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Auberginen ernten und lagern

Auberginen können im Garten erfolgreich angebaut werden. Doch wann sind die Früchte reif und wie kann man die Haltbarkeit durch richtiges Lagern verlängern?

Aubergine Ernte in blauer kiste

Direkt nach der Ernte schmecken Auberginen am besten [Foto: hardworkinghippy : La Ferme de SourrouCC BY-SA 2.0]

Der Anbau von Auberginen (Solanum melongena) im eigenen Garten ist bisher noch selten. Dabei lässt sich das violette Gemüse am geeigneten Standort und der richtigen Pflege prima selbst pflanzen. Besonders schwierig ist für Hobbygärtner, den richtigen Erntezeitpunkt abzuschätzen. Wir zeigen, wie Auberginen richtig geerntet werden und wie man sie am besten lagert.

Auberginen ernten: Saison und Jahreszeit

Bei Auberginen handelt es sich tendenziell um ein langsam wachsendes Gemüse. Während man mit der Aufzucht bereits früh im Jahr beginnt (Aussaat im Haus ab Anfang Februar), kann vom Spätsommer bis zu den ersten Nachtfrösten geerntet werden. Im Gewächshaus kann man die eigene Ernte durch die wärmeren Temperaturen allerdings schon ab Juli einholen. Im Freiland dauert die Erntesaison ab August bis in den Herbst. Wichtiger als der genaue Kalenderzeitpunkt ist bei der Ernte jedoch zu erkennen, ob die Auberginen auch wirklich reif sind.

Wann ist die Aubergine reif?

Für die Ernte von Auberginen gilt: Die richtige Reife ist entscheidend für den Erntezeitpunkt. Die runde Frucht (botanisch handelt es sich bei ihr tatsächlich um eine Beere) gehört ebenso wie Tomaten und Kartoffeln zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae), die das Toxin Solanin produzieren. Solanin befindet sich unter anderem in unreifen Früchten, die an der grünen Farbe zu erkennen sind. Sie sollten die Finger daher immer von unreifen Auberginen lassen, da sie beim Verzehr giftig sind. Um die richtige Reife bei Auberginen festzustellen, helfen diese Anhaltspunkte:

  • Dunkelviolette und glänzende Schale (je nach Sorte abweichend)
  • Schale lässt sich leicht eindrücken
  • Weißes Fruchtfleisch ohne grüne Stellen
  • Leicht grünliche Samen

Neben unreifen Auberginen kommt es durchaus vor, dass Früchte schnell überreif werden. Zu erkennen ist dies meistens an einer matten Schale. Solche Früchte sollten schnell geerntet und verarbeitet werden.

Auberginen lagern: Auberginen einlegen, einfrieren und einmachen

Werden Auberginen versehentlich im unreifen Zustand geerntet, sollten sie in jedem Fall einige Tage nachreifen, damit der Stoff Solanin abgebaut wird. Haben Sie reife Auberginen geerntet, sollten diese jedoch innerhalb weniger Tage gegessen werden, da schnell eine Überreife auftritt. Als optimale Lagertemperatur bieten sich 10-13 °C an. Im kälteren Kühlschrank ist die Aufbewahrung ebenfalls möglich. Bei zu niedrigen Temperaturen muss jedoch mit Flecken an der Schale gerechnet werden. Damit Auberginen auch länger als wenige Tage haltbar bleiben, bieten sich diverse Methoden zur Lagerung an.

Kleiner Tipp:  Wenn Auberginen mit Äpfeln oder Tomaten zusammen gelagert werden, werden sie schneller reif. Grund dafür ist das Reifegas Ethylen, welches auch bei Auberginen schnell zur Überreife führt. Bereits überreife Auberginen sollten daher am besten an einer anderen Stelle gelagert werden – bei unreifen Exemplaren kann das schnellere Nachreifen jedoch von Vorteil sein.

Wir empfehlen zur Ernte und optimalen Lagerung folgende Produkte:
  • Ernte- & Gartenkorb: Ideal für die Ernte, einen einfachen Transport und die Lagerung von Obst.
  • Gemüsekiste: Praktische Aufbewahrungskiste in verschiedenen Größen zur Lagerung von Gemüse.
  • Gemüsebox: Stapelbare Boxen mit Belüftungsschlitzen zur idealen Lagerung verschiedener Gemüsesorten.

Auberginen einlegen
Das Einlegen ist eine beliebte Methode, um die Haltbarkeit zu verlängern und gleichzeitig leckere Antipasti herzustellen. Für das Einlegen werden neben einer Aubergine nur die Zutaten Wasser, Essig, Knoblauch, Salz, Olivenöl und Gewürze nach individuellem Geschmack benötigt. Gehen Sie dabei wie folgt vor: Schneiden Sie die Aubergine in wenige Zentimeter dicke Scheiben und garen diese für einige Minuten in einem halben Liter Wasser und 100 ml Essig. Anschließend schöpfen und tupfen Sie die Auberginenscheiben ab. Zum Einlegen benötigen Sie ein Einmachglas, das zuvor zum Sterilisieren für wenige Minuten abgekocht werden sollte. Die Auberginenscheiben werden nun zusammen mit dem Knoblauch, Gewürzen und Salz im Glas geschichtet und mit Olivenöl überdeckt. Fertig sind die eingelegten Auberginen, die nun mit italienischem Flair gegessen werden können. Auf diese Weise halten sich die Auberginen über mehrere Wochen lang an einem dunklen und kühlen Ort.

Auberginen einmachen
Beim Einmachen handelt es sich in der Regel um eine Methode, um Gemüse sehr lange haltbar zu machen. Das Gemüse wird mit verschiedenen Zutaten im verschlossenen Zustand eingekocht. Bei Auberginen ist die Methode allerdings eher unüblich, da das aromatische Gemüse schnell weich wird. Grundsätzlich bietet es sich eher an, sie in Öl einzulegen. Das Aroma kann sich auf diese Weise noch besser entfalten.

Auberginen einfrieren

Wer überschüssige Auberginen frisch halten möchte, kann das Gemüse auch einfrieren. Am besten eignen sich dafür rohe Exemplare, die noch nicht überreif sind. Bereits gekochte Auberginen können aber ebenfalls noch eingefroren werden. Wir zeigen, wie das Einfrieren von Auberginen am besten klappt:

  1. Waschen und schälen Sie die Aubergine zunächst und schneiden Sie diese in 8 mm dicke Scheiben.
  2. Bringen sie Wasser im Topf zum Kochen und fügen Sie ein wenig Zitronensaft hinzu (dies verhindert die natürliche Braunfärbung).
  3. Blanchieren Sie die Scheiben für wenige Minuten in dem heißen Wasser und lassen diese anschließend kurz trocknen.
  4. Füllen Sie die Aubergine zuletzt in Gefrierbeutel oder Dosen und stellen diese ins Gefrierfach.

Auf diese Weisen hält sich Aubergine für mehrere Monat frisch und kann bei Bedarf zubereitet werden.

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