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Auberginen: Giftig oder gesund?

Um Auberginen ranken sich viele Mythen: Sind Auberginen im rohen Zustand giftig? Und wann ist das mediterrane Gemüse reif? Mehr dazu, finden Sie hier.

Aubergine Lagern in grüner Kiste

Auberginen sollten weder zu früh noch zu spät geerntet werden [Foto: LIDCC BY-SA 2.0]

Auberginen (Solanum melongena) gehören zu den beliebtesten Gemüsesorten vor allem in der mediterranen Küche. Den meisten Menschen ist die runde und violette Frucht nur aus dem Supermarkt bekannt, doch der Auberginenanbau ist im eigenen Garten oder auf dem Balkon auch problemlos möglich. Viele Leute schrecken vor dem Anbau des Gemüses zurück, da es roh und unreif als giftig gilt. Doch was ist an dieser Aussage wirklich dran? Wir bringen Licht ins Dunkel

Sind Auberginen giftig?

Auberginen gehören botanisch zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und sind somit eng verwandt mit Tomaten, Kartoffeln und Paprika. Wie bei Tomaten und Kartoffeln bilden Auberginen den Stoff Solanin, ein schwaches Nervengift. Zu erkennen ist dies an der grünen Farbe unreifer Früchte. Es ist daher besonders wichtig, Auberginen vor der Ernte ausreifen zu lassen, bis die grüne Färbung verschwunden ist. Der Verzehr von Solanin kann zu Magen-Darm-Beschwerden und Erbrechen führen. Sobald Auberginen richtig ausgereift sind, besteht glücklicherweise keine Gefahr mehr und Sie können das violette Gemüse mit der richtigen Zubereitung bedenkenlos essen. Um neben der äußeren Farbe zu erkennen, ob eine Aubergine reif ist, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Drücken Sie mit dem Finger auf die Schale. Gibt sie nach, ist dies ein gutes Indiz für die Reife.
  2. Anschließend schneiden Sie die Frucht leicht an. Wenn das Innere noch grün gefärbt ist, sollte sie noch nicht gegessen werden und nachreifen. Beim typisch weißen Fruchtfleisch kann sie bereits verarbeitet werden.

Bittere Auberginen: Bedenkenlos genießbar?

Bei der Frage, ob gereifte Auberginen roh gegessen werden können oder nicht, spalten sich die Geister. Generell gilt: Ungegart ist das Gemüse durch den hohen Gehalt an Bitterstoffen für die meisten Menschen ungenießbar, aber dennoch essbar. In modernen Züchtungen sind diese Bitterstoffe teils stark reduziert – trotzdem empfiehlt es sich, Auberginen vor dem Verzehr immer zu garen. Beim Braten wird zudem die Konsistenz weicher und die Auberginen können besser gegessen werden.

Leo

Ich bin Student der Geographie und außerdem Hobbybotaniker. Deshalb stecke ich viel Zeit in meinen eigenen Nutzgarten, in dem ich mit viel Erfolg verschiedene Gemüsesorten anbaue. Dabei ist mir ein nachhaltiger und ökologischer Anbau im Einklang mit dem Naturschutz sehr wichtig.
Lieblingsobst: Feigen
Lieblingsgemüse: Aubergine und verschiedene Kohlsorten

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