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Blumenkohl ernten, einfrieren & lagern

Nach einer reichen Blumenkohl-Ernte muss der Kohl richtig gelagert werden. Wir zeigen, wie man Blumenkohl einfrieren und haltbar machen kann.

Blumenkohl in einer Schüssel
Blumenkohl kann roh in Röschen eingefroren oder eingeweckt werden [Foto: istetiana/ Shutterstock.com]

Nach Wochen des Wartens und Pflegens ist es im Sommer endlich soweit: Die ersten Blumenkohl-Köpfe können geerntet werden. Hierbei ist der richtige Erntezeitpunkt entscheidend. Blumenkohl reift eher ungleichmäßig, was nicht gerade ein Nachteil ist: Ein einziger Satz lässt sich je nach Sorte und Witterung 1 – 6 Wochen lang beernten. Trotzdem kann es auch vorkommen, dass zu viel des leckeren Kohls auf einmal reift und haltbar gemacht werden muss. Wir verraten Ihnen, wie Sie Blumenkohl möglichst lange lagern und haltbar machen können.

Blumenkohl ernten

Blumenkohl belohnt im Sommer und Herbst mit einer reichen Ernte, die zügig eingebracht werden will. Wir geben Tipps, damit Sie den optimalen Erntezeitpunkt erkennen und die Blume einfach ernten können.

Erntezeitpunkt für Blumenkohl

Wann ihr Blumenkohl reif für die Ernte ist, hängt nicht nur vom Pflanzzeitpunkt und der Sorte ab. Auch die Witterung hat einen gewaltigen Einfluss darauf, wann die weißen Röschen erntebereit sind. Gerade Blumenkohl kann durch zu kühle oder zu warme Temperaturen in der Jungendentwicklung stark beeinflusst werden, sodass die Ernte verfrüht oder verspätet eintritt. Wunderbar ist, dass viele zeitgleich gepflanzte Blumenkohlpflanzen in der Regel in einem Zeitfenster von 1 – 6 Wochen erntereif werden. Ernten Sie die weißen „Blumen“ bevor sie aufgelockert aussehen oder sich verfärben. Sie sollten fest und geschlossen sein. Frühe Blumenkohl-Sorten können schon Mitte Juni geerntet werden, späte Sorten mit einem relativ späten Pflanztermin noch bis in den Oktober hinein.

Tipp: Ernten Sie Ihren Blumenkohl für den Frischverzehr nach Bedarf, am besten frühmorgens. Abgedeckt durch seine eigenen Laubblätter oder ein leichtes Vlies hält er sich auf dem Stängel auch noch ein paar Wochen länger.

Blumenkohl richtig schneiden

Zum Blumenkohlernten ist nicht viel Equipment nötig. Schneiden Sie Ihren Blumenkohl stets mit einem scharfen Messer ab, damit die Verletzungen am Kohlkopf minimal ausfallen. So bleibt er länger frisch und verliert weniger Feuchtigkeit. Der Ernteschnitt sollte ein gutes Stück unter dem Stängelansatz angesetzt werden. Direkt nach der Ernte am frühen Morgen sollte die Blume mit eiskaltem Wasser heruntergekühlt werden.

Blumenkohl wird geerntet
Blumenkohl wie hier die Sorte ‘Cheddar F1‘ wird zum direkten Frischverzehr auch ohne Blätter geerntet [Foto: Artazum/ Shutterstock.com]

Hinweis: Wenn man die Hüllblätter am Blumenkohlkopf lässt, bleibt er länger frisch.

Blumenkohl lagern und aufbewahren

Die Lagerung des empfindlichen Kohlgemüses ist nicht ganz einfach. Wir geben deshalb Tipps, damit Sie möglichst lange in den Genuss von geerntetem Blumenkohl kommen.

Wie lange hält sich Blumenkohl?

Blumenkohl gibt, genau wie Brokkoli (Brassica oleracea var. italica) nach der Ernte schnell viel Wasser ab und bekommt eine welke, gummiartige Konsistenz. Je nach Lagerungsart hält sich Blumenkohl frisch bis zu sechs Wochen. Blumenkohl reagiert sehr empfindlich auf das Reifegas Ethylen, das einige Obst- und Gemüsesorten im Zuge der Nachreife verstärkt abgeben. Das Gas regt die Zellen des Blumenkohls zu Aktivität an, wodurch er schneller welkt und verdirbt. Blumenkohl sollte deshalb niemals neben Obst und anderen Früchten wie Tomaten gelagert werden.

Blumenkohl im Kühlschrank lagern

Blumenkohl lässt sich für einige Zeit im Kühlschrank lagern. Wenn er frisch geerntet, noch beblättert und ungewaschen gelagert wird, ist er bei 0 bis 4 °C bis zu 14 Tage lang haltbar. Bei durchgängig 0 °C und Dunkelheit, abgeschottet von anderen Gemüse-Sorten, hält sich ein jung geernteter Blumenkohl sogar bis zu 6 Wochen.

Hinweis: Gekocht verdirbt der Blumenkohl im Kühlschrank leider schon innerhalb kürzester Zeit und sollte bestenfalls am nächsten Tag verbraucht werden.

Blumenkohl putzen und waschen

Der Blumenkohl bietet mit seinen ausladenden Röschen viel Angriffsfläche für Schmutz und Staub. Deshalb ist es wichtig, ihn vor dem Verzehr oder der weiteren Verarbeitung gründlich zu putzen. Entfernen Sie zunächst die Laubblätter und trennen Sie die einzelnen Röschen vom Hauptstrunk. Braun verfärbte und beschädigte Röschen sortieren Sie beim Putzen des Blumenkohls aus. Waschen Sie danach die Blumenkohlröschen unter fließendem Wasser und lassen Sie ihn in einem Sieb abtropfen.

Blumenkohl wird klein geschnitten und eingefroren
Das Einfrieren macht Blumenkohl besonders lange haltbar [Foto: Alexander_Safonov/ Shutterstock.com]

Blumenkohl haltbar machen

Die schmackhaften Blütenstände des Blumenkohls lassen sich auch für längere Zeit haltbar machen. Wir erklären, welche Methoden am besten funktionieren.

Blumenkohl einfrieren

Der Blumenkohl kann ganz ohne Blanchieren und noch roh eingefroren werden. Das unterscheidet das weiße Vitaminwunder von einigen seiner Artgenossen, wie beispielsweise dem Grünkohl (Brassica oleracea var. sabellica). Vor dem Einfrieren schneiden Sie die einzelnen Röschen vom Blumenkohlkopf, waschen diese und lassen sie in einem Sieb abtropfen. Danach portionieren Sie den gewaschenen Blumenkohl und geben ihn in das Gefrierfach.

Blumenkohl blanchieren und einkochen

Um Blumenkohl verdaulicher zu machen, wird er gerne blanchiert. Dies ist auch der erste Schritt, um die Blütenstände einzukochen oder einzulegen. Zum Blanchieren geben Sie geschnittene Blumenkohlröschen für einige Minuten in kochendes Salzwasser, bis sie gerade noch etwas bissfest sind. Durch einen kräftigen Schuss Zitronensäure im Wasser können Sie die weiße Farbe des Kohls erhalten. Die Röschen können nun abgegossen werden und sollten mit kühlem Wasser abgespült werden.
Um fünf Blumenkohl-Köpfe in Gläser einzukochen, nehmen Sie zwei Liter kochendes Salzwasser und füllen Röschen und Lake in Gläser. Drehen Sie die Deckel nur ganz lose auf die Gläser, denn während des Einkochens muss Luft entweichen können. Die Gläser werden nun mindestens 20 Minuten bei 100 °C eingekocht. Das geht zum Beispiel in einer hohen, mit Wasser gefüllten Auflaufform im Ofen oder indem man die Gläser in einen großen, wassergefüllten Kochtopf stellt. Nach dem Einkochen die Deckel fest zudrehen und die Gläser auf den Kopf stellen und auskühlen lassen.

Einlegen von Blumenkohl

Wie fast jedes Gemüse, kann Blumenkohl auch hervorragend fermentiert, also eingelegt werden. Dazu sollten Sie den rohen Blumenkohl schneiden und waschen. Anschließend wird eine 2 – 4 %ige Salzlake hergestellt, indem 20 bis 40 Gramm reines Salz in Wasser gelöst werden. Die Blumenkohlröschen werden dann so dicht es geht in das Glas geschichtet, sodass nur 3 bis 4 cm Platz unter dem Rand bleiben. Auf den Blumenkohl wird ein Fermentationsgewicht gelegt und zu guter Letzt füllt man die Salzlake hinein. Das Fermentationsgewicht sollte vollständig mit Lake bedeckt sein. Das Glas wird nun fest verschlossen und für 5 – 7 Tage bei Raumtemperatur aufgestellt – so kommt die Fermentation in Gang. Nach weiteren 2 – 3 Wochen sanften Fermentierens im Kühlschrank oder im kühlen Keller ist der eingelegte Blumenkohl genussfertig und hält sich noch einige Monate – vor allem wenn der Glasrand sauber gehalten wird.

Blumenkohl wird in ein Glas zum Fermetieren gegeben
Wie viele andere Gemüsesorten kann auch Blumenkohl fermentiert werden [Foto: casanisa/ Shutterstock.com]

Bevor Sie Blumenkohl haltbarmachen können, gilt es die Ernte sicherzustellen. Blumenkohl kann während der Kultur von allerlei Schädlingen besucht werden. Besonders häufig sind der Kohlweißling und seine nimmersatten Raupen. Wir stellen die Schmetterlingsart vor und geben Tipps zur Bekämpfung.

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