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Kletterpflanzen: Die 10 Besten für Zäune & Mauern

Sie wünschen sich blühende Zäune anstatt tristem Sichtschutz? Wir zeigen Ihnen, welche zehn Pflanzen aus Ihrer Mauer einen grünen Hingucker machen.

rosa Clematis am Zaun im Garten

Blühende Zäune anstatt trister Sichtschutz – diese Kletterpflanzen sind ein richtiger Blickfang [Foto: Werner Spiess/ Shutterstock.com]

Wer in Ruhe seinen Garten genießen möchte, ohne von neugierigen Blicken gestört zu werden, kommt oft um einen Zaun oder eine Mauer nicht herum. Nur leider ist der Sichtschutz oft alles andere als schön und will nicht so recht in den sonst so grünen Garten passen. Glücklicherweise sorgt die Natur mit Kletterpflanzen für die Lösung des Problems: Scheinbar mühelos winden sich die Pflanzen an Mauern, Zäunen und Wänden hoch und sehen mit ihren bunten Blüten und grünen Blättern auch noch bezaubernd aus. Wir zeigen Ihnen, welche zehn Kletterpflanzen sich perfekt eignen, um aus Ihrem Sichtschutz einen wahren Hingucker zu machen.

Kletterpflanzen für Zäune und Mauern

Um Mauern und Zäune zu begrünen, muss man ja nicht immer zu Efeu greifen. Wir präsentieren 10 alternative Kletterpflanzen, die Ihren Sichtschutz verschönern.

1. Prunkwinde

Während mehrjährige Kletterpflanzen oft Jahre brauchen, um zu voller Größe heranzuwachsen, erobert die Prunkwinde (Ipomoea tricolor) ihr Gebiet in Rekordzeit. Im Frühling ausgesät, windet sie sich bereits im Sommer elegant an Zaun und Mauer entlang und kann dabei eine imposante Höhe von bis zu drei Metern erreichen. Besonders gut lässt sich die Prunkwinde an einem sonnigen, geschützten Ort pflanzen, beispielsweise einer nach Süden ausgerichteten Mauer. Im Sommer sollte die Prunkwinde regelmäßig gegossen und gedüngt werden, damit uns die Prunkwinde mit einer wahren Blütenpracht bezaubert. Besonders die großen, marmorierten Trichterblüten sind ein echter Hingucker. Dabei blüht die Prunkwinde erst rosa auf, färbt sich später himmelblau und bleibt trotzdem im Schlund weiß – ein fast schon magischer Anblick.

Prunkwinde mit blauen Blüten

Die Prunkwinde bezaubert mit ihrer Blütenpracht [Foto: Gal Emese/ Shutterstock.com]

2. Duftwicke

Wer nicht nur seine Augen, sondern auch seine Nase beglücken will, findet mit der Duftwicke (Lathyrus odoratus) genau die richtige Pflanze. Die einjährige Kletterpflanze zeigt sich dabei besonders wuchsfreudig und wird bis zu drei Meter hoch. Der zierliche Schlinger bildet von Juni bis August zahlreiche Schmetterlingsblüten aus, die in Violett, Rot, Rosa oder Weiß leuchten. Aber die Pflanze ist nicht nur ein Augenschmaus – wie ihr Name bereits vermuten lässt, verströmen die Blüten der Duftwicke auch noch einen wunderbar intensiven Duft. Am liebsten hat sie einen vollsonnigen, windgeschützten Standort und wird dort regelmäßig gedüngt und gegossen (es sollte jedoch keine Staunässe entstehen). Aber nicht nur als Kletterpflanze an Zaun und Mauer macht die Duftwicke eine gute Figur – auch als Strauß in einer Vase sorgt sie für eine romantische Stimmung.

Duftwicke in Rot und Rosa

Die Duftwicke sieht nicht nur schön aus, sondern hat auch einen wunderbaren Duft [Foto: Moravska/ Shutterstock.com]

3. Schwarzäugige Susanne

Intensiv gefärbte Blüten mit einem tiefschwarzem Auge in der Mitte: Die Blüten der Schwarzäugigen Susanne (Thunbergia alata) fallen einem ins Auge. Kein Wunder also, dass die schöne Kletterkünstlerin auch in Deutschland ein beliebter Gast ist. An sonnigen und warmen Standorten fühlt sich die Schwarzäugige Susanne dabei am wohlsten und kann eine beeindruckende Höhe von zwei Metern erreichen. Neben ihren meist gelben oder orange gefärbten Blüten beeindruckt die Schwarzäugige Susanne außerdem mit ihren dekorativen herzförmigen Blättern. Wird die Schwarzäugige Susanne ausreichend mit Nährstoffen versorgt und regelmäßig gegossen, ohne das Staunässe entsteht, wird sie im Nu zum reizvollen Blickfang und dekorativem Sichtschutz in einem.

Schwarzäugige Susanne an einer Wand

Die Schwarzäugige Susanne wird im Nu zum dekorativen Sichtschutz [Foto: Luis Echeverri Urrea/ Shutterstock.com]

4. Winterjasmin

Bereits im zeitigen Frühjahr wird der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) zu einem spektakulären Blickfang: Während alle anderen Pflanzen noch in der Winterruhe sind, zeigt uns der Winterjasmin bereits seine zahlreichen, kleinen, leuchtend gelben Blüten. Je nach Temperatur kann dieses Schauspiel schon vor Weihnachten stattfinden, sodass der Winterjasmin zweifellos zu den schönsten bunten Pflanzen im Winter gehört. Bis in den April hinein behält er seine tollen Blütenpracht und auch danach ist die immergrüne Kletterpflanze eine echte Zier. Ihr überhängender Wuchs kommt dabei besonders an Mauern gut zur Geltung. Dabei mag der Winterjasmin lieber den Halbschatten, in der Sonne fehlt seine Blütenpracht deutlich kleiner aus. Außerdem sollte der Winterjasmin regelmäßig zurückgeschnitten werden, ansonsten kann er verholzen und verkahlen.

Winterjasmin im Garten

Bereits im zeitigen Frühjahr wird der Winterjasmin zu einem spektakulären Blickfang [Foto: Sarka Stuchlikova/ Shutterstock.com]

5. Clematis

Die Clematis (Clematis) gehört wohl zu den faszinierendsten Kletterpflanzen in deutschen Gärten. Unglaubliche zehn Meter kann die beeindruckende Pflanze in die Höhe wachsen. Dabei trägt die Clematis im Mai und Juni auch noch ein Meer aus zarten Blüten, die in strahlendem Weiß bis Dunkelviolett erstrahlen können und manchmal sogar einen zarten Duft verströmen. Des Weiteren besticht die Clematis auch mit einer Vielzahl verschiedener Sorten. Da die Pflanze kein Selbstklimmer ist, sollte die Clematis eine Kletterhilfe bekommen, um Mauern und Zäune begrünen zu können. Außerdem bewahrt die Clematis gerne einen kühlen Fuß – Bodendecker mit dichtem Blätterteppich helfen der Clematis nicht nur dabei, sondern bilden auch optisch eine tolle Kombination zu der elegant rankenden Pflanze.

Rosa Clematis an einem Holzzaun

Die Clematis gehört wohl zu den faszinierendsten Kletterpflanzen [Foto: Mark W Lucey/ Shutterstock.com]

6. Wilder Wein

Sie haben keinen grünen Daumen, wollen aber Ihren Sichtschutz trotzdem begrünen? Dann ist der Wilde Wein (Parthenocissus tricuspidata) genau das Richtige für Sie. Der äußerst starkwüchsige Selbstklimmer bewächst auch gerade Mauern und hohe Zäune in Rekordzeit. Besonders für Häuserfassaden ist der Wilde Wein als Kletterpflanze beliebt, denn er braucht keine Kletterhilfe, erreicht aber trotzdem Höhen von bis zu 20 Metern. Gleichzeitig benötigt er kaum Pflege und ist extrem winterhart. Ein regelmäßiger Rückschnitt ist jedoch Pflicht, wenn der Wilde Wein sich nicht ungebremst ausbreiten soll. Vor allem im Herbst, wenn sich seine Blätter scharlachrot verfärben, ist der Wilde Wein ein echter Hingucker, doch auch im Sommer geben die zahlreichen grünen Blätter ein traumhaftes Bild ab. Die kleinen, gelben Blüten wirken eher unscheinbar, sind aber alles andere als nutzlos – als bienenfreundliche Pflanze stellen die Blüten für fleißige Insekten ein wahres Festmahl dar.

Wilder Wein an einem Holzzaun

Wilder Wein bewächst auch gerade Mauern und hohe Zäune in Rekordzeit [Foto: JT888/ Shutterstock.com]

7. Hortensie

Große, strahlendweiße Blütenstände an dunkelgrünem, glänzendem Laub – die Kletter-Hortensie (Hydrangea anomala ssp. petiolaris) ist ein echter Blütentraum. In deutschen Gärten ist die Hortensie mit ihren vielen Sorten sowohl freistehend, als auch kletternd eine allseits beliebte Gartenpflanze. Besonders ihre atemberaubende Blütenpracht und ihre Wuchshöhe von bis zu 15 Metern machen die Hortensie zu einem wahren Blickfang im Garten. Doch wer denkt, dass diese Blütenpracht hohe Ansprüche an ihre Pflege stellt, irrt sich: Tatsächlich ist die Hortensie überaus robust und pflegeleicht. Nur der richtige Standort ist essentiell, so sollte er weder zu kalkhaltig noch zu verdichtet sein. Achtet man aber auf die Standortwahl, eignet sich die Hortensie perfekt zur Begrünung von Mauern und Zäunen.

Weiße Hortensie an einem Holzzaun

Die Hortensie ist ein kletternder Blütentraum [Foto: JNaether/ Shutterstock.com]

8. Kletterrosen

Wenn man an blühende Kletterpflanzen denkt, schießt vielen zuerst die Kletterrose (Rosa-Hybriden) in den Kopf. Die Königin der Blumen ist seit jeher eine der beliebtesten Pflanzen in der Gartengestaltung und eignet sich auch für Mauern und Zäune perfekt. Mit ihren ledrigen dunklen Blättern und den üppigen Blüten bilden die Rosen dabei einen ebenso verwunschenen wie wunderschönen Anblick. Außerdem gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Sorten und Variationen der Kletterrose, sodass kein Wunsch mehr offen bleibt. Bei guter Pflege können die Rosen dabei sogar eine Höhe von bis zu 3,5 Metern erreichen. Doch damit die Kletterrose auch prächtig gedeiht, braucht sie die volle Aufmerksamkeit des Gärtners. So sollte bereits der Standort der Kletterrose vor dem Einpflanzen vorbereitet und die Pflanze regelmäßig mit Dünger versorgt werden. Auch ein regelmäßiger Schnitt der Rose und ein guter Winterschutz sind das A und O, um die Schönheit der Rose lange zu erhalten.

Rosa Kletter-Rosen an einem weißen Zaun

Die Rose ist eine der beliebtesten Pflanzen in der Gartengestaltung [Foto: Jorge Salcedo/ Shutterstock.com]

9. Feuerdorn

Blütenpracht rund um das Jahr bietet der Feuerdorn (Pyracantha-Hybride): Von Mai bis Juni ist der Strauch übersät mit wunderschönen weißen Blüten, die ab Oktober als orange leuchtende Beeren zu sehen sind. Darüber hinaus besticht der Feuerdorn als immergrüner Strauch ganzjährig mit dekorativ glänzenden Blättern – als Bewuchs für Zaun oder Mauer ist der Feuerdorn so eine Zier in jeder Jahreszeit. Glücklicherweise ist die Pflanze auch äußerst pflegeleicht. An einem hellen bis halbschattigen Standort mit lockerer, nährstoffreicher Erde fühlt sich der Feuerdorn rundum wohl und ist zudem auch äußerst schnittverträglich. Nur im Winter sollten Sie darauf achten, dass der Feuerdorn nicht zu stark direkter Wintersonne oder kalten Winden ausgesetzt ist.

Feuerdorn wächst an einer Hauswand

Ob in Form geschnitten oder frei wachsend, der Feuerdorn ist immer eine Zier [Foto: Eag1eEyes/ Shutterstock.com]

10. Chinesischer Blauregen

Wenn der Chinesische Blauregen (Wisteria sinensis), auch als Wisterie bekannt, im Mai blüht, verwandelt er Zäune und Mauern in ein Blütenmeer. Mit seinen riesigen Blütenrispen, die oftmals in Blau, Violett, Rosa oder Weiß erstrahlen, ist er die konkurrenzlose Schönheit jedes Gartens. Aber auch nach seiner Blüte ist der Blauregen mit seinem gefiederten Laub ein attraktiver Gartenschmuck. An einem warmen und sonnigen Standort gedeiht der hübsche Exot auch in deutschen Gärten ohne Probleme. Jedoch hat er vor allem im Sommer einen extrem hohen Wasserbedarf und sollte regelmäßig gegossen werden. Auch der Griff zur Schere ist beim Chinesischen Blauregen ein Muss: Da die Pflanze ausschließlich an den unteren Knospen der Seitentriebe blüht, sollte der Blauregen für einen spektakuläre Blüte konsequent zurückgeschnitten werden.

Chinesischer Blauregen an einer Steinmauer

Der Blauregen ist eine Konkurrenzlose Schönheit im Garten [Foto: Irina Sokolovskaya/ Shutterstock.com]

Die 10 besten winterharten Kletterpflanzen können Sie hier in unserem Speizial-Artikel finden.

Welche 7 immergrünen Kletterpflanzen ideal als Sichtschutz funktionieren, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

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