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Lauch anbauen: Aussaat, Pflege und Erntezeit

Lauch oder Porree im eigenen Garten anbauen: Wir stellen geeignete Sorten vor und geben Tipps und Tricks von der Aussaat, über Pflege und Düngung, bis hin zur Ernte.

Lauch (Allium porrum L.) ist für den Gärtner ideal, da er beinahe ganzjährig geerntet werden kann. Für viele stellt sich dabei die Frage, ob Lauch und Porree dasselbe sind: Die Antwortet lautet ja, die beiden Namen werden synonym verwendet. Das würzige Gemüse stellt keine großen Ansprüche an den Anbau und verleiht vielen Gerichten ein besonderes Aroma. Höchste Zeit also, sich um Lauch aus dem eigenen Garten zu kümmern. Wir verraten, wie das am besten gelingt.

Lauch: Herkunft und Eigenschaften

Höchstwahrscheinlich ist der Porree eine Kulturform des Ackerlauches (Allium ampeloprasum). Sein Geschmack und Geruch weisen auf die enge Bindung zur Zwiebel (Allium cepa) hin. Beide gehören zur Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) und zur Gattung des Lauchs (Allium). Die Pflanze stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und war schon seit dem Zeitalter der Pharaonen als grünes Gemüse beliebt. Durch die Römer gelangte der heutige Gartenlauch einst von Ägypten nach Europa. Porree wurde von den alten Griechen und Römern geschätzt und besonders für seine wohltuende Wirkung auf den Hals verehrt. Der römische Kaiser Nero aß angeblich jeden Tag Porree, um seine Stimme zu stärken. Schnell verbreitete sich das Gemüse in ganz Europa. Nicht nur als ganzjährige Vitaminquelle, sondern auch als Heilmittel wusste man schon früh Porree zu verwenden. So soll Lauch zum Beispiel zur Senkung des Blutdruckes, zur Unterstützung der Herz-Kreislauf-Gesundheit und zur Verbesserung der Verdauung beitragen. In Wales ist der Porree so beliebt, dass er das dortige Wappen schmückt.

Lauch ist eine zweijährige, krautige Pflanze, die zwischen 60 und 80 Zentimeter hoch werden kann. Im Gegensatz zum Ackerlauch bildet der Porree keine Zwiebeln aus. Die Blätter sind lanzettförmig und 1 bis 5 Zentimeter breit. Im unteren Bereich des Schaftes sind die Blätter weiß und verwachsen, weiter nach oben hin werden sie blau-grün.

Winterlauch im Schnee
Winterlauch kann dem Frost trotzen und zur kalten Jahreszeit angebaut werden [Foto: Graham Corney/ Shutterstock.com]

Sortenwahl beim Lauch

Beim Lauch stehen unterschiedliche Sorten zur Auswahl – man unterscheidet zwischen Sommerlauch, der in den warmen Monaten kultiviert wird, Herbstlauch und Winterlauch, der auch bei Schnee und Frost noch wächst. Welche Sorten jeweils besonders empfehlenswert sind, verraten wir Ihnen in unserem speziellen Übersichtsartikel zu Lauchsorten.

Lauch pflanzen

Beim Anbau von Lauch ist der passende Standort und das richtige Vorgehen entscheidend. Lauch fühlt sich an einem sonnigen bis halbschattigen Standort am wohlsten. Zudem sollte er windgeschützt sein. Ist der Boden obendrein locker, durchlässig und reich an Humus und Nährstoffen, steht einem erfolgreichen Anbau nichts mehr im Wege.

Der ideale Standort für Lauch:

  • Sonnig bis halbschattig
  • Windgeschützt
  • Lockerer, durchlässiger Boden
  • Humos und nährstoffreich
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Tipp: Gute Pflanznachbarn für den Lauch sind Sellerie (Apium graveolens), Endivie (Cichorium endivia), Majoran (Origanum majorana L.), Karotten (Daucus carota subsp. sativus) und Kohlrabi (Brassica oleracea var. gongylodes).

Lauch in Mischkultur im Beet
Lauch fühlt sich an einem sonnigen bis halbschattigen Standort wohl [Foto: Derek Harris Photography/ Shutterstock.com]

Ist der passende Standort im Garten gewählt, gilt es Ihren Lauch einzupflanzen oder auszusäen. Entweder können Sie Jungpflanzen selbst aus Samen ziehen oder schon vorgezogene Pflänzchen kaufen. Lauch Pflanzen können Sie in vielen Gärtnereien, Gartencentern oder im Baumarkt kaufen. Alternativ können Sie auch Jungpflanzen und Samen für Porree im Internet bestellen. Wie Sie beim Anbau von Lauch weiter vorgehen, erfahren Sie in der folgenden Kurzanleitung.

Kurzanleitung zum Anbau von Porree:

  1. Ende Februar können Sie mit der Keimung der Samen beginnen Dazu empfehlen wir Ihnen, die Samen auf einer sonnigen Fensterbank vorzuziehen.
  2. Vor dem Auspflanzen oder der Direktsaat ins Beet ist der Boden vorzubereiten. Hier empfehlen wir, mit Kompost oder einem Dünger mit organischer Langzeitwirkung das Erdreich aufzubessern (etwa 10 Liter Kompost pro Quadratmeter). Das wird Ihnen der Starkzehrer Lauch mit guten Erträgen danken.
  3. Besonders gut geeignet für Porree ist unser Plantura Bio-Universaldünger mit organischer Langzeitwirkung, der von Anfang an beste Wachstumsbedingungen für Ihren Lauch schafft.
  4. Sind die vorgezogenen Jungpflanzen etwa bleistiftdick, ist es Zeit, sie auszupflanzen.
  5. Die Jungpflanzen können Sie ab Mitte April auspflanzen, in einem Pflanzabstand von etwa 15 cm bei einer Lochtiefe von ca. 10 bis 12 cm.
  6. Wollen Sie direkt aussäen, so ist für Frühsorten der März empfehlenswert. Für eine Lauchernte im Winter sollte die Aussaat von Mai bis Juni erfolgen.
  7. Nach dem Einpflanzen werden die Pflänzchen gut angegossen.

Lauch pflegen

Steht der Lauch im Beet und wächst fleißig, benötigt er regelmäßig Zuwendung, um Ihnen eine reiche Ernte einzubringen. Hacken Sie das Beet regelmäßig. So entfernen Sie Unkraut und lockern den Boden auf. Das fördert die Mineralisierung und die Wasseraufnahmefähigkeit des Bodens. Häufeln Sie zudem die Erde um die Schäfte des Porrees regelmäßig an. Das sorgt für einen längeren weißen Schaft. Dieser wird dann besonders mild und zart.

Für ein gutes Wachstum benötigt Porree ausreichend Feuchtigkeit. Gerade an heißen Sommertagen sollten Sie ihn gut gießen. Ein völliges Austrocknen des Bodens ist ebenso zu vermeiden wie Staunässe. Dass Lauch ein Starkzehrer ist, wissen wir ja bereits. Er benötigt vor allem eine stickstoffbetonte Düngung, um hohe Erträge liefern zu können. Bestens geeignet dafür ist unser Plantura Bio-Universaldünger, der alle wichtigen Nährstoffe für Ihren Porree enthält und außerdem das Bodenleben und die Bodenfruchtbarkeit im Garten verbessert. Durch seine Langzeitwirkung muss nur alle vier bis sechs Wochen nachgedüngt werden. Anders sieht es bei mineralischen Stickstoffdüngern aus. Werden diese verwendet, müssen Sie alle zwei Wochen erneut düngen.

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Lauch gießen und düngen:

  • Regelmäßig hacken und Unkraut entfernen
  • Um den Schaft herum Erde anhäufeln
  • Gleichmäßig feucht halten
  • Staunässe und Austrocknen vermeiden
  • Stickstoffbetonte Düngung
  • Alle 4 bis 6 Wochen mit einem Dünger mit organischer Langzeitwirkung
Lauch Planze mit Wassertropfen
Lauch benötigt regelmäßige Wassergaben, vor allem an heißen Sommertagen [Foto: Lucy Kozyra/ Shutterstock.com]

Lauch ernten

Lauch hat eine relativ lange Kulturdauer: Erst fünf bis acht Wochen nach dem Pflanzen kann er geerntet werden. Die Stangen sollten einen Durchmesser von mindestens drei Zentimetern haben, bis der Lauch geerntet wird. Je nachdem ob es Sommer-, Herbst- oder Winterlauch ist, wird der Porree natürlich zu unterschiedlichen Zeitpunkten geerntet. Sommerporree kann Juni bis  August geerntet werden. Herbstporree ist zwischen September und Dezember erntereif, während Winterlauch zwischen Dezember und Mai geerntet werden kann. Sie sehen also: Wenn Sie den Anbau richtig planen, können Sie fast das ganze Jahr über frischen Lauch aus dem eigenen Garten ernten.

Wann erntet man Lauch?

  • 5 – 8 Wochen nach dem Pflanzen
  • Stangen sollten Durchmesser von ca. 3 cm haben
  • Sommerporree: Juni – August
  • Herbstporree: September – Dezember
  • Winterporree: Dezember – Mai

Zum Ernten vom Sommerlauch benutzten Sie ein scharfes Messer und schneiden die Stange knapp oberhalb der Wurzel ab. Verbleibt die Wurzel im Boden, so kann der Lauch erneut nachwachsen und noch einmal geerntet werden. Bei Winterlauch ist das nicht der Fall, da die Witterungsbedingungen im kalten Winter kein Nachwachsen erlauben. Deshalb kann Winterlauch mit einer Grabegabel locker ausgehoben und mit Wurzel geerntet werden.

Experten-Tipp: Der günstigste Erntezeitpunkt für Lauch ist am Nachmittag, da die Blätter dann den niedrigsten Wassergehalt aufweisen und weniger Schäden durch Blattbruch davontragen.

Wie erntet man Lauch richtig?

  • Sommerlauch oberhalb der Wurzel abschneiden
  • Lauch wächst noch einmal nach
  • Winterlauch mit Wurzel ausgraben
Lauch wird mit Grabegabel geerntet
Lauch kann entweder abgeschnitten oder ausgegraben werden [Foto: Graham Corney/ Shutterstock.com]

Hinweis zum blühenden Lauch: Viele fragen sich, was es mit blühendem Lauch auf sich hat und ob die Lauch-Blüte etwa giftig ist. Nicht giftig, aber ungenießbar wird Lauch, wenn er zu blühen beginnt. Sie sollten daher Ihren Lauch zeitig ernten, bevor Blüten erscheinen. Fängt Ihr Porree doch einmal an zu blühen, können Sie die Blüten nutzen, um Saatgut für das nächste Jahr zu gewinnen.

Porree lagern und haltbar machen

Lauch kann zum Glück auf verschiedene Arten haltbar gemacht werden. Im Kühlschrank legt man ihn am besten ins Gemüsefach. Dort hält sich der Lauch ein bis zwei Wochen. Doch Lauch riecht sehr intensiv. So kann schon mal der ganze Kühlschrank nach Porree riechen, wenn dieser dort eingelagert wird. Wer das nicht möchte, kann ihn auch an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort lagern, wo sich das Gemüse bis zu drei Wochen hält. Dafür eignet sich beispielsweise die Speisekammer oder der Keller. Dafür können Sie den Lauch auch vorher in Zeitungspapier einschlagen und aufrecht in einen Eimer mit feuchtem Sand stellen. Die dritte Möglichkeit, um Lauch haltbar zu machen, ist das Einfrieren. So hält er sich bis zu drei Monate.

Tipp:  Luftig eingeschlagen, hält sich der Lauch im Kühlschrank länger frisch. Dazu entfernt man die obersten Blattteile und schlägt ihn dann in ein feuchtes Tuch ein. Außerdem möchte Lauch lieber aufrecht und nicht liegend gelagert werden.

Wie kann man Porree lagern und haltbar machen?

  • An einem kühlen, dunklen, trockenen Ort: 2 – 3 Wochen
  • Im Gemüsefach des Kühlschrank: Ca. 1 – 2 Wochen
  • Im Tiefkühler: Bis zu 3 Monate

Tipp zum Porree einfrieren: Die einfachste Art, Lauch langfristig haltbar zu machen, ist ihn einzufrieren. Viele empfehlen, ihn vor dem Weg in den Tiefkühler zu blanchieren. Das ist aber nicht unbedingt notwendig. Lauch kann auch gut roh eingefroren werden. Dafür wird er zunächst gründlich gewaschen, abgetrocknet und in Scheiben geschnitten. Diese können dann entweder roh oder blanchiert eingefroren werden.

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