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Gemüse im Topf anbauen: Die 10 besten Sorten für die Topfkultur

Platz ist in der kleinsten Hütte – auch für ein Gemüsebeet. Wir zeigen Ihnen zehn Pflanzen, die auch problemlos im Topf gedeihen und leckere Ernte liefern.

Verschiedene Pflanzen in Töpfen

Topfpflanzen sind sehr beliebt und dienen nicht nur der Zierde [Foto: Alexander Raths/ Shutterstock.com]

Ein eigenes, kleines Gemüsebeet ist wohl der Traum jedes Hobbygärtners: Frisches, gesundes Essen, das man vom Beet bis in den Kochtopf begleitet. Und Spaß macht das eigene Gemüsebeet auch noch. Aber was ist, wenn der Garten aus allen Nähten platzt oder man nur eine kleine Wohnung zur Verfügung hat? Das ist noch lange kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Denn mit diesen zehn Gemüsesorten lassen sich auch im Topf wunderbar heranziehen – und finden immer irgendwo ein Plätzchen.

Gemüse im Topf anbauen: Unsere Top 10

Wir stellen unsere zehn liebsten Gemüsesorten für die Topfkultur vor, die auch im kleinsten Garten oder auf Balkon und Terrasse ihren Platz finden. Denn wer sein eigenes Gemüse anbauen möchte, kann das mit diesen Sorten auch ganze ohne Gemüsebeet tun.

10. Tomaten im Topf anbauen

Tomaten gehören wohl zu den beliebtesten Pflanzen in deutschen Gärten. Aber auch im Topf macht die Tomate keine schlechte Figur. Nicht nur kleinewüchsige Balkonsorten eigenen sich für den Anbau, auch größere Sorten wie Buschtomaten sind geeignet, müssen aber mit einer sogenannten Tomatensäule aus Drahtgitter abgestützt werden. Pflanzstäbe eignen sich für die Topfhaltung nicht so gut, da sie zu wenig Halt in der Erde finden. Eine Topfgröße zwischen sieben und zwölf Litern Erde ist (je nach Sorte) ideal. Besonders wichtig ist aber, dass die Gefäße einen guten Wasserablauf haben, damit es nicht zu Staunässe kommt. Einen idealen Platz finden die Tomaten auf einem Balkon, wo sie im Halbschatten stehen. Ansonsten benötigen sie die gleiche Pflege wie eine normale Tomate im Garten.

Blühende Tomatenpflanzen im Topf

Tomaten zählen zu den populärsten Pflanzen in deutschen Gärten [Foto: lmfoto/ Shutterstock.com]

9. Salat im Topf anbauen

Auch der Salat ist ein wahrer Klassiker im Gemüsebeet. Egal, ob Feldsalat oder Rucola, alle Sorten haben etwas gemein: Lecker, frisch und nicht allzu anspruchsvoll lassen sie sich aber auch perfekt in Töpfen oder Blumenkästen heranziehen. Ideal für den Salatanbau sind große, flache Schalen mit Gemüseerde, in welche die Salatsamen direkt ausgesät werden können. Jetzt braucht der Salat nur noch einen schönen, hellen Platz im Haus oder auf dem Balkon und ab und zu einen Schluck Wasser. Nach vier bis sechs Wochen trägt die Arbeit schön Früchte und es können die ersten Blätter geerntet werden. Und der Anbau im Topf hat noch einen zusätzlichen Vorteil: Gefräßige Schnecken und schlechtes Wetter verhageln Ihnen mit Sicherheit nicht die Ernte.

Salat und Kräuter im Topf

Salat und Kräuter sind Klassiker im Gemüsebeet [Foto: Cora Mueller/ Shutterstock.com]

8. Karotten im Topf anbauen

Karotten sind nicht nur Hasenfutter – auch dem Menschen schmecken die orangen Wurzeln gekocht oder als Snack für Zwischendurch sehr gut. Aber kann man Karotten in einem Topf anbauen? Ja, man braucht nur den richtigen. Da die Möhre ein Wurzelgemüse ist und somit in die Tiefe wächst, sollte auch der Topf besonders hoch (oder tief) sein. Bei speziellen Mini-Karotten kann ein normaler Blumentopf genügen, bei anderen Sorten sollte dieser aber mindestens 20 cm, besser aber 30 cm Höhe besitzen. Ansonsten sind die Möhren im Topf recht anspruchslos: Durch die vorhandenen Nährstoffe in der Blumenerde müssen sie kaum gedüngt werden, regelmäßiges Gießen und ein geschütztes, helles Plätzchen sorgen dann für den Rest.

Karotte im Topf

Möhren sind beim Anbau im Topf recht anspruchslos [Foto: Lyons Lens Photography/ Shutterstock.com]

7. Radieschen im Topf anbauen

Knackig, würzig, anders – Radieschen dürfen bei keiner guten Rohkostplatte fehlen. Ebenso wenig sollte man sie in den heimischen vier Wänden missen, der kleine Rettich lässt sich nämlich sehr einfach im Topf anbauen. Fast alle Sorten eignen sich hierbei für den Topfanbau: Sie brauchen nur einen Platz an der Sonne, Halbschatten tolerieren sie aber in der Regel auch. Ansonsten sollten sie regelmäßig gegossen werden, da die Erde im Topf schneller austrocknet als im Beet und das mag das Radieschen genau so wenig wie Staunässe. Am besten bleibt in der Erde immer etwas Restfeuchtigkeit aber ohne, dass es zu feucht wird. Nach nur einem Monat ist es dann so weit und die pinken Knollen aus dem Topf können geerntet werden.

Organische Topfradieschen

Radieschen sind unentbehrlich für jeden Hobbygärtner [Foto: cha_cha/ Shutterstock.com]

6. Chilis im Topf anbauen

Ein Tipp für alle, die es feurig mögen: Auch die exotische Chili lässt sich im Topf anbauen, ohne dass man sich die Finger an diesem Unternehmen verbrennt. Wichtig für die Chili ist vor allem Licht und die richtige Temperatur. In ihrer Heimat sind Temperaturen um die 20°C üblich, weshalb sich ein Platz unter einem sonnigen Fenster in der warme Wohnung oder auf dem Südbalkon für die Pflanze anbieten. Hier sollte die Pflanze am besten bis zu 14 Stunden Licht am Tag erhalten. Wichtig ist auch die richtige Größe des Blumentopfes: Ein Durchmesser von mindestens 20 cm ist je nach Sorte zu empfehlen, damit die Erde im Kübel nicht zu schnell austrocknet. Nun sollte die Chili noch regelmäßig mit Wasser aus der Regentonne (kalkhaltiges Wasser aus dem Hahn verträgt sie nur schlecht) begossen werden und schon hat man seine eigene, kleine Chili-Plantage im Haus.

Chilibusch im Topf

Am besten ein Sonnenplatz für die kleinen Schoten: Chilis mögen es warm [Foto: KlavdiyaV/ Shutterstock.com]

5. Bohnen im Topf anbauen

Busch-, Stangen- oder Feuerbohnen? Die Auswahl an Sorten ist bei dem grünen Gemüse riesig und fast alle lassen sich in einem Topf anpflanzen. Buschbohnen brauchen dabei einen Topf mit den Mindestmaßen 20 x 20 cm (Durchmesser x Höhe). Stangenbohnen sollten wegen ihrer Höhe dagegen in einem größeren und vor allem schweren Topf Platz nehmen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Pflanzen einfach umkippen. Natürlich sollten die Bohnen wie ihre Geschwister im Gartenbeet eine Rankhilfe erhalten, damit sie nicht platt auf dem Boden liegen. Ansonsten brauchen die Bohnen nur ein warmes Plätzchen und sollten regelmäßig gegossen und gedüngt werden.

Junge Topfbohnen

Bohnen bieten ein breitgefächertes Sortenspektrum [Foto: Trong Nguyen/ Shutterstock.com]

4. Spinat im Topf anbauen

Popeyes Lieblingsspeise ist nicht nur super gesund, sondern lässt sich auch noch unkompliziert im Topf anbauen. Dabei stellt die Pflanze und ihre verschiedenen Sorten keine besonderen Ansprüche: Möchte man nur die jungen Blätter ernten, ist jedes Gefäß mit einer Tiefe von 10 cm geeignet. Je größer die Pflanze  jedoch werden soll, desto tiefer sollte auch der passende Topf sein. Nun braucht der Spinat einen geeigneten Platz. Vier Stunden Sonnenschein am Tag reichen der Pflanze schon. Heiße Temperaturen mag der Spinat dagegen gar nicht, genauso wie zu wenig Wasser: Das lässt seine Blätter bitter werden. Achten Sie deshalb darauf, den Spinat regelmäßig zu gießen, ohne dass Staunässe entsteht. Er wird es Ihnen mit leckeren Blättern danken.

Kleine Spinatpflanze im Topf

Spinatpflanzen belohnen sorgfältige Pflege mit tollem Geschmack [Foto: Alina Kuptsova/ Shutterstock.com]

3. Rote Bete im Topf anbauen

Auch wenn Rote Bete oft als altbacken und unmodern gilt, hat das Gemüse doch seinen ganz eigenen Charme. Nicht umsonst erlebte die rote Knolle in den letzten Jahren wieder einen Aufschwung als gesunder Gemüsetrend. Auch im Topf lässt sich die Rote Bete problemlos anbauen. Bei ihr gilt (wie beim Spinat), dass sich die Topfgröße nach dem Erntezeitpunkt richtet. Werden die Knollen jung geerntet, also etwa in Radieschengröße, reicht ein normaler Gemüsekübel. Soll die Pflanze jedoch ausreifen, sind Gefäße mit 30, besser 40 cm Tiefe ein Muss. Ansonsten ist die Rote Bete jedoch recht pflegeleicht. Regelmäßiges Gießen und ein wenig Dünger schaden aber auch ihr nicht.

Rote Bete im Topf

Die Rote Bete erlebte in den letzten Jahren einen Aufschwung als gesunder Gemüsetrend [Foto: Veena Nair/ Shutterstock.com]

2. Zwiebeln im Topf anbauen

Die Zwiebel ist nicht nur perfekt für den Koch- sondern auch für den Blumentopf. Gerade für den Start eines eigenen Gemüsegartens in Topf-Form ist die Pflanze ideal. So gedeiht sie in fast jedem Behältnis (ideal ist aber eine Tiefe von 15 cm) und braucht nur wenig Pflege. Nutzt man eine gute Universalerde, braucht die Pflanze nicht mal gedüngt zu werden. Nur regelmäßiges Gießen ist Pflicht. Wer besonders umweltbewusst ist oder einfach etwas sparen möchte, kann anstatt zu Saatgut auch einfach zu Küchenabfällen greifen. Aus einem Reststück Zwiebel lässt sich eine neue Pflanze ganz einfach nachwachsen.

Zwiebeln im Topf

Zwiebeln können zur Not auch von Abfällen leben [Foto: Igor Chus/ Shutterstock.com]

1. Kartoffeln im Topf anbauen

Die Kartoffel passt zur deutschen Küche wie die Faust aufs Auge und bleibt ein altbekannter Liebling. Aber Kartoffeln gehören doch aufs Feld und nicht in die Wohnung? Falsch gedacht! Auch im Topf lässt sich die Kartoffel super anbauen und fast jede Sorte ist geeignet. Wichtig ist ein ausreichend großer Topf, damit die leckeren Knollen auch genügend Platz haben: 20 Liter sollten Sie Ihrer Kartoffel mindestens gönnen. Ansonsten braucht die Kartoffel die gleiche Pflege wie eine Kartoffelpflanze im Beet. Regelmäßiges Gießen, sodass die Erde nie ganz austrocknet, aber auch keine Staunässe entsteht, ist genauso wichtig, wie ein bisschen organischer Dünger. Sind die Kartoffeln nach hundert Tagen reif, kann auch schon geerntet werden. Unser Geheimtipp: Mit einem selbstgemachten Kartoffeltopf können Sie die Kartoffeln bedarfsgerecht ernten, ohne Ihre Wohnung mit Erde zu bekleckern.

Kartoffeltopfpflanzen

Die Selbstläufer Kartoffeln lassen sich auch im Topf züchten [Foto: David Burrows/ shutterstock.com]

Wer selbst für Gemüse im Topf zu wenig Platz hat, findet hier unseren Artikel zum Thema Regrowing – so kann man Gemüsereste sogar auf der Fensterbank nachwachsen lassen.

Frederike

Ich bin Studentin der Agrarwissenschaften und ein richtiges Dorfkind. Zuhause habe ich einen kleinen Gemüsegarten, den ich hege und pflege, und verbringe die Zeit am liebsten draußen. Wenn ich nicht gerade im Freien bin, schreibe ich leidenschaftlich gerne. Meine Liebe gilt aber nicht nur Pflanzen und dem Schreiben, sondern auch ganz besonders der Tierwelt.

Lieblingsobst: Johannis- und Himbeeren.
Lieblingsgemüse: Schwarzwurzeln, Wirsing und Kartoffeln.

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