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Vogel-Paarung: Balzverhalten, Paarungszeit & Brutzeit

Wie sieht das Balzverhalten von Vögeln aus? Wann balzen sie? Wie befruchten sich Vögel? Wann findet die Paarung der Vögel statt? Und wann und wie lange brüten sie?

Weißstörche in einem Nest
Frühlingszeit ist Paarungszeit [Foto: Ralf Liebhold/ Shutterstock.com]

Auch bei Vögeln spielen im Frühjahr die Hormone verrückt und alles dreht sich um das Thema Fortpflanzung. Männchen suchen sich ein Revier und versuchen eine Partnerin anzulocken. Weibchen haben das Ziel, die besten Gene für ihre Nachkommen auszuwählen. Wie genau das Balzverhalten verschiedener Vogelarten aussieht und was nach der erfolgreichen Partnersuche noch alles dazugehört, bevor die ersten Jungvögel schlüpfen können, erfahren Sie hier in unserem großen Infoartikel rund um das Thema der Balz und Paarung von Vögeln.

Vogel-Paarung: Balzzeit und Balzverhalten von Vögeln

Der Beginn der Balzzeit hängt von der Art des Vogels ab. Während viele Eulen und auch Spechte bereits im Februar anfangen zu balzen, beginnt die Partnerwerbung für andere Vogelarten erst zwischen März und April. Wie so oft im Reich der Tiere sind es dabei meist die Männchen, die um eine Partnerin werben und versuchen, durch die Zurschaustellung von prächtigen Federn und Tänzen oder klangvollen Rufen und Gesängen zu imponieren. Besonders auffällige, laute oder dominante Männchen werden dabei von den Weibchen bevorzugt, da sie dadurch Kraft und Gesundheit zeigen, welche die Weibchen sich für ihre Nachkommen wünschen.

Balz eines Vogelpaares
Auch Verfolgungsflüge gehören zum Balzverhalten von Wiedehopfen [Foto: Szymon Bartosz/ Shutterstock.com]

Die meisten unserer klassischen Gartenvögel sind Singvögel, die – wie der Name bereits verrät – hauptsächlich durch ihren melodischen Gesang auf sich aufmerksam machen. Der Buntspecht dagegen lockt sein Weibchen mit einem rhythmischen Trommeln an und unsere heimischen Enten bilden zur Brutzeit ein spezielles Prachtkleid aus, welches durch seine Farben und Kontraste beeindruckt. Mehr Informationen zu unterschiedlichen Federkleidern und deren Bedeutung erhalten Sie in unserem Spezialartikel zum Thema „Federn von Vögeln“.

Fortpflanzungsverhalten und Paarungszeit der Vögel

Im Anschluss an die Balzzeit folgt meist unmittelbar die Verpaarung der frisch vereinten Partner. Häufig schließt sie sich als Höhepunkt direkt an das jeweilige Balzritual an. Die eigentliche Verpaarung verläuft dabei ähnlich wie bei Säugetieren und anderen Tiergruppen, wenn auch die Geschlechtsorgane etwas anders gestaltet sind. Zum Zweck der Fortpflanzung besitzen Vögel eine Körperöffnung, die als Kloake bezeichnet wird und mit deren Hilfe die Spermien der Männchen auf das Weibchen übertragen und somit die Eier befruchtet werden. Die Verpaarung kann dabei im Nest, in der Höhle, am Boden oder sogar in der Luft stattfinden.

Buchfink bei der Paarung
Die Verpaarung ist der Höhepunkt der Balz [Foto: Jort van Gils/ Shutterstock.com]

Brut und Brutzeit von Vögeln

Der Beginn der Brutzeit ist genau wie die Balz- und Paarungszeit von der Vogelart abhängig. Das Weibchen legt die Eier häufig mit je einem Tag Abstand und beginnt mit dem Brüten, wenn alle Eier im Nest sind. Für eine optimale Wärmeversorgung besitzen die meisten Vögel einen Brutfleck, welcher aus einer kleinen kahlen und besonders gut durchbluteten Hautstelle am Bauch der Tiere besteht und der zur Brutzeit durch das hormonell gesteuerte Ausfallen von Federn gebildet wird. Nach der Brutzeit verschwindet der Brutfleck wieder unter einem dichten Federkleid, damit die Tiere im Winter keine unnötige Wärme verlieren. Bei vielen Vogelarten ist das Brüten reine Frauensache, aber nicht selten wechseln sich die Partner auch mit dem Brüten ab.

Hinweis: Es wird unterschieden zwischen Brutzeit und Brutdauer. Die Brutdauer bezeichnet, wie lange die Eier bebrütet werden. Dies kann je nach Art von wenigen Tagen bis zu zwei oder drei Wochen dauern. Die Brutzeit dagegen bezeichnet die Zeitspanne, die die gesamte Brutaktivität der Art umfasst. Wenn Brutpaare in einer Saison mehrere Bruten durchführen, kann sich die Brutzeit über mehrere Monate hinweg erstrecken.

Blaumeise am Nistkasten
Sobald die Eier gelegt sind, werden sie rund um die Uhr bebrütet [Foto: YK/ Shutterstock.com]

Die Balzanstrengungen der Männchen, die Eiproduktion der Weibchen und die stetige Wärmeproduktion beim Brüten sind mit einem hohen Energieaufwand verbunden. Aus diesem Grund müssen werdende Vogeleltern viel Nahrung zu sich nehmen. Unterstützen können Sie Ihre Gartenvögel in dieser anstrengenden Zeit daher mit dem Ausbringen von Vogelfutter. In unserer zunehmend monotonen, intensivierten und urbanisierten Landschaft finden heimische Wildvögel nämlich immer weniger natürliche Nahrung. Unser Plantura Ganzjahresfutter beispielsweise wurde extra für die Brutzeit entwickelt und bietet eine artgerechte und jungtierfreundliche Futterquelle für viele heimische Brut- und Gartenvögel.

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Mehr zum Thema Jungvögel und deren Fütterung, zu verschiedenen Entwicklungsstadien sowie zu weiteren Aspekten der Brutpflege erfahren Sie in unserem Spezialartikel zum Thema „Nestlinge“.

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