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Liste giftiger Zierpflanzen

Schön oder doch gefährlich? Wir zeigen Ihnen, welche Zierpflanzen im Garten nicht nur schön anzusehen, sondern für uns leider auch giftig sind.

Blauregen

Zierpflanzen können nicht nur schön, sondern auch giftig sein [Foto: Dreamframer/ Shutterstock.com]

In unseren Garten tummelt sich oftmals eine Vielzahl an Pflanzen. Doch was viele Menschen nicht wissen: Auch hinter noch so schönen Pflanzen verbirgt sich oftmals eine große Gefahr. Giftige Pflanzen und Pflanzenteile können nach dem Verschlucken oder sogar schon bei Hautkontakt zu gefährlichen Reaktionen führen. Besonders für Eltern oder Haustierbesitzer ist es deshalb wichtig zu wissen, von welchen Pflanzen eine heimliche Gefahr ausgeht. Hier erfahren Sie, welche Zierpflanzen giftig sind, welche Pflanzenteile das Gift enthalten und welche Symptome nach einer Vergiftung auftreten.

Giftige Zierpflanzen

Die wenigsten Erwachsenen kommen auf die Idee, Zierpflanzen tatsächlich zu essen. Das sieht bei Kindern und Haustieren aber natürlich schon anders aus. Und manche Pflanzen können auch äußerlich schon giftig wirken, auch wenn sie noch so hübsch aussehen. Wir klären auf, um Vergiftungen jeglicher Art zu vermeiden.

Hinweis: Suchen Sie bei dem Verdacht auf den Verzehr einer Giftpflanze oder Vergiftungserscheinungen unverzüglich einen Arzt auf.

Blauer Eisenhut

Sie gilt als die giftigste Pflanze Europas – trotzdem wird der Blaue Eisenhut (Aconitum napellus) in einigen Gärten noch als Zierpflanze angebaut. Der bloße Hautkontakt mit der Pflanze kann bereits Vergiftungserscheinungen wie Herzrhythmusstörungen, Krämpfe oder einen Kreislaufzusammenbruch herbeiführen. Bereits zwei Gramm der Wurzel können für einen Erwachsenen tödlich sein. Seien Sie deshalb beim Umgang mit der Pflanze immer besonders umsichtig und tragen Sie jederzeit Handschuhe.

Blauer Eisenhut

Der Blaue Eisenhut gilt als giftigste Pflanze Europas [Foto: Radu Razvan/ Shutterstock.com]

Blauregen

Der Blauregen (Wisteria sinensis) ist mit seinen zahlreichen Blüten eine echte Zier. Besonders als Kletterpflanze für Mauern, Fassaden oder Zäunen ist die Pflanze auch in Deutschland beliebt. Essbar ist die Pflanze jedoch nicht – besonders in den Samen und Hülsen, aber auch im Rest der Pflanze sind giftige Stoffe enthalten. Wird der Blauregen trotzdem eingenommen, kann es zu Erbrechen und Durchfall, sowie Schwindel und einem Kreislaufkollaps kommen.

Buchsbaum

Als Klassiker unter den Heckenpflanzen halten viele Menschen den Buchsbaum (Buxus sempervirens) für ungefährlich. Doch auch die immergrüne Zierpflanze hat es faustdick hinter den Ohren. In allen Pflanzenteilen, aber vor allem in den Blättern ist ein Alkaloid enthalten, das giftig wirkt. Werden Teile des Buchsbaums gegessen, kann es zu Übelkeit, Durchfall und Krämpfen kommen. Werden erhebliche Mengen verzehrt, kann der Buchsbaum sogar tödlich wirken.

Christrose

Als Weihnachtspflanze ist die Christrose (Helleborus niger) ein willkommender Gast in vielen Gärten. Doch sie kann auch schnell für Bedauern sorgen: Denn alle Pflanzenteile sind für Mensch und Tier giftig. Wird die Pflanze aus Versehen gegessen, kann es zu Durchfall und Übelkeit, aber auch zu Herzrhythmusstörrungen und einem Kreislaufkollaps kommen.

Christrose

Alle Pflanzenteile der Christrose sind für Mensch und Tier giftig [Foto: Manfred Ruckszio/ Shutterstock.com]

Goldregen

Mit seinen goldgelben Blättern ist der Goldregen (Laburnum anagyroides) ein weithin beliebter Zierstrauch. Leider ist der Goldregen aber auch eine Giftpflanze: Alle seine Pflanzenteile haben eine toxische Wirkung, besonders der Samen kann Lähmungen bis hin zum Atemstillstand verursachen. Dabei schmeckt der Goldregen, im Gegensatz zu anderen Giftpflanzen, nicht bitter oder unangenehm, sondern bohnenähnlich oder sogar süß. Das macht ihn besonders gefährlich, da im schlimmsten Fall größere Mengen von Kindern oder Tieren aufgenommen werden.

Eibe

Besonders wegen ihrer roten Früchte wird die Eibe (Taxus baccata) gerne als Zierpflanze im Garten verwendet. Trotzdem sollte man nicht an ihr naschen: Bis auf das Fruchtfleisch der Beeren sind alle Pflanzenteile (auch der Kern) giftig. Nach dem Verzehr von Eibe kann es zu Bewusstseinsstörungen, Kreislaufkollaps oder sogar Atemlähmungen kommen.

Engelstrompete

Vor allem im Topf wird die imposante Engelstrompete (Brugmansia syn. Datura) gerne als exotischer Blickfang gehalten. Leider geht von der Pflanze mit den großen Blüten eine stille Gefahr aus. Alle Pflanzenteile sind giftig und führen zu Bewusstseinsstörrungen, Sedierung oder sogar Herzversagen.

Engelstrompete

Die Engelstrompete ist trotz ihrer Schönheit giftig [Foto: volkova natalia/ Shutterstock.com]

Fingerhut

Nicht nur als Zierpflanze, sondern auch in der Medizin findet der Rote Fingerhut (Digitalis purpurea) seinen Einsatz. Jedoch gehört diese Pflanze nur in erfahrene Hände: Ihre Blätter sind hochgiftig und führen bei Verzehr zu Herzproblemen, Übelkeit, Sehstörrungen und Halluzinationen.

Herbstzeitlose

Verwechslungsgefahr: Die Blätter der Herbstzeitlosen (Colchicum autumnale) werden manchmal mit denen des schmackhaften Bärlauchs (Allium ursinum) verwechselt. Verzehren sollte man die Herbstzeitlose aber auf keinen Fall – alle ihre Pflanzenteile sind stark giftig. Symptome einer Vergiftung mit Herbstzeitlosen sind Übelkeit, Erbrechen, Lähmungen und Kreislaufversagen.

Ilex

Mit ihren stachligen Blättern sehen die Stechpalmen (Ilex) nicht besonders appetitlich aus. Zum Glück: Blätter und Beeren der Zierpflanze sind giftig und sorgen für Übelkeit, Erbrechen, Magendarmprobleme, Herzrhythmusstörrungen und sogar Lähmungen.

Ilex

Den Ilex sollte man nicht nur wegen der stacheligen Blätter nicht essen [Foto: vcaenis/ Shutterstock.com]

Kirschlorbeer

Vor allem als Heckenpflanze ist der Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) sehr beliebt. Jedoch enthalten alle Pflanzenteile, besonders Blätter und Samen, giftige Glykoside. Wird die Pflanze verzehrt, kann es zu Bauchschmerzen und Übelkeit kommen. Als tödlich gilt sogar schon eine Menge von zehn Samen.

Lebensbaum

Bereits in den 70er-Jahren war der Lebensbaum (Thuja) eine weitverbreitete Zierpflanze, die besonders gerne für immergrüne, robuste Hecken benutzt wurde. Die ätherischen Öle, die im Lebensbaum enthalten sind, sollte man jedoch nicht unterschätzen: Bei empfindlichen Menschen kann es zu Hautreizungen kommen, der Verzehr führt sogar zu Erbrechen, Durchfall oder Nierenschädigungen. Auch für Tiere ist die Pflanze giftig, weshalb der Grünschnitt niemals verfüttert werden sollte.

Maiglöckchen

Süß und unschuldig sieht das Maiglöckchen (Convallaria majalis) aus. In Wirklichkeit sorgt es aber immer wieder für Vergiftungen, weil es mit Bärlauch verwechselt wird. Trotz seines hübschen Anblicks ist das Maiglöckchen nämlich giftig und kann zahlreiche Symptome von Übelkeit über den Kreislaufkollaps bis zum Tod herbeiführen.

Maiglöckchen

Auch das unschuldige Maiglöckchen ist giftig und wird noch dazu gerne mit Bärlauch verwechselt [Foto: Morten Normann Almeland/ Shutterstock.com]

Oleander

Der Oleander (Nerium oleander) bringt mediterranes Flair in jede Wohnung. Kein Wunder also, dass die Pflanze zu den beliebtesten Kübelpflanzen zählt. Jedoch ist der Oleander leider auch giftig. Nicht nur kann er bei Berührung zu starken allergischen Reaktionen führen, er kann auch schwere Verdauungsstörungen verursachen. Bei der Aufnahme größerer Mengen der giftigen Blätter und Zweige kann es sogar zu Herzrhythmusstörrungen oder Herzlähmungen kommen.

Pfaffenhüttchen

Lustig sehen die bunten Blüten und Beeren des Pfaffenhüttchens (Euonymus europaeus) aus und laden fast zum Sammeln ein. Trotzdem sollte man die Zierpflanze nicht verzehren – alle ihre Pflanzenteile sind giftig. Bauchschmerzen, Übelkeit und Magen-Darm-Beschwerden treten üblicherweise bei einer Vergiftung auf. Selbst der Holzstaub des Strauches kann ein leichtes Schwindelgefühl auslösen.

Rizinus

Auffällige Herbstfärbung, interessante Blattform und schöne Fruchtstände – der exotische Rizinus (Ricinus communis), auch als Wunderbaum bekannt, ist eine beliebte Zierpflanze. Leider ist der Samen des Baumes hochgiftig: Erbrechen, Krämpfe und Durchfall sind erste Zeichen einer Vergiftung. Besonders heimtückisch an einer Rizinusvergiftung ist, dass die schwereren Symptome erst nach einigen Tagen auftreten. Durch das Gift kann es zu einer Entzündung der Nieren und der Bildung von Thrombosen kommen, die im schlimmsten Fall zum Tod führen.

Rhizinus

Manche Symptome einer Rizinusvergiftung treten erste Tage später auf [Foto: Stocksnapper/ Shutterstock.com]

Rhododendron

Aus den meisten Gärten ist der schöne Rhododendron (Rhododendron) kaum noch wegzudenken. Leider sind jedoch alle Pflanzenteile einschließlich der tollen Blüten des Rhododendrons für Mensch und Tier giftig. Wird die Pflanze eingenommen, kann es zu Übelkeit, Schwindel und Schleimhautreizungen kommen. Nur bei großen Mengen können überdies noch Herzrhythmusstörrungen oder sogar Atemlähmungen auftreten.

Seidelbast

Der Seidelbast (Daphne mezereum) wird nicht nur wegen seiner schönen Blüten, sondern auch wegen seiner roten Beeren gerne als Zierpflanze verwendet. Doch da die Beeren der Pflanze denen der Johannisbeere (Ribes) erstaunlich ähnlich sehen, ist die Pflanze vor allem für Kinder gefährlich. Das Gift ist besonders in den Samen und der Rinde des Baumes konzentriert und sorgt für das Anschwellen der Mundschleimhäute, Magen-Darm-Probleme, Schwindel und Kreislaufkollaps. Für Kinder kann bereits der Verzehr von vier bis fünf Beeren tödlich sein.

Stechapfel

Mit seinen auffallend schönen Trichterblüten sieht der Stechapfel (Datura stramonium) der Engelstrompete sehr ähnlich. Leider ist die hübsche Pflanze aber auch ebenso gefährlich – trotz des „Apfel“ im Namen, ist der Stechapfel nicht essbar, sondern in allen Teilen giftig. Halluzinationen, Fieber und Bewusstseinsstörungen sind Symptome, die schon nach der Einnahme von geringen Mengen auftreten können.

Stechapfel

Trotz des „Apfel“ im Namen ist der Stechapfel nicht essbar, sondern in allen Teilen giftig [Foto: Prispim/ Shutterstock.com]

Tollkirsche

Besonders häufig ist die Tollkirsche (Atropa belladonna) der Übeltäter, wenn es zu Vergiftungen im Garten kommt. Alle Pflanzenteile, besonders aber die Beeren, haben eine giftige Wirkung. Halluzinationen, Tobsucht, Schüttelkrämpfe und sogar der Tod können beim Verzehr auftreten. Besonders bei Kindern ist Vorsicht geboten: Die Beeren schmecken lecker süßlich und werden deshalb gerne gegessen – eine Dosis von drei bis vier Beeren ist für ein Kind aber bereits tödlich.

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