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Warum können Vögel fliegen? Flugarten, Flugbilder & interessante Fakten

Wie fliegen Vögel? Wie hoch fliegen Vögel? Können Vögel rückwärts fliegen und wie schnell können sie werden? Antworten auf diese Fragen und viele weitere Informationen zum Vogelflug erhalten Sie im Folgenden.

Mauersegler seitlich im Flug
Mauersegler sind wahre Flugkünstler [Foto: Dilomski/ Shutterstock.com]

Wovon der Mensch lange geträumt hat und was ihm erst nach Jahrzehnten der Forschung und des Experimentierens erfolgreich gelang, ist Vögeln von Geburt an in die Wiege – beziehungsweise ins Nest – gelegt: Das Fliegen ist eine Fähigkeit, die Vögel nur mit sehr wenigen anderen Tieren teilen. Bereits wenige Woche nach dem Schlupf unternehmen Jungvögel erste Flugversuche und verbringen ab da einen großen Teil ihres Lebens in der Luft. Manche Arten, wie zum Beispiel der Mauersegler, sind sogar so weit entwickelt, dass sie fast nie landen und während des Fluges nicht nur jagen und fressen, sondern sogar schlafen. Warum genau Vögel fliegen können, welche Unterschiede es zwischen den Flugarten gibt und welche Höhen und Geschwindigkeiten die Tiere dabei erreichen, erfahren Sie hier in unserem großen Infoartikel.

Warum können Vögel fliegen?

Um fliegen zu können, bedienen sich Vögel mehrerer physikalischer Gesetze. Ihr gesamter Körper ist auf das Leben in der Luft eingestellt. Neben ihrer stromlinienförmigen Gestalt besitzen Vögel kräftige Brustmuskeln, welche die Flügelbewegung ermöglichen, und teilweise mit Luft gefüllte Knochen, die ihr Gesamtgewicht so weit wie möglich reduzieren. Das Wichtigste sind jedoch natürlich die Flügel selbst. Diese sind so gebaut, dass bei ausreichender Geschwindigkeit die an ihnen vorbeiströmende Luft auf der Oberseite komprimiert wird und dadurch schneller strömt als auf der Unterseite. Infolgedessen entsteht ein Unterdruck auf der Flügeloberfläche und damit ein Sog, der den Vögeln den notwendigen Auftrieb verschafft.

Distelfink fliegt hoch
Vögel sind zum Fliegen gebaut [Foto: colin robert varndell/ Shutterstock.com]

Flugarten der Vögel

Durch die Nutzung unterschiedlicher Luftströme und gezielte Flügelbewegungen können Vögel verschiedene Flugarten ausüben:

  • Beim Segelflug breiten Vögel ihre Flügel aus und lassen sich durch warme Aufwinde, die auch als Thermik bezeichnet werden, treiben. Derartige Aufwinde entstehen, wenn Sonnenlicht die Erdoberfläche erwärmt und die warme Luft nach oben steigt.
  • Beim Gleitflug werden ebenfalls die Flügel ausgebreitet, aber es wird kein Aufwind genutzt. Stattdessen lassen sich die Vögel aus großer Höhe gemächlich Richtung Boden gleiten.
  • Der Ruderflug bezeichnet das klassische Fliegen mithilfe von kräftigen Flügelschlägen. Ohne Aufwinde ist dies die einzige Möglichkeit für Vögel, hoch aufzusteigen oder stetig geradeaus zu fliegen, ohne abzusinken.
  • Der Schwirrflug ist eine Abwandlung des Ruderflugs, bei der die Flügelspitzen unter hoher Geschwindigkeit eine liegende Acht beschreiben, wodurch die Vögel wie ein Hubschrauber stetigen Aufwind erzeugen und dadurch sowohl in der Lust stehen als auch rückwärts fliegen können. Dieser Flugart bedienen sich zum Beispiel Kolibris.

Durch die Nutzung von unterschiedlichen Flugarten entstehen mitunter artspezifische Flugbilder, anhand derer man manche Vogelarten auch aus großer Entfernung erkennen kann. Ein klassisches Beispiel dafür ist zum Beispiel der Wellenflug der Spechte, welcher dadurch zustande kommt, dass die Vögel abwechselnd mit kräftigen Flügelschlägen aufsteigen und dann mit angelegten Flügeln wieder absinken.

Wellenförmiges Flugbild des Buntspechts
Wie alle Spechte hat auch der Buntspecht ein wellenförmiges Flugbild [Foto: Victor Tyakht/Shutterstock.com]

Interessante Fakten zum Vogelflug

Mit ihren imposanten Flugkünsten stellen Vögel regelmäßig spannende Rekorde auf. Als höchster Flieger zum Beispiel wurde der Sperbergeier gemessen, welcher nachgewiesene Höhen von 11.000 Metern erreicht. Küstenseeschwalben dagegen sind die ultimativen Langstreckenzieher. Ein besendertes Individuum stellte einen Rekord von 96.000 km auf, die es innerhalb von nur zehn Monaten zurücklegte. Und der Titel des schnellsten Vogels der Welt geht an den Wanderfalken, welcher im Sturzflug eine Geschwindigkeit von über 300 km/h erreicht.

Falke zieht im Flug die Flügel ein
Wanderfalken sind die schnellsten Vögel überhaupt [Foto: Harry Collins Photography/ Shutterstock.com]

Um die nötige Geschwindigkeit zu erreichen, die zum Fliegen erforderlich ist, müssen Vögel große Mengen an Energie zur Verfügung stellen, die sie anschließend durch Nahrung wieder aufnehmen müssen. Wenn Sie Ihre Gartenvögel bei der täglichen Deckung ihres Energiebedarfs unterstützen möchten, können Sie zum Beispiel unsere Plantura Meisenknödel anbieten. Die artgerechten Futterknödel bestehen aus natürlichem Insektenfett, wertvollen Samen, Nüssen und Beeren und liefern damit jede Menge Energie für eine Vielzahl an heimischen Wildvögeln.

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Weitere Informationen zum Thema „Vögel richtig füttern“, dazu, welches Futter für welche Jahreszeit geeignet ist und was eine artgerechte Vogelfütterung ausmacht, erfahren Sie in unserem Spezialartikel.

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