Bärlauch pflanzen: Standort, Aussaat & Pflege

Elisabetta
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Durch mein Studium der Agrarwissenschaften in Hohenheim konnte ich meine Begeisterung für Pflanzen vertiefen und viel faszinierendes Wissen über die Pflanzenwelt gewinnen. Meine Freizeit verbringe ich gerne in der Natur, denn dort fühle ich mich am wohlsten und komme zur Ruhe. Aus diesem Grund gedeihen auf meinem Balkon neben einer Weinrebe auch viele Sommerblumen und verschiedene Kräuter, an denen ich meine Pflanzenliebe ausleben kann.

Lieblingsobst: Heidelbeere
Lieblingsgemüse: Spinat, Tomaten

Normalerweise wächst Bärlauch in Waldstücken, aber an einem guten Standort kann das Würzkraut auch im Garten prächtig gedeihen. Dabei ist der Bärlauch eine pflegeleichte und robuste Pflanze.

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Bärlauch blüht von März bis Mai, die Blütezeit kann sich aber aufgrund der Wetterlage verschieben [Foto: marineke thissen/ Shutterstock.com]

Die gesunde Würzpflanze Bärlauch ist sehr gut im eigenen Garten kultivierbar. Früher wurde Allium ursinum als Unkraut angesehen und man wollte ihn im Garten vermeiden. Heutzutage wird der beliebte Wildknoblauch allerdings für zahlreiche Gerichte gerne zum Würzen verwendet. Da bei der Wildentnahme in der Natur die Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht und das Pflücken nur eingeschränkt möglich ist, bietet es sich an, den Bärlauch selbst zu pflanzen.

Wann kann man Bärlauch pflanzen?

Bärlauch sollte man pflanzen, wenn keine starken Nachtfröste zu befürchten sind. Die Zwiebeln können im Herbst gesetzt werden. Dabei sollten die Bärlauchzwiebeln beim Einpflanzen ganz frisch sein, da sie an der Luft sehr schnell austrocknen. Für die Bärlauch-Aussaat braucht man viel Geduld, da Bärlauch eine lange Keimdauer hat. Ausgesät werden kann von September bis Januar. Bärlauchpflanzen können im März ausgepflanzt werden.

Der richtige Standort für Bärlauch

In der Natur bevorzugt der Bärlauch halbschattige Plätze in feuchten Auenwäldern oder an Bachläufen. Auch im heimischen Garten sollte man diesen Standortansprüchen gerecht werden. Halbschattig bedeutet in diesem Fall nicht, dass der Bärlauch auf der Nordseite einer Hecke oder eines Hauses am besten gedeiht, wo ganztägig Schatten herrscht. Es genügt ein Ort, an dem nur halbtägig Sonneneinstrahlung vorhanden ist, wie unter großen, freistehenden Bäumen.

Standort des Bärlauchs
Im Halbschatten in nährstoffreichem, humosem Boden gedeiht Bärlauch hervorragend [Foto: Ivan Marjanovic/ Shutterstock.com]

Bärlauch im Garten

Der Bärlauch liebt einen nährstoffreichen und humosen Boden. Im eigenen Garten genügt es, Kompost oder ähnliche Pflanzsubstrate bei der Beetbereitung unterzumengen. Man sollte darauf achten, dass der Boden eine lockere Struktur besitzt und bestenfalls torffrei ist, wie beispielsweise unsere Plantura Bio-Universalerde.

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Vorzugsweise wächst Bärlauch an sandig-lehmigen Standorten. Um die Bedingungen eines Waldbodens zu simulieren, können beim Anpflanzen des Bärlauchs auch Laubreste untergemischt werden. Typisch für Auenwälder ist ein leicht alkalischer bis neutraler pH-Wert im Boden. Im heimischen Garten kann man bei Bedarf etwas nachkalken, um den pH-Wert zu heben. Sie sollten den Standort zudem etwas feucht halten. An besonders trockenen Standorten freut sich der Bärlauch über eine gelegentliche Wassergabe, jedoch sollte der Boden nicht durch das Gießen übersättigt werden.

Bärlauch im Topf

Wer keinen eigenen Garten zur Verfügung hat, kann seine Bärlauchpflanzen im Topf auf dem Balkon ziehen. Auch hier sollte auf einen halbschattigen Standort geachtet werden, den man zum Beispiel durch das Platzieren des Bärlauchs neben einer wüchsigeren Pflanze einrichten kann. Die Bedingungen für das Pflanzbett sind denen des Anbaus im eigenen Garten sehr ähnlich. Eine Mischung aus unserer Plantura Bio-Universalerde und Kompost bietet die idealen Bedingungen für das Bärlauchwachstum. Der Topf sollte dabei eine Mindesttopfgröße von 3 bis 5 L aufweisen. Dabei muss beachtet werden, dass das Gefäß einen sehr guten Wasserablauf hat, damit keine Staunässe entsteht. Eine Drainageschicht am Boden des Topfes ist ratsam.

Bärlauch im Topf
Bärlauch kann man ganz einfach im Garten oder auf dem Balkon im Topf anbauen [Foto: Pavel Rumlena/ Shutterstock.com]

Bärlauch aussäen und pflanzen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Bärlauch im heimischen Garten anzubauen. Zum einen können Setzpflanzen gekauft werden, zum anderen sind Bärlauch-Samen im Handel erhältlich. Außerdem ist das Setzen von ruhenden Zwiebeln im Herbst eine einfache Möglichkeit, Bärlauch anzubauen. In der Pflanz- oder Saattechnik unterscheiden sich die Anbauweisen jedoch nur wenig. Beide bevorzugen die oben beschriebenen Bodenverhältnisse. Einzig die Ablagetiefe und der Anbauzeitpunkt sind verschieden. Entscheidet man sich für die Setzpflanzen, so sollten die in der Regel jungen Pflanzen im März gesetzt werden, da hier die eigentliche Erntezeit der hellgrünen und saftigen Blätter liegt. Hierzu sollte die gesamte Pflanze samt Zwiebelknolle aus dem Topf entfernt werden und in 7 bis 10 cm Tiefe gepflanzt werden. Ein Abstand von 10 cm zur nächsten Pflanze ist ausreichend.

Der Bärlauch ist ein Kaltkeimer. Wer sich dafür entscheidet, Bärlauch zu säen, der muss die Bärlauch-Samen im Herbst säen oder vorher etwa 4 Wochen lang im Kühlschrank kältebehandeln, um die Keimung zu aktivieren. Entscheidet man sich für die direkte Saat, so sollte diese im Herbst stattfinden, um den Samen genügend Bodenfrost zu garantieren. Die Ablagetiefe beträgt 3 bis 5 cm. Auch hier genügen 10 cm Abstand zum nächsten Samen.

Pflege von Bärlauch

Nach dem Einpflanzen muss stark darauf geachtet werden, dass die Erde nicht austrocknet. Nachdem sich der Bärlauch an seinen Standort angepasst und gewöhnt hat, sind keine speziellen Pflegemaßnahmen mehr nötig. Das Einzige, worauf man achten sollte, ist, dass der Boden insbesondere im Frühjahr vor der Blüte und im Sommer mit genug Feuchtigkeit versorgt ist. Um eine mögliche Austrocknung zu vermeiden, empfiehlt es sich, den Bärlauch in der Ruhezeit – im Herbst – mit Laubkompost zu mulchen. Somit wird gleichzeitig der Humusgehalt des Bodens erhöht. Wichtig für den Bärlauch ist auch, dass der Kalkgehalt im Substrat nicht zu niedrig wird. Somit empfiehlt es sich, die Erde regulär zu kalken. Ansonsten muss man den Bärlauch nicht großartig düngen.

Geernteter Bärlauch
Nachdem der Bärlauch erfolgreich gepflanzt wurde, kann man ihn schon bald ganz einfach ernten [Foto: Madeleine Steinbach/ Shutterstock.com]

Bärlauch lässt sich sehr leicht pflanzen und benötigt nicht viel Pflege. Von März bis Mai kann man den Bärlauch ernten und direkt zubereiten – denn frisch schmeckt er am besten.

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