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Kürbis ernten und lagern: Tipps zu Erntezeit & Haltbarmachen

Nach dem Anbau stellt sich die Frage, wie und wann Kürbisse geerntet werden. Dazu zeigen wir, wie Sie Kürbisse durch Einfrieren und Einlegen haltbar machen.

 

Der Kürbis (Cucurbita) ist sehr beliebt im Garten und ist vielseitig verwendbar. Die einjährigen Kürbispflanzen sind sehr ausladend und bringen meist hohe Erträge. Damit am Ende der Saison alles glatt läuft, sind die Ernte und Lagerung vom Kürbis entscheidend. So können die Kürbisse über die Wintermonate gegessen oder für Halloween dekoriert werden. Die nachfolgenden Tipps helfen, Kürbisse richtig zu ernten und zu lagern.

Im Folgenden erfahren Sie alles zum richtigen Erntezeitpunkt beim Kürbis und wir zeigen, warum es sich lohnen kann, den Kürbis nach der Ernte noch nachreifen zu lassen.

Kürbis ernten: Wann ist Erntezeit?

Je nach Sorte, Pflanzzeitpunkt und Witterung liegt der Erntezeitpunkt im Spätsommer und bis in den Herbst hinein. Die Reife beginnt dabei frühestens Mitte August, die meisten Kürbisse werden jedoch von September bis Oktober geerntet. Es sollte aber in jeden Fall vor den ersten Nachfrösten geerntet werden. Um zu erkennen, ob ein Kürbis reif für die Ernte ist, sollte auf diese Anzeichen geachtet werden.

Welche Merkmale zeigen, dass der Kürbis reif ist?

  • Intensive Fruchtfärbung, gut zu erkennen v.a. bei orange-roten Sorten wie dem Hokkaido
  • Verholzter und trockener Stiel
  • Absterben der Blätter
  • Kein Einritzen der Schale mit dem Fingernagel möglich
  • Hohler Klang beim Klopfen der Frucht (gilt nicht für alle Sorten!)

Stimmen alle Anzeichen, so kann der Kürbis geerntet werden. Benutzen Sie dafür am besten ein scharfes Messer und trennen Ihn am Stiel ab. Achten Sie darauf, dass der Kürbis bei der Ernte nicht beschädigt wird, damit er später noch nachreifen und gelagert werden kann. Bei trockener Witterung ist es nun sinnvoll, den Kürbis für einige Tage draußen nacktrocknen zu lassen.

Muskatkürbis 'Mini Musk' geerntet
Geerntet wird mit einem scharfen Messer oder einer Schere, wie bei diesem Muskatkürbis ‘Mini Musk’

Kürbis nachreifen lassen

Nach der Ernte ist der wesentliche Teil des Anbaus geschafft – der Kürbis kann nun gegessen oder anderweitig verarbeitet werden. Besser ist es allerdings, ihn noch für einige Zeit nachreifen zu lassen. Der Grund dafür ist, dass sich der Geschmack durch das Nachreifen verbessert. Zusätzlich erhöht sich die Keimfähigkeit der Kürbiskerne und diese können im nächsten Jahr problemlos zum Aussäen wiederverwendet werden. Durch das Nachreifen trocknet zudem der Stiel ein: Damit ist die Frucht besser vor Infektionen geschützt und lässt sich länger lagern.

Für das Nachreifen von Kürbis empfiehlt sich ein heller und trockener Ort. Kürbisse sollten dort idealerweise bei 20 °C für circa drei Wochen verweilen. Es sollte zudem darauf geachtet werden, dass sie auf einer trockenen Unterlage wie Holz oder Pappe aufliegen und regelmäßig gewendet werden. Nach diesem Prozess verbessert sich der Geschmack des Kürbisses und er kann prima in der Küche verarbeitet werden.

Tipp: Damit die Kürbispflanze eine reiche Ernte bringt, ist die Nährstoffversorgung der Pflanze besonders wichtig. Wer seine Kürbispflanze mit einem Bio-Dünger wie unserem Plantura Bio-Tomatendünger mit organischer Langzeitwirkung versorgt, wird später mit einer reichen Ernte mit tollem Geschmack belohnt.

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Kürbis lagern und haltbar machen

Bei einer guten Ernte kann es durchaus sein, dass man mehr Kürbisse übrig hat als man zum Essen oder Schnitzen verwenden kann. Das Tolle beim Kürbis: Er ist bei richtiger Lagerung über Monate haltbar. Folgende Tipps und Methoden helfen, den Kürbis über den Winter hinweg zu lagern.

Kürbis richtig lagern

Bei der richtigen Lagerung und der entsprechenden Kürbissorte lässt sich das Gemüse bis zu sechs Monate lagern. Für das Lagern des Kürbisses empfiehlt sich ein trockener und dunkler Standort, bei dem die Temperatur nicht zu hoch ist. Idealerweise liegt diese bei 12-15 °C. Temperaturen darunter können dem Kürbis schaden, da es schneller zu Fäule an der Frucht kommt. Temperaturen über 15 °C auf der anderen Seite wirken sich langfristig negativ auf den Geschmack aus.

Besonders wichtig ist außerdem, dass ein luftiger Ort ausgesucht wird, denn zu hohe Luftfeuchtigkeit kann zur Bildung von Kondenswasser auf der Schale führen, was wiederum Fäule begünstigt. Als Aufbewahrung für Kürbisse eignen sich Netze oder Holzkisten. Wichtig ist dabei ebenso wie beim Nachreifen, dass es nicht zu Druckstellen kommt.

Wie werden Kürbisse richtig gelagert?

  • Trockener und dunkler Lagerort (z.B. Keller)
  • Temperatur zwischen 12 und 15 °C
  • Luftiger Platz (z.B. Netz oder Holzkiste)
Kürbisse in Holzkisten
Holzkisten sind ideal für die Lagerung [Foto: Liudmila Fadzeyeva/ Shutterstock.com]

Kürbis haltbar machen

Neben der klassischen Lagerung an einem kühlen Ort gibt es auch die Möglichkeit, den Kürbis über längere Zeiträume haltbar zu machen. Dafür wird die Ernte eingefroren, eingekocht, eingelegt oder getrocknet. Wie die einzelnen Methoden funktionieren, erfahren Sie im Folgenden.

Kürbis einfrieren

Das Einfrieren von Kürbis ist eine wunderbare Methode, ihn über einen längeren Zeitraum aufzubewahren. Damit ist er 4 bis 6 Monate haltbar und kann je nach Bedarf zum Kochen verwendet werden. Der Vorteil: Man kann durch das Einfrieren auch kleinere Portionen nehmen. Kürbisse können auf mehrere Arten eingefroren werden. Je nach Verwendungszweck schneidet man entweder einzelne Stücke klein oder friert den Kürbis als Püree ein.

Soll der Kürbis zum Kochen angebraten oder gebacken werden, ist das Einfrieren von rohen Stücken am sinnvollsten. Dazu wird der Kürbis in Stücke geschnitten und der Stiel sowie die Kürbiskerne entfernt. Diese können ebenfalls angebraten werden oder auch zum Säen im nächsten Jahr verwendet werden. Hokkaido-Kürbisse sind die einzigen Kürbisse, deren Schale mitgegessen wird. Bei dieser Kürbissorte kann die Schale daher dran bleiben, bei allen anderen muss der Kürbis vorher geschält werden. Der geschnittene Kürbis wird nach dem Schneiden in ein passendes Behältnis gefüllt und kommt in den Gefrierschrank.

Soll der Kürbis später einmal zur Suppe werden, bietet sich das vorherige Pürieren an. Der Kürbis wird vorher ausgehöhlt und Kerne sowie der Stiel entfernt. Je nach Sorte muss ebenfalls die Schale entfernt werden. Anschließend wird der Kürbis mit ein wenig Wasser für ca. 20 Minuten im Kochtopf gedünstet und danach püriert. Das fertige Muss kann nun in Behälter gefüllt und eingefroren werden. Durch diese Methode lässt sich die Suppe bei Bedarf schnell zubereiten.

Kürbis einkochen

Neben dem Einfrieren des Kürbisses ist das Einkochen im Glas ebenfalls eine gute Methode, um den Kürbis in kleinen Portionen zu lagern. Das Einkochen ist recht unkompliziert und man kann sehr lange auf den eingelegten Kürbis zurückgreifen.

In Würfel geschnittener Kürbis
Die Kürbiswürfel können zum Einkochen in Einmachgläser gefüllt werden [Foto: ORLIO/ Shutterstock.com]

Folgende Anleitung zum Einkochen bezieht sich auf etwa 1 kg Kürbis, was etwa einem mittelgroßen Hokkaido-Kürbis entspricht. Je nach Kürbismenge müssen die anderen Zutaten ebenfalls angepasst werden.

Wie wird Kürbis richtig eingekocht?

  1. Einmachgläser gründlich mit Spülmittel auswaschen und kurz in heißem Wasser abkochen (wichtig ist, dass die Gläser unbeschädigt und dicht sind).
  2. Den Kürbis aushöhlen, Stiel und Kürbiskerne entfernen. Den Kürbis schälen (Ausnahme ist der Hokkaido-Kürbis). Anschließend in Würfel schneiden.
  3. 500 ml Wasser zusammen mit ein wenig Essig und einer Prise Salz erhitzen.
  4. Die Kürbiswürfel in die sauberen Einmachgläser füllen. Je nach Geschmack können Gewürze wie Lorbeerblätter, Senf, Zimt oder Chili mit in das Glas. Die Kürbisstücke können leicht angedrückt werden.
  5. Die Mischung aus Wasser, Essig und Salz in das Glas mit den Kürbisstücken fast bis zum oberen Rand auffüllen.
  6. Die Gläser werden nun verschlossen und im Ofen bei 200 °C ca. eine halbe Stunde eingekocht. Die Gläser sollten dafür in einem Wasserbad von wenigen Zentimeter Höhe stehen.
  7. Nach dem Einkochen den Ofen ausstellen und die Gläser für einige Stunden darin zum Abkühlen stehen lassen.

Am Ende ist der Kürbis fertig eingekocht und an einem dunklen und kühlen Ort über mehrere Jahre haltbar.

Kürbis einlegen

Das Einlegen vom Kürbis geht noch schneller als ihn einzukochen. Dafür ist er aber nicht ganz so lange haltbar. Eine beliebte Zubereitung ist süß-sauer eingelegter Kürbis.

Bei 1 kg Kürbis benötigen Sie zum Einlegen:

  • 200 ml Wasser
  • 250 ml Weißweinessig
  • 250 g Zucker
  • 4-5 Nelken
  • 2 Chilischoten
  • 2 Stangen Zimt
  • Geriebene Zitronenschale
Kürbis wird mit Löfffel ausgehöhlt
Der Kürbis muss zunächst einmal ausgehöhlt werden [Foto: danshanin/ Shutterstock.com]

Alle Zutaten außer dem Kürbis werden zunächst  in einem Topf  zusammen aufgekocht. Der Kürbis wird geschält (außer der Hokkaido-Kürbis), ausgehöhlt, entkernt und in Würfel geschnitten. Die Kürbisstücke werden zum kochenden Sud gegeben und für einige Minuten mitgekocht. Anschließend werden die Kürbiswürfel abgeschöpft und in vorher abgekochte Einmachgläser gefüllt. Zuletzt wird der heiße Sud über den Kürbis gegeben und der Deckel verschlossen. Je nach Belieben lässt sich der Kürbis auch mit anderen Zutaten würzen.

Kürbis trocknen

Diese Erfahrung hat wohl jeder schon einmal gemacht: Man schnitzt zu Halloween einen Kürbis aus und verwendet ihn als gruselige Deko – nach wenigen Tagen ist der Kürbis aber leider schon faulig und fällt in sich zusammen. Um genau das zu vermeiden, lohnt sich das Trocknen vom Kürbis. Dazu bieten sich größere Kürbisse ebenso wie Zierkürbisse an.

Um einen Kürbis zu trocknen, sollte man sich Zeit nehmen. Bis es nämlich soweit ist, können durchaus 6 bis 12 Monate vergehen. Damit es besonders am Anfang zu keiner Infektion durch Pilze oder Bakterien kommt, sollte der Kürbis vorsichtig mit warmem Seifenwasser abgewaschen werden. Danach sollte man ihn kurz mit normalem Wasser abspülen und mit einem Handtuch abtrocknen. Anschließend beginnt die eigentliche Trocknung. Dazu wird der Kürbis draußen an einen kühlen und trockenen Ort gelegt, am besten mit hoher Luftzirkulation.

Damit es nicht zu Druckstellen kommt, sollte der Kürbis ab und an gewendet werden. Es ist außerdem darauf zu achten, dass faule Stellen vorsichtig abgeschabt werden. Mit dieser Anleitung und ein wenig Glück verläuft das Kürbis-Trocknen gut und zum nächsten Halloween halten sich die Kürbisse als Deko dann auch deutlich länger. Je nach Größe des Kürbisses kann das Trocknen 6 Monate bis zu einem Jahr dauern.

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