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Gartenbohne: Herkunft, Ursprung und Synonyme

Gartenbohnen werden seit Jahrhunderten angebaut. Wir informieren Sie über den Ursprung und die Geschichte der nahrhaften Bohnen mit hohem Eiweißgehalt.

Bohnen ernten aus dem eigenen garten

Frisch geerntete Stangen- und Buschbohnen [Foto: CristinaCC BY 2.0]

Die Gartenbohne (Phaseolus vulgaris) wird in unterschiedliche Wuchsformen unterteilt: Die Busch- und die Stangenbohnen. Allgemein gibt es ganz unterschiedliche Bezeichnungen für die Gartenbohnenarten, so wird sie als Buschbohne, Stangenbohne, Grüne Bohne, Feuerbohne (Phaseolus coccineus) und in einzelnen Gebieten der Alpen auch als Fisole bezeichnet.

Kultur und Entdeckungen der Vorfahren der heutigen Gartenbohnen

Die ursprünglichen und wildwachsenden Formen der heutigen Gartenbohnensorten haben ihren Ursprung in Südamerika. Belege dafür sind Funde aus Chile, Peru und auch anderen Ländern des Kontinents. In der peruanischen Guitarrero-Höhle wurden einige Indizien entdeckt, die beweisen, dass es bereits 6000 v. Chr. die Vorfahren der uns heute bekannten Gartenbohnen gab. Auch in Chile wurden Ausgrabungen gemacht, die belegen, dass auch hier ca. 2700 v. Chr. Bohnen mit den Merkmalen der heutigen Gartenbohne angebaut wurden. Weitere archäologische Entdeckungen von300-400 v. Chr. belegen auch, dass auch die Hochkulturen aus Mittelamerika Bohnen anpflanzten, was Samen- und Hülsenfunde zu belegen scheinen. Es ist auch bewiesen, dass die damaligen Formen der uns heute bekannten Bohnen deutlich kleiner waren, jedoch scheint die Vielfalt der Formen, Muster und Farben wesentlich größer gewesen zu sein.

Die Verbreitung der heutigen Gartenbohne

In der Zeit vor der Entdeckung des amerikanischen Kontinents von den Europäern wurde der Anbau von Bohnen von den verschiedenen indigenen Stämmen bereits in großem Ausmaß betrieben.  Zu jener Zeit zählten Bohnen, Mais und Kürbis wohl zu den bedeutsamsten Kulturpflanzen überhaupt und sicherten die Ernährung der Bevölkerung. Bei den Inkas wurden die Vorfahren der heutigen Gartenbohnen vermutlich hauptsächlich als Nahrungsquelle für die unteren Bevölkerungsschichten verwendet. Die gehobene Schicht der Inka bevorzugte, die Mondbohne (Phaseolus lunatus) zu verspeisen. Nach der Entdeckung des Kontinents durch Kolumbus erreichte aie Gartenbohne im Laufe des 16. Jahrhunderts auch das europäische Festland. Schnell verbreitete sich die nahrhafte Bohne und wurde vermehrt angebaut und machte den bis dahin großflächig angebauten Kuhbohnen und Ackerbohnen den Platz schon ein bisschen streitig.

In der Top 3 der pflanzlichen Eiweißlieferanten

Hinter der Sojabohne und der Dicken Bohne reiht sich die Gartenbohne als ein ausgezeichneter pflanzlicher Eiweißlieferant auf Platz drei ein mit etwa 21 Prozent Eiweißanteil. Es muss also nicht unbedingt die Sojabohne aus fernen Ländern sein, auch der heimische Garten kann schmachhafte und eiweißhaltige Bohnen hervorbringen.

Simon

Ich bin Student der Gartenbauwissenschaften und ein richtiges Dorfkind. Neben Kräutern- und Naschobst auf einem Balkon baue ich in meiner kleinen Parzelle am Ortsrand Gemüse an. Ich genieße die Zeit draußen in meinem Gemüsegarten, in dem ich ausschließlich biologische Dünge- und Pflanzenschutzmittel einsetze. Neben meiner Liebe zur Natur schreibe ich leidenschaftlich gerne und beschäftige mich auch mit Grundlagen der Psychologie und Ethik.

Lieblingsobst: Holunder und Himbeeren.
Lieblingsgemüse: Schwarzkohl, Artischocken und Spargel.

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