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Regenwürmer im Garten: 5 Gründe, warum Regenwürmer so wichtig sind

Gar nicht eklig, sondern nützlich – Regenwürmer sind wahre Helden im Garten. Hier erfahren Sie, warum Regenwürmer so wichtig für unsere Beete sind.

Regenwürmer kommen besonders unserem Boden zugute [Foto: Mama Belle and the kids/ Shutterstock.com]

Klein, glitschig, unappetitlich  – Würmer gehört nicht gerade zu den schönsten Lebewesen, die in unseren Gärten zu finden sind. Viele Menschen finden die kleinen Tiere sogar richtig ekelig und würden sie am liebsten aus ihrem Garten verbannen. Doch das ist gar keine gute Idee: Trotz ihres unscheinbaren Aussehens sind Regenwürmer (Lumbricidae) – wie der Gemeine Regenwurm (Lubricus terrestis) – von unschätzbarem Wert für einen gesunden Garten. Besonders dem Boden kommen die Würmer zugute. So besagt bereits eine alte französische Bauernweisheit: „Der liebe Gott weiß, wie man fruchtbare Erde macht, und er hat sein Geheimnis den Regenwürmern verraten.“ Welche Vorteile die kleinen Tierchen für unseren Boden haben und wieso sie in keinem Garten fehlen sollten, verraten wir Ihnen hier.

1. Regenwürmer als Müllabfuhr

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass sich Regenwürmer von Erde und Dreck ernähren. Tatsächlich ist die Leibspeise von Würmern aber etwas ganz anderes: Pflanzen. Doch keine Sorge, der Regenwurm vergreift sich nicht etwa am guten Rasen oder an den teuren Rosen, sondern räumt im Garten ordentlich auf, denn auf seiner Speisekarten stehen vor allem verrottende Pflanzenreste. Laub, Grünschnitt und abgestorbene Pflänzchen zieht der nachtaktive Wurm gerne in seine Röhre und kurbelt damit die Kompostierung der Pflanzenabfälle ordentlich an.

Blätter stehen bei dem Regenwurm ganz oben auf der Speisekarte [Foto: Alexander Sviridov/ Shutterstock.com]

So verrotten Gartenabfälle und Laub in einem Garten mit vielen Regenwürmern deutlich schneller als in einem Garten ohne die kleinen Helfer. Vor allem der Kompostregenwurm (Eisenia fetida) ist eine wahre Wunderwaffe bei dem Recycling von Grünabfällen: Er verwandelt Gartenabfälle zuverlässig in praktischen Kompost, wird wegen seiner Fähigkeit sogar verkauft und gezielt in Komposthaufen gesetzt.

2. Düngung durch die Regenwürmer

Wer viel frisst, muss auch mal auf die Toilette – das ist auch beim Regenwurm der Fall. Doch tatsächlich sind die kleinen Haufen, die viele Rasenliebhaber so stören, ein echter Segen für den Garten. Nach der Verdauung von Laub und anderen organischen Substanzen bleiben nicht etwa Reste von gewöhnlichem Boden zurück, sondern hochkonzentrierte Bestandteile an pflanzenverfügbaren Nährstoffen. Tatsächlich enthält der Wurmkot beinahe fünfmal mehr Stickstoff, siebenmal mehr Phosphat und sogar elfmal mehr Kalium als normale Gartenerde und eignet sich daher perfekt als Dünger. Aber nicht nur den Pflanzen kommen die Ausscheidungen zugute, auch der Boden profitiert von dem Regenwurmkot. Dieser besteht nämlich aus besonders feinen Humuspartikeln, die sogenannte Ton-Humus-Komplexe bilden. Diese sorgen für eine bessere und stabilere Bodenstruktur und eigenen sich perfekt, um die Mineralstoffe, die der Regenwurm ebenfalls abgibt, zu binden und zu speichern. Dadurch bleiben die Nährstoffe lange im Boden und haben eine Langzeitwirkung für die Pflanzenernährung.

Regenwurmkot ist kein Ärgernis, sondern ein super Dünger [Foto: Hand Robot/ Shutterstock.com]

3. Regenwürmer verbessern die Bodenstruktur

Regenwürmer sind nicht nur für ihr Aussehen und ihren guten Dünger bekannt, sondern auch für ihre Fähigkeit, Tunnel zu graben. Was sich erst einmal nicht besonders spektakulär anhört, hat in Wirklichkeit entscheidende Auswirkungen auf die Struktur des Bodens: Da die kleinen Röhren vom Regenwurm speziell ausgekleidet werden, sind sie extrem stabil und leiten Luft und Wasser auch in tiefere Schichten des Erdreiches. Durch die bessere Durchlüftung des Bodens wird vor allem die Zersetzung pflanzlichen Materials angeregt, das sich in tieferen Erdschichten befindet. Da in diese Erdschichten oftmals kein Sauerstoff eindringt, der bei zahlreichen Verderbnisprozessen eine entscheidende Rolle spielt, geschieht die Zersetzung von organischem Material in vielen Bodenschichten nur langsam.

Der Regenwurm baut zahlreiche stabile Gänge, durch die Luft und Wasser in den Boden gelangen [Foto: golf bress/ Shutterstock.com]

Durch die Gänge der Regenwürmer werden aber auch diese Schichten ausreichend mit Luft versorgt und die abgestorbenen Pflanzenteile können besser abgebaut werden. Doch auch Wasser dringt durch die kleineren Röhren deutlich besser in den Boden ein – hierdurch wird die Gefahr von Staunässe deutlich minimiert. Gleichzeitig verbleibt das Wasser durch die sogenannte Schwammwirkung deutlich länger im Boden und die Erde trocknet so während Dürrezeiten langsamer aus.

4. Durchmischung durch die fleißigen Würmer

Wenn wir schon bei den Regenwurmröhren sind, dürfen wir einen weiteren wichtigen Aspekt der Regenwürmer nicht vergessen: Die kleinen Tunnel sorgen nicht nur für eine gute Belüftung, sondern auch für eine gute Durchmischung des Bodens. Böden sind oft in viele unterschiedliche Schichten aufgeteilt, die sich in verschiedenen Eigenschaften – wie beispielsweise in ihrer Struktur, aber auch im Gehalt von bestimmten Nährstoffen – voneinander unterscheiden. Beim Graben und Fressen bauen manche Arten der kleinen Würmer Röhren, die bis zu 2 m tief in die Erde reichen. Dabei durchmischen sie die verschiedenen Schichten. So ziehen sie beispielsweise Blätter tief in die Erde hinein, wo es kaum noch organisches Material gibt. Gleichzeitig bringen Sie aus den tieferen Schichten wertvolle Mineralien mit, die sich an der Oberfläche als hervorragender Dünger für die Pflanzen erweisen. Durch diese Durchmischung des Bodens verändert sich die Bodenstruktur nachhaltig zum Positiven und bleibt auch über längere Zeiträume fruchtbar und stabil.

Der Regenwurm gebietet der Bodenerosion Einhalt [Foto: Lucas Rizzi/ Shutterstock.com]

5. Bodenerosion minimieren mit Regenwürmern

Sandstürme kommen nicht nur in Wüsten und auf tropischen Inseln vor, sondern sind auch in Deutschland mittlerweile Realität geworden. Wind, Wasser und Wetter machen unserem Boden zu schaffen und tragen ihn im schlimmsten Fall an einen anderen Ort. Vor allem die Bodenerosion durch Wasser macht auch vor Hobbygärtnern nicht Halt und trägt Jahr für Jahr Teile der kostbaren oberen Erdschicht ab. Die Folge: Mit jedem neuen Schauer wird die Bodenfruchtbarkeit schlechter. Glücklicherweise gibt es einen Retter in der Not – Studien beweisen, dass Regenwürmer die Erosion deutlich minimieren können. Zum einen liegt dieses an der verbesserten Bodenstruktur und -stabilität, zum anderen aber auch an den langen Regenwurmröhren. Durch diese kann das Wasser in den Boden versickern und läuft nicht oberirdisch ab, wobei es wertvollen Boden mitreißen könnte. Gleichzeitig binden die Ton-Humus-Komplexe die wertvollen Mineral- und Nährstoffe so gut, dass sie nicht vom Regen ausgewaschen werden. So sorgt der Regenwurm dafür, dass der Boden in unserem Garten noch lange fruchtbar bleibt.

Wenn Sie sich jetzt Fragen, wie Sie möglichst viele Regenwürmer in Ihren Garten locken können, dann gibt es ein wichtiges Stichwort zu nennen: Nachhaltiges Gärtnern. Chemie in der Erde vertreibt die nützlichen Tierchen logischerweise, weshalb Sie im Garten unbedingt auf Bio-Produkte setzen sollten, die möglichst schonend für Pflanzen, Tiere und Umwelt sind. Auch beim Düngen können Sie einfach den Unterschied machen, indem Sie auf organische Langzeitdünger, wie unsere Plantura Bio-Dünger setzen.

Wir empfehlen unsere organischen Dünger:
  • Plantura Bio Rasendünger: BIO-Rasendünger mit Langzeitwirkung (3 Monate) für einen dichten und tiefgrünen Rasen ohne Unkraut und Moos.

  • Plantura Bio Blumendünger: Bio-zertifizierter und organischer Langzeitdünger. Mit extra Kalium-Anteil für eine Verringerung der Frostempfindlichkeit von Blumen im Beet. Versorgt blühende Zierpflanzen optimal mit Nährstoffen und ist frei von tierischen Produkten.

  • Plantura Bio Tomatendünger: Ein hoher Kalium-Anteil sorgt für aromatisch duftende und schmackhafte Tomaten. Als organischer Dünger ist er für die langfristige Nährstoffversorgung von Tomaten und vielen anderen Gemüsearten hervorragend geeignet.

Frederike

Ich bin Studentin der Agrarwissenschaften und ein richtiges Dorfkind. Zuhause habe ich einen kleinen Gemüsegarten, den ich hege und pflege, und verbringe die Zeit am liebsten draußen. Wenn ich nicht gerade im Freien bin, schreibe ich leidenschaftlich gerne. Meine Liebe gilt aber nicht nur Pflanzen und dem Schreiben, sondern auch ganz besonders der Tierwelt.

Lieblingsobst: Johannis- und Himbeeren.
Lieblingsgemüse: Schwarzwurzeln, Wirsing und Kartoffeln.

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