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Garten bepflanzen: 8 Tipps für eine pflegeleichte Gestaltung

Natürlich kann jeder seinen Garten bepflanzen, wie er möchte, doch gibt es einige Tricks, die einem das Leben leichter machen. Wir geben Hilfestellung.

Wildblumen wachsen vor Bienenhaus
Eine Wiese aus Wildblumen ist eine pflegeleichte und bienenfreundliche Variante zum Englischen Rasen [Foto: Alan Bryant/ Shutterstock.com]

Ein Garten soll eigentlich ein Ort der Ruhe und Entspannung sein – viele Gärtner verbinden ihn jedoch eher mit viel Arbeit und Aufwand, anstatt hier einfach nur die Seele baumeln zu lassen. Den Rasen zu mähen, die Hecke zu stutzen und Unkraut zu jäten sind für viele Pflichten, die zwar lästig sind, aber unumgänglich erscheinen. So bleibt kaum Zeit, die Schönheit des eigenen Gartens zu genießen. Aber das muss nicht sein: Wer bereits beim Bepflanzen seines Gartens ein paar Tricks und Kniffe beachtet, kann seinen Garten pflegeleicht gestalten, ohne dass dieser an Attraktivität verliert. Unsere besten Tipps erfahren Sie hier.

Garten bepflanzen

Einen Garten pflegeleicht zu gestalten, ist gar nicht so schwer. Tatsächlich kann man sich einige Mühe ersparen, wenn man diese Ratschläge bereits beim Bepflanzen befolgt.

1. Die Bodenbedingungen beachten

Ein Problem, das vielen Gärtnern oft nicht bewusst ist, besteht darin, dass ihre Pflanzen nicht zu ihrem Garten passen. Tatsächlich fällt die Entscheidung bei der Pflanzenwahl oft nach optischen Kriterien – die Bodenansprüche der Wunschpflanze werden dabei nur selten berücksichtigt. Doch wer seine Pflanzen nicht passend zum Standort im Garten auswählt, macht sich mehr Arbeit als nötig: Oftmals brauchen solche Pflanzen deutlich mehr Dünger und Wasser als passende Begrünung. Achten Sie deshalb in Ihrem Garten auf die Bodenstruktur und suchen Sie Pflanzen aus, die sich für diesen Standort besonders gut eignen. So sind an einem trocken, sonnigen Standort Steingartenpflanzen deutlich besser aufgehoben als Wald- oder Moorpflanzen. Zusätzlich sollten Sie auf heimische Pflanzenarten setzen, denn diese sind oft robuster und weniger pflegeintensiv als Exoten.

2. Bodendecker pflanzen

Unkraut ziehen gehört wohl zu den unbeliebtesten Aufgaben in der Gartenarbeit. Zum Glück gibt es einen ganz einfachen Trick, der nicht nur lästiges Unkraut reduziert, sondern auch noch optisch etwas hermacht: Sogenannte Bodendecker, also Pflanzen, die einen krautigen und dichten, aber bodennahen Wuchs haben, sind perfekt für den pflegeleichten Garten geeignet. So unterdrücken diese nicht nur zuverlässig Unkraut, sondern schützen den Boden auch vor Erosion und verringern die Verdunstung von Wasser, sodass weniger gegossen werden muss. Zusätzlich können Bodendecker auch optisch punkten – besonders blühende Bodendeckerpflanzen wie die Elfenblume (Epimedium) ziehen schnell neidische Blicke auf sich.

Elfenblumeblüten und -laub
Die Elfenblume überzeugt als Bodendecker mit ihrer Optik und ihrer Robustheit [Foto: mizy/ Shutterstock.com]

3. Wildblumenwiese statt Englischer Rasen

Rasenflächen sind besonders in größeren Gärten häufig anzutreffen und dienen meist als Platz zum Spielen, Toben und Entspannen. Leider verursacht ein gepflegter Rasen aber auch viel Arbeit, denn regelmäßiges Düngen, Mähen und Vertikutieren sind Pflicht, wenn der Rasen lange schön bleiben soll. Als Alternative kommt vielen nur ein Kiesbeet oder eine anderweitig befestigte Fläche in den Sinn – diese sind zwar pflegeleicht, doch weder besonders schön noch umweltfreundlich. Pflegeleicht und ökologisch wertvoll sind dagegen Wildblumenwiesen. Diese müssen nur einmal im Juni gemäht werden, damit sie im nächsten Jahr in alter Pracht erblühen.

4. Stauden statt Sommerblumen

Ringelblume (Calendula officinalis), Begonien (Begonia semperflorens) und Fuchsien (Fuchsia) haben in vielen Gärten einen festen Platz und stellen mit ihren hübschen Blüten eine echte Zier dar. Leider sind die beeindruckenden Blumen aber alles andere als pflegeleicht, denn als einjährige Pflanzen müssen sie jedes Jahr neu eingesetzt und in Trockenperioden besonders intensiv gegossen werden. Robust und dennoch schön sind dagegen winterharte Stauden – durch ihre Wurzeln, die sich deutlich tiefer ins Erdreich graben als die von Sommerblumen, können sie Trockenheit besser überstehen und sind damit deutlich pflegeleichter. Auf strahlende Blüten muss man aber trotzdem nicht verzichten: Frauenmantel (Alchemilla), Waldaster (Eurybia divaricata) und Taglilien (Hemerocallis) verzaubern mit ihren tollen Blüten und ihrer robusten Art.

Gelbe Taglilie wächst als Staude
Taglilien verschönern Ihren Garten ohne viel Aufwand [Foto: Krzysztof Slusarczyk/ Shutterstock.com]

5. Pflegeleichte Baumarten

Bäume dürfen in keinem Garten fehlen, schließlich sind sie nicht nur äußerst dekorativ, sondern spenden auch wichtigen Schatten. Doch die Pflege vieler Laubbäume macht den meisten Menschen zu schaffen – besonders der regelmäßige Formschnitt raubt Zeit und Nerven und hat schon so manchen Unfall verursacht. Trotzdem muss man nicht auf Bäume im Garten verzichten: Fächerahorn (Acer palmatum), Zierkirsche (Prunus) und Zaubernuss (Hamamelis) gehören beispielsweise zu den Zierbäumen, die auch ohne Schnitt wunderbar klarkommen. Auch Kugel-Trompetenbaum (Catalpa ‘Nana’) und Kugel-Robinie (Robinia ‘Umbraculifera’) behalten ihre runde Krone, ohne gestutzt zu werden. Wer ohne einen Rückschnitt vorzunehmen naschen möchte, ist mit der Felsenbirne gut beraten.

6. Pflegeleichte Rosen

Für viele dürfen Rosen (Rosa) im Garten nicht fehlen, schließlich hat die „Königin der Blumen“ einen unverwechselbaren Charme. Leider braucht die majestätische Pflanze auch viel Zuwendung, damit sie optimal gedeihen kann. Pflegeleichter sind hingegen Wildrosen: Diese benötigen weder einen regelmäßigen Rückschnitt noch Dünger und gelten als besonders robust. Trotzdem trumpfen sie mit ihren charmanten Blüten auf und liefern im Herbst sogar noch leckere Hagebutten. Wer trotzdem lieber auf eine Zuchtrose setzen möchte, sollte bei der Sortenwahl besonderes Augenmerk auf Eigenschaften wie Robustheit und Selbstreinigung legen.

Wildrose wächst in der Natur
Wildrosen sind eine pflegeleichte Alternative zu gezüchteten Sorten [Foto: GaViAl/ Shutterstock.com]

7. Pflegeleichter Sichtschutz

Neugierige Blicke im Garten hat niemand gerne. Umso wichtiger ist vielen Gartenbesitzern ein Sichtschutz, der nicht nur pflegeleicht, sondern vor allem blickdicht ist. Auf Holz sollte man dabei besser nicht setzen – dieses sieht zwar schön aus, Holzzäune brauchen aber eine regelmäßige Pflege, um nicht auf Dauer grün und unansehnlich zu werden oder gar zu verrotten. Besser geeignet sind hier pulverbeschichtetes Aluminium oder feuerverzinkter Stahl, denn diese sind auch ohne Pflege beinahe unzerstörbar. Wer lieber mit Hecken arbeiten und trotzdem einen pflegeleichten Garten haben will, sollte sich statt auf typische Formschnittgehölze auf blühende Wildsträucher konzentrieren, benötigen diese doch wesentlich weniger Pflege. Auch Bambus (Bambusoideae) ist gut als pflegeleichter Sichtschutz geeignet, allerdings sollte man beim Einpflanzen auf eine sogenannte Rhizomsperre achten – ansonsten breitet sich die Pflanze schnell unkontrolliert aus.

Weitere pflegeleichte Hecken finden Sie in diesem Artikel.

8. Hochbeete

Wer frisches Gemüse aus eigenem Anbau verspeisen möchte, wird schnell feststellen, dass dies einen gewissen Aufwand darstellt. Doch mit ein bisschen Planung können Sie auch das Gemüsebeet möglichst pflegeleicht gestalten. Besonders Hochbeete eignen sich perfekt für den pflegeleichten Garten. Auch wenn Aufbau und Anlegen des Hochbeets etwas aufwendiger als bei normalen Beeten sind, lohnt sich die Anschaffung allemal – weniger Unkraut, geringerer Schneckenbefall und weniger Dünger sind nur einige Vorteile, die das Hochbeet zu bieten haben. Auch die Tatsache, dass sich viele Hochbeete kinderleicht winterfest machen lassen, spricht dafür, dass sich diese Form des Gemüseanbaus geradezu ideal für den Garten eignet.

10 Tipps für das perfekte Hochbeet für Ihren Garten finden Sie hier.

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