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Gefährliche Kürbisse: die giftigen Bitterstoffe

Die Kürbissaison steht in den Startlöchern. Trotzdem sollte man Vorsicht walten lassen, wenn man die leckeren Kürbisse essen möchte – mehr dazu hier.

Kürbisse können das giftige Cucurbitacin enthalten

Kürbisse können das giftige Cucurbitacin enthalten [Foto: Mark LongairCC BY-SA 2.0, modifiziert]

Von süßlich-mild bis hin zu sehr nussigen Aromen – der Kürbis schmeckt einfach unfassbar gut. Und gerade in den kalten Monaten ist er die perfekte Energie- und Wärmequelle. Auch die Rezeptvielfalt ist sehr groß: Von schmackhafter Kürbissuppe oder –creme bis hin zu Ofengemüse macht der Kürbis eine sehr gute Figur. Allerdings sollten Sie achtsam sein, welchen Kürbis Sie zum Verzehr wählen.

Tödliche Bitterstoffe

Alle Mitglieder der Kürbisgewächse, also zum Beispiel Kürbis, Zucchini und Gurke, können für den Menschen gefährliche Bitterstoffe enthalten. Aus der normalen Supermarktware sind diese zwar rausgezüchtet worden, jedoch ist bei Früchten aus dem eigenen Garten die Gefahr generell nicht auszuschließen. Denn durch Rückmutationen oder Kreuzungen mit Wildsorten können die ausschlaggebenden Gene für die Bitterstoffe wieder in der Pflanze auftreten.

Diese Bitterstoffe gehören zu der Gruppe der Cucurbitacine. Wenn Früchte, die diese Bitterstoffe in hohem Maße enthalten gegessen werden, reagiert der menschliche Körper mit Übelkeit, Erbrechen und Darmbeschwerden. Allerdings gab es auch schon Todesfälle. Ein Rentner hatte 2015 sehr bittere Zucchini in einem Auflauf verzehrt und ist darauf tragischer Weise verstorben. Daher ist es sehr wichtig, dass Sie Kürbis, Zucchini und Co. bei bitterem Geschmack auf keinen Fall essen!

Zierkürbisse mit grünem Hintergrund

Alle Mitglieder der Kürbisgewächse können für den Menschen gefährliche Bitterstoffe enthalten [Foto: Sophie McAulay/ Shutterstock.com]

Zierkürbisse nicht zum Essen geeignet

Ein weiterer wichtiger Punkt bezieht sich auf die Art des Kürbisses. Gartenkürbisse können generell ohne Probleme genossen werden (außer, sie schmecken eben bitter). Die kleinen, bunten Zierkürbissorten sind jedoch nicht zum Verzehr geeignet. Auch diese enthalten häufig die gefährlichen Bitterstoffe, die auf keinen Fall in den menschlichen Organismus gelangen sollten. Zierkürbisse eignen sich perfekt zur herbstlichen Dekoration; für die Küche sind sie aber ausdrücklich nicht geeignet!

Trotz der Gefahr der Bitterstoffe können Sie an sich natürlich die meisten Kürbissorten genießen. Wie bereits erwähnt, geht von der Supermarktware der Gartenkürbisse keine Gefahr aus. Und bei Kürbissen aus eigenem Anbau empfiehlt es sich, auf bitteren Geschmack zu achten. Bei leichtesten Anzeichen würden wir immer empfehlen, die Frucht nicht zu essen und das bittere Stück sofort auszuspucken. Es geht schließlich um Ihre Gesundheit! Ebenfalls ist es ratsam, Speise- und Zierkürbisse im Garten nicht nah beieinander anzubauen, um Kreuzungen zu vermeiden. Mit diesen Tipps sollten die gefährlichen Bitterstoffe nicht zum Problem werden.

viele Zierkürbisse bunt

Die kleinen, bunten Zierkürbissorten sind nicht zum Verzehr geeignet [Foto: Tatiana Grozetskaya/ Shutterstock.com]

Folgende Zierkürbisse sind bei uns besonders beliebt:

  • Schwanenhals: tiefgelb leuchtende, unebene, warzige Schale; birnenähnliche Form mit einem gekrümmten Hals.
  • Villa Kunterbunt: Zierkürbismischung aus farbenfrohen und formenreichen Sorten.
  • Flaschenkürbis-Mischung: enthält viele verschiedene kuriose, flaschenförmige Früchte.

Melissa

Ich bin Journalistin und Autorin mit großer Begeisterung für grüne Themen. Das schließt für mich eine regionale und tierfreie Ernährung genauso ein, wie Bemühungen um eine schonende und nachhaltige Landwirtschaft. Ökologische Verantwortung sehe ich vor allem auch im globalen Kontext.
Lieblingsobst: Himbeeren und Blaubeeren
Lieblingsgemüse: Feldsalat, Tomate und Aubergine

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