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Ingwer aufbewahren: Profi-Tipps zum Lagern & Haltbarmachen

Eine große Ingwerknolle reicht oft für eine lange Zeit. Wir erklären, wie man Ingwer am besten aufbewahrt und zeigen Möglichkeiten, ihn haltbar zu machen.

Verarbeiteter Ingwer
Es gibt vielfältige Möglichkeiten, Ingwer frisch zu halten und haltbar zu machen [Foto: Elena Schweitzer/ Shutterstock.com]

Der Sommerurlaub winkt und der Rest Ingwer ist noch immer nicht aufgebraucht? Kein Problem, denn es gibt wunderbare Möglichkeiten, Ingwer auch länger haltbar zu machen. Als Möhren-Ingwer-Suppe, im asiatischen Curry oder eingebacken in Ingwerkekse entfaltet frischer Ingwer (Zingiber officinale) zwar schon einen herrlichen Geschmack, aber so richtig interessant wird es erst, wenn es um das Haltbarmachen geht.

Ingwer aufbewahren

Zwar können Sie Ihren eigenen Ingwer nur im Herbst ernten, doch das heißt nicht, dass Sie den Rest des Jahres darauf verzichten müssen. Über den Winter können Sie das Rhizom problemlos frisch aufbewahren. Für das Sommerhalbjahr bieten sich dann unzählige Möglichkeiten, wie Sie den selbstgezogenen Ingwer weiterhin genießen können. Auch wenn Sie Ingwer lieber frisch im Laden kaufen, finden Sie hier einige Tipps zur richtigen Lagerung und köstlichen Verwertung.

Haltbarkeit von Ingwer: Wie lange bleibt er frisch?

Bei richtiger Lagerung kann Ingwer über mehrere Wochen frisch bleiben. Wichtig ist vor allem, dass er nicht austrocknet und faserig wird, denn dann ist er wohl nur noch für Tee zu gebrauchen.

Ingwer richtig aufbewahren und lagern

Unversehrte Ingwer-Rhizome können Sie problemlos auch außerhalb des Kühlschranks lagern. Wickeln Sie den Ingwer dazu in ein Papiertuch ein und legen Sie ihn an einen kühlen und dunklen Ort. Bereits angeschnittener Ingwer trocknet schneller aus. Diesen sollten Sie in ein kleines Schraubglas stecken und im Kühlschrank aufbewahren. So hält sich das Rhizom noch mindestens drei Wochen frisch.

Ingwer haltbar machen

Obwohl Ingwer schon frisch recht lange haltbar ist, bieten sich je nach Geschmack unzählige Möglichkeiten, um den Ingwer langfristig haltbar zu machen.

Getrockneter Ingwer
Durch Trocknung und andere Methoden kann Ingwer haltbar gemacht werden [Foto: wasanajai/ Shutterstock.com]

Ingwer trocknen

Schneiden Sie den Ingwer geschält oder ungeschält in dünne Scheiben und legen Sie ihn zur Lufttrocknung bei trockenem Wetter auf einem Backblech aus. Alternativ können Sie Ingwer auch im Backofen trocknen, was allerdings recht energieaufwendig ist. Schieben Sie das Blech mit dem geschnittenen Ingwer dazu bei etwa 40 °C Umluft in den Backofen und prüfen Sie regelmäßig etwa alle zehn bis zwanzig Minuten, ob der Ingwer schon komplett getrocknet ist. Den getrockneten Ingwer können Sie zum Beispiel für Tee verwenden.

Ingwer einfrieren

Ingwer lässt sich auch problemlos einfrieren. Ob geschält oder ungeschält müssen Sie selbst entscheiden. Ungeschälter Ingwer ist allerdings eingefroren nur bis zu drei Monate haltbar, während geschälter Ingwer sich mindestens ein halbes Jahr lang hält. Sie können Ingwer natürlich auch direkt portionsweise einfrieren. Schneiden Sie dazu den Ingwer in dünne Scheiben oder raspeln Sie das Rhizom. Legen Sie nun die Stücke oder Raspel auf einen Teller und frieren Sie das Ganze ein. Ist der Ingwer durchgefroren können Sie ihn nun in eine mit Datum versehene Dose oder einen Gefrierbeutel geben und dauerhaft einfrieren.

Ingwer in Essig einlegen

Besonders den Sushi-Genießern dürfte diese Art der Haltbarmachung von Ingwer – auch Gari genannt – wohl bekannt sein. Um in Essig eingelegten Ingwer herzustellen, sollten Sie das Rhizom erst schälen und in dünne Scheiben schneiden. Bestreuen Sie diese nun mit Salz und lassen Sie sie etwa eine Stunde durchziehen. Währenddessen können Sie den Essig vorbereiten. Kochen Sie Reisessig in der Pfanne auf und fügen Sie pro 100 ml Reisessig etwa zwei Esslöffel Zucker hinzu. Anschließend werden die gesalzenen Ingwerscheiben kurz mit kochendem Wasser überbrüht und dann mit dem gesüßten Essig übergossen. Das Ganze sollten nun ordentlich abgefüllt werden und ist mindestens ein halbes Jahr haltbar.

Gari, in Essig eingelegter Ingwer
Zu Sushi gehört auch Gari, in Reisessig eingelegter Ingwer [Foto: Alp Aksoy/ Shutterstock.com]

Ingwer kandieren

Für Süße ist kandierter Ingwer genau das Richtige. Pro 100 Gramm Ingwer benötigen Sie dazu etwa 150 Gramm Zucker und ein Stück Bio-Zitrone. Schälen Sie den Ingwer und schneiden Sie ihn in mundgerechte Stücke. Kochen Sie nun den Ingwer langsam auf. Sie benötigen dafür nur so viel Wasser, dass der Ingwer bedeckt ist. Bis er gar ist, sollte er nun vor sich hinköcheln. Nach etwa 20 Minuten ist es dann soweit und Sie können etwa ein Fünftel des Zuckers zugeben und den Sud erneut kurz aufkochen. Mindestens zwölf Stunden müssen Sie den Ingwer nun durchziehen lassen, ehe Sie ihn unter Zugabe von einem weiteren Fünftel des Zuckers erneut etwa 20 Minuten köcheln lassen. Dreimal müssen Sie diesen Schritt insgesamt durchführen, immer mit einer Pause von mindestens fünf Stunden. Zur Verfeinerung können Sie einige Scheiben Zitrone hinzugeben, die Sie im letzten Durchgang entfernen. Bei diesem letzten Durchgang lassen Sie den Ingwer so lang köcheln, bis er glasig ist. Nun können Sie ihn aus dem Topf befreien und auf einem Backblech trocknen. Richtig hübsch wird er, wenn Sie ihn nun noch in Zucker wälzen.

Ingwer-Sirup

Gehen Sie für das Einlegen von Ingwer in Sirup ähnlich vor wie beim Kandieren. Anstatt den Ingwer aber am Ende zu trocknen, belassen Sie ihn einfach in dem eingedickten Sirup und füllen das Ganze in Schraubgläser ab.

Wenn Sie jetzt auf den Geschmack gekommen sind und selbst Ingwer anbauen möchten, finden Sie in diesem Artikel alles, was Sie dazu wissen müssen.

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