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Schmetterlingsblütler: Merkmale & die schönsten Arten

Welche Merkmale zeichnen Schmetterlingsblütler aus? Welche Arten gehören zu den Schmetterlingsblütlern? Wir stellen Ihnen die schönsten Schmetterlingsblütler für den Hausgarten vor.

Blüte eines Schmetterlingsblütlers
Kennzeichnend für Leguminosen ist die charakteristische Schmetterlingsblüte [Foto: AirelleS/ Shutterstock.com]

Mit mehr als 12.000 Arten und rund 420 Gattungen gehören die Schmetterlingsblütler (Faboideae) sicherlich zu den artenreichsten Unterfamilien der Hülsenfrüchtler (Fabaceae), die auch als Leguminosen bekannt sind. Kein Wunder also, dass zahlreiche Schmetterlingsblütler-Arten auch im Garten zu finden sind. Welche Merkmale die Schmetterlingsblütler auszeichnen und welche Arten sich besonders gut für die Gartengestaltung eignen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Merkmale von Schmetterlingsblütlern

Zahlreiche Arten zählen zu der Gruppe der Schmetterlingsblütler – dementsprechend hoch ist die Vielfalt an verschiedenen Merkmalen und Wuchsformen, die unter den Vertretern dieser Gruppe zu finden sind. Ein Merkmal, das aber alle Schmetterlingsblütler verbindet, ist ihre Symbiose mit Knöllchenbakterien. Diese leben in knöllchenartigen Verdickungen an den Wurzeln der Pflanzen und sind in der Lage, Stickstoff zu sammeln und diesen an die Pflanzen weiterzugeben. Im Gegenzug werden die Bakterien von den Pflanzen mit Nährstoffen und Wasser versorgt. Diese Symbiose sorgt nicht nur dafür, dass Leguminosen auch auf sehr stickstoffarmen Böden wachsen können, sondern macht sie zudem besonders interessant für den Gartenbau: Da Schmetterlingsblütler auf natürliche Weise Stickstoff im Boden binden, eignen sie sich wunderbar zur Gründüngung.

Ein weiteres Merkmal der Schmetterlingsblütler ist ihre ausgefallene Blütenform: Die fünfblättrigen Schmetterlingsblüten sind besonders charakteristisch für die Pflanzen und waren sogar ausschlaggebend für ihre Namensgebung. Die Blüte ist dabei zweiseitig symmetrisch und besteht aus einem vergrößerten Kronblatt, das „Fahne“ genannt wird, seitlichen „Flügeln“ und zwei verwachsenen Kronblättern, welche „Schiffchen“ heißen. Doch nicht nur Menschen erfreuen sich an den schönen Blüten der Schmetterlingsblütler – viele Arten gelten auch als besonders bienenfreundlich.

Beispiele für Schmetterlingsblütler: Die 15 schönsten Arten

Schmetterlingsblütler beeindrucken mit ihrer enormen Vielfalt. Kein Wunder also, dass man leicht die Übersicht über die zahlreichen Schmetterlingsblütler-Arten verliert. Wir haben Ihnen 15 Schmetterlingsblütler als Beispiele herausgesucht, die sich besonders gut für den Garten eignen.

1. Besenginster

Früher galt der Besenginster (Cytisus scoparius)als einer der populärsten Blütensträucher in Gärten. Leider trifft man den gelben Schmetterlingsblütler immer seltener an, dabei kann er mit zahlreichen Vorteilen glänzen. So gedeiht der Besenginster auch an nährstoffarmen Standorten und überzeugt mit seinen zahlreichen Blüten, die von April bis Juni goldgelb erstrahlen. Doch nicht nur für den Garten ist der bis zu zwei Meter hohe Strauch eine tolle Bereicherung. Schmetterlinge und Bienen werden von dem Schmetterlingsblütler im Hausgarten beinahe magisch angezogen.

Blühender Besenginster
Besenginster gedeiht auf besonders kargen Böden [Foto: Bildagentur Zoonar GmbH/ Shutterstock.com]

2. Blasenstrauch

Mit seinen eigenwilligen Früchten sorgt der Blasenstrauch (Colutea arborescens) immer wieder für neugierige Blicke. Nicht umsonst wird dieser Schmetterlingsblütler gerne als Zierstrauch gehalten. Die blasig aufgetriebenen Hülsen der Pflanze bieten wirklich einen originellen Anblick – allerdings sind sie auch hochgiftig und sollten auf keinen Fall verzehrt werden. Doch auch die Blüten des bis zu vier Meter hohen Strauchs sind nicht zu verachten: Die goldgelben Schmetterlingsblüten schmücken den Blasenstrauch von Mai bis August und ziehen zahlreiche Hummeln und Bienen an.

Blastenstrauch mit Früchten
Die Früchte des Blasenstrauchs haben einen hohen Zierwert [Foto: Hamersmit Photography/ Shutterstock.com]

3. Bunte Kronwicke

An Wegrändern, auf Äckern oder an Steinbrüchen – die Bunte Kronwicke (Securigera varia) ist beinahe überall zu finden. Auch im Garten macht der Schmetterlingsblütler mit den weiß-violetten Blüten keine schlechte Figur. Seine lange Blütezeit – die von Anfang Mai bis Ende September reicht – sorgt dafür, dass die rankende Staude immer häufiger gezielt im Garten eingesetzt wird. Vor allem Nützlinge freuen sich über diese Entwicklung: Da die Bunte Kronwicke ein besonders reiches Pollenangebot bereithält, zählt sie zu den insektenfreundlichen Blumen.

Blühende Kronwicke
Die Kronwicke beeindruckt mit ihren violett-weißen Blüten [Foto: LesPalenik/ Shutterstock.com]

4. Chinesischer Blauregen

Kaum eine andere Pflanze kann in Sachen Blütenfülle mit dem Chinesischen Blauregen (Wisteria sinensis) mithalten: Während der Blütezeit von Mai bis Juni drängen sich bis zu 30 Zentimeter lange Blütentrauben dicht an dicht an die Pflanze und verwandeln sie in ein wahres Blütenmeer. Hin und wieder kommt es auch zu einer Nachblüte im Spätsommer. Kein Wunder also, dass selbst Nützlinge wie Bienen ganz und gar von dem duftenden und nektarreichen Schmetterlingsblütler angetan sind. Doch auch nach der Blüte zeigt sich der Blauregen äußerst attraktiv: Die gefiederten Blätter der insektenfreundlichen Kletterpflanze und ihr stabiler Stamm, der die Krone auch ohne zusätzliche Kletterhilfe tragen kann, machen die Pflanze zu einem hübschen Anblick. Damit das Gewächs seine volle Pracht entfalten kann, sollte man den Blauregen düngen. Nach der Blüte kann der Blauregen beispielsweise mit dem Plantura Bio-Universaldünger versorgt werden, damit er auch in der nächsten Blüte sein ganzes Potential offenbart.

Plantura Bio-Universaldünger
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5. Erbse

Seit beinahe 10.000 Jahren kultivieren die Menschen Erbsen (Pisum sativum subsp. sativum) – damit gehört dieser Schmetterlingsblütler zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt. Auch heute wird die einjährige, krautige Pflanze noch in vielen Gemüsegärten kultiviert, um ihre grünen Schoten zu ernten. Doch man sollte die Erbse nicht nur auf ihre Früchte reduzieren, denn auch die weißen Schmetterlingsblüten, die ab Mai an der Pflanze erscheinen, sind optisch nicht zu verachten.

Reife Erbsen
Erbsen gehören zu den ältesten Kulturpflanzen [Foto: Diana Taliun/ Shutterstock.com]

6. Erdnuss

Erdnüsse (Arachis hypogaea) sind bei vielen als gesunde Knabberei beliebt. Doch nur wenige wissen, dass man Erdnüsse auch im Garten problemlos anbauen kann. Tatsächlich gedeihen die exotischen Schmetterlingsblütler auch in Deutschland gut, wenn man auf einen warmen, sonnigen Standort sowie ein lockeres, sandiges Substrat (beispielsweise eine Mischung aus Plantura Bio-Universalerde und Sand) achtet. Ab Mai zeigt die Erdnuss dann ihre gelben Schmetterlingsblüten, zwischen Juli und September bilden sich die begehrten Früchte aus. Sobald die Erdnuss-Pflanzen welk und braun werden, kann man den Wurzelballen samt den Früchten ausgraben und diese anschließend zwei Wochen trocknen lassen. Danach können Sie die Nüsse endlich rösten und probieren.

Erdnusspflanze mit Erdnüssen
Erdnüsse können im eigenen Garten angebaut werden [Foto: benjamas11/ Shutterstock.com]

7. Saat-Esparsette

Ursprünglich wurde die Saat-Esparsette (Onobrychis viciifolia) vor allem als Futterpflanze für Arbeitspferde genutzt, heute wird das Wildkraut neben seinem Einsatz als Futtermittel aber auch als Zierpflanze immer beliebter. Besonders trockene, kalkhaltige Böden profitieren von dem Anbau der Esparsette, da sie nachhaltig den Boden verbessert. Aber auch Bienen und Schmetterlinge lassen sich von der Pflanze betören: In ihrer Hauptblütezeit von Mai bis Juli locken die Blüten zahlreiche Nützlinge an. Und auch Menschen sind von den schönen Pflanzen angetan – die altrosa Blüten stehen in großen Trauben zusammen und sind schon von Weitem zu sehen.

Blühende Saat-Esparsette
Die Saat-Esparsette ist auch für den Garten geeignet [Foto: Tamara Kulikova/ Shutterstock.com]

8. Gartenbohne

Gartenbohnen (Phaseolus vulgaris), wie die Busch- oder die Stangenbohnen, sind in vielen Gemüsebeeten anzutreffen. Ihre große Beliebtheit rührt vor allem daher, dass sich die Gartenbohnen auch von Anfängern sehr gut anbauen lassen. So brauchen die Schmetterlingsblütler beispielsweise kaum Dünger und gedeihen sowohl an vollsonnigen, aber auch an halbschattigen Standorten. Aus den weißen Blüten der einjährigen Schlingpflanze entwickeln sich die bekannten Bohnen, die – je nach Sorte – ab Ende Juni geerntet werden können. Besonders der hohe Eiweißgehalt der Bohnen macht sie zu einer gesunden Komponente in der Küche. Allerdings dürfen Gartenbohnen niemals roh gegessen werden, da sie sonst zu Magen- und Darmbeschwerden führen.

Erbsen aussäen
Gartenbohnen bieten sich auch für Gartenanfänger an [Foto: kazoka/ Shutterstock.com]

9. Gewöhnlicher Erbsenstrauch

Mit seinen leuchtend gelben Schmetterlingsblüten ist der Gewöhnliche Erbsenstrauch (Caragana arborescens) im Mai ein absoluter Hingucker im Garten und dient Nützlingen als Nahrungsquelle. Aber auch im restlichen Jahr ist die Pflanze als Ziergehölz gefragt. Mit seinem dicht verzweigten Wuchs und dem gefiederten Laub kann sich der sommergrüne Schmetterlingsblütler durchaus sehen lassen. Besonders im Herbst, wenn der Erbsenstrauch seine erbsenähnlichen Früchte in Rot- und Grüntönen zur Schau stellt, gehört er im Garten zu den Hinguckern. Leider sind die Früchte – anders als bei der Erbse – nicht für den menschlichen Verzehr geeignet. Vögel dagegen nutzen den Erbsenstrauch gerne als Nährgehölz.

Blühender Erbsenstrauch
Der Erbsenstrauch ist eine tolle Zierpflanze [Foto: Tatyana Mi/ Shutterstock.com]

10. Goldregen

Mit einer Höhe von bis zu sieben Metern zählt der Goldregen (Laburnum anagyroides) zu den größeren Schmetterlingsblütlern im Hausgarten. Wer genug Platz hat, sollte jedoch definitiv über eine Anschaffung der Pflanze nachdenken: Ab Mai verwandelt sich der Goldregen in ein Meer aus duftenden, strahlend gelben Schmetterlingsblüten. Bis in den Juni verweilen die Blütenrispen an der Pflanze und machen sie zum absoluten Blickfang im Garten. Auch Bestäuber sind von dem Schmetterlingsblütler betört und suchen ihn gerne auf. Da der Goldregen jedoch als stark giftig gilt, sollte er in Gärten mit Kindern nur mit Bedacht gepflanzt werden.

Blühender Goldregen
Der Goldregen verwandelt sich in ein Meer aus Blüten [Foto: Erik Agar/ Shutterstock.com]

11. Korallenbaum

Mit seinen auffälligen roten Blüten, die sich von Juli bis September zeigen, ist der Korallenbaum (Erythrina crista galli) ein absoluter Hingucker im Garten. Der auffallende Schmetterlingsblütler aus Südafrika erreicht in seiner Heimat eine stattliche Höhe von bis zu fünf Metern. In Deutschland werden jedoch zumeist kleinere Zuchtformen als Kübelpflanze kultiviert, da der Korallenbaum allgemein als frostempfindlich gilt. Mit seinem überhängenden Wuchs und seiner einfachen Überwinterung erweist sich der Korallenbaum jedoch als ideale Kübelpflanze, die auch von Gartenanfängern kultiviert werden kann.

Blühender Korallenstrauch
Die auffälligen roten Blüten machen den Korallenbaum zum Hingucker [Foto: tomtsya/ Shutterstock.com]

12. Robinie

Wer einen Baum sucht, der ein besonders schnelles Wachstum an den Tag legt, kommt an der Robinie (Robinia pseudoacacia) nicht vorbei. Die Pflanze ist gerade beim Neuanlegen eines Gartens oder bei der Wiederaufforstung sehr begehrt, da sie beinahe auf jedem Boden zurechtkommt und als sehr robust gilt. Mit einer Höhe von 12 bis 30 Metern und seiner schirmförmigen Krone (auch gerne als Doppelkrone ausgeprägt) eignet er sich hervorragend für eine Einzelstellung. Seine gefiederten, sommergrünen Blätter sind dabei besonders attraktiv. Zur vollen Schönheit gelangt die Robinie aber erst ab dem sechsten Standjahr: Dann zeigt der Baum von Mai bis Juni seine weißen Schmetterlingsblüten. Bestäuber wie Bienen lieben das reiche Nektarangebot der Robinie und sind während der Blüte häufig bei ihr anzutreffen.

Blühende Robinie
Die Blüten der Robinie sind bei Nützlingen beliebt [Foto: Emilio100/ Shutterstock.com]

13. Roter Wiesenklee

Mit seinen violett-roten Blüten gehört der Rote Wiesenklee (Trifolium pratense) zu den schönsten Kleesorten. Auch wenn mancher Gärtner die Pflanze als Unkraut bezeichnet, ist sie tatsächlich eine tolle Bereicherung für den Garten. Besonders Schmetterlinge nutzen den Roten Wiesenklee als Futterpflanze, aber auch Bienen und Hummeln sind von dem kleinen Klee begeistert. Seine lange Blütezeit von April bis Oktober macht den Roten Wiesenklee zu einer äußerst insektenfreundlichen Pflanze. Im Garten lässt sich der Rote Wiesenklee aber nicht nur auf der Blumenwiese kultivieren – als Gründüngung hilft er, den Boden im Gemüsegarten zu verbessern. Man kann ihn aber auch als Futterpflanze für Kleinnager wie Kaninchen oder Hamster nutzen.

Blühender Wiesenklee mit Schmetterling
Besonders Schmetterlinge lieben den Roten Wiesenklee [Foto: lanych/ Shutterstock.com]

14. Speiselinse

Speiselinsen (Lens culinaris ssp. culinaris) gehörten lange Zeit zu den Grundnahrungsmitteln in vielen Haushalten. Heutzutage bauen aber nur noch wenige Menschen Linsen im eigenen Garten an. Dabei sind die Linsen gerade in Gebieten mit kargem Boden eine tolle Ergänzung: Die krautigen Pflanzen gedeihen hervorragend auf durchlässigen, nährstoffarmen Böden – normale Gartenerde ist ihnen dagegen zu nährstoffreich. Belohnt wird der Gärtner durch die Linsen aber gleich zweifach: Von April bis in den Herbst bildet der Schmetterlingsblütler lila bis weiß-bläuliche Blüten aus, die hübsch anzusehen sind. Ab Ende August können dann die Linsenhülsen geerntet werden, die vor allem wegen ihres hohen Proteingehalts sehr gefragt sind.

Getrocknete Linsen
Linsen sind eine gute Eiweißquelle [Foto: Luis Echeverri Urrea/ Shutterstock.com]

15. Stauden-Lupine

Sie darf in keinem Bauerngarten fehlen: Die Stauden-Lupine (Lupinus polyphyllus) gehört dank ihrer hübschen Blüten und ihrer pflegeleichten Art zu den beliebtesten Pflanzen im Staudenbeet. Aber auch an Böschungen und lichten Wäldern ist der Schmetterlingsblütler mittlerweile als Neophyt zu finden. Mit einer Höhe von etwa 60 bis 120 Zentimetern und der imposanten Blütenkerze ist die Lupine dabei eine wahre Augenweide. Gerade Insekten schätzen die Lupine sehr: Die zahlreichen Einzelblüten dienen von Juni bis in den August als hervorragende Nahrungsquelle.

Blühendes Lupinenfeld
Lupinen sind eine hervorragende Nahrungsquelle für Nützlinge [Foto: George Burba/ Shutterstock.com]

Wie Sie Lupinen im Garten anbauen können, stellen wir Ihnen in unserem Spezial-Artikel vor.

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