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Samenbomben selber machen: Anleitung für eigene Seedbombs

Schon auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken? Wir zeigen Ihnen, wie Sie ganz einfach Samenbomben selber machen, die Gärtnerherzen höherschlagen lassen.

Samenbombe wird zwischen zwei Händen gerollt

Wie wäre es dieses Jahr mit einem selbstgemachten Weihnachtsgeschenk?

Wenn die Tage allmählich kürzer werden und die Anzeige auf dem Thermometer in Richtung null sinkt, ist es wieder soweit: Die Weihnachtszeit steht vor der Tür. Der eine oder andere Punsch wurde bereits getrunken, das eine oder andere Lichtlein ins Fenster gestellt, doch ein großes Thema steht Ihnen noch bevor: die Weihnachtsgeschenke für Ihre Liebsten vorbereiten.

Geschichte der Samenbomben

Sie haben noch nie von Seedbombs (auf Deutsch Samenbomben) gehört? Dabei gibt es sie schon wirklich lange. Samenbomben sind nämlich kleine Bällchen (oder Klumpen) aus Erde, Ton und Saatgut. Da das Saatgut in dem harten Mix aus Erde und Ton gut eingebettet ist, muss es nicht gepflanzt werden. Stattdessen kann man den ganzen Samenball einfach an seinen Zielort werfen, rollen, legen oder per Zwille befördern. Der nächste Regen weicht den Ball auf und aktiviert das Saatgut, das dann zu keimen anfängt.

Viele Samenbomben nebeneinander

Samenbomben bestehen aus Erde, Ton und Saatgut

Es gibt verschiedene Meinungen dazu, wie, wann und wo das Konzept der Seedballs erfunden wurde. Die meisten Leute glauben, dass die Idee von den alten Ägyptern stammt, die mit Hilfe von Samenbomben sehr schnell das fruchtbare Ackerland bestellen konnten, das vom jährlichen Nilhochwasser zurückgelassen wurde. Sehr viel später wurde die Idee dann von den Japanern aufgegriffen, die mit aus Flugzeugen abgeworfenen Samenbomben große Felder bestellten, während große Teile der (männlichen) Bevölkerung im Zweiten Weltkrieg kämpften.

Wirklich bekannt wurden die Seedballs dann in den 1970er-Jahren, als mehr und mehr Leute begannen, diese kleinen Kugeln zu werfen, um gegen Betonwüsten, Luftverschmutzung und die Bebauung städtischer Grünflächen zu protestieren. Bis heute werden Samenbälle zu genau diesem Zweck genutzt: um bunte Inseln in tristen Innenstädten zu schaffen, seine Nachbarschaft zu verschönern und um eigene Lebensmittel anzubauen. Samenbomben eignen sich darüber hinaus aber auch ideal für die Bepflanzung von Balkonkübeln, eine schnelle Veränderung im Garten oder einfach nur, um ein paar Kräuter in seiner Küche zu ziehen.

Samenbomben selber machen: Ein besonderes Geschenk

Ein tolles Geschenk muss ja nicht zwangsläufig immer etwas Gekauftes sein. Viel schöner ist es doch, am Weihnachtstag selbstgemachte Gaben zu überreichen, bei denen viel Liebe und Herzblut in der Herstellung steckt und die von den Lieben besonders wertgeschätzt werden. Deshalb möchten wir Ihnen heute einen kleinen Blick hinter die Kulissen der Stadtgärtner geben und verraten, wie Sie die kleinen grünen Geschenke, die sogenannten Seedbombs, ganz einfach zuhause selbst herstellen können.

Die Samenbomben können einfach selbst hergestellt werden

Samenbomben selber machen: Anleitung

Bei der Auswahl der Samen stehen Ihnen alle Möglichkeiten offen. Allerdings sollten Sie unbedingt darauf achten, keine giftigen Gewächse auszuwählen und idealerweise nur heimische Arten zu nutzen. Gut eignen sich beispielsweise Margeriten, Mohn, Kornraden, kleine Sonnenblumen, Ringelblumen oder Kornblumen. Hobbygärtner freuen sich bestimmt auch über Gemüsesamen von Kürbissen und Co.

Sie brauchen:

  • 1 Teil Samen/Saatgut (Wildblumen/Kräuter/Gräser/Gemüse)
  • 5 Teile gute torffreie Blumenerde (zum Schutz der Moore; die Erde am besten vorher trocknen und dann durchsieben)
  • 3 Teile Tonerde (braune, rote oder ockerfarbene Tonerde ist im Baustoffhandel erhältlich)
  • 1 Teil Wasser
  • einen Behälter zum Anrühren der Zutaten und eine Unterlage zum Trocknen der Seedbombs
Samenbomben werden hergestellt

Zur Herstellung werden nur wenige Zutaten benötigt

So stellen Sie die Samenbomben her:

  1. Erde in eine Schüssel sieben.
  2. Tonpulver hinzufügen und beides gut vermischen.
  3. Langsam Wasser hinzugeben, bis eine zähe Masse entsteht, die sich gut formen lässt. Ist der Teig zu wässrig, einfach nachträglich trockene Bestandteile, sowie die Samen zugeben, bis er die entsprechende Konsistenz hat. Der Teig sollte jetzt relativ zügig verarbeitet werden, da er schnell aushärtet.
  4. Nun beginnt das eigentliche „Rollen“ der Seedbombs. Je nach gewünschter Größe (nicht größer als Walnussgröße, da die Samen sonst keimen, bevor der Seedball durchgetrocknet ist) die entsprechende Menge Teig abbrechen und ohne besonderen Kraftaufwand zwischen den Handflächen hin und her rollen, bis eine glatte, runde Kugel entsteht.
  5. Die Bälle anschließend zum Trocknen zum Beispiel auf einer alten Zeitung ablegen und 1 – 2 Tage trocknen lassen.
  6. Die fertigen Seedbombs können dann zum Beispiel in einem kleinen Jutebeutel verpackt und mit einer schönen Schleife zugebunden verschenkt werden. Nach dem Trocknen sind die Samenbomben zwei Jahre einsatzbereit.

Samenbomben kaufen: Seedbombs von den Städtgärtnern

Sie haben leider keine Zeit zum Selbermachen, aber die Idee, Samenbomben zu verschenken, gefällt Ihnen gut? Da können die Stadtgärtner aushelfen! Die walnussgroßen Seedbombs der Stadtgärtner, die als Geschenk toll ankommen, gibt es entweder als Achterpack in einem Jutebeutel verpackt oder als Pappwürfel im Einzelset. Sie bestehen ausschließlich aus heimischem Saatgut, Ton und Erde – ein Geschenk mit Mehrwert, denn zwischen April und August können die Samenbomben dann gemeinsam mit den Lieben ausgeworfen werden. Hier gibt es auch ein Einsteigerset zum Samenbomben-Selber-Rollen.

Einsteigerset Samenbomben in grün

Das Einsteigerset enthält alle Zutaten um Samenbomben ganz einfach selbst zu machen

Hinweis: Es gibt eine besondere Rabattaktion für Plantura-Leser. Mit dem Rabattcode „plantura“ erhalten Sie 15 % Rabatt auf das Sortiment der Stadtgärtner!

Bei Fragen rund um die Herstellung von Seedbombs stehen Ihnen die Stadtgärtner gerne zur Verfügung.

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