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Gartentrends 2022: Die 10 besten für den Garten

Wir stellen die Top 10 Gartentrends für das Jahr 2022 vor und zeigen, was in der neuen Gartensaison angesagt ist – von Nützlingen als Schädlingsbekämpfung über digitale Helfer bis hin zur Bodengesundheit.

Gemüseanbau auf einem Dach
Einer unser Gartentrends 2022 ist das Begrünen der Städte [Foto: YuRi Photolife/ Shutterstock.com]

Eine neue Gartensaison bringt immer auch spannende neue Trends mit sich. Dabei geht es 2022 unter anderem um mehr Nachhaltigkeit durch das Einsparen von Abfällen und den Verzicht auf Torf oder synthetische Dünger. Aber auch die Begrünung von Städten und die Nutzung von digitalen Hilfsmitteln beim Gärtnern liegen 2022 im Trend.

1. Heimische Heilkräuter anpflanzen

Das Anpflanzen von heimischen Heilkräutern ist nicht schwer und kann auch gut auf dem Balkon umgesetzt werden. Durch die Kultivierung der Pflanzen im eigenen Garten können Sie sich zu jeder Zeit die heilende und gesundheitsfördernde Wirkung dieser Kräuter zunutze machen. Bekannte und beliebte Arten sind zum Beispiel die Pfefferminze (Mentha x piperita), die Zitronenmelisse (Melissa officinalis), die Ringelblume (Calendula officinalis), die Echte Kamille (Matricaria chamomilla) und das Echte Johanniskraut (Hypericum perforatum). Die meisten Heilkräuter eignen sich hervorragend zum Brühen eines Tees, durch den sie ihre Wirkung entfalten. Um auch in der kalten Jahreszeit davon zu profitieren, können sie als Bündel zum Trocknen aufgehängt werden. Falls Ihnen ein Garten zur Verfügung steht, lässt sich mit den Heilkräutern übrigens eine wunderschöne Kräuterspirale anlegen.

Geerntete Kräuter
Im getrockneten Zustand lassen sich Kräuter gut aufbewahren [Foto: natalia bulatova/ Shutterstock.com]

2. Städte grüner machen

Die Popularität von Urban Gardening nimmt weiter zu. Darunter versteht man Gärtnern auf kleinräumigen, städtischen Flächen oder auf dem eigenen Balkon. Bei diesem Trend kann man auf verschiedene Art und Weise einen positiven Beitrag zum Stadtklima und zur Artenvielfalt leisten. Eine Möglichkeit, die Stadt zu verschönern, ist das Bepflanzen von Straßenbeeten mit insektenfreundlichen Blumen. Auf dem eigenen Balkon lassen sich ebenfalls in Töpfen und Balkonkästen vielerlei für Insekten attraktive Pflanzen anbauen, wie zum Beispiel Kräuter, Erdbeeren (Fragaria), Salat und Balkontomaten (Solanum lycopersicum). Um den beschränkten Platz besonders effektiv zu nutzen, bietet sich ein vertikaler Garten an. Dazu werden zum Beispiel Topftürme, aufhängbare Pflanztaschen, Blumenampeln oder umgebaute Europaletten genutzt. Falls Ihnen kein Balkon zu Verfügung steht, sollten Sie sich bei der Stadt nach Gemeinschaftsgärten erkundigen – denn solche Projekte fördern nebst der Begrünung des urbanen Raums auch noch den Zusammenhalt der Gemeinschaft.

Bepflanzter Straßenrand
Vielfältig bepflanzte Straßenbeete sind optisch echte Hingucker [Foto: Beekeepx/ Shutterstock.com]

3. Nützlinge zur Schädlingsbekämpfung

Es ist nichts Neues, dass unter dem Einsatz bestimmter Pflanzenschutzmittel auch Nützlinge wie Bienen leiden, weil sie die Insektizide zum Beispiel über den Nektar aufnehmen. Eine effektive und sinnvolle Alternative ist die biologische Schädlingsbekämpfung mit Nützlingen. Hierbei wird werden weder Mensch noch Bienen oder Pflanzen geschädigt. Außerdem muss man sich beim späteren Verzehr des Gemüses keine Gedanken über mögliche Rückstände von giftigen Pflanzenschutzmitteln machen. Gegen Blattläuse werden zum Beispiel die Larven des Marienkäfers (Coccinella septempunctata) oder der Marienkäfer selbst eingesetzt. Gegen Trauermücken hilft der Einsatz von Nematoden (Steinernema feltiae), welche über das Gießwasser ausgebracht werden. Um ein paar dieser nützlichen Insekten in Ihren Garten zu locken, empfiehlt es sich, ein Insektenhotel aufzustellen. Dieses bietet den kleinen Helfern Unterschlupf und Wohnraum.

Insektenhotel aus Holz
Insektenhotels lassen sich ganz einfach selbst basteln und sehen auch noch nett aus [Foto: Halfpoint/ Shutterstock.com]

4. Digitale Helfer nutzen

Für Hobbygärtner und auch im professionellen Bereich steht immer besser entwickelte Technik zur Verfügung, die beim Anbau unterstützt. Zum Beispiel lässt sich eine Anbauplanung ganz praktisch über Programme oder Apps ausführen. Selbst Anwendungen, die beim Erkennen von Pflanzen helfen, werden immer besser. Unsere kostenlose Plantura App verwandelt Ihr Handy in Sekundenschnelle in einen Pflanzenscanner, mit dem Sie unbekannte Gewächse bestimmten können. Darüber hinaus gibt es in unserer App noch viele weitere spannende Funktionen und täglich neue Inspiration. In der Anwendung lassen sich zum Beispiel Erinnerungen an die To-dos Ihres Gärtneralltags einstellen. Außerdem können Sie sich ständig neu von unseren Artikeln inspirieren lassen – und das alles kostenlos und immer griffbereit.

Plantura App
Mit unserer Plantura App sind relevante Gartenarbeiten immer griffbereit dabei

5. Obst und Gemüse richtig lagern, um Müll zu vermeiden

Warum sollte man sich mit der Lagerung von Obst und Gemüse näher befassen? Weil in Deutschland jährlich rund zwölf Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen werden. Ungefähr zwei Drittel dieser Verluste geschehen in privaten Haushalten und rund die Hälfte besteht aus frischem Obst und Gemüse. Die falsche Lagerung der Produkte ist einer der Gründe – dabei ist die richtige Aufbewahrung gar nicht so schwer.

Karotten beispielsweise benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit, gleichzeitig faulen sie aber, wenn es in ihrer Umgebung zu feucht ist. Für ein optimales Lagerklima legen Sie Ihre Karotten am besten in eine geschlossene Plastikbox mit einem Küchen- oder Handtuch unter den Möhren, das überschüssiges Wasser aufsaugt. Äpfel können Sie einfach lose im Kühlschrank aufbewahren, aber Vorsicht: Immer weit weg von anderem Obst und Gemüse, da Äpfel das reifefördernde Hormon Ethylen produzieren, welches andere Obst- und Gemüsearten schneller altern lässt. Radieschen haben eigentlich nur eine Anforderung: Dass Sie das Blattgrün der Radieschen vor dem Einlagern entfernen. Doch auch das muss nicht in den Müll wandern, sondern kann beispielsweise zu einem leckeren Pesto verarbeitet werden, wenn es noch jung und weich ist.

6. Indoor-Dschungel anlegen

Ein weiterer großer Gartentrend für 2022 sind Indoor-Dschungel. Dabei müssen Sie sich nicht auf einfache Zimmerpflanzen beschränken, sondern können wahre Exoten wie Carnivoren, Palmen oder Bananenpflanzen kultivieren. Beachten Sie dabei jedoch die speziellen Bedürfnisse aller Gewächse. Bei Bedarf können Sie auch ein Pflanzen-Terrarium anlegen, um den Exoten gerecht zu werden. Eine ganz besondere Methode der Bepflanzung stellt das Kokedama dar. Übersetzt bedeutet dies „Moosball“ und bezeichnet eine japanische Technik, bei der aus feuchtem Substrat und Tonmehl eine Kugel geformt wird, welche die Wurzeln einer Zimmerpflanze umschließt. Diese wird dann mit lebendem Moos umwickelt und mit Draht fixiert – fertig ist das Kokedama. Eine Anleitung für ein selbstgemachtes Kokedama finden Sie in diesem Artikel.

Zimmer mit vielen Pflanzen
Die Pflanzen erzeugen eine besondere Atmosphäre im Raum [Foto: brizmaker/ Shutterstock.com]

7. Auf Torf und Mineraldünger verzichten

Wer mit gutem Gewissen gärtnern möchte, sollte bei der Wahl von Erden und Düngern ein paar Punkte beachten. Besonders die Wahl von torffreien beziehungsweise torfreduzierten Substraten kann große Mengen CO2 einsparen. Denn die Moore, welche beim Abbau von Torf zerstört werden, sind wertvolle CO2-Speicher und damit unbedingt schützenswert. Glücklicherweise gibt es alternative Materialien wie Kokosmark, Holzfasern oder Kompost für den Gartenbedarf. Auch unsere Plantura Bio-Erden sind selbstverständlich torffrei oder torfreduziert und sparen so bis zu 60 % CO2 ein im Vergleich zu herkömmlichen Erden.

Plantura Bio-Tomatendünger
Mittlerweile gibt es eine große Auswahl an vornehmlich organischen Düngern

Beim Düngerkauf lohnt es sich, auf vornehmlich organische Produkte zu setzen. Diese fördern im Gegensatz zu mineralisch-synthetischen Düngern wie Blaukorn den Humusaufbau sowie ein aktives und vielfältiges Bodenleben. Zudem ist eine Überdosierung von organischen Düngern kaum möglich. Bei den schnellwirkenden Kunstdüngern hingegen können überschüssige Nährstoffe ins Grundwasser ausgewaschen werden und auch den Pflanzen selbst schadet eine Überdosierung. Unsere Plantura Bio-Dünger sind deshalb alle vornehmlich organisch oder rein organisch und zudem für den biologischen Landbau zugelassen.

8. Selbst aussäen statt Pflanzen kaufen

Das Anziehen der eigenen Jungpflanzen bedeutet zwar mehr Zeitaufwand als die fertigen Pflänzchen zu kaufen. Allerdings ist es ein unvergleichliches Erlebnis, die Pflanzen vom Saatkorn bis zur Ernte wachsen zu sehen. Außerdem kann man selbstbestimmt auswählen, in welcher Erde und mit welchem Dünger die Sämlinge kultiviert werden. Selbst für Garten-Neulinge ist das Anziehen eigener Pflanzen gut machbar. Dann eignen sich besonders unsere Plantura Anzucht-Sets, die alle notwendigen Utensilien und eine ausführliche Anleitung in einem Paket enthalten. Der kostenlos enthaltene Video-Kurse macht die Aussaat und Anzucht der Pflanzen gerade für Anfänger besonders einfach.

Wer gerne rund ums Jahr jeden Monat etwas Neues aussäen möchte, für den ist unser Plantura Einpflanzbarer Kalender 2022 genau das Richtige. Jedem Monat ist ein Papier mit samenfestem Bio-Saatgut beigefügt, das nach vorgegebener Anleitung eingepflanzt werden kann.

Chili-Keimlinge
Gemüse selbst zu säen und zu kultivieren, kann ein wahres Erfolgserlebnis sein

9. Bodengesundheit fördern

Wer gesunde Pflanzen in seinem Garten kultivieren möchte, braucht einen gesunden Gartenboden. In unserem Gartentrend Nummer 9 dreht sich alles um die Bodengesundheit und den Humusgehalt. Was aber können Hobbygärtner tun, damit ihr Boden humusreich und fruchtbar wird und das auch dauerhaft so bleibt? Zum einen kann eine sogenannte Humuswirtschaft betrieben werden – dabei erhöht man den Humusgehalt im Garten mit gezielten Maßnahmen. Wer dafür keine Zeit und Muße hat, der kann mit einem Bodenaktivator nachhelfen. Unser tierfreier Plantura Bio-Bodenaktivator ist ein Dünger, der die Bodenqualität in Ihrem Garten effektiv und mit lebenden Mykorrhiza-Pilzen fördert. So verbessern Sie den Humusgehalt und die Bodengesundheit – ganz ohne eine komplexe Humuswirtschaft betreiben zu müssen.

Eine Hand voll Erde
Ein gesunder Boden ist die Grundvoraussetzung für eine reiche Ernte [Foto: A3pfamily/ Shutterstock.com]

10. Gartentiere unterstützen

Nicht nur im Sinne des Umweltschutzes lohnt es sich, Gartentiere zu unterstützen. Finden sich beispielsweise zahlreiche Insekten im Garten ein, so können diese die Befruchtungsrate der Nutzpflanzen erhöhen oder auch ungewollte Schädlinge vertreiben. Wer eine Nützlingswiese im Garten anlegt, unterstützt Bienen, Schmetterlinge und Co. mit reichlich Futter und wertvollem Lebensraum. Dafür eignen sich beispielsweise unsere Plantura insektenfreundlichen Saatgutmischungen hervorragend, die sogar auf dem Balkon ausgesät werden können.

Wildvögel sind ebenfalls regelmäßige Besucher in heimischen Gärten und fühlen sich dort mitunter richtig wohl. Bereits mit wenigen Kniffen verwandeln Sie Ihren Garten in einen reichen Lebensraum für die kleinen, bunt gefiederten Tiere und unterstützen dadurch die Wildvogelpopulation.

Plantura Bienenweide
Eine Bienenweide ist nicht nur nützlich, sondern auch ein wunderschöner Anblick

Durch das Angebot von vogelfreundlichen Pflanzen, Nistkästen oder einer Wasserstelle können Sie zahlreiche Gartenvögel anlocken und ihnen ein Zuhause geben. Insektenfressende Arten wie beispielsweise die Mehlschwalbe oder die Mönchsgrasmücke profitieren außerdem von einem lebendigen und insektenfreundlichen Garten. Samenfressende Vögel wie Stieglitz oder Grünfink kann man mit zusätzlichem Vogelfutter unterstützen. Unser Plantura Ganzjahresfutter zum Beispiel ist speziell für die ganzjährige Fütterung entwickelt worden und bietet einer Vielzahl an Gartenvögeln eine ausgewogene und energiereiche Ernährung.

Zum Abschluss wünschen wir Ihnen noch ein schönes neues Gartenjahr und sind schon gespannt, wie sich unsere 10 Gartentrends für 2022 in den Gärten unserer Leser durchsetzen werden.

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