skip to Main Content

Pestizide: Warum sie im Garten nichts verloren haben

In vielen Hausgärten werden oft Pflanzenschutzmittel gegen Schädlinge verwendet. Wir zeigen, warum man jedoch keine Pestizide im Garten einsetzen sollte.

Tote Bienen auf Tischplatte
Bienen können bestimmte Pestizide aufnehmen und daran sterben [Foto: Perutskyi Petro/ Shutterstock.com]

Pestizide, auch Pflanzenschutzmittel genannt, schließen alle Stoffe ein, die zum Schutze von Pflanzen und zur Tötung von Schadorganismen eingesetzt werden. Sie wirken als Insektizid und Akarizid gegen Insekten und Milben, als Fungizid gegen Pilzkrankheiten und als Herbizide gegen Unkräuter.

Pestizide im Garten

Nicht nur die Agrarwirtschaft, sondern auch Privatpersonen und Gemeinden greifen auf die chemischen Stoffe zurück. Warum besonders der Einsatz im Hausgarten für Umwelt und Gärtner gefährlich ist und unbedingt tabu sein sollte, wollen wir Ihnen hier näherbringen.

Keine Kontrolle der Pestizide

Landwirte müssen vor dem Kauf und der Ausbringung mit der Pflanzenschutz-Sachkunde ihr Wissen um Gesetze und Wirkung der Mittel nachweisen. Diese Weiterbildung muss alle drei Jahre aufgefrischt werden. Hausgärtner hingegen können ohne Hintergrundwissen toxische Pestizide einfach im nächsten Baumarkt kaufen. Oftmals gilt dann auch zu Hause der Grundsatz „Viel hilft viel“ und man bringt mehr als die empfohlene Dosis aus. Als Folge gelangen oftmals Reste des Pestizids in Boden und Grundwasser – zum Teil sogar auch auf Obst und Gemüse. Viele Pestizide schädigen dabei nachgewiesenermaßen Bodenorganismen und Gewässertiere. Auch der möglicherweise krebserregende Inhaltsstoff Glyphosat sowie manche bienenschädigenden Neonikotinoide finden sich nach wie vor in den Pestiziden für Hausgärten. Wie viel jedes Jahr von den toxischen Mitteln in Hausgärten eingesetzt wird, ist schwer zu sagen. Der BUND geht von etwa 500 Tonnen pro Jahr aus, andere Quellen sprechen von deutlich größeren Mengen.

Herbizide mit dem Wirkstoff Glyphosat sind weiterhin für Hobbygärtner verfügbar [Foto: Pixavril/ Shutterstock.com]

Unvorhersehbare Folgen von Pestiziden

Pflanzenschutzmittel werden nicht nur in der Landwirtschaft in großen Mengen verwendet. Auch in Hausgärten und Kommunen wird gegen Insekten und Unkraut großzügig die Chemiekeule geschwungen. Dass dies oftmals nicht nur die Schadinsekten trifft, sondern auch Nützlinge, ist allgemein bekannt. Dennoch werden die Mittelchen oft als schnelle Lösung für ein lästiges Problem angesehen. Langfristig weiß niemand, welche Auswirkung die Verwendung von diesen oft umweltschädigenden Stoffen auf unsere Ökosysteme in den Gärten und unsere Wasserqualität hat. In der Politik gehen die Meinungen dazu auseinander. Zuletzt wurden im EU-Parlament lediglich drei der bienenschädigenden Neonicotinoiden verboten – und das auch nur für die Freilandnutzung. Ab September 2019 verbietet Frankreich nun alle fünf bienengefährlichen Neonicotinoide landesweit und geht damit noch einen Schritt weiter als die EU und auch Deutschland. Auch das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat steht weiter in der Debatte. Das von der WHO als potentiell krebsgefährdend eingestufte Herbizid wurde 2017 in der EU trotz langatmiger Debatten und offensichtlicher Einflussnahme der Pestizidindustrie weiterhin genehmigt.

Alternativen zu Pestiziden

Viele Gärtner sehen oft keine Alternative, als schnell zum Vernichtungsspray zu greifen. Dabei kann man Unkraut auch einfach durch das Ausreißen per Hand loswerden. Wem das zu mühsam ist, der versucht vielleicht mal, Mulch zwischen den Pflanzen zu verteilen und so das Unkraut zu unterdrücken. Eine weitere Möglichkeit, seine Pflanzen biologisch und natürlich zu schützen, ist zum Beispiel das Ansetzen von Sud: Gegen viele Schädlinge wie Blattläuse helfen Pflanzenbrühen und Extrakte, die einerseits zur Stärkung der Pflanze beitragen und andererseits die kleinen Plagegeister vertreiben, ohne giftige Stoffe in der Umgebung freizusetzen.

Marienkäfer auf Ast mit Blattläusen
Marienkäfer ernähren sich von unseren Blattläusen [Foto: encierro/ Shutterstock.com]

Auch Nützlinge wie Marienkäfer und Schwebfliegenlarven vertilgen unglaublich viele unserer Schädlinge. Pflegt man sie, kümmert man sich indirekt auch um die Blattlausplage. Ein kleinerer Befall regelt sich in einem funktionierenden Ökosystem ohnehin von selbst. Statt mit chemischen Mitteln schnell ein „Problem“ aus der Welt zu schaffen, sollten wir lieber den Ursprung suchen. Meist liegt der nämlich in der Art, wie wir mit der Natur umgehen, unseren Garten pflegen und mit welchen Pflanzen wir den Hausgarten gestalten. In einer vielfältigen Mischkultur und insektenfreundlichen Umgebung benötigt man oft von Natur aus überhaupt keine Pestizide. Bei besonders starken Befällen wie das zum Beispiel beim Buchsbaumzünsler oft der Fall ist, gibt es neben den Chemiebomben auch natürliche Produkte aus biologischen Quellen, wie unser unser Plantura Zünslerfrei XenTari®, das wirksam, selektiv und nachhaltig zugleich ist. Der Inhaltsstoff wird hierbei von einem Bakterium, Bacillus thuringiensis, hergestellt.

Plantura Zünslerfrei XenTari®
Plantura Zünslerfrei XenTari®
Extrem wirksam gegen den Buchsbaumzünsler, sorgt für sofortigen Fraßstopp, 100% bio und nützlingsschonend
€9,49
inkl.MwSt.

Auch andere natürliche Produkte wie Neem-Öl, Pflanzenbrühen oder Gesteinsmehle erzeugen keine giftigen Rückstände und können bedenkenlos im Hausgarten verwendet werden.

Wenn Sie mehr über die natürliche Bekämpfung von Schädlingen erfahren möchten, finden Sie hier weitere Informationen.

Back To Top