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Grabbepflanzung im Frühjahr: Beispiele für frühlingshafte Grabpflanzen

Wenn es wieder wärmer wird, ist für viele die Zeit gekommen, das Grab neu zu bepflanzen. Wir zeigen, was bei der Grabbepflanzung im Frühjahr wichtig ist.

Blumen am Grab
Das Frühjahr ist die passende Zeit, um das Grab neu zu gestalten [Foto: papillondream/ Shuttertstock.com]

Wenn der letzte Schnee geschmolzen ist und sich die ersten grünen Triebe zeigen, wird es für viele Zeit, das Grab ihrer Liebsten für den Frühling vorzubereiten. Nicht nur hat die Grabbepflanzung oftmals unter den eisigen Temperaturen gelitten, viele Menschen sehnen sich im Frühling auch nach ein bisschen Farbe. Nachdem im Winter oft nur immergrüne Sträucher das Grab schmücken, ziehen im Frühling endlich wieder wunderschön blühende Pflanzen ihre Blicke auf sich. Welche Frühlingsblumen sich am besten für eine stillvolle Grabbepflanzung eignen und was Sie noch bei der Grabbepflanzung im Frühling beachten sollten, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Grabbepflanzung für das Frühjahr

Der Frühling ist genau die richtige Zeit, um sich um eine neue Bepflanzung der Gräber seiner Liebsten zu kümmern. Wir zeigen, wie es Ihnen mit wenig Mühe gelingt, auch im Frühling für eine würdevolle Grabgestaltung zu sorgen.

Grabbepflanzung für das Frühjahr: Darauf sollten Sie achten

Um eine schöne Grabbepflanzung im Frühjahr zu garantieren, lohnt es sich, sich schon im Herbst Gedanken zu machen – Zwiebelblumen wie Krokusse (Crocus) oder Hyazinthen (Hyacinthus orientalis) werden nämlich bereits zu diesem Zeitpunkt in die Erde gesteckt, damit sie im Frühling auch garantiert austreiben. Zwar kann man die Frühlingsblumen auch vorgezogen in Töpfen kaufen, allerdings sind diese Pflanze empfindlicher gegen Spätfröste und sehen oftmals nicht so natürlich aus. Besonders schön wirken die Zwiebelpflanzen, wenn man sie jeweils zu dritt in Tuffs pflanzt. Aber auch als farbenfrohe Unterbrechung zwischen dauerhaften Bodendeckern sorgen die Pflanzen für tolle Höhepunkte.

Narzissen wachsen auf einem Grab
Zwiebelpflanzen wie die Narzisse sollten schon im Herbst gesetzt werden [Foto: greenair/ Shutterstock.com]

Neben den Zwiebelpflanzen sind besonders Pflanzschalen bei der frühlingshaften Grabbepflanzung sehr beliebt: Hübsch bepflanzt und in tollen Formen sorgen sie schnell und einfach für ein gepflegtes Aussehen der Grabstätte. Zusätzlich lassen sich die bepflanzten Schalen neben Ihren Pflanzenarrangements mit Figuren oder persönlichen Dingen perfekt individualisieren und können so tiefe Verbundenheit ausdrücken. Damit die Bepflanzung der Schalen auch gelingt, sind zwei Dinge zu beachten: Zum einen sollte der Gefäßboden eine ausreichende Drainage aufweisen, sonst können die schönen Blumen bereits beim ersten Frühlingsregen eingehen. Zum anderen empfiehlt es sich, auf eine hochwertige Pflanzschale aus Ton oder Keramik zurückzugreifen – diese sind durch ihre Wiederverwendbarkeit nämlich nicht nur nachhaltiger, sondern sehen auch deutlich länger schön und ordentlich aus.

Die 10 schönsten Grabpflanzen für den Frühling

Wenn im Frühling alles grünt und blüht, wünschen sich viele Hinterbliebene auch eine schöne Frühjahrsbepflanzung für ihre Gräber. Wir haben zehn Pflanzen herausgesucht, die sich für die Grabbepflanzung im Frühjahr besonders eignen.

10. Tulpen

Als Symbol der Liebe und Zuneigung sind Tulpen (Tulipa) mit ihrer zarten Schönheit ein besonderes schöner Gruß am Grab eines geliebten Menschen. Besonders die Mischung aus verschiedenen Tulpen-Sorten und Farben, aber auch die Kombination mit anderen Frühlingsblühern macht die Blumen zu einem wahren Blickfang. Da Tulpen allerdings zu den Starkzehrern gehören, ist es für eine üppige Blüte nötig, die Pflanzen hin und wieder mit etwas Dünger zu versorgen.

Rote Tulpen an einem Grab
Tulpen drücken Liebe aus und sind deshalb als Grabpflanzen sehr beliebt [Foto: Marc Bruxelle/ Shutterstock.com]

9. Hyazinthe

Die Hyazinthe (Hyacinthus orientalis) ist nicht nur eine der ersten, sondern auch der prächtigsten Frühlingsblumen: Mit ihren zahlreichen sternförmigen Blüten und ihrem herrlichen Duft ist sie ein toller Hingucker, der zusätzlich durch seine robuste Art besticht. Als Grabbepflanzung lässt sich die Hyazinthe wunderbar Ton-in-Ton mit weißen Ranunkeln (Ranunculus asiaticus) und Stiefmütterchen (Viola wittrockiana), aber auch mit blauen Frühlings-Anemonen (Anemone blanda) und Primeln (Primula vulgaris) in Szene setzen.

Rosa und lila Hyazinthe
Hyazinthen sind nicht nur eine der ersten, sondern auch der schönsten Frühlingsblumen [Foto: Kateryna Mashkevych/ Shutterstock.com]

8. Efeu

Die Grabbepflanzung im Frühling muss nicht immer nur aus Blumen bestehen, sonst wirkt sie schnell überladen. Eine tolle Möglichkeit, etwas Ruhe in Arrangements zu bringen, bietet der Efeu (Hedera helix): Er lässt sich sowohl als immergrüner Bodendecker, aber auch für die Bepflanzung von Schalen wunderbar einsetzen. Dabei bringt er Struktur in die Grabgestaltung, ohne langweilig zu wirken. Zusätzlich gilt der Efeu als besonders robust und pflegeleicht.

Efeu wächst um einen Grabstein
Efeu kann auch eine schöne Grabbepflanzung sein [Foto: Stefan Bernhard/ Shutterstock.com]

7. Primeln

Als eine der ersten Frühlingsboten und mit einer besonders ausgeprägten Leuchtkraft ist die Primel (Primula vulgaris) als Grabpflanze gerne gesehen. Besonders die Vielfalt an unterschiedlichen Arten und Farbtönen macht die kleine Blume so beliebt, denn sie lässt sich beinahe in jedes Arrangement einbeziehen. Zusätzlich gilt die Primel als äußerst pflegeleicht – nur starken Spätfrost mag sie nicht.

Viele bunte Primeln
Primeln sind aufgrund ihrer Vielfalt sehr beliebt [Foto: nnattalli/ Shutterstock.com]

6. Narzissen

Besonders zu Ostern sind sie ein absoluter Klassiker in der Grabbepflanzung: Die Narzisse (Narcissus pseudonarcissus) ist mit ihrer strahlend gelben Farbe ein absoluter Hingucker. Doch nicht nur ihre Schönheit und pflegeleichte Art machen die Pflanze so beliebt: Auch ihre christliche Symbolik hat die Narzisse zu einer bekannten Grabblume gemacht. So steht die Osterblume für die Überwindung des Todes und die Wiedergeburt.

Gelbe Narzisse wächst auf einem Grab
Narzissen stehen für die Überwindung des Todes [Foto: Marc Bruxelle/ Shutterstock.com]

5. Stiefmütterchen

Aus der traditionellen Grabbepflanzung ist das Stiefmütterchen (Viola wittrockiana) kaum wegzudenken. Kein Wunder: Nicht nur ist die Pflanze recht robust und zeigt (wenn sie im Herbst gepflanzt wurde) den ganzen Frühling hindurch ihre wundervolle Blüte, sie hat auch noch eine tolle Bedeutung. Sie steht nämlich für liebevolle Gedanken und Erinnerungen an einen geliebten Menschen. Kombiniert werden kann das Stiefmütterchen durch seine große Farbvielfalt mit beinahe jeder Pflanze. So lässt es sich hervorragend farblich passend zu Narzissen oder Primeln pflanzen, kann aber auch kontrastreich mit Goldlack (Erysimum cheiri) oder Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica) gesetzt werden.

Lila Stiefmütterchen
Stiefmütterchen lassen sich toll kombinieren [Foto: eamesBot/ Shutterstock.com]

4. Hornveilchen

Nicht nur das Stiefmütterchen wird gerne in der Grabgestaltung eingesetzt – auch ihre nahe Verwandte das Hornveilchen (Viola cornuta) gehört zu den traditionellen Grabpflanzen. Ab März blüht die schöne Blume in all ihrer Pracht, wenn auch ihre Blüten etwas kleiner sind als die des Stiefmütterchens. Dafür sind die Hornveilchen deutlich robuster und haben eine deutlich verlängerte Blütezeit. Außerdem lassen sie sich sowohl Ton-in-Ton als auch mit Kontrasten wunderbar kombinieren.

Lila und weiße Hornveilchen
Hornveilchen sind eine traditionelle Grabpflanze [Foto: Angela Rohde/ Shutterstock.com]

3. Krokusse

Sie sind die ersten Boten des Frühlings – wenn Krokusse (Crocus) sich aus der Erde oder sogar dem Schnee kämpfen, sorgen ihre bunten Blüten schon bald für heitere Stimmung. Besonders in der Grabgestaltung sind die kleinen Blumen beliebt, denn sie blühen beinahe von alleine und sorgen nach dem langen Winter für erste bunte Farbtupfer. Und auch ihre symbolische Bedeutung macht die Pflanze so beliebt: So steht der Krokus für die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod.

Lila und weiße Krokusse
Krokusse sind nicht nur die ersten Frühlingsboten, sondern auch ein Symbol der Hoffnung [Foto: Fletcher Pictures/ Shutterstock.com]

2. Zierlauch

Lauch als Grabbepflanzung? Im ersten Moment scheint dieser Gedanke seltsam, doch obwohl der Zierlauch (Allium) keine klassische Gartenpflanze ist, überzeugt er schnell mit seiner Schönheit und Vielseitigkeit. Besonders die großen Blütenbälle, die sich aus zahlreichen kleinen Einzelblüten zusammensetzen und oftmals gut sichtbar über dem Boden stehen, sehen beeindruckend aus. Doch auch ihre äußerst robuste Art macht die Pflanze immer beliebter. Besonders gut lässt sich Zierlauch mit frühblühenden Pflanzen wie der Hyazinthe kombinieren – so sorgt man für eine ununterbrochene Blüte vom Anfang bis zum Ende des Frühlings.

Lila Zierlauch
Zierlauch ist als Grabpflanze bisher recht unbekannt [Foto: Horst Lieber/ Shutterstock.com]

1. Vergissmeinnicht

Es gibt wohl keine Pflanze mit einer eindeutigeren Symbolik: Das Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica) steht wie keine andere für Treue, Erinnerung und ewige Liebe, aber auch Trauer und Abschied. Damit ist die hübsche Blume eine eindrucksvolle Geste, welche die innige Verbindung mit dem Verstorbenen betont. Doch auch ihre schönen, kleinen Blüten und ihre pflegeleichte Art haben dafür gesorgt, dass das Vergissmeinnicht gerne in der Grabbepflanzung eingesetzt wird.

Viele Vergissmeinnicht
Besonders wegen seiner Symbolik beliebt: Das Vergissmeinnicht [Foto: Shulevskyy Volodymyr/ Shutterstock.com]

Nicht nur im Frühling soll das Grab schön aussehen – was Sie im Sommer bei der Grabbepflanzung beachten sollten, erfahren Sie hier.

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