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5 Vorteile eines naturnahen Gartens

Ein naturnaher Garten ist gut für Mensch, Tier und die Umwelt. Wir zeigen Ihnen 5 Vorteile, die Sie kennen sollten.

Schmetterling auf Blume
Ein naturnaher Garten hat Vorteile für Mensch und Tier

Jedes Jahr bietet sich ein ähnliches Bild: Im Frühjahr werden die Baumärkte und Gartencenter gestürmt, um neue Pflanzen für den Garten zu kaufen. Zusätzlich landen auch viele Dünger und Pflanzerde in den Einkaufswagen. Aber muss in einem Garten zwangsläufig mit Pestiziden und künstlichen Düngern hantiert werden? Dieser Artikel zeigt die Vorteile eines naturnahen Gartens auf.

1. Schädlingsbekämpfung ja, aber auf natürliche Weise

Gemüse und Zierpflanzen ziehen schnell gefräßige Schädlinge an. Wer den Befall rechtzeitig bemerkt, muss nicht zur Chemiekeule greifen. Es gibt grundsätzlich drei Lösungen. Diese können auch in Kombination angewendet werden.

Pflanzen als Jauche oder Tee

So funktioniert das Grundrezept: 20 bis 50 Gramm einer Pflanze werden mit 1 Liter Wasser aufgekocht oder übergossen. Danach kann der Tee oder die Jauche mehrere Tage ziehen. Die Mischung wird im Anschluss auf alle befallenen Stellen oder die ganze Pflanze gesprüht.

Vorsicht: Bitte nicht aufsprühen während die betroffene Pflanze im direkten Sonnenlicht steht. Es droht die Gefahr, dass einzelne Blätter verbrennen.

Diese Pflanzen eignen sich als Jauche:

  • Muskatellersalbei: Er hilft gegen viele Schädlinge und verjagt diese durch seinen Geruch.
  • Lavendel: Die ätherischen Öle halten viele Schädlinge fern. Lavendel kann frisch oder getrocknet aufgegossen werden.
  • Farn: Die Jauche hält Schnecken ab und eignet sich damit besonders gut für Gemüsebeete.

Folgende Pflanzen können als Tee verwendet werden:

  • Lavendel: Die ätherischen Öle helfen eher prophylaktisch. Bei starkem Befall sollte zu anderen Mitteln gegriffen werden.
  • Kapuzinerkresse: Sie wirkt als Tee gegen Blattläuse. Gleichzeitig kann sie auch als Zwischenpflanzung eingesetzt werden.

Tee und Jauche können einmal die Woche aufgebracht werden. Bei Bedarf kann dies auch gerne noch öfter passieren. Durch die natürlichen Stoffe besteht keine Gefahr für die Pflanzen. Trotzdem sollte ein Abstand von mindestens 24 Stunden eingehalten werden.

2. Fressfeinde im Garten kultivieren

Fast alle Schädlinge haben natürliche Feinde. Manchmal ist das Ökosystem gestört und der Befall nimmt zu. Dann lohnt sich die Anschaffung eines Insektenhotels. Wohnen.de gibt Infos zu den Bewohnern, dem Bau und der Aufstellung des Nistplatzes. Dass Insekten sich hier wohlfühlen und den Garten stärker bevölkern als zuvor, fördert nicht nur die Befruchtung von Pflanzen und bietet der Wildbiene Raum, sondern kultiviert die natürlichen Fressfeinde der meisten Schädlinge.

Insektenhotel
Ein Insektenhotel fördert natürliche Fressfeinde von Schädlingen

Blattläuse können durch Ohrwürmer vertrieben werden. Leider haben Ohrwürmer immer noch einen schlechten Ruf, dabei sind sie im Garten sehr nützlich. Eine ausgewogene Anzahl an Insekten im eigenen Garten fördert die Gesundheit der Pflanzen.

Zwischenbepflanzung

Viele Pflanzkombinationen sehen nicht nur schön aus, sondern halten auch die Schädlinge ab. Die bekannteste Kombination ist die von Rosen mit Lavendel. Das Internet bietet viele Kombinationsmöglichkeiten für jeden Standort an. Auch ein fachkundiger Gärtner kann Auskunft geben.

Gerade in Staudenbeeten macht die Kombination von Pflanzen Sinn. Dabei erzielen Gärtner ein optisch schönes Ergebnis und stärken die Gesundheit ihrer Pflanzen.

Zur Zwischenbepflanzung sind geeignet:

  • Lavendel
  • Rosmarin
  • Kresse
  • Farn
  • Lauch
  • Tagetes

3. Anpassung der Pflanzen

Fast jede Pflanze kann sich an ihre Umgebung anpassen und somit wird sie widerstandsfähiger. Durch Pestizide und künstlichen Dünger wird ihr diese Fähigkeit geraubt. Sie findet einfach nicht statt.

Bei alten Obstsorten, wie Äpfeln oder Kirschen, wurde festgestellt, dass diese auch mit dem beginnenden Klimawandel umgehen können, wenn sie sich anpassen dürfen.

Zwangsläufig bedeutet dies leider auch, dass einige Pflanzen eingehen. Dafür werden andere stärker und erfreuen im Garten umso mehr.

4. Keine Belastung des Trinkwassers

Gerade Dünger verursachen im Trinkwasser große Schäden. Durch den hohen Nitratgehalt, der nicht mehr im Verhältnis steht, wird das Trinkwasser belastet. Die Aufbereitungsanlagen müssen große Summen investieren, um das Nitrat aus dem Wasser zu filtern.

Dabei gibt es auch natürliche Dünger. Gärtner können sich einen Komposthaufen zulegen. Die dort gewonnene Erde ist bereits ausreichend angereichert und lässt ihre Pflanzen gedeihen. Wer mag, kann es auch mit Humus versuchen. Dieser eignet sich besonders für den Rasen.

Mit einem organischen Dünger tun Gärtner nicht nur etwas für die Umwelt, sondern sparen außerdem Geld dabei. Den Gartenschnitt für den Komposthaufen gibt es umsonst und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Reine Luft

Die Fotosynthese der Pflanzen sorgt für einen ständigen Luftaustausch. Gerade in Großstädten ist die für das Luftklima wichtig. Gärtner tragen hier zur Bekämpfung der Schäden durch Abgase und Luftverunreinigung bei. Immerhin 35 Prozent der Deutschen besitzen einen eigenen Garten. Ihre Arbeit trägt zu einer guten Luft bei.

Biene mit Blume
Naturnahe Gärten fördern ein gutes Luftklima

5. Entspannung und Geselligkeit

Viele Menschen nutzen ihren Garten zur Entspannung und um Luft zu holen. Der Stress des Alltags kann im Garten vergessen werden. Bestes Beispiel dafür sind die Kleingärtneranlagen. Diese dienen schon seit Jahrzehnten als Treffpunkt und Oase der Ruhe.

Natürlich sind Gärten auch immer ein Ort der Geselligkeit. Hier spielen die Kinder auf dem Rasen oder die Familie trifft sich mit Freunden zum Grillen. Wer seinen Garten naturnah gestaltet und auf Gifte verzichtet, muss sich dann auch keine Sorgen um seine Kinder machen, wenn doch mal etwas verschluckt wird.

Fazit

Ein naturnaher Garten bietet viele Vorteile für Gärtner und Umwelt. Außerdem stehen die Ziele eines schönen Gartens nie in Konkurrenz zur Umweltverträglichkeit.

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