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Himalaya-Honig: Das flüssige Gold des Himalayas

An Steilhängen auf über 3000 Metern inmitten des asiatischen Bergmassivs liegt ein nur schwer erreichbarer Schatz: der Himalaya-Honig.

Himalaya Honig an Bergsteilhängen

An Steilhängen auf über 3000 Metern liegt der Himalaya Honig [Foto: Édouard Puginier]

Gut geschützt vor einer Vielzahl an Nesträubern verstecken die größten Wildbienen der Welt ihren Honig an steilen Felswänden in schwindelerregender Höhe. Doch die Männer einiger Volksstämme im nepalesischen Teil des Himalaya Gebirges haben über Jahrhunderte traditionelle Techniken entwickelt, um an den begehrten Honig zu gelangen.

So ein Vorhaben wird von den Wildbienen aber natürlich nicht ohne Gegenwehr geduldet. Die bis 30 bis 40 Millimeter großen Tiere greifen bei drohender Gefahr jeden potentiellen Honigdieb an. Ihr Giftstachel ist drei Mal so lang wie der von in Mitteleuropa heimischen Arten und auch die Giftmenge in den Tieren ist deutlich erhöht.

himalaya honig an Felswand

In schwindelerregender Höhe verstecken die größten Wildbienen ihren Honig [Foto: Édouard Puginier]

Doch auch die Stammesmänner haben über die Zeit Strategien entwickelt, die sie zu erfolgreichen Honigräubern machen. Sie nutzen beispielsweise Feuer, um mit dem entstehenden Rauch die Bienen aus den Waben zu vertreiben und in sicherer Entfernung zu halten. Das Arbeitsgerät ist selbstgebaut und besteht aus verschiedensten Leitern, die sie zu den hochliegenden Nestern bringen. Dieses spezielle Handwerk und auch das Wissen, wo man die Wildbienennester finden kann, werden innerhalb der Stämme stets an die nächsten Generationen weitergegeben.

Das Risiko ist bei solch einer Unternehmung jedoch auch immer ein treuer Begleiter. Jeder Aufstieg birgt die Möglichkeit eines Absturzes, der bei diesen Höhen zumeist tödlich endet. Und auch das Gift der Bienen ist so stark, dass es theoretisch zum Tode eines Menschen führen kann. Die Männer, die bis zu den Nestern hinaufklettern, verzeichnen so manches Mal unglaubliche 200 Stiche. Doch scheinbar scheint sich ihr Körper an das Bienengift gewöhnt zu haben, denn nach wenigen Tagen der Ruhe scheinen sie wieder völlig erholt zu sein.

himalaya Honig an felswand

Der Tod ist ein ständiger Begleiter, wenn man an den kostbaren Honig kommen möchte [Foto: Édouard Puginier]

Den Tod als ständigen Begleiter – das riskieren die Männer jedoch nicht aus Abenteuerlust. Denn der Honig bessert die sonst sehr schmalen Einkommen der Familien aus der landwirtschaftlichen Nutzung auf. Eine einzige Wabe kann nämlich bis zu 50 Kilogramm des flüssigen Goldes enthalten. Und auch in der Tradition der Stämme ist der Honig von wichtiger Bedeutung und soll eine heilende Wirkung haben. Doch natürlich hat die Nachfrage ausländischer Händler auch in den vergessenen Regionen des Himalayas Einfluss darauf, wie viel des flüssigen Goldes zukünftig noch in seiner eigentlichen Heimat verbleiben wird.

Himalaya Biene Apis dorsata

Der Stich der Himalaya Biene Apis dorsata führt zu Halluzinationen [Foto: P. L. Tandon CC BY-NC-SA 2.0]

Der teure Honig kann auch im Internet bestellt werden:

Ein besonderer Dank an den Photographen Édouard Puginier.  Auf seiner Seite www.Tazintosh.com finden Sie noch mehr faszinierende Bilder! Schauen Sie vorbei!

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