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Vogelfreundlicher Garten: So können Sie Ihren Garten vogelfreundlich gestalten

Außer mit Vogelfutter können Sie Vögeln auf viele andere Weisen in Ihrem Garten oder auf Ihrem Balkon beim Überleben helfen. Wie Sie Ihren Garten in ein wahres Paradies für die gefiederten Gartenbewohner verwandeln, erfahren Sie im Folgenden.

Vogel auf Gießkanne
Mit nur wenigen Kniffen können Sie Ihren Garten in ein wahres Vogelparadies verwandeln [Foto: Christian Gernert/ Shutterstock.com]

Heimische Gärten sind ein wichtiger Lebensraum für eine Vielzahl an Vogelarten. In unserer zunehmend monotonen und intensivierten Landschaft finden Wildvögel immer weniger Nahrung und Lebensraum und flüchten deshalb zunehmend in Städte und Siedlungen. Doch nicht alle Gärten sind gleichermaßen beliebt, denn unnatürliche Strukturen wie Schotterflächen und englische Rasen haben keinen ökologischen Wert und bieten keinen Lebensraum für Vögel, Insekten oder andere Gartenbesucher. Wie Sie das Potential Ihres Gartens so weit wie möglich ausschöpfen und wie Sie mit nur wenigen Kniffen einen vogelfreundlichen Garten gestalten können, möchten wir Ihnen hier anhand von zehn ausgewählten Tipps vorstellen.

Tipp 1: Heimische Sträucher und Bäume pflanzen

Exotische Zierpflanzen sind zwar oft schön anzusehen, bereichern jedoch nicht die Welt unserer Gartenvögel. Heimische Sträucher und Bäume dagegen, wie zum Beispiel die Heckenrose, der Schneeball oder die Eberesche, bieten sowohl Nahrung als auch Unterschlupf und Nistmöglichkeiten für eine Vielzahl an Vogelarten. Dabei gilt es zu beachten, dass dicht gewachsene Vegetation mehr Schutz vor Räubern bietet und ein zu starkes Ausdünnen der Pflanzen daher nicht von Vorteil ist. Und wenn doch einmal invasive Gartenarbeiten notwendig sind, sollten diese unbedingt außerhalb der Brutzeit durchgeführt werden.

Schneiden einer Hecke
Heckenschnitt & Co. sollten vor der Brutzeit beendet sein [Foto: nikolaborovic/ Shutterstock.com]

Tipp 2: Ein Insektenparadies schaffen

Ob insektenfreundliche Blumen, Kräuter oder Stauden – ein blühender Garten lockt nicht nur Insekten, sondern auch Vögel an. Denn die meisten Vogelarten sind wenigstens teilweise auf Insekten als Nahrungsquelle angewiesen und manche, wie beispielsweise der Mauersegler oder der Hausrotschwanz, haben sich ausschließlich auf tierische Beute spezialisiert. Ein insektenfreundlicher Garten ist somit auch immer ein vogelfreundlicher.

Auf den Einsatz von chemischen Spritzmitteln sollten Sie in Ihrem Garten weitestgehend verzichten, denn diese schaden nicht nur dem Insektenangebot, sondern können auch Vögel über die Nahrungskette vergiften.

Insektenhotel
Insektenfreundlich bedeutet meist auch vogelfreundlich [Foto: Anouska13/ Shutterstock.com]

Hinweis: Samentragende Stauden und Wildkräuter bieten nicht nur Lebensraum für Insekten, sondern stellen auch noch vogelfreundliche Futterpflanzen für körnerfressende Wildvögel dar – wie zum Beispiel für den Stieglitz oder den Buchfink.

Tipp 3: Vogelfutter anbieten

Eine Futterstelle im Garten kann gerade in der kargen Winterzeit eine große Unterstützung für unsere heimischen Wildvögel sein. Ob Sie ein Futterhaus selber bauen oder nicht, macht dabei keinen Unterschied. Wichtig ist jedoch, dass die Futterstelle außer Reichweite von Hauskatzen und anderen Räubern angebracht wird und das Futter selbst vor Feuchtigkeit und sonstigen Verunreinigungen geschützt ist. Eine besonders natürliche und nährstoffreiche Unterstützung für viele Gartenvögel sind zum Beispiel unsere Plantura Meisenknödel aus Insektenfett und wertvollen Nüssen, Beeren und Samen.

Plantura Meisenknödel
Plantura Meisenknödel
Nachhaltige Meisenknödel ohne Netz,
artgerechtes Wildvogelfutter mit Insektenfett zur ganzjährigen Fütterung

Hinweis: Die Meisenknödel eignen sich nicht nur für den Garten, sondern sind auch für das Füttern von Vögeln auf dem Balkon hervorragend geeignet.

Tipp 4: Eine Wasserstelle schaffen

Es muss nicht unbedingt ein Teich oder ein Bachlauf sein – eine einfache Vogeltränke lässt sich bereits aus einer flachen Schale oder einem Topfuntersetzer fertigen. Besonders an heißen Sommertagen ist eine kleine Wasserstelle für Gartenvögel eine große Hilfe. Ob im Garten oder auf dem Balkon – im kühlen Nass können die Vögel ihren Durst stillen oder ein erfrischendes Bad nehmen. Wichtig ist jedoch, dass die Wasserstellen regelmäßig gereinigt werden, da sie sich sonst schnell in einer Brutstätte für Vogelkrankheiten und Parasiten entwickeln können.

Vogel an Vogeltränke
Eine Wasserstelle im Garten ist stets eine willkommene Erfrischung [Foto: La Renaissance Girl/ Shutterstock.com]

Tipp 5: Mit den Jahreszeiten gehen

Wenn Sie eine ganzjährige Fütterung anstreben, sollten Sie darauf achten, dass Sie je nach Jahreszeit Ihre Vögel richtig füttern, denn fettiges Winterfutter mit großen Körnern ist während der Brutzeit nur schlecht geeignet. Die kleinen Jungvögel vertragen fettiges Futter nur schlecht und brauchen stattdessen Proteine für ihr Wachstum. Und ganze Sonnenblumenkerne oder ähnlich große Bestandteile können zu Verdauungsproblemen und verstopften Mägen führen. Wer seine Gartenvögel das ganze Jahr über verwöhnen möchte, sollte daher auf ein jungvogelgerechtes Futter setzen. Unser Plantura Ganzjahresfutter zum Beispiel wurde extra für diesen Zweck entwickelt. Es enthält nur schnabelgerechte und nährstoffreiche Bestandteile sowie eine Extraladung an proteinreichen Mehlwürmern und Futterkalk für die Eiproduktion.

Plantura Ganzjahresfutter für Wildvögel
Plantura Ganzjahresfutter für Wildvögel
Proteinreiches Ganzjahresvogelfutter
für alle Körner- & Weichfutterfresser,
unterstützt Vogeleltern & ihren Nachwuchs

Tipp 6: Glasflächen sichern

Fenster, Balkontüren oder freistehende Glasscheiben für den Windschutz können für Vögel ein ernsthaftes Problem darstellen. Jedes Jahr kommen in Deutschland etwa 18 Millionen Vögel durch einen Scheibenschlag ums Leben. Wer seine Scheiben vogelsicher machen möchte, sollte auf Klebestreifen setzen, die Fenster und Türen für die Vögel sichtbar machen. Die klassischen schwarzen Vogelsilhouetten haben sich in Studien jedoch nicht bewährt. Welche Muster und Farben effektiven Schutz gewährleisten und was zu tun ist, wenn Sie einen Vogel auffinden, der einen Scheibenschlag erlitten hat, erfahren Sie in unserem Spezialartikel zum Thema „Vogelschutz am Fenster“.

toter Vogel
Scheibenschlag ist eine häufige Todesursache für Singvögel [Foto: sulit.photos/ Shutterstock.com]

Tipp 7: Eine Spur Wildnis zulassen

Ein komplett aufgeräumter Garten bietet oft nur wenig Lebensraum und Artenvielfalt. Kurzgeschorene Rasen bieten zum Beispiel sehr viel weniger Nahrung als eine lebhafte Wiese mit wilden Kräutern und Blumen. Mähroboter, die für zusätzliche Ordnung sorgen sollen, sind außerdem eine Gefahr für junge flugunfähige Vögel und andere Gartentiere. Mähen Sie daher lieber selbst und nicht so häufig. Und alte Bäume mit teilweise abgebrochenen oder toten Ästen sollten Sie nur entfernen, wenn unbedingt nötig, da sie wichtige Lebensräume für seltene Vogelarten und Insekten darstellen. Das Gleiche gilt auch für Löcher und Höhlen in Mauern und Fassaden älterer Gebäude. Überlegen Sie es sich lieber zweimal, ob Sie diese wirklich schließen müssen, denn auch hier bieten sich Nistmöglichkeiten für viele Wildvogelarten.

Nisthöhle im Garten
Diese Öffnung in einer alten Scheune ist von einem Hausrotschwanz bewohnt [Foto: Rhian Mai Hubbart/ Shutterstock.com}

Tipp 8: Nisthilfen und Nistmaterial anbieten

Wo es an natürlichen Nistplätzen mangelt, kann man mit Nisthilfen aushelfen. Besonders Höhlenbrüter haben es oft schwer, wenn keine alten Bäume oder Gebäude vorhanden sind, denn in modernen Häusern und jungen Gärten sind Löcher und Höhlen in der Regel nicht vorhanden. Nistkästen bieten hier eine gute Alternative, die von vielen Vogelarten angenommen wird. Wichtig ist dabei zu beachten, dass unterschiedliche Arten verschieden große Einflugöffnungen bevorzugen. Welcher Nistkasten für welche Vogelart geeignet ist und was Sie sonst noch beachten sollten, erfahren Sie in unserem Spezialartikel zum Thema „Nistkasten selber bauen“.

Vogel am Nistkasten
Blaumeisen nehmen gerne Nistkästen an [Foto: Ihor Hvozdetskyi/ Shutterstock.com]

Für Freibrüter und andere Vogelarten, die keine Nistkästen annehmen, kann man außerdem Nistmaterial zur Verfügung stellen. Reisig und kleine Äste, die vom Heckenschnitt übrig geblieben sind, können Sie in einem kleinen Haufen anbieten. Und eine kleine Schale mit Lehm bietet außerdem hervorragendes Nistmaterial für Mehlschwalben und Rauchschwalben.

Tipp 9: Richtig mit Katzen umgehen

Die Beziehungen zwischen Vogel und Katze sind von jeher angespannt. Durch ihre große Zahl in Städten und Siedlungen verursachen Hauskatzen jedes Jahr große Schäden an unseren heimischen Wildvogelpopulationen. Wie Sie Ihre Gartenvögel schützen können und was Sie als Katzenbesitzer beachten sollten, erfahren Sie in unserem Spezialartikel.

Katze auf Nistkasten
Katzen sind fast schon zu gute Jäger [Foto: Linda McKusick/ Shutterstock.com]

Tipp 10: Von den Vögeln lernen

Ist Ihr Garten erst einmal von Vogelgezwitscher erfüllt, sollten Sie sich auch einmal daran erfreuen, statt die Vögel nur zu umsorgen. Denn das Schöne an einem Vogelgarten sind nicht nur der Mehrwert für die Vögel selbst, sondern auch die tollen Lernmöglichkeiten, die sich einem bieten. Wer Vögel aufmerksam beobachtet, kann viel über ihr Leben und ihre Ansprüche lernen und somit schon bald selbst erkennen, was den gefiederten Gartenbesuchern gefällt und was nicht. Auf diese Weise können Sie Ihren Garten ganz nach den Ansprüchen Ihrer individuellen Gartenvögel gestalten. Mitmachaktionen wie zum Beispiel die „Stunde der Gartenvögel“ ermöglichen es außerdem, sich noch intensiver mit der Vielfalt der Vogelwelt im eigenen Garten auseinanderzusetzen.

Wenn Sie nun das Interesse an der Vogelbeobachtung gepackt hat, schauen Sie doch einmal in unserem Spezialartikel vorbei. Dort geben wir hilfreiche Tipps zum Einstieg in die Welt der Hobby-Ornithologie.

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