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Vorsicht in der Schwangerschaft: 10 Pflanzen, die Sie meiden sollten

Harmlos oder gefährlich? Wir verraten Ihnen von welchen 10 Pflanzen Sie die Finger lassen sollten, wenn Sie ein Kind erwarten.

Schwangere Frau mit Pflanze in der Hand steht draußen

In der Schwangerschaft können bestimmte Pflanzen gefährlich sein [Foto: Andrii Orlov/ Shutterstock.com]

Ein Kind zu bekommen ist wohl das größte Glück auf Erden. Doch plötzlich ist man auch mit ganz neuen Herausforderungen konfrontiert. Was vor der Schwangerschaft alltäglich war, wirft plötzlich Fragen auf: Darf ich das überhaupt oder sollte ich das doch lieber lassen? Wenigstens in puncto Pflanzen können wir Ihnen ein paar Informationen geben. Wir zeigen Ihnen zehn gewöhnliche Gartenpflanzen, welche Sie in der Schwangerschaft meiden sollten.

HINWEIS: Viele der unten aufgeführten Pflanzen haben erst in hoher Dosis eine schädliche Wirkung. Grundsätzlich gilt: Nebenwirkungen KÖNNEN eintreten, MÜSSEN aber nicht. Sollten Sie unsicher sein, ob Sie die Pflanze gefahrlos verzehren können, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Vorsicht in der Schwangerschaft bei diesen Pflanzen

Wie bereits gesagt, möchten wir Schwangere keinesfalls verunsichern, sondern eher ermutigen, viel frisches Gemüse und Obst zu essen. Im Zweifel wenden Sie sich bitte immer an Ihren behandelnden Arzt.

Aloe vera

Die Aloe vera (Aloe vera) ist vor allem als Inhaltsstoff in zahlreichen Pflegeprodukten bekannt, ist aber auch als Topfpflanze in vielen Häusern vertreten. Für Schwangere ist die Pflanze jedoch nicht geeignet. Besonders als Saft oder Tinktur getrunken kann die Pflanze abführend wirken, Giftstoffe lösen oder zu Kontraktionen führen, da sie  für eine vermehrte Ansammlung von Blut in den Unterleibsorganen sorgt. Die genannten Erscheinungen treten aber meist nur bei Einnahme größerer Mengen auf. Die äußere Anwendung ist dagegen mehr als unproblematisch – tatsächlich kann Aloe vera sogar gegen Schwangerschaftsstreifen helfen.

Aloe Vera - Pflanze steht neben einer Kaffeetasse auf dem Tisch

Die äußerliche Anwendung ist im Gegensatz zur innerlichen unproblematisch [Foto: Pj Aun/ Shutterstock.com]

Basilikum

Tomate, Mozarella und Basilikum –besonders im Sommer ein wahrer Gaumenschmaus. Aber wie sieht es in der Schwangerschaft aus? In normalen Mengen ist Basilikum (Ocimum basilicum) vollkommend ungefährlich und kann auch von Schwangeren problemlos gegessen werden. Die ätherischen Öle des Basilikums, die eine wehenfördernde Wirkung haben, sind in den Blättern nur in einem geringen Maße enthalten, sodass eine normale Portion keinerlei Effekte hat. Kritisch dagegen wird die Verwendung von Basilikum-Öl gesehen: In diesem sind die ätherischen Öle des Basilikums deutlich konzentrierter, deshalb sollte es nicht während der Schwangerschaft eingenommen werden, um verfrühte Wehentätigkeit zu vermeiden.

Ein Fläschchen Basilikum steht auf einem Tisch vor Basilikumblättern

Basilikum-Öl sollte auf jeden Fall vermieden werden [Foto: Madeleine Steinbach/ Shutterstock.com]

Beifuß

Besenkraut, Weiberkraut oder Wilder Wermut – der Beifuß (Artemisia vulgaris) hat viele Namen und wird immer noch gerne als Gewürzpflanze für schwere Fleischgerichte genutzt. Besonders der Tee aus Beifuß wurde früher gerne gegen Menstruationsschmerzen eingesetzt. Wenn Sie ein Kind erwarten, sollten Sie allerdings auf Beifuß verzichten: Durch seine menstruationsfördernden Eigenschaften kann der Beifuß abtreibend wirken. In einer für Gewürze üblichen Dosierung gilt er aber weithin als ungefährlich.

Beifußpflanze

Beifuß darf in der Schwangerschaft nicht gegessen werden [Foto: Zanna Pesnina/ Shutterstock.com]

Beinwell

Als traditionelle Heilpflanze ist Beinwell (Sympthum officinale) schon seit dem Mittelalter bekannt. Es wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd und abschwellend und wird gerne zur äußeren Anwendung genutzt. Jedoch besitzt Beinwell sogenannte Pyrrolizidinalalkaloide, die eine toxische, leberschädigende Wirkung aufweisen. Vor allem Schwangere und Stillende sollten deshalb auf den Verzehr und die Anwendung von Beinwell verzichten, da Kinder und Föten deutlich empfindlicher auf die Toxine reagieren.

Blühende Beinwellpflanze

Beinwell kann die Leber des Ungeborenen schädigen [Foto: Bronislava Vrbanova/ Shutterstock.com]

Berberitze

Leckere Vitamin C-Bombe – die Berberitze (Berberis vulgaris) oder auch Sauerdorn ist gerade als Marmelade nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund. Auch wenn der Strauch eigentlich aus Afrika kommt, ist die Berberitze auch hier weit verbreitet, schließlich schmecken die Früchte nicht nur gut, die Berberitze blüht auch noch wunderschön. Trotzdem sollten Frauen mit einem Kind unter dem Herzen Abstand vom Verzehr der roten Beeren nehmen. Zwar ist das Berberin, das in hohen Dosen vorzeitige Wehen auslösen und Blutungen stimulieren kann, vor allem in den Zweigen und Blättern enthalten, jedoch können auch in den Früchten Spuren davon vorkommen.

Berberitzenpflanze

Berberitze kann in hoher Dosis vorzeitige Wehen hervorrufen [Foto: Lisa_Bauer/ Shutterstock.com]

Küchenschelle

Die Küchen- oder Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris) ist eine hübsche Frühlingspflanze mit großen Blüten. Früher war sie eine bekannte Heilpflanze, heute wird die Küchenschelle aber nur noch in der Homöopathie eingesetzt, beispielsweise gegen Erkältungen oder Rheuma. In der Küche hat die Küchenschelle allerdings nichts verloren, da sie im frischen Zustand eine giftige Wirkung hat. Auch Schwangere sollten die Küchenschelle nicht verwenden: Die Pflanze fördert die Menstruation und kann besonders im ersten Drittel der Schwangerschaft eine Fehlgeburt verursachen.

Blühende Küchenschelle auf einem Feld

Die Küchenschelle ist im frischen Zustand giftig [Foto: Mariola Anna S/ Shutterstock.com]

Mistel

Wer unter einem Mistelzweig steht, muss sich küssen – so verlangt es zumindest der Brauch. Aber die Mistel (Viscum) ist mehr als nur eine schöne Dekoration. Traditionell wird sie zur Unterstützung des Herz-Kreislaufsystems angewendet und wird noch heute in der Krebstherapie eingesetzt. Jedoch gehört die Mistel nur in erfahrene Hände, da sie eine giftige Wirkung hat. Auch Schwangere sollten die Mistel auf keinen Fall anwenden: Ihre Wirkstoffe wandern in die Plazenta und können zu Entwicklungsstörungen des Kindes führen.

Mistelpflanze

Die Mistel kann Entwicklungsstörungen des Kindes hervorrufen [Foto: Oleksandr Rybitskiy/ Shutterstok.com]

Mutterkraut

Fast in Vergessenheit geraten ist das Mutterkraut (Chrysanthemum parthenium), eine Pflanze, die unserer Kamille sehr ähnlich sieht. Früher war das Mutterkraut ein gefragtes Heilmittel für allerlei Frauenbeschwerden von Periodenkrämpfen bis zu den Wechseljahren. Ihren Namen hat die Pflanze aber ihrem Einsatz in der Schwangerschaft zu verdanken: Während der Geburt wirkt sie wehenfördernd und hilft beim Austreiben der Nachgeburt. Trotzdem sollten Schwangere die Pflanze nicht einnehmen – vor allem im ersten Drittel kann die monatsblutungsfördernde Wirkung der Pflanze zur Fehlgeburt führen.

Blühende Mutterkrautpflanze

Mutterkraut kann bei der Geburt helfen, ist in der Schwangerschaft aber gefährlich [Foto: RukiMedia/ Shutterstock.com]

Wacholder

In herzhaften Gerichten oder als Schnaps – Wacholder (Juniperus communis) hat in unseren Küchen längst seinen Platz gefunden. Besonders die dunklen Beeren lassen sich vielseitig verwenden und sind ein echter Gaumenschmaus. Schwangere sollten jedoch keine zu großen Mengen des Küchengewürzes nutzen: Wacholder kann eine stimulierende Wirkung auf die Gebärmutter haben. Besonders in konzentrierten Ölen oder einem Tee sollte der Wacholder deswegen nicht eingesetzt werden. Gegen ein bisschen Würze im Eintopf ist dagegen nichts einzuwenden.

Wacholderpflanze

Vor allem in Ölen und Tees soll Wacholder vermieden werden [Foto: Kateryniuk/ Shutterstock.com]

Zimt

Besonders zur Weihnachtszeit gehört Zimt einfach dazu. Das Gewürz, welches aus der Rinde verschiedener Zimtbaumsorten gewonnen wird, ist eben auch einfach lecker. Doch viele warnen vor dem Gebrauch in der Schwangerschaft. Der Grund: Zimt wirkt krampflösend und kann so die Wehentätigkeit anregen. Jedoch sind die üblichen Mengen an Zimt in Gebäck oder als Gewürz völlig unproblematisch. Absehen sollten Schwangere also nur von übermäßigem Zimtgenuss. Auch Zimtkapseln oder Zimt-Öl sollten nicht eingenommen werden. Ein einzelner Zimtstern ist aber absolut unproblematisch.

getrockneter Zimt

Gewöhnliche Mengen an Zimt in Gebäck sind unproblematisch [Foto: Argentus/ Shutterstock.com]

 

Frederike

Ich bin Studentin der Agrarwissenschaften und ein richtiges Dorfkind. Zuhause habe ich einen kleinen Gemüsegarten, den ich hege und pflege, und verbringe die Zeit am liebsten draußen. Wenn ich nicht gerade im Freien bin, schreibe ich leidenschaftlich gerne. Meine Liebe gilt aber nicht nur Pflanzen und dem Schreiben, sondern auch ganz besonders der Tierwelt.

Lieblingsobst: Johannis- und Himbeeren.
Lieblingsgemüse: Schwarzwurzeln, Wirsing und Kartoffeln.

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