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Gemüsereste wiederverwenden: Zwiebel, Sellerie & Co bewurzeln

Gemüsereste einpflanzen & nachwachsen lassen: Sellerie, Frühlingszwiebeln, Salat, Karotten & viele weitere Arten lassen sich leicht bewurzeln und upcyclen.

Man mag es kaum glauben, doch viel Gemüse aus dem Supermarkt wächst mit einfachen Mitteln fast unendlich nach. Denn das untere Ende beziehungsweise der Strunk von Frühlingszwiebeln, Sellerie, Roter Bete und Co. kann ganz einfach in Wasser bewurzelt und anschließend in ein Gefäß Ihrer Wahl ausgepflanzt werden. So können Sie eigentlichen „Küchenabfällen“, die sonst auf dem Kompost landen würden, neues Leben einhauchen.

In den letzten Jahren ist das Bewusstsein bezüglich Müll und Recycling stetig gewachsen. In diesem Sinne gibt es immer mehr Menschen, die Ihre Gemüsereste wiederverwenden und nachwachsen lassen. An sich ist es sehr einfach, den Gemüseabschnitten neues Leben einzuhauchen und diese im eigenen Garten oder auf dem eigenen Balkon einzupflanzen und wachsen zu lassen. Das tut nicht nur der Umwelt gut, sondern auch dem eigenen Geldbeutel. So hat man nämlich stets Gemüse aus dem eigenen Anbau frisch zur Hand. Das klappt übrigens auch, wenn man keinen Garten oder Balkon zur Verfügung hat: Auf dem Fensterbrett funktioniert das Nachwachsen von Gemüseresten auch!

Welche Gemüsesorten sich besonders für das Nachwachsen anbieten, finden Sie weiter unten in den detaillierten Anbau-Anleitungen.  Doch auch Kräuter und sogar Obstsorten können so verwertet werden: Sei es der Schopf der Ananas oder eben Kerne von Mangos und Avocados.

Anbauanleitungen zum Nachwachsen von Gemüseresten:

  1. Sellerie nachwachsen lassen: Der Strunk sollte mindestens 5cm lang sein und wird für 5 bis 7 Tage in ein Glas mit warmen Wasser gestellt. Das Wasser sollte in dieser Zeit mindestens einmal ausgetauscht werden. Anschließend verpflanzt man den Sellerie in Erde. Dort bildet er innerhalb der kommenden Wochen Wurzeln und wächst stetig. Hat man etwas mehr Platz im Garten, kann man mit etwa 10 recycelten Selleriepflanzen den eigenen Bedarf decken.
  2. Romana-Salat einpflanzen: Den mindestens 5cm langen Strunk lässt man für 5 bis 10 Tage in einem Glas ziehen. In dieser Zeit bildet die Pflanze an der Schnittfläche das sogenannte Kambium und setzt erste Wurzeln an. Nach dieser Zeit setzt man den Salat in Gemüseerde und hält diese stets leicht feucht.
  3. Zwiebel nachwachsen lassen: Der Abschnitt der Zwiebel sollte mindestens eine Fläche von 4 cm x 4 cm haben und 2 cm hoch sein. Im Gegensatz zu den anderen Gemüseabschnitten, kann man die Zwiebel direkt in Erde einsetzen.
  4. Frühlingszwiebeln einpflanzen: Für ein erfolgreiches Nachwachsen sollten auch die Frühlingszwiebeln mindestens 5cm in der Länge beibehalten. Je frischer die Wurzeln am Ende der Zwiebeln sind, desto höher liegen die Erfolgschancen auf gesunde, nachgewachsene Pflanzen. Die Abschnitte stellt man für 5 bis 7 Tage in ein Glas mit lauwarmen Wasser und tauscht das Wasser mindestens einmal aus. Im Anschluss können die Frühlingszwiebeln in Substrat eingepflanzt werden.
  5. Lauch nachwachsen lassen: Hier gilt dasselbe Vorgehen wie für Frühlingszwiebeln.
  6. Kohlrabi einpflanzen: Der Abschnitt des Kohlrabi sollte mindestens 4 cm x 4 cm als Grundfläche haben und etwa 2 bis 3 cm hoch sein. Kohlrabi kann auch direkt in die Erde eingepflanzt werden und benötigt kein Wasserbad.
  7. Kartoffeln nachwachsen lassen: Wer kennt das nicht: Man hat zu viele Kartoffeln gekauft und kann diese nicht schnell genug verwerten. Lagern die Kartoffeln hell und noch dazu warm, bilden die Knollen schnell Triebe und werden schrumpelig. Kein Grund, die Knollen zu entsorgen. Auch diese kann man problemlos auspflanzen, wo sich dann neue Knollen bilden.
  8. Karotten einpflanzen: Der Abschnitt der Möhren muss mindestens 3 bis 5 cm lang sein. Im Wasser bildet die Karotte nach wenigen Tagen neues Grün aus. Dann ist sie bereit, in Erde ausgepflanzt zu werden. Nach etwa 2 bis 3 Wochen folgen Wurzeln. Vor allem für Besitzer von Nagern ist das nachgewachsene Grün sehr nützlich. Das schmeckt den kleinen Tierchen nämlich prima.
  9. Süßkartoffeln nachwachsen lassen: Vom Trendgemüse reicht bereits ein kleiner Abschnitt, um es erfolgreich nachwachsen zu lassen. In Wasser schlägt das Süßkartoffelstück nach etwa 15 Tagen Wurzeln und bildet Triebe.
  10. Basilikum nachziehen: Auch Basilikum lässt sich recht einfach über Stecklinge vermehren. Von den 5 cm langen Trieben werden die unteren, größeren Blätter entfernt und die oberen, kleinen Blätter am Trieb belassen. Nach 15 bis 20 Tagen bildet Basilikum Wurzeln und kann in einen Topf mit Erde gepflanzt werden.
  11. Chinakohl nachwachsen lassen: Auch Chinakohl kann wiederverwendet werden. Allerdings bilden sich aus den Trieben lediglich Blätter und kein kompakter Kopf. Die Blätter sind dennoch sehr schmackhaft und lassen sich bestens als Wok-Gemüse verwenden. Damit Chinakohl wurzeln kann, sollte der Abschnitt mindestens 4 cm x 4 cm groß und 2 bis 3 cm hoch sein. Der untere Teil des Abschnitts sollte stets mit Wasser in Berührung sein. Nach 15 Tagen bilden sich die ersten Triebe.
  12. Rote Bete nachwachsen lassen: Wer Rote Bete liebt, wird begeistert sein, dass man der Knolle so leicht neues Leben einhauchen kann. Allerdings bildet sich nur in seltenen Fällen aus dem eingepflanzten Abschnitt eine komplett intakte Knolle aus. Frische Blätter können allerdings bestens als Salatbeilage verwendet werden.

Einige allgemeine Hinweise für erfolgreiches Nachwachsen von Gemüseresten zum Schluss:

  • Der jeweilige Gemüseabschnitt sollte jeweils ausreichend groß sein, damit die Pflanze auch genug Energie hat, um Wurzeln und Triebe zu bilden.
  • Bewurzelt man die Gemüseabschnitte in Wasser, sollte das Wasser alle paar Tage ausgetauscht werden, sonst droht Fäulnis.
  • Setzt man das recycelte Gemüse in Erde, muss diese stets leicht feucht gehalten werden. Den Pflanzen mangelt es noch an Wurzeln, weshalb diese bei Trockenheit schnell welken.
  • Sehr hilfreich sind spezielle Heizmatten, die den Pflänzchen die Wurzelbildung deutlich erleichtern.
  • Für optimale Luftfeuchtigkeit können auch kleine Anzuchtshäuser verwendet werden. Diese passen oft auch schon aufs Fensterbrett.
  • Ebenso sinnvoll ist die Anschaffung von spezieller Anzuchtserde, da diese ebenfalls positiv auf die Wurzelbildung wirkt.
Folgende Produkte haben sich bei uns bewährt:
  • Floragard Bio Kräuter- & Aussaaterde: Hochwertige Spezialerde zur Anzucht von Pflanzen oder Kultivierung von Kräuter. Die feine und lockere Struktur sorgt für eine gute Wasseraufnahme, eine sichere Keimung und ein kräftiges Wachstum.
  • Anzuchttöpfe: Aus natürlichem Torf mit Spurennährstoffen für ein kontrolliertes Wachstum der Sämlinge.
  • Zimmergewächshaus: Mini-Gewächshaus mit wasserdichter Plastikwanne und durchsichtiger Abdeckhaube.

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