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Gemüse im Herbst anbauen: Die 10 besten Pflanzen für die Nachkultur

Der Herbst ist da und mit ihm zehn tolle Gemüsesorten, die auch bei stürmischem Wetter und kälteren Temperaturen wunderbar im Beet gedeihen.

Gemüse - Karotten und rote Beete mit Erntekorb

Einige Gemüsesorten gedeihen auch als Nachkultur [Foto: istetiana/ Shutterstock.com]

Die Sommerernte ist so langsam eingefahren, die Beete werden leerer und der Winter rückt immer näher. Für viele Gärtner ist im Herbst die Gartensaison schon vorbei. Dabei kann es im Herbst erst richtig losgehen. Unzählige Gemüsearten stehen bereit, um ins Beet zu ziehen und die letzten warmen Tage vor dem Winter zu nutzen. Wir zeigen Ihnen zehn Gemüsearten, bei denen sich ein Anbau im Herbst besonders lohnt.

10. Salat im Herbst anbauen

Salat ist doch ein typisches Frühlings- und Sommergemüse? Nicht nur, auch für den Anbau im Herbst eignet sich der Salat wunderbar. Bis Ende August ausgesät, wachsen die Pflanzen auch draußen noch ohne Probleme. Besonders gut haben sich Endivien oder Friséesalate für den Anbau im Herbst bewiesen, aber auch Klassiker wie Kopfsalat oder Feldsalat finden im Herbstbeet ihren Platz. Tatsächlich hat der Anbau im Herbst sogar Vorteile: Durch die niedrigeren Temperaturen wird die Gefahr minimiert, dass der Salat „schießt“, also anfängt zu blühen.

Endiven im Beet Salatpflanzen

Besonders gut haben sich Endivien für den Anbau im Herbst bewiesen [Foto: HildaWeges Photography/ Shutterstock.com]

9. Pak Choi im Herbst anbauen

Der aus Asien stammende Pak Choi (Brassica rapa subsp. chinensis) ist nicht nur gesund und lecker, sondern eignet sich (wie beinahe alle Kohlarten) perfekt für den Anbau im Herbst. Für die Aussaat im Freiland eignet sich am besten der August oder der frühe September, vorzugsweise wenn die heißesten Tage schon vorüber sind. Zu viel Hitze verträgt das asiatische Gemüse nämlich nicht gut und beginnt schnell zu schossen. Bereits sechs bis acht Wochen nach der Aussaat ist der Pak Choi dann bereit für die Ernte.

Pak Choi ernten im garten Frau

Der asiatische Pak Choi verträgt nicht zu viel Hitze [Foto: J. Lekavicius/ Shutterstock.com]

8. Blumenkohl im Herbst anbauen

Ebenfalls ein Kohl und deshalb gut für den Herbst geeignet, ist der Blumenkohl (Brassica oleracea var. botrytis).  Da der Blumenkohl besonders im Sommer anfällig für Schädlinge ist, zeigt sich der Anbau im Herbst sogar als ertragreicher.  Beginnen Sie bereits im August damit, die Samen im Haus vorzuziehen, da der Weg bis zum pflanzfertigen Setzling etwa 30 Tage dauern kann. In der ersten Septemberwoche findet die Pflanze dann ihren Weg ins Beet. Geerntet werden kann der Blumenkohl bis in den Oktober hinein, etwa acht bis zwölf Wochen nach dem Einsäen.

Blumenkohlpflanzen im Beet

Der Anbau von Blumenkohl im Herbst ist sogar ertragreicher [Foto: Lisa Mar/ Shutterstock.com]

7. Steckrüben im Herbst anbauen

Wenn auch nicht mehr so beliebt, gehört die Steckrübe (Brassica napus supsp. rapifera) zu den Klassikern der Wintergemüse. Kein Wunder, schließlich ist die Steckrübe nicht nur äußerst robust, sondern verträgt auch Fröste bis -6°C. Acht Wochen vor dem ersten Frost sollten die Steckrüben mindestens im Beet haben, am besten aber ist eine Aussaat Ende Juli oder Anfang August.  Geerntet werden können die Steckrüben je nach Anbauzeitpunkt ab September, aber spätestens vor der ersten, längeren Frostperiode.

Mann hält Steckrüben in den Händen

Die Steckrüben gehören zu den Klassikern der Wintergemüse [Foto: Fedorovacz/ Shutterstock.com]

6. Mangold im Herbst anbauen

Mangold (Beta vulgaris subsp. vulgaris) ist nicht nur sehr lecker, sondern auch sehr robust – leichte und mittlere Fröste verträgt Mangold deshalb ohne Probleme. Ausgesät werden sollte Mangold spätestens Anfang August, damit sich die Pflanze vor dem Wintereinbruch ausreichend entwickeln kann. Besonders gut wächst Mangold übrigens als Folgekultur von Erbsen oder Bohnen, da diese im Boden wertvollen Stickstoff einlagern. Geerntet werden kann Stielmangold nach zehn bis zwölf, Blattmangold sogar schon nach acht Wochen. In milden Regionen kann eine dicke Mulchschicht aus Laub den Mangold unbeschadet über den Winter bringen – so kann er im Frühjahr nochmal geerntet werden.

Mangold im Beet

Mangold verträgt Fröste ohne Probleme [Foto: EQRoy/ Shutterstock.com]

5. Karotten im Herbst anbauen

Auch die Karotten (Daucus carota subsp. sativus) sind uns wohl eher als Gemüse aus Frühling und Sommer bekannt. Tatsächlich lassen sich die orangen Wurzeln aber fast das ganze Jahr anbauen – wer im Herbst und Winter auf seine knackigen Möhren nicht verzichten will, sät die Karotten einfach noch einmal im August aus. Doch nicht nur die Versorgung mit frischen Karotten über das ganze Jahr ist ein Vorteil der Herbstaussaat: Auch schmecken die spät geernteten Karotten süßer als ihre Kameraden im Frühling. Grund dafür ist, dass die Karotte bei kalten Temperaturen anfängt ihre Stärke in Zucker umzuwandeln.

Karotten geerntet im Beet

Spät geerntete Karotten schmecken sogar süßer als die im Sommer geernteten [Foto: LedyX/ Shutterstock.com]

4. Rote Bete im Herbst anbauen

Ob rot, weiß oder gelb, die Rote Bete (Beta vulgaris subsp. vulgaris) ist ein klassisches Gemüse, dass wohl jeder aus Omas Küche kennt. Der letzte Zeitpunkt für eine Aussaat ist Mitte August, schließlich braucht die Rote Bete etwas Zeit, um ihre leckere Knolle auszubilden. Kurz vor dem ersten Frost, sobald die Blätter fleckig werden, sind die Rüben reif zur Ernte und können ausgegraben werden. Besonders praktisch an der Rote Bete ist, dass sie sich problemlos im Winter lagern lässt. Ohne ihre Blätter in Kisten gepackt, an einem dunklen, kühlen Ort, halten sich die die Knollen problemlos bis in den nächsten Frühling.

Rote Beete in Holzkiste geerntet

Rote Bete lässt sich problemlos den Winter über lagern [Foto: Ulada/ Shutterstock.com]

3. Radieschen im Herbst anbauen

Auch Radieschen (Raphanus sativus subsp. sativus) gehören zu den Spätzündern – bis in den September hinein können die pinken Knollen problemlos im Freiland gesät werden. Jedoch sollten Sie einige Unterschiede zum Anbau von Radieschen im Frühling und Sommer beachten: Wählen Sie eine schnellwachsende Sorte, damit die Radieschen auch zum Herbst hin erntereif sind. So können Sie die Radieschen im Idealfall schon nach vier Wochen ernten. Und statt einem Platz im Halbschatten wie im Sommer, mag das Radieschen im Herbst lieber einen sonnigen Standort, wo sie genug Licht bekommen. So gedeihen sie auch im Herbst noch ohne großen Aufwand.

Radieschen im Beet

Beim Anbau von Radieschen im Herbst sollte eine schnellwachsende Sorte gewählt werden [Foto: nnattalli/ Shutterstock.com]

2. Grünkohl im Herbst anbauen

Grünkohl  (Brassica oleracea var. sabellica) ist und bleibt das Wintergemüse Nummer Eins. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die Vitamin C-Bombe erst recht spät ihren Weg in das heimische Beet findet. Im August sollte der Grünkohl jedoch spätestens ausgesät werden. Aber auch sonst ist der Grünkohl die perfekte Wahl für den Anbau im Herbst: Er ist ausdauernd, robust und nur wenig krankheitsanfällig. Außerdem ist er sehr frostresistent und kann den ganzen Winter geerntet werden. Viele Gärtner schwören sogar darauf, den Grünkohl erst nach dem ersten Frost zu ernten. Der Grund dafür: Durch den Frost verringert sich der Bitterstoffgehalt in den Blättern und die Pflanze schmeckt gleich doppelt so gut.

Grünkohlpflanzen im Beet

Nach dem ersten Frost schmeckt Grünkohl sogar noch besser [Foto: Riccardo Arata/ Shutterstock.com]

1. Spinat im Herbst anbauen

Spinat (Spinacia oleracea) verträgt vor allem eines nicht: Wärme! Was wäre also besser, als das grüne Gemüse im kühlen Herbst auszusäen?  Für die Ernte im Herbst und Winter kann der Spinat von Ende August bis in den Oktoberanfang gesät werden. Bereits nach sechs bis acht Wochen können dann die ersten Blätter geerntet werden. Da Spinat sehr frostverträglich ist, steht sogar einer Ernte im Winter nichts im Wege und der Spinat versorgt uns mit vielen gesunden Vitaminen und seinem leckeren Geschmack.

Spinat im GArten in der Erde

Spinat kann auch noch im Winter geerntet werden [Foto: Milosz_G/ Shutterstock.com]

Frederike

Ich bin Studentin der Agrarwissenschaften und ein richtiges Dorfkind. Zuhause habe ich einen kleinen Gemüsegarten, den ich hege und pflege, und verbringe die Zeit am liebsten draußen. Wenn ich nicht gerade im Freien bin, schreibe ich leidenschaftlich gerne. Meine Liebe gilt aber nicht nur Pflanzen und dem Schreiben, sondern auch ganz besonders der Tierwelt.

Lieblingsobst: Johannis- und Himbeeren.
Lieblingsgemüse: Schwarzwurzeln, Wirsing und Kartoffeln.

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