Herbstlaub im Garten: 5 tolle Tipps & Anwendungen

Laub gibt es im Herbst im Überfluss – wieso nutzen wir es also nicht? Wir zeigen Ihnen, was Sie mit Laub alles machen können.

Herbstlaub mit gelben, roten und orangen Blättern

Wir zeigen Ihnen, was man mit Laub im Garten alles anfangen kann [Foto: Timofey Zadvornov/ Shutterstock.com]

Der Herbst ist da und die Bäume färben sich bunt. Doch das Farbenspiel begeistert nicht jeden, schließlich bedeuten die fallenden Blätter auch eine ganze Menge Arbeit. Für alle, die Wert auf einen gepflegten Garten legen, beginnt nun vor allem die Zeit des Laubharkens. Doch wohin mit all den Blättern, die man im heimischen Garten findet? Wir zeigen Ihnen fünf Möglichkeiten, wie Sie mit Herbstlaub Ihrem Garten etwas Gutes tun.

Herbstlaub: Tipps für den Garten

Laub gibt es in Hülle und Fülle und zwar kostenlos – wenn Sie Ihr Laub auch nutzen und nicht einfach wegschmeißen möchten, probieren Sie doch einfach eine der folgenden fünf Möglichkeiten aus.

Herbstlaub-Tipp 1: Mulchen

Mulchen ist eine tolle Möglichkeit, Arbeit im Garten einzusparen. Vor allem das ungeliebte Unkrautzupfen gehört mit einer guten Mulchschicht der Vergangenheit an – unerwünschte Wildkräuter werden von der Schicht einfach unterdrückt und haben so keine Chance mehr. Aber auch Gießen muss man dank einer Mulchschicht nicht so oft, denn die Feuchtigkeit wird besser im Boden gehalten. Außerdem profitiert die Erde von der Mulchschicht: So wird das Bodenleben unterstützt und die Erosion der Humusschicht vermindert. Doch anstatt extra Rindenmulch oder Holzhäcksel zu kaufen, kann man auch einfach das bereits vorhandene Herbstlaub benutzen. Dieses verrottet nur sehr langsam (braucht also nicht ständig erneuert zu werden) und reichert zusätzlich den Boden mit Nährstoffen an.

Mulchen mit Laub im Garten

Herbstlaub kann zum Mulchen verwendet werden und reichert den Boden mit Nährstoffen an [Foto: Eric Buermeyer/ Shutterstock.com]

Herbstlaub-Tipp 2: Natürlicher Frostschutz

Viele Pflanzen kommen mit den kalten Temperaturen und der nassen Witterung des Winters nicht besonders gut klar. Doch mit ein bisschen Herbstlaub kann man Pflanzen im Beet wunderbar vor dem schlechten Winterwetter abschirmen. Dazu wird das Laub ähnlich wie eine Mulchschicht großzügig im Beet verteilt und an dem Stängel etwas angehäufelt. Durch die vielen kleinen Lufträume zwischen den Blättern wirkt die Laubschicht wie eine natürliche Isolierung und schützt die Pflanze so vor Frost und Erfrierungen. Auch Regen wird durch die Laubschicht abgehalten: Wie bei einem Dach mit Schindeln fließt das Wasser von innen nach außen und versickert erst am Rand der Blätterschicht im Boden, sodass die Pflanze auch vor zu viel Feuchtigkeit bewahrt wird. Aber nicht nur Pflanzen im Beet sondern auch Topfpflanzen können von Laub profitieren – statt die Kübel mit Styropor oder Luftpolsterfolie frostsicher zu machen, kann man auch einen Jutesack mit trockenen Laubblättern füllen und den Topf der Pflanze hineinstellen. Auch hier wirkt das Laub als natürliche Isolation und sorgt dafür, dass die Erde nicht durchfriert.

Laub als Frostschutz für Beet im Garten

Laub kann als Frostschutz für Beete verwendet werden [Foto: Lurtrat R/ Shutterstock.com]

Herbstlaub-Tipp 3: Beete aus Laub

Wie legen Sie ein neues Beet an? Die meisten würden wohl einfach ein Stück Rasen umgraben, doch wussten Sie, dass es eine viel schonendere Art gibt? Tatsächlich kann man ein neues Beet ganz einfach mit etwas Geduld und Herbstlaub anlegen. Dazu wird das Stück Wiese, dass man umwandeln möchte, einfach mit einer dicken Schicht Laub gemulcht: Der darunter liegende Rasen erstickt, verrottet und bildet so einen fruchtbaren Gartenboden, ganz ohne Umgraben und der damit verbundenen Bodenerosion. Am besten eignet sich natürlich der Herbst, um Beete auf diese Weise anzulegen: Nicht nur gibt es dann genug Laub, sondern der Boden hat auch bis in den Frühling Zeit zu reifen und ist passend zur ersten Aussaat bestens vorbereitet.

Herbstlaub-Tipp 4: Vom Laub zum Kompost

Kompost aus Laub wird gehalten

Kompost kann kostengünstig aus Laub gewonnen werden [Foto: bluedog studio/ Shutterstock.com]

Kompost ist eine einfache und umweltfreundliche Methode, um die Bodenstruktur zu verbessern oder die Erde mit wichtigen Mineralien zu versorgen. Gleichzeitig kann man Kompost auch noch sehr leicht (und vor allem kostengünstig) aus Laub selber herstellen. Wie genau kompostiert wird, hängt meist vom Geschmack, aber auch von der Menge des zu kompostierenden Laubes ab. Für kleinere Mengen eignet sich so eher die Komposttonne, während größere Mengen auf einem Komposthaufen Platz finden. Um die Kompostierung zu beschleunigen, empfiehlt es sich, die Blätter zu zerkleinern (zum Beispiel mit dem Rasenmäher) oder ein Kompostierungsmittel dazu zugeben. Auch eine ausreichende Belüftung ist wichtig, damit die Mikroorganismen arbeiten können. Jedoch sind nicht alle Blätter unbedingt zum Kompostieren geeignet: Vor allem Blätter von Ginko, Eiche, Rosskastanie, Walnuss und Pappel sind schwer kompostierbar und sollten daher immer mit anderen Laubblättern vermischt werden.

Herbstlaub-Tipp 5: Igelverstecke leicht gemacht

Igel im Garten auf Blättern im Herbst

Igel sind für unsere Gärten sehr nützlich, da sie Schnecken und Insekten verspeisen [Foto: Miroslav Hlavko/ Shutterstock.com]

Igel sind nicht nur wirklich putzig, sondern auch sehr nützlich: Im Garten verspeisen sie mit Vorliebe Schnecken und andere Insekten, die sonst gerne an unsere Gemüsebeete gehen. Ein Igel im Garten ist also ein richtiges Helferlein und gerne gesehen. Leider finden viele Igel keine Schlafquartiere, da es in den meisten Gärten kaum noch „wilde Ecken“ gibt, die ihnen Unterschlupf bieten. Doch in einem Laubhaufen fühlen sich die stacheligen Tiere pudelwohl und haben auch gleich das perfekte Versteck für ihren Winterschlaf. Wenn Sie also eine ruhige, abgelegene Ecke in Ihrem Garten haben, lassen Sie auch ruhig mal etwas Laub liegen – die Igel werden es Ihnen danken.

Frederike

Ich bin Studentin der Agrarwissenschaften und ein richtiges Dorfkind. Zuhause habe ich einen kleinen Gemüsegarten, den ich hege und pflege, und verbringe die Zeit am liebsten draußen. Wenn ich nicht gerade im Freien bin, schreibe ich leidenschaftlich gerne. Meine Liebe gilt aber nicht nur Pflanzen und dem Schreiben, sondern auch ganz besonders der Tierwelt.

Lieblingsobst: Johannis- und Himbeeren.
Lieblingsgemüse: Schwarzwurzeln, Wirsing und Kartoffeln.

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