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Ackerbohne: Herkunft, Ursprung und Synonyme

Ackerbohnen bzw. Dicke Bohnen werden seit Jahrhunderten angebaut. Hier finden Sie alles zum Ursprung und zur Geschichte der nahrhaften Bohnen.

Dicke Bohne Ernte in Wanne mit Gartenschaufel

Tagesernte der Dicken Bohne. [Foto: graibeardCC BY-SA 2.0]

Die Ackerbohne (Vicia faba), Dicke Bohne oder auch Saubohne genannt, war bis ins 18. Jahrhundert hinein eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel der europäischen Bevölkerung. Die älteste bekannte Fundgrube der Ackerbohne liegt in Israel. Hier haben archäologische Ausgrabungen bestätigt, dass bereits vor etwa 6000 bis 6500 Jahren die Dicke Bohne kultiviert wurde. Allerdings ist dies kein klarer Beleg, dass die Region des heutigen Israels auch der Ursprungort der Ackerbohne ist. Über die Herkunft dieser Bohnenart gibt es die unterschiedlichsten Vermutungen. So nehmen zahlreiche Wissenschaftler an, dass die gesunde Bohne eigentlich Gebiete in der Himalaya Region als ihr Elternhaus nennt. Andere wiederum gehen davon aus, dass ihre Herkunft im Norden Afrikas liegt, von den algerischen Gebieten bis hin zum Vorderen Orient. Bis heute ist dies jedoch nicht eindeutig geklärt und so gibt es immer wieder neue Theorien über die Herkunft der Ackerbohne. Beispielsweise wird u.a. auch vermutet, dass im südöstlichen Spanien Ackerbohnen, in den Ursprungsformen schon vor tausenden Jahren wild wuchsen. Ausgrabungen belegen auf jeden Fall, dass die Dicken Bohnen schon 3000 Jahre vor Christus in verschiedenen Gebieten ringsum das Mittelmeer angebaut wurden. Somit konnte sich die wohlschmeckende Bohne mit ihren herausragenden Lagereigenschaften und Nährwerten recht zügig in ganz Europa verbreiten.


Die in Vergessenheit geratene Ackerbohne In der europäischen Geschichte war die gesunde Bohne gerade während des Mittelalters ein Garant für das Überleben der armen Landbevölkerung in fast allen Ländern Europas. Zur kalten Winterzeit war die Ackerbohne ein beliebtes Gemüse, welches wertvolle Proteine und Kohlenhydrate für den menschlichen Organismus bereitstellte. Im Laufe des 17. Jahrhunderts geriet die geschätzte Dicke Bohne allmählich in den Hintergrund und wurde von neuen Sorten aus Übersee mehr und mehr verdrängt. So kam zum Beispiel die uns bekannte Feuerbohne und Gartenbohne (zu der auch Zuckererbsen zählen) auf unseren Speiseplan und verdrängten die Ackerbohne zunehmend.

Auch der Siegeszug der Kartoffel schob die Ackerbohne allmählich in Vergessenheit als nahrhaftes Nahrungsmittel. Vor ungefähr 200 Jahren übernahm die schmackhafte Knolle die Rolle als Grundnahrungsmittel. Heute wird die Ackerbohne im größeren Stil hauptsächlich zur Herstellung von Futter für die Nutztierhaltung angebaut. Aber auch einige Liebhaber und Hobbygärtner lassen sich diese traditionsreiche Bohnensorte nicht entgehen.

Boom zur Regionalität fördert die Verbreitung der Ackerbohne

In den letzten Jahren erlebten die schmackhaften Bohnen auch generell einen kleinen Aufschwung, denn der Boom auf regionale Produkte zu setzen, bringt auch die Ackerbohne als Nahrungsmittel für den Menschen wieder ins Gedächtnis. Früher als Lebensmittel der armen Leute bezeichnet, ist die Dicke Bohne mittlerweile in den Kreis der regionalen und altbewährten Spezialitäten aufgestiegen und wird auch in privaten Gärten gern gepflanzt. Sie zählt ohne Frage zu den ältesten bekannten Kulturpflanzen unserer Zeit und verdient es, wieder mehr Gärten und vor allem Gaumen zu erfreuen.

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Simon

Ich bin Student der Gartenbauwissenschaften und ein richtiges Dorfkind. Neben Kräutern- und Naschobst auf einem Balkon baue ich in meiner kleinen Parzelle am Ortsrand Gemüse an. Ich genieße die Zeit draußen in meinem Gemüsegarten, in dem ich ausschließlich biologische Dünge- und Pflanzenschutzmittel einsetze. Neben meiner Liebe zur Natur schreibe ich leidenschaftlich gerne und beschäftige mich auch mit Grundlagen der Psychologie und Ethik.

Lieblingsobst: Holunder und Himbeeren.
Lieblingsgemüse: Schwarzkohl, Artischocken und Spargel.

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