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Sukkulenten-Tisch: Video-Anleitung zum Selbermachen

Designerstück statt schlichtem Möbel – wir erklären, wie man aus einem normalen Tisch und ein paar Sukkulenten einen verblüffenden Hingucker zaubert.

DIY-Anleitung für einen Sukkulenten-Tisch [Musik: www.bensound.com]

Sukkulenten sind als hübsche und pflegeleichte Zimmerpflanzen äußerst beliebt und eignen sich auch als hübsche Dekoration für Menschen ohne grünen Daumen. Und auch der typische kleine Tisch aus dem schwedischen Einrichtungshaus ist in vielen Wohnungen zu finden. Doch sowohl Sukkulenten als auch das kleine Möbelstück sind für sich genommen keine Hingucker, sondern wirken unkreativ und langweilig. Anders sieht es allerdings aus, wenn man die beiden kombiniert: Ein selbstgemachter Sukkulenten-Tisch macht nicht nur Schluss mit langweiligen Blumentöpfen, sondern verwandelt Ihr Möbelstück auch in ein unverwechselbares Design-Objekt, dass jede Wohnung zum Strahlen bringt.

DIY-Anleitung für einen Sukkulenten-Tisch

Für ausgefallene Möbelstücke muss man nicht immer viel bezahlen: Mit ein bisschen handwerklichem Talent kann man selbst aus den weitverbreiteten Ikea-Möbeln unverwechselbare Unikate herstellen.

Das braucht man dafür

Um aus einem normalen Couchtisch einen schönen Blickfang zu machen, braucht es nicht viel.

Frau mit Material für Sukkulenten-Tisch
Für diese Bastelidee braucht man nicht viele Materialien

Tatsächlich benötigt man nur:

  • Einen kleinen Tisch (beispielsweise das Model „LACK“ von Ikea)
  • Maßband
  • Klebeband
  • Stift und Cutter
  • Plastikfolie
  • Pflanzton
  • Kakteenerde
  • Sukkulenten

Sukkulenten-Tisch basteln: So geht’s

Wer keine Lust mehr auf einen langweiligen Couchtisch hat und stattdessen von einem individuellen Sukkulenten-Tisch träumt, kann diese Idee schnell Realität werden lassen. Tatsächlich werden nur wenige Arbeitsschritte und etwas handwerkliches Talent gebraucht, um einen grünen Sukkulenten-Tisch zu erstellen.

Tisch wird mit Cutter ausgeschnitten
Zunächst muss ein Loch in den oberen Teil des Tisches gemacht werden

Zuerst muss der spätere Pflanzbereich für die Sukkulenten aufgezeichnet werden. Um eine möglichst akkurate Vorlage zu erhalten, empfiehlt es sich, mit einem Maßband zu arbeiten. Wir haben uns für ein Pflanzloch mit einer Länge von 30 Zentimetern und einer Breite von 23 Zentimetern entschieden, da diese Maße sowohl genügend Raum für das Inszenesetzen der Pflanze, als auch einen genügend breiten Rand (beispielsweise zum Abstellen von Gläsern) lassen. Natürlich lässt sich aber die Form und Größe des späteren Sukkulentenbeetes individuell anpassen, so sind kleinere Pflanzbereiche genauso möglich wie fantasievolle Formen.

Nach dem Vorzeichnen muss der Platz für die Sukkulenten ausgeschnitten werden. Damit die Schnitte besonders gerade und präzise werden, kann man das Maßband entlang der Schnittstelle auslegen und mit Klebeband befestigen. Mit einem Cuttermesser kann die Linie wie an einem Lineal gerade nachgeschnitten werden. Wenn alle vier Seiten des vorgezeichneten Vierecks ausgeschnitten sind, kann man vorsichtig mit der Klinge des Cutters die ausgeschnittene Tischplatte anheben und diese vorsichtig entfernen. Darunter kommt eine wabenförmige Pappe zum Vorschein: Auch in dieser Schicht fährt man mit dem Cuttermesser an den Seiten entlang und entfernt die Pappe möglichst ordentlich aus dem Tisch.

Tisch mit Erde befüllt
Eine Drainageschicht unter der Erde sorgt für einen guten Wasserablauf

In das so entstandene Loch wird nun eine Folie eingelegt. Diese ist besonders wichtig für den Sukkulenten-Tisch, da dieser ansonsten nach wenigen Wochen wegen der Feuchtigkeit des Gießwassers aufquellen und letztendlich zerstört werden würde. Deshalb ist es überaus bedeutsam, dass man beim Auskleiden darauf achtet, dass die Folie keine Löcher oder Risse hat und alle Teile des entstandenen Loches abdeckt. Wer auf Nummer sicher gehen will, der kann statt einer Folie auch eine kleine Wanne oder Schale verwenden.

Sukkulenten richtig einpflanzen

Nachdem der Platz für die Pflanzen im Tisch soweit vorbereitet ist, kann man mit den Vorbereitungen für das Umtopfen der Sukkulenten beginnen. Zuerst wird das Loch im Tisch mit Pflanzton befüllt. Dieser verbessert die Drainageeigenschaften des späteren Substrates und sorgt so dafür, dass die Gefahr von Staunässe sinkt. Besonders beim Bepflanzen eines Sukkulenten-Tisches ist diese Drainageschicht besonders wichtig, denn es gibt keine Ablauflöcher durch welche überflüssiges Wässer rinnen könnte. Danach wird das Loch etwa bis zur Hälfte mit Kakteenerde aufgefüllt. Im Gegensatz zu normaler Blumenerde eignet sich diese besser für die Kultivierung von Sukkulenten, da sie besser auf deren Boden- und Nährstoffansprüche angepasst ist und ihnen somit eine optimalere Umgebung zum Wachsen bietet.

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Nun können die einzelnen Sukkulenten vorsichtig aus ihren alten Töpfen geholt werden. Die alte Erde, die an den Wurzelballen der Pflanze klebt, wird dabei behutsam entfernt, jedoch sollten auf keinen Fall die feinen Wurzeln der Pflanzen beschädigt werden. Die von ihren Töpfen befreiten Pflanzen können nun in ihrem neuen Zuhause arrangiert werden – ist die passende Anordnung gefunden, werden die restlichen Lücken mit Kakteenerde aufgefüllt und diese leicht angedrückt. Überschüssige Erde auf dem Tisch kann nur vorsichtig mit der Hand oder einem feuchten Tuch vom Rand entfernt werden.

Tisch von Händen mit Sukkulenten bepflanzt
Beim Einpflanzen muss man vor allem auf die feinen Wurzeln achten

So pflegt man seine Sukkulenten richtig

Nach der Fertigstellung des Sukkulenten-Tisches ist die richtige Pflege der Pflanzen besonders wichtig, da das Umtopfen eine große Belastung für sie darstellt. In der ersten Woche sollten die Pflanzen deshalb nicht in Berührung mit direktem Sonnenlicht kommen, da dieses die Pflanzen zusätzlich stresst. Außerdem sollten Sukkulenten erst eine Woche nach dem Umtopfen gegossen werden, um die geschwächten Wurzeln zu entlasten. Sind die ersten Wochen erfolgreich absolviert, beweisen die Sukkulenten aber eindrucksvoll, warum sie so beliebt sind: Bietet man ihnen einen hellen, sonnigen Platz brauchen die robusten Pflanzen kaum noch Pflege. Tatsächlich kann übermäßiges Gießen den Pflanzen sogar schaden, weshalb man immer darauf achten sollte, dass das Pflanzsubstrat vor jeder neuen Wassergabe vollständig durchgetrocknet ist. Auch Düngen muss man die pflegeleichten Sukkulenten kaum – je nach Art können sie sogar ganz ohne zusätzliche Nährstoffgabe gedeihen.

Sukkulenten lieben Helligkeit und benötigen daher einen Standort mit viel Licht. Stehen die Pflanzen an einem zu dunklen Ort verkümmern sie oder es kommt zu sogenannten „Geiltrieben“. Das heißt, dass die Sukkulente lange und sehr dünne Triebe ausbildet, um möglichst viel Licht zu erhalten. Ideal ist also ein Standort direkt am Fenster oder in einem lichtdurchfluteten Wintergarten. Ist es nicht möglich für den Sukkulenten-Tisch einen Platz mit ausreichend Licht zu finden, dann kann eine spezielle Pflanzenlampe für zusätzliches Licht aufgestellt werden.

Tisch mit Sukkulenten bepflanzt
Der Sukkulenten-Tisch sollte unbedingt an seinem Standort mit viel Licht stehen

Auch im Winter ist ein Standort mit viel Licht unverzichtbar. Von Vorteil ist es außerdem, wenn sich die Sukkulente an einem kühlen Ort befindet. Ideal zum Überwintern sind beispielsweise Treppenhäuser, unbeheizte Wintergärten oder helle Plätze im Keller. Zwar ist auch eine Überwinterung bei normaler Zimmertemperatur möglich, dabei muss jedoch unbedingt darauf geachtet werden, dass ausreichend Abstand zu Wärmequellen wie Heizungen gehalten wird. Sonst könnten die Sukkulenten austrocknen.Besonders wichtig ist, dass das Gießen im Winter eingeschränkt wird. Die Wurzelballen sollten zwar nie ganz austrocknen, jedoch sollte die Erde auch nicht über einen längeren Zeitraum feucht bleiben. Generell gilt: Je kühler der Standort der Pflanze ist, desto weniger Wasser benötigt die Sukkulente.

Mehr Info zu diesem Thema finden Sie in unserem Artikel zur Pflege von Sukkulenten.

Herzlichen Dank an Floragard für die Unterstützung! 

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