Hopfen: Blütezeit, Pflege & Winterhärte

Jelka
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Ich studiere Biologie und lebe in einem kleinen Dschungel in meiner Wohnung in Köln. In meiner Freizeit liebe ich es, mit meinem Hund lange Spaziergänge in der Natur zu machen und dabei verschiedene Pflanzen zu finden und zu bestimmen. Im Frühjahr wird dann auf dem Balkon alles angepflanzt, was essbar ist, sodass ich beim Kochen frische Zutaten verwenden kann.

Lieblingsobst: Jede Art von Beeren
Lieblingsgemüse: Gurken, Tomaten

Egal ob für die Herstellung von Bier oder Tee – eine gesunde Hopfenpflanze erfordert etwas Pflege.

Ohne Hopfen (Humulus) gäbe es kein Bier, wie wir es kennen – das ist klar. Doch wo kommt die Pflanze eigentlich her und was benötigt sie, um große Hopfendolden zu bilden? Alles zu seinen Eigenschaften und der Hopfen-Pflege erfahren Sie hier.

Hopfen: Herkunft und Eigenschaften

Der Echte Hopfen (Humulus lupulus) ist eine mehrjährige Staude, die ursprünglich aus den gemäßigten Breiten Mitteleuropas stammt. Sie gehört zur Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae). Wilder Hopfen, also die Wildform des Echten Hopfens, kommt an stickstoffreichen, eher feuchten Standorten vor. Abgesehen vom Wilden Hopfen gibt es aber natürlich viele andere Hopfenarten und -sorten. Der Anbau von Hopfen geht in der Menschheitsgeschichte weit zurück – schon ab dem Mittelalter lässt sich der Anbau in Bayern nachweisen. In Deutschland in der Hallertau befindet sich heute das größte Hopfenanbaugebiet der Welt.

Jedes Jahr aufs Neue treibt der Hopfen aus seinem dicken Wurzelstock – dem Rhizom – aus und bildet seine rauen Triebe. Dabei kann die Pflanze bis zu 50 Jahre alt werden. Die Zuchtform kann dabei bis zu 8 m hoch werden, wobei die Wildform mit einer Wuchshöhe von 6 m etwas kleiner bleibt. Dabei benötigt der Hopfen als windende Kletterpflanze einen Draht oder Ähnliches, an dem er sich hochranken kann. Die Blätter des Hopfens sind gelappt, herzförmig oder eiförmig und sehr rau.

Als zweihäusige Staude gibt es beim Hopfen männliche und weibliche Pflanzen. Im Anbau sind allerdings meist nur weibliche Exemplare erwünscht, da diese die grünlichen Hopfenblüten, also die gewünschten Hopfendolden, hervorbringen. Diese sind nicht nur von Menschen begehrt, sondern bieten auch Insekten wie zum Beispiel Bienen eine gute Nahrungsquelle. Die Hopfenblütezeit liegt meist zwischen Juni und September.

Hopfenblüten
Hopfenblüten verströmen einen unverwechselbaren Duft [Foto: Christopher Moswitzer/ Shutterstock.com]

Die wichtigsten Pflegemaßnahmen

Wir zeigen, was bei der Pflege des Hopfens zu beachten ist, um zahlreiche Hopfendolden im eigenen Garten ernten zu können. Alles zum Thema Hopfen pflanzen, können Sie in unserem Spezialartikel nachlesen.

Hopfen gießen und düngen

Bei einem Tageszuwachs von bis zu 10 cm einer einzelnen Rebe einer Hopfenpflanze ist es nicht verwunderlich, dass der Hopfen viel Wasser und Dünger braucht. Der Boden muss stets feucht gehalten werden. Staunässe gilt es jedoch in jedem Fall zu vermeiden. Dementsprechend ist ein durchlässiges Substrat essenziell – ein Pflanztopf sollte außerdem immer ein Abflussloch und eine Drainageschicht besitzen. Mit zunehmender Länge der Hopfentriebe ist es wichtig, die Abstände zwischen den Wassergaben zu verkürzen. Der Boden sollte dabei allerdings nie austrocknen. Im Frühsommer kann sogar ein tägliches Gießen notwendig sein kann, wenn es besonders trocken ist.

Hopfen
Hopfen wächst schnell und braucht dementsprechend viele Nährstoffe [Foto: Flower_Garden/ Shutterstock.com]

Sowohl im Topf als auch im Beet braucht Hopfen eine regelmäßige und ausgewogene Ergänzungsdüngung. Hierzu kann Kompost, Tiermist oder ein hochwertiger Langzeitdünger in die Pflanzerde eingearbeitet werden. Ideal geeignet ist beispielsweise unser vornehmlich organischer Plantura Bio-Universaldünger. Dieser stellt der Pflanze nicht nur die richtigen Nährstoffe zur Verfügung, sondern unterstützt gleichzeitig das Bodenleben. Außerdem eignet sich Brennnesseljauche zur Düngung von Hopfen.

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Je nachdem wie gut der Hopfen auf Ihrem Gartenboden wächst, kann entsprechend gedüngt werden. Eine Düngergabe im Frühjahr – im März oder April – ist in jedem Fall sinnvoll. Hier wird die Pflanze mit ausreichend Stickstoff, Phosphor und Kalium versorgt. Optional darf der Hopfen im Juni oder Juli nochmal gedüngt werden, um ein stärkeres Wachstum hervorzurufen. Im September oder Oktober kann mit kalium- und phosphorreichem Dünger auf den Winter vorbereitet werden. Unser Plantura Bio-Tomatendünger verfügt zum Beispiel über einen hohen Anteil an Kalium und ist damit gut für diese Düngung geeignet.

Tipp: Wenn Sie im Laufe des Jahres feststellen, dass Ihr Hopfen sehr viele Blätter bildet, düngen Sie ihn im Sommer nicht nach. Zu viel Stickstoff führt nämlich zu sehr starkem Blattwachstum, wodurch die Hopfendolden kleiner ausfallen würden.

Hopfen schneiden

Ein Winterschnitt ist beim Hopfen nicht erforderlich, aber problemlos möglich. Die Pflanze kann hier komplett zurückgeschnitten werden. Während des Wachstums im Frühjahr ist es notwendig, die bis zu 8 m langen Ranken an einem Gerüst hochzubinden und in die Höhe klettern zu lassen. Hier lässt sich nun die Höhe des Hopfens durch einen Zuschnitt beeinflussen. Wenn nur die 3 bis 4 stärksten Triebe ausgewählt und rechtsherum an den Draht gewickelt werden, kann die Pflanze bis zu 12 m hoch werden. Lassen Sie allerdings alle Zweige stehen, wächst die Pflanze eher kompakt und breit – wird also nur bis zu 5 m hoch. Falls Triebe angeschnitten werden, tun Sie das am besten bodennah und mit einem scharfen, vorher desinfizierten Werkzeug. So werden Quetschungen und Krankheiten vermieden.

Hopfenfeld
Die Triebe sollten anfangs an einem Gerüst hochgebunden werden [Foto: Vaclav Mach/ Shutterstock.com]

Häufige Krankheiten und Schädlinge

Blattläuse fühlen sich auf Hopfen oftmals sehr wohl. Will man die schnell wachsende Kleintierpopulation von seinen Hopfenpflanzen vertreiben, so kann man natürlich Pflanzenschutz einsetzen. Umweltfreundlichere Hausmittel erweisen sich jedoch für den Anbau im eigenen Garten oft als genauso wirksam. Das Abgießen befallener Pflanzen mit einer Brennnessel-Jauche oder etwas Schwarztee kann bereits ausreichen, um die lästigen Pflanzensaftsauger zu vertreiben. Insbesondere bei einem stärkeren Befall empfehlen wir den Einsatz von Nützlingen wie unseren Plantura Siebenpunkt-Marienkäfer Eiern. Sowohl die Larven als auch die ausgewachsenen Marienkäfer fressen sämtliche Blattlaus-Arten und sind somit ein zuverlässiges Mittel gegen Blattläuse.

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Auch im Reich der Pilze ist das Hanfgewächs durchaus beliebt: Viele Sorten werden häufig vom Echten Mehltau heimgesucht. Es sollte darauf geachtet werden, eine möglichst wenig anfällige oder sogar resistente Sorte für den Anbau im eigenen Garten auszuwählen. Außerdem sollte eine ausreichende Belüftung sichergestellt und so ein Feuchtigkeitsstau vermieden werden. Ein sonniger Standort ist auch zur Vorbeugung von Mehltau hilfreich.

Hopfen Nahaufnahme
Wer die Hopfendolden verzehren möchte, sollte möglichst nicht zu Pestiziden oder Fungiziden greifen [Foto: Orest lyzhechka/ Shutterstock.com]

Ist Hopfen winterhart?

Hopfen ist der Winterhärtezone Z5 zugehörig und ist damit bis zu – 28 °C winterhart. Da Hopfen eine Staude ist, sterben die oberirdischen Pflanzenteile in jedem Herbst komplett ab und kommen somit einem frostigen Tod zuvor. Das ist praktisch, denn so nutzt der Hopfen noch die Chance, die wertvollen Nährstoffe aus dem Laub in das unterirdische Rhizom zu verlagern. Das sind wertvolle Reserven, die der Pflanze beim Austrieb im nächsten Frühjahr gleich genügend Kraft bereitstellen. Dem Rhizom kann sogar eine Periode mit länger anhaltendem Frost für gewöhnlich nichts anhaben. Beim Topfanbau von Hopfen sind die Pflanzen der Kälte allerdings stärker ausgesetzt. Dann empfehlen wir, den gesamten Topf den Winter über an einen frostfreien Ort zu stellen oder ihn mit einem Frostschutz, beispielsweise aus Vlies, zu ummanteln.

Ist Hopfen giftig?

Hopfen ist weder für Menschen noch für Tiere giftig. Neben den Blüten können daher auch besonders junge Triebe des Hopfens für Salate oder Ähnliches verwendet werden.

Wenn Sie den Hopfen weiterverwenden möchten, muss er natürlich erstmal geerntet werden. Erfahren Sie in unserem Spezialartikel, was es bei der Hopfen-Ernte zu beachten gibt und welche Verwendungsmöglichkeiten Hopfen bietet.

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