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Mit Tomatenscheiben zur eigenen Tomatenpflanze: Anleitung & Tipps

Matschige Tomaten gehören in den Müll? Falsch. Wir zeigen Ihnen, wie Sie aus den Scheiben einer alten Tomate ganz einfach neue Pflanzen gewinnen können.

Durchschnittlich verzehren wir Deutschen etwa 26 kg Tomaten (Solanum lycopersicum) pro Jahr. Damit liegen die Tomaten ganz an der Spitze der beliebtesten Gemüsesorten. Kein Wunder, schließlich ist die Tomate nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund und zudem noch kalorienarm. Doch nicht jede Tomate findet den Weg vom Supermarkt in unseren Magen. Hinuntergefallen, matschig geworden oder einfach mal wieder zu viel eingekauft – schnell landen die Tomaten nicht im Kochtopf, sondern im Mülleimer. Doch statt das Gemüse wegzuwerfen, können Sie daraus auch eine eigene Tomatenpflanze ziehen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie aus Tomatenscheiben schnell, einfach und unkompliziert neue Pflanzen ziehen können.

Tomatenscheiben in die Erde: Materialien

Das Ziehen einer neuen Pflanze aus Tomatenscheiben ist kinderleicht und ohne viel Aufwand zu bewältigen. So brauchen Sie nur folgende Materialien:

  1. Eine Tomate
  2. Ein Messer
  3. Einen Blumentopf
  4. Hochwertige Blumenerde
  5. Einen Pikierstab, alternativ auch Besteck
  6. Einen Tomatendünger

Mit Tomatenscheiben zur eigenen Pflanze: Anleitung

Eine neue Tomatenpflanze aus einer alten Tomate zu ziehen, ist alles andere als schwer und schnell gemacht.

Schritt 1: Auswahl, Standort und Ansprüche

Zuerst wählen Sie hierfür eine passende Tomate, aus welcher Sie Ihre neue Tomatenpflanze ziehen wollen. Die Tomate kann ruhig etwas älter oder überreif sein, nur schimmeln sollte Sie nicht, da dies die Keimfähigkeit der Samen einschränken kann. Nun schneiden Sie die Tomate vorsichtig in Scheiben. Befüllen Sie einen Blumentopf zu drei Vierteln mit Erde und legen Sie die Scheiben hinein. Optimal ist eine spezielle Anzuchterde, denn diese fördert das Wurzelwachstum der jungen Pflanzen besonders gut und sorgt so für gesunde und robuste Setzlinge. Liegen die Scheiben im Blumentopf, werden sie mit einer etwa 1 bis 2 cm hohen Schicht Blumenerde bedeckt. Nun heißt es erst einmal abwarten.

Tomatenkeimlinge in einem Blumentopf

Nach den ersten Wochen beginnen die Samen der Tomatenscheiben zu keimen

In den nächsten Wochen beginnen die Samen, welche sich in den Tomatenscheiben befinden, zu keimen. Dabei ist es wichtig, dass die Erde stets feucht bleibt, aber auch nicht zu nass wird – die sensiblen Samen vertragen keine Trockenheit, doch auch große Nässe bekommt ihnen nicht gut. Beim Gießen der Tomaten ist also Fingerspitzengefühl gefragt. Aber auch der Standort für die Keimung will gut bedacht sein: Die Tomate mag es am liebsten hell und warm, ein helles Fensterbrett ist deshalb für sie perfekt.

Schritt 2: Tomaten pikieren

Nach etwa drei Wochen sind dann die ersten kleinen Keimlinge zu sehen. Da sich bei optimalen Bedingungen jedoch recht viele der kleinen Tomatenpflanzen entwickeln müssen, ist es Zeit, den Bestand etwas auszudünnen. Nur so bekommen alle Pflanzen genug Nährstoffe und Platz, um sich optimal entfalten zu können. Der passende Zeitpunkt zum Pikieren der Tomaten ist erreicht, wenn die meisten Keimlinge das erste oder zweite echte Blattpaar entwickelt haben. Mit einem Pikierstab werden die kleinen Pflanzen vorsichtig aus der Erde gehoben und in ihren neuen Topf gesetzt. Achten Sie dabei darauf, dass möglichst keine Blätter und Wurzeln verletzt werden. Wer keinen Pikierstab besitzt, kann auch zu Löffel oder Gabel greifen: Mit dem Schaft des Bestecks lassen sich die Keimlinge ebenfalls problemlos aus der Erde nehmen. Im neuen Topf sollten die Tomaten bis zum Ansatz der Keimblätter in der Erde stehen. Außerdem empfiehlt es sich, pro Topf nur einen Keimling einzupflanzen – so hat jeder Keimling garantiert genug Platz, um sich zu einer kräftigen Tomatenpflanze zu entwickeln. Wenn Sie nur ein oder zwei Tomatenpflanzen heranziehen wollen, sollten Sie sich beim Pikieren die stärksten Keimlinge heraussuchen, da diese auch mit hoher Wahrscheinlichkeit zu robusten Pflanzen werden.

Kleine Tomatenpflanze in einem Topf

In jeden Topf sollte nur ein Keimling eingepflanzt werden, damit die Pflanze genug Platz hat

Schritt 3: Regelmäßige Pflege der Tomatenpflanze

Von nun an wächst die Pflanze beinahe von allein. Leider aber nur beinahe, denn regelmäßiges Gießen bleibt weiterhin Pflicht, damit die Pflanze wächst und gedeiht. Etwa vier Wochen nach dem Pikieren sollte die Pflanze außerdem etwas Dünger bekommen. Besonders gut eignet sich hierfür ein spezieller Tomatendünger, denn dieser hat ein ausgewogenes Nährstoffverhältnis, das eine optimale Versorgung der Pflanze garantiert. Andere Dünger enthalten für Tomaten oft zu viel Stickstoff – als Folge bilden die Pflanzen unzählige Blätter aus, das Wachstum ihrer Früchte bleibt aber leider auf der Strecke. Wird die Pflanze von nun an aber regelmäßig umsorgt, wird sie schon bald leckere Tomaten tragen und Ihnen so für ihr zweites Leben danken.

Das Düngen mit einem speziellen Tomatendünger sorgt für schnelles Wachsen der Pflanze (Anzeige: Herzlichen Dank an Cuxin)

Tomatenscheiben in die Erde: Zusammenfassung

Sie mögen es lieber kurz und knackig? Hier finden Sie noch einmal alle Arbeitsschritte, um aus Tomatenscheiben eine eigene Pflanze zu ziehen, in der Übersicht:

  1. Tomate in Scheiben schneiden
  2. Blumentopf mit Anzuchterde füllen
  3. Tomatenscheiben in den Topf legen und mit 1 – 2 cm Erde bedecken
  4. Regelmäßig gießen
  5. Nach drei Wochen Tomaten pikieren und einzeln in Blumentöpfe setzen
  6. Nach weiteren vier Wochen Tomatendünger hinzugeben
  7. Regelmäßig pflegen
  8. Leckere Tomaten genießen

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Frederike

Ich bin Studentin der Agrarwissenschaften und ein richtiges Dorfkind. Zuhause habe ich einen kleinen Gemüsegarten, den ich hege und pflege, und verbringe die Zeit am liebsten draußen. Wenn ich nicht gerade im Freien bin, schreibe ich leidenschaftlich gerne. Meine Liebe gilt aber nicht nur Pflanzen und dem Schreiben, sondern auch ganz besonders der Tierwelt.

Lieblingsobst: Johannis- und Himbeeren.
Lieblingsgemüse: Schwarzwurzeln, Wirsing und Kartoffeln.

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