenmeer, das gerne von Bienen und anderen Insekten besucht wird. Der frühblühende Strauch trägt seine weißen Blüten bis in den Mai hinein, wenn diese nicht dem Frost zum Opfer fallen. Um dies zu verhindern, lohnt es sich, die Frühlingsspiere möglichst an einem witterungsgeschützten, sonnigen Standort zu pflanzen, auch wenn der frühblühende Strauch als sehr tolerant und genügsam gilt, was Boden und Standort angeht.

weißer frühblühender Strauch
Die Frühlingsspiere verwandelt sich in ein Blütemeer [Foto: backpacking/ Shutterstock.com]

2. Hasel (Corylus avellana)

Zu den Sträuchern, die früh blühen, gehört in jedem Fall die Hasel, auch als Haselnussstrauch bekannt. Ab Februar kann man die Blüten der Hasel sehen. Schaut man genauer auf den Frühlingsblüher, entdeckt man am Strauch sogar zwei verschiedene Blütenformen: Da die Hasel einhäusig ist, trägt der Strauch sowohl die unscheinbaren, weiblichen Blüten als auch die gelben, länglichen, männlichen Kätzchen, die zum Leidwesen vieler Allergiker Wolken von Pollen freisetzen. Obwohl die Hasel vornehmlich auf die Windbestäubung setzt, gilt der frühblühende Strauch für Bienen trotzdem als wertvoll, da er zu den wichtigsten Pollenquellen für Bienen im Frühjahr zählt. Mit einer Höhe von drei bis sechs Metern ist die Hasel auch für kleinere Gärten geeignet, wobei man beim Anbau der Haselnuss auf einen sonnigen Platz achten sollte, wenn man eine reiche Ernte einfahren möchte. Zudem bevorzugt die Pflanze tiefgründigen, humushaltigen und mäßig feuchten Boden.

frühblühende Hasel
Die auffallenden männlichen Blüten der Hasel sind jedem bekannt [Foto: Bo Valentino/ Shutterstock.com]

3. Lebkuchenbaum (Cercidiphyllum japonicum)

Der Lebkuchenbaum ist vor allem wegen seines Laubes bekannt, das im Herbst einen köstlichen Duft nach Zimt und Karamell verbreitet. Doch der frühblühende Strauch ist auch im Frühjahr eine wahre Augenweide: Ab März präsentiert der Lebkuchenbaum seine filigranen, roten Blüten. Bei der Bestäubung setzt der frühblühende Strauch mit den roten Blüten allerdings auf den Wind und nicht auf Insekten, weshalb er für Bienen und Co nicht als Quelle für Nektar in Frage kommt. Trotzdem kann der Lebkuchenbaum durchaus eine Bereicherung für den Garten bieten, wenn man genügend Platz hat – der Lebkuchenbaum erreicht nämlich eine stattliche von zwölf Metern.

frühblühender Lebkuchenbaum
Die filigranen Blüten des Lebkuchenbaums sind ein besonderer Anblick [Foto: Colin Michael Baker/ Shutterstock.com]

Das deutsche Klima verträgt der frühblühende Strauch trotz seiner asiatischen Heimat gut, wenn man einen sonnigen Standort mit nährstoffreichem, tiefgründigem und frischem Boden wählt.

4. Schmuck-Mahonie (Mahonia bealei)

Bereits ab Februar zeigt die Schmuck-Mahonie ihre leuchtend gelben Blütentrauben und verwandelt sich dadurch zu einem Hingucker im Garten. Der Frühblüher-Strauch mit den gelben Blüten beeindruckt bis in den April mit seinen strahlenden Blüten und seinem angenehmen Duft. Doch nicht nur Menschen sind angetan – auch Bienen und Hummeln lieben den frühblühenden Strauch. In Deutschland passt die Schmuck-Mahonie mit einer maximalen Größe von etwa zwei Metern auch gut in kleinere Gärten. Der immergrüne Strauch beweist sich dabei als relativ robust, wenn man ihn an den richtigen Standort setzt: Zugluft und Wintersonne mag der frühblühende Strauch nicht besonders, stattdessen bevorzugt er einen geschützten Standort im lichten Schatten. Zudem freut sich die Schuck-Mahonie über einen nahrhaften, humosen Boden mit gleichmäßiger Bodenfeuchte.

frühblühende Strauch für Bienen
Gelben Blütentrauben zeichnen die Schmuck-Mahonie aus [Foto: Erik Agar/ Shutterstock.com]

5. Schneeforsythie (Abeliophyllum distichum)

Vom März bis in den Mai zeigt die Schneeforsythie ihre beeindruckenden Blüten. In diesem Zeitraum verwandeln sich die frühblühenden Sträucher in Weiß in ein wahres Meer aus feinen, duftenden Blüten. Doch nicht nur Gärtner lieben die zahlreichen Blüten der Schneeforsythie: Der frühblühende Strauch ist für Bienen eine tolle Nahrungsquelle, die insbesondere durch ihren guten Nektarwert und ihre unglaubliche Anzahl von Blüten besticht. Mit einer Höhe und Breite von maximal zwei Metern ist die Schneeforsythie auch für kleine Gärten wunderbar geeignet. Lediglich einen sonnigen, bestenfalls windgeschützten Platz sollte man dem etwas frostempfindlichen frühblühenden Strauch gönnen – an den Boden stellt er dagegen kaum Ansprüche.

frühblühende Schneeforsythie
Die Schneeforsythie hat filligrane weiße Blüten [Foto: oioioi/ Shutterstock.com]

6. Stern-Magnolie (Magnolia stellata)

Mit zahlreichen weißen Sternblüten ist die Stern-Magnolie wohl einer der schönsten frühblühenden Sträucher im Garten. Der dicht verzweigte Zierstrauch beeindruckt mit seiner reichen Blütenpracht bereits ab März und bis in den April hinein. Für Käfer und andere Insekten ist die Stern-Magnolie äußerst interessant, da sie einen guten Pollengehalt aufweist. Jedoch produziert sie keinen Nektar, weshalb sie von Bienen eher selten angeflogen wird. Mit einer Maximalhöhe von drei Metern und einem langsamen Wachstum ist der frühblühende Strauch dabei auch für kleinere Gärten geeignet. Jedoch sollte man auf einen sonnigen windgeschützten Standort achten, damit die Stern-Magnolie ihre volle Pracht entfalten kann. Zudem hat der frühblühende Strauch wie alle Magnolien empfindliches Wurzelwerk, weshalb beim Pflanzen der Magnolie besonders Wert auf ein gutes Substrat gelegt werden sollte: Ein lockerer, nährstoffreicher und saurer Boden mit gleichmäßiger Feuchtigkeit ist ideal.

frühblühende Stern-Magnolie
An Schönheit ist die Stern-Magnolie kaum zu übertreffen [Foto: Olaf Simon/ Shutterstock.com]

7. Traubenkirsche (Prunus padus)

Mit einer Höhe von bis zu 10 Metern als Strauch und bis zu 15 Metern als Baum ist die Traubenkirsche ein Riese unter den frühblühenden Sträuchern. Die Pflanze, welche als Großstrauch oder Kleinbaum kultiviert werden kann, ist in ganz Europa heimisch und gedeiht auch in Gärten sehr gut, wenn man ihr den nötigen Platz zu geben vermag. Hier sollte man gerade in jungen Jahren auf eine ausreichende Wasserversorgung achten, denn die Traubenkirsche hat einen hohen Wasserbedarf und bevorzugt aus diesem Grund einen frischen bis feuchten Boden. Im Gegensatz dazu ist ihr Lichtbedarf nur mäßig, sodass sie auch im Halbschatten bis Schatten gut wächst.

frühblühender Strauch
Auch die heimische Traubenkirsche glänzt mit Blütenschmuck [Foto: Olga Shum/ Shutterstock.com]

Von April bis Juni zeigt der Strauch, der zu den Frühblühern zählt, seine weißen Blütentrauben, die einen für Menschen eher strengen Geruch verströmen. Der Geruch des frühblühenden Strauches scheint für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten jedoch sehr angenehm zu sein, denn sie schwärmen in Scharren zu den nektar- und pollenreichen Blüten der Traubenkirsche.

8. Winterjasmin (Jasminum nudiflorum)

Mit seinen leuchtend gelben Blüten kann man den Winterjasmin im Frühjahr schon von Weitem erkennen: Ab Januar, bei milder Witterung sogar ab Dezember, öffnet der frühblühende Strauch seine gelben Blüten nach und nach bis in den April hinein. Im Gegensatz zu anderen Jasmin-Arten duften die Blüten des Winterjasmins nicht, Bienen werden aber trotzdem von dem frühblühenden Strauch in Gelb angezogen. Meist wird der Winterjasmin als insektenfreundliche Kletterpflanze kultiviert, indem man ihn an einem Spalier oder Rankgerüst hochwachsen lässt. Hier erreicht der frühblühende Strauch eine Höhe von bis zu drei Metern. Wird die winterharte Kletterpflanze ohne Stützvorrichtung herangezogen bildet sie keine Krone, sondern breitet ihre überhängenden Triebe flach auf dem Boden aus.

Frühblüher-Strauch
Der Winterjasmin glänzt mit leuchtend gelben Blüten [Foto: freya-photographer/ Shutterstock.com]

Am besten gedeiht der Winterjasmin an einem geschützten sonnigen bis leicht schattigen Standort, wobei die Pflanze im Allgemeinen als sehr robust gilt. Auch an den Boden stellt der frühblühende Strauch kaum Ansprüche.

9. Winter-Mahonie (Mahonia x media)

Wer unter den Frühblühern nach einem gelben Strauch sucht, kommt an der Winter-Mahonie nicht vorbei. Der frühblühende Strauch, der den Sortennamen ‘Winter Sun’ trägt, schmückt sich von Januar bis in den März nicht nur mit gelben Blütentrauben, sondern färbt seine Blätter auch ab Herbst bis ins Frühjahr hinein gelbrot. Dank einer Wuchshöhe von maximal zwei Metern ist die Winter-Mahonie auch für kleinere Gärten geeignet, wenn man ihr den passenden Standort bieten kann: Ein geschützter Standort im Halbschatten oder Schatten und ohne Wintersonne ist ideal für den frühblühenden Strauch in Gelb. Beim Boden zeigt sich die Winter-Mahonie dagegen recht tolerant, bevorzugt jedoch ein nährstoffreiches, humoses Substrat. Übrigens mögen nicht nur Menschen die Winter-Mahonie – der frühblühende Strauch ist auch bei Bienen beliebt.

frühblühende Strauch im Frühjahr
Die Winter-Mahonie gehört zu den Frühblühern [Foto: Gabriela Beres/ Shutterstock.com]

10. Zaubernuss (Hamamelis)

Wenn sich die Blüten der Zaubernuss trotz Schnee und Kälte langsam öffnen, erkennt man schnell, warum die Pflanze ihren ungewöhnlichen Namen erhalten hat: Die frühblühenden Sträucher mit den gelben, orangen oder roten Blüten sehen zauberhaft aus. Zu den Frühlingsblühern gehören bei den Sträuchern die Chinesische Zaubernuss (Hamamelis mollis) und die Japanische Zaubernuss (Hamamelis japonica), welche von Januar bis März blühen, aber auch die Hybrid-Zaubernuss (Hamamelis x intermedia), deren Blütezeit je nach Sorte variiert. Die frühen Blüten sind für Bienen und Hummeln eine wichtige Nahrungsquelle, da sie bereits früh im Jahr erscheinen.

gelber frühblühender Strauch
Die Zaubernuss sorgt für einen zauberhaften Anblick [Foto: Ole Schoener/ Shutterstock.com]

Möchte man die Zaubernuss pflanzen, sollte man insbesondere auf den richtigen Standort achten: Die Zaubernuss bevorzugt einen tiefgründigen, frischen und sehr humusreichen Boden sowie einen geschützten, sonnigen Stand. Zudem reagiert die Zaubernuss auf Trockenheit, Verdichtung und Staunässe. Zusätzlich sollte man bei der Auswahl des richtigen Standortes für die Zaubernuss auch die Pflanznachbarn berücksichtigen, da der frühblühende Strauch eher konkurrenzschwache Wurzeln hat.

Nicht nur frühblühende Sträucher sorgen für Farbakzente im Garten. Welche Pflanzen durch bunte Blüten im Winter Ihre Stimmung heben, erfahren Sie in unserem Artikel zu Winterblühern.

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