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Marienkäfer: 7 Fakten über die gepunkteten Nützlinge im Garten

Nicht nur Kinder finden Marienkäfer toll, auch erwachsene Gärtner freuen sich über die kleinen Insekten. Hier finden Sie sieben Fakten über den Nützling.

Ein Marienkäfer auf einem Blatt

Der Marienkäfer kann nicht nur schön aussehen, sondern auch nützlich sein [Foto: Ger Bosma Photos/ Shutterstock.com]

Er ist in fast jedem Garten zu finden und versetzt Kinder oft in helle Aufregung: Der Marienkäfer (Coccinellidae) gehört wohl zu den beliebtesten Insekten überhaupt. Kein Wunder, schließlich punktet er nicht nur mit seiner außergewöhnlichen Färbung, sondern kann auch im Garten ganz schön nützlich sein.

Marienkäfer: 7 kuriose Fakten

Aber haben Sie sich eigentlich schon mal gefragt, warum der Marienkäfer ein Glücksbringer ist oder wie alt so ein Tierchen werden kann? Wir haben für Sie sieben interessante und nützliche Fakten über den Marienkäfer zusammengetragen.

1. Nützling…

Natürlich ist der Marienkäfer allen Gärtnern als Nützling bekannt. Tatsächlich frisst der Marienkäfer aber nicht nur Blattläuse, sondern auch Spinnmilben, Wanzen, Fransenflügler sowie Käfer- und Blattwespenlarven. Wird es mal knapp mit dem Futter, haben einige Marienkäfer-Arten eine ganz besondere Taktik: Sie stellen ihre Nahrung einfach auf Pollen und Früchte um, bis es wieder genug andere Nahrung gibt. Es gibt aber auch Marienkäfer-Arten, die sich komplett von Pflanzen ernähren.

Ein Marienkäfer auf der Jagd nach Blattläusen

Marienkäfer essen mit Vorliebe Blattläuse und andere kleine Schädlinge [Foto: Pavel Mikoska/ Shutterstock.com]

2.…oder Schädling?

Leider bringen Marienkäfer nicht immer nur Glück. Tatsächlich können die Insekten sogar richtige Schädlinge sein. Besonders der Vierundzwanzigpunkt-Marienkäfer, der zu den drei pflanzenfressenden Arten in Europa gehört, richtet in wärmeren Ländern Schaden an. Dabei knabbert er vor allem an Luzernen und Zuckerrüben, aber auch an Nelken und Dahlien. In Deutschland sorgt der Marienkäfer zum Glück aber nur in Ausnahmefällen für Schäden.

3. Der Marienkäfer als Glücksbringer

Haben Sie sich schon einmal gefragt, woher der Marienkäfer seinen Namen hat? Tatsächlich geht dieser auf die Gottesmutter Maria zurück. Da die Marienkäfer bereits im Mittelalter als Schädlingsbekämpfer bekannt waren, glaubten die Bauern, dass es sich um ein Geschenk der Jungfrau Maria handeln müsse. Gleichzeitig entwickelte sich der Marienkäfer so auch zum Glückssymbol: Wer viele Marienkäfer auf dem Feld hatte, brauchte keine Angst zu haben, dass die Ernte von Blattläusen zerstört wird.

Ein kleiner Marienkäfer auf einem Blatt

Der kleine Marienkäfer wird schon seit dem Mittelalter als Glückssymbol gesehen [Foto: OljaS/ Shutterstock.com]

4. Übler Geruch

Wenn sich der Marienkäfer bedroht fühlt, hat einer eine ganz spezielle Art, sich zu verteidigen: Er kann nämlich ein gelbliches Sekret aus seinen Gelenkhäuten absondern. Dieses hat einen besonders unangenehmen Geruch, der Fraßfeinde vertreiben soll. Zusätzlich enthält dieses Sekret sogar giftige Alkaloide. Außerdem schmeckt der Marienkäfer extrem bitter – das mach ihn selbst für Vielfräße unattraktiv.

5. Das Alter an den Punkten ablesen

Wer hat als Kind nicht die Punkte von Marienkäfern gezählt, um herauszufinden, wie alt die kleinen Tiere sind? Leider ist dieser Mythos aber falsch: Die Anzahl der Punkte gibt nicht die Lebensdauer des Käfers wieder. Tatsächlich werden die meisten Marienkäfer nur etwa ein Jahr alt. Trotzdem ist das Punktezählen nicht umsonst – an der Anzahl und Anordnung der Punkte kann man sehr gut die verschiedenen Marienkäfer-Arten unterscheiden.

6. Gepunktet, Gestreift oder doch nur einfarbig?

Wenn wir an einen Marienkäfer denken, sehen wir vor unserem inneren Auge natürlich sofort einen roter Käfer mit schwarzen Punkten. Doch nicht nur die Anzahl der Punkte kann variieren – bei den Marienkäfern gibt es eine ganze Vielzahl von unterschiedlichen Farben und Mustern.

Manche Arten sind einfarbig ohne Punkte und können dabei von hellbeige oder gelb bis hin zu braun oder schwarz in allen Farben gefärbt sein. Bei unserem heimischen Zweipunkt-Marienkäfer gibt es nicht nur rote Käfer mit schwarzen Punkten, sondern auch schwarze Käfer mit roten Punkten. Manche Marienkäfer sind sogar gestreift.

7. Ein Garten für Marienkäfer

Marienkäfer in den Garten zu locken ist zum Glück recht simpel: Da die Leibspeise der Marienkäfer Blattläuse sind, reicht es oftmals schon aus, auf chemische Pflanzenschutzmittel zu verzichten – die kleinen Nützlinge kümmern sich dann um den Rest. Auch ein naturnaher Garten mit einem Laubhaufen bereitet den kleinen Insekten Freude, denn in diesem können Sie perfekt überwintern. Bietet man den Tieren zusätzlich ein reiches Angebot an blühenden Pflanzen über das ganze Jahr, fühlen sich Marienkäfer rundum wohl.

Wenn Sie mehr über heimische Gartentiere erfahren wollen, dann schauen Sie doch mal in unserem Artikel über Hummeln vorbei.

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