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Gartenarbeit im Dezember: Das ist in der kalten Jahreszeit zu tun

Auch im Dezember fällt so manche Gartenarbeit an. Was Sie beachten sollten, wenn Sie Ihren Garten auch im Winter fit halten wollen, finden Sie hier.

Grünkohl im Schnee im Winter

Auch im Winter fällt Gartenarbeit an

Der nächste Winter kommt bestimmt und entgegen der allgemeinen Auffassung, dass im Winter keine Gartenarbeit nötig ist, gibt es einiges, was trotz niedriger Temperaturen, Eis und Schnee zu erledigen ist. Hier fassen wir alles zusammen, was Sie im Winter beachten sollten.

Frosthartes Wintergemüse pflegen

Wer zum richtigen Zeitpunkt die Saat ausgebracht hat, kann nun das sprießende Wintergemüse pflegen. Je nach Frosteinfall ist die Aussaat des Wintergemüses Ende September, Mitte Oktober oder erst Anfang November erfolgt. Unser Artikel Wintergemüse: Fünf Tipps rund um den Gemüseanbau im Winter erklärt ausführlich, was es dabei zu beachten ist. Darin ist auch zu lesen, dass ein Hochbeet aufgrund der Wärmeentwicklung die erste Wahl sein sollte. Der Verrottungsprozess sorgt auf natürliche Weise für Frostfreiheit – ein guter Grund, um über die Anschaffung eines Hochbeets nachzudenken. Es ist in kleiner Ausführung sogar für den Einsatz auf kleinen Terrassen und Balkonen geeignet.

Grünkohl Pflanze

Grünkohl ist ein Wintergemüse

Wege und Plätze eisfrei halten

Schnell ist es passiert: ausrutschen, hinfallen und sich verletzen. Wenn Terrassen, Gehwege und Einfahrten vereist sind, ist das gefährlich. Zum einen sollten Gartenbesitzer an ihre eigene Sicherheit denken, zum anderen an die der Familienmitglieder und Besucher. Abgesehen davon, dass befestigte Flächen im eigenen Garten gefahrlos begehbar sein sollten, besteht eine gesetzliche Verpflichtung zum Räumen der Flächen vor dem Haus.

Räumpflicht laut Gesetz

In § 41 Strafgesetzbuch zur Beleuchtungs-, Reinigungs-, Räum- und Streupflicht, einsehbar unter dejure.org, steht, dass Städte und Gemeinden für die Räumung der öffentlichen Wege, Plätze und Straßen verantwortlich sind. Diese Regelung richtet sich in erster Linie auf die Straßen und Fahrbahnen. Die anliegenden Grundstückseigentümer sind, in Abhängigkeit vom Bundesland, für die Gehwege zuständig. Jeder Hauseigentümer sollte also die korrespondierenden Landesgesetze überprüfen, die im Übrigen von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sind. Beispielsweise existiert im Land Berlin ein Straßenreinigungsgesetz, in dem sich ein Räum- und Streuplan befindet. In Baden-Württemberg gibt es eine Streupflichtsatzung, die sogar vorschreibt, wo Bürger den Schnee anzuhäufen haben und welche Streumittel zulässig sind. Im Allgemeinen müssen Hausbesitzer werktags zwischen 7:00 und 20:00 Uhr, an Sonn- und Feiertagen zwischen 9:00 und 20:00 Uhr ihrer Verpflichtung zur Schneeräumung nachkommen. Sie dürfen die Verpflichtung auf ihre Mieter umlegen.

Schneeräumen mit dem Schneeschieber und Besen

Für kleine Flächen und bei weniger starkem Frost reichen Schneeschieber und ein Besen aus, um den Schnee von der Straße sowie von Gartenwegen und Terrassen zu räumen, um für sicheren Tritt zu sorgen. Ist der Schnee frisch gefallen, reicht es oft, ihn einfach abzufegen. Der Schneeschieber ist für leichte Schneefälle ebenfalls ein empfehlenswertes Hilfsmittel. Doch wer in einer Region lebt, in der es schon früh friert und über Monate schneit, wird mit dem Schneeschieber schon bald nicht mehr zufrieden sein. Die Arbeit ist bei großen Schneemassen anstrengend. Zudem bleibt die Kante des Schneeschiebers auf Pflasterflächen häufig an hochstehenden Steinen hängen. Das ist nicht nur lästig, sondern fügt dem Schneeschieber auch Schaden zu. Ein preisgünstiger Schneeschieber ist in Regionen Deutschlands mit vielen Eistagen wie unter winterchronik.de dargestellt, buchstäblich zum Fenster rausgeschmissenes Geld. Dieser sollte hochwertig sein, um seine Aufgabe zufriedenstellend zu erledigen.

Mann mit Schneefräse im Schnee

In Regionen mit viel Schneefall sind Schneefräsen unverzichtbar

Räumen mit der Schneefräse

Wer über die Anschaffung einer Schneefräse nachdenkt, sollte verschiedene Aspekte überprüfen, um keinen Fehlkauf zu tätigen. Einerseits spielt natürlich der Preis eine Rolle, doch dieser ist nicht das einzige Merkmal. Die folgenden Kriterien sollten bei der Auswahl der passenden Schneefräse eine Rolle spielen.

  • Die zu erwartende Schneemenge: Ist ein großer Garten, lange Gehwege und eine breite Einfahrt zu bearbeiten, braucht das Gerät mehr Leistung. Handelt es sich aber um kleine Flächen und wenig Schnee, könnten günstige Schneefräsen mit Elektroantrieb die bessere Wahl sein. Bei viel Schnee, der schwer und nass ist, braucht die Schneefräse eine hohe Leistung. Wer große Flächen zu räumen hat, sollte sich für ein Gerät mit einer großen Breite entscheiden. Je breiter das Gerät, desto schneller ist die Fläche von Schnee und Eis befreit.
  • Einstufige/zweistufige Schneefräse: Für wenig Schnee oder Flächen, die nur leicht mit lockerem Pulverschnee bedeckt sind, ist eine einstufige Schneefräse ideal. Allerdings darf diese nicht auf Kieswegen oder anderen losen Untergründen eingesetzt werden, weil die Schnecke Kontakt zum Boden hat. Eine Einstufige Schneefräse ist generell leicht und kompakt im Vergleich zu einer zweistufigen Schneefräse. Die zweistufige Schneefräse ist für tiefen und verdichteten Schnee gut geeignet.
  • Die Bedienung der Schneefräse: Wer Erfahrungen im Umgang mit einer Schneefräse hat, der weiß, wie wichtig große Bedienelemente sind. Mit Handschuhen ist filigranes arbeiten kaum möglich. Es gibt Geräte mit beheizten Griffen – wer‘s mag, entscheidet sich für diese Luxusvariante. Wenn eine Steckdose verfügbar ist, kann eine Schneefräse mit Elektrostarter die ideale Lösung sein. Damit startet das Gerät sofort. Falls das Gelände beengt ist und das Gerät beim Räumen oft gewendet und um enge Kurven geführt werden muss, sollte die Schneefräse eine Servolenkung aufweisen.

Eisdecke offenhalten: Der Teich mit Fischbesatz

Falls im Garten ein Teich mit Fischbesatz existiert, muss die Oberfläche offengehalten werden. Gerade bei kleinen Teichen in Regionen mit sehr niedrigen Temperaturen besteht die Gefahr, dass der Teich bis zum Boden durchfriert. Das bedeutet den Tod für die Tiere. Auch, wenn ein vollständiges Durchfrieren ausgeschlossen ist, ist das Offenhalten der Eisdecke nötig, um Sauerstoff ins Wasser zu leiten. Oft genügt es schon, wenn ein dicker Ast vom Ufer ins Wasser gelegt wird. Dieser sollte regelmäßig bewegt werden, um das sich schließende Eis immer wieder aufzubrechen. Wer eine gut geschützte Pumpe besitzt und zudem isolierte Wasserleitungen nutzen kann, lässt in einem geschlossenen Kreislauf das Wasser sprudeln. So bleibt das Wasser in Bewegung und Väterchen Frost hat keine Chance, die Oberfläche komplett zu schließen.

Gehölze schneiden

Im Winter ist es zwar unkonventionell, die Gehölze zu schneiden, es ist dennoch in vielen Fällen ein guter Zeitpunkt. Die Pflanzen haben ihre Kraft in die Wurzeln zurückgezogen und der Schnitt hat weniger negative Auswirkungen. Ganz wichtig: Jede größere Schnittwunde unbedingt versiegeln.

Straße im Winter mit Schnee

Im Winter lassen sich viele Gehölze schneiden

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